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Du strahlst heute!

4 min · 26. juni 2026
episode Du strahlst heute! cover

Beskrivelse

Die Bibelstelle Epheser 5,8 – ausgelegt von Gesine Möller. An einem lauwarmen Sommerabend sitze ich auf dem Balkon. Es ist schon so dunkel, dass ich kein Buch mehr lesen kann, ohne das elektrische Licht einzuschalten. Ich schaue in Richtung Wiese, die direkt an einen Wald grenzt. Da traue ich meinen Augen kaum. Die Wiese beginnt zu leuchten. Lauter kleine, helle, gelb-grüne Punkte erstrahlen und erlöschen wieder. Dazu ein Konzert von Gezirpe. Es ist wieder so weit – die Grillen sind auf Partnersuche. Sie locken mit ihrem Licht und ihrer Musik ein Weibchen an. Wer am schönsten und hellsten leuchtet, hat beste Chancen auf Erfolg. Das Phänomen, dass Tiere leuchten können, nennt sich Biolumineszenz. Eine chemische Reaktion im Körper der Käfer führt zu diesem Leuchten. Das ist in der Fauna gar nicht so selten. Ja, sogar 76 Prozent aller Tiere im Ozean leuchten, so steht es in einem Beitrag von Liz Angley, der 2025 bei National Geographic veröffentlicht wurde. Das ist faszinierend. Das Leuchten erfüllt mehrere Zwecke: Partnersuche, Beute anlocken, Verständigung unter Seinesgleichen. Bei Menschen gibt es diese Fähigkeit nicht, obwohl es den Ausdruck gibt: Du strahlst ja heute! Es beschreibt einen Gesichtsausdruck, der davon zeugt, dass sich etwas sehr Schönes ereignet haben muss. Freude, Glück…irgendetwas in dieser Richtung. Das Strahlen kommt aus den Augen, dem Mund und der Körperhaltung. Auch dieses Strahlen bewirkt etwas. Einem strahlenden Menschen zu begegnen, führt oft dazu, dass auch das Gegenüber reflexartig zu strahlen beginnt. Im heutigen Bibelvers aus dem Epheserbrief, Kapitel 5,8 schreibt der Verfasser: „Denn ihr wart früher Finsternis, nun aber seid ihr Licht in dem Herrn.“ Jetzt habe ich schon erklärt, dass Menschen eigentlich nicht selbst leuchten können. Was sie aber können, ist die Eigenschaften und Wesenszüge Jesu Christi in sich wirken und aus sich herausströmen lassen. Das ist durch den Heiligen Geist möglich, den Christus in die Herzen der Menschen ausgießt. Dabei ist das Menschenherz wie ein Gefäß, so hat es der Zisterzienser Mönch Bernhard von Clairvaux beschrieben, das sich von Gott füllen lassen muss. Erst, wenn das Gefäß ganz gefüllt ist, kann es überfließen und zu anderen hinfließen. Erst, wenn ich selbst in Kontakt mit der lebendigen Quelle Jesus Christus in Verbindung gekommen bin, kann ich auch aus dieser Quelle schöpfen und für andere eine Inspiration, eine Tröstende, ein Zeugnis sein. Was in der Tierwelt funktioniert, geht bei mir nicht. Und soll auch gar nicht gehen. Ich soll mit der Licht-Quelle verbunden sein. Ich soll und brauche nicht aus eigener Kraft und Anstrengung versuchen, ein Licht hervorzubringen. Ganz im Gegenteil. Die paulinisch anklingende Formulierung „in dem Herrn“ besagt es eindeutig, dass der Ursprung für das Lichtsein nicht in mir selbst zu suchen und zu finden ist, sondern ausschließlich im Herrn. In dem Herrn, der von sich selbst sagt: „Ich bin das Licht der Welt.“ Christus ist die einzig wahre Quelle für Licht und Liebe, aus der das Leben strömt. An ihn angeschlossen sein, in seiner Liebe zu bleiben und seine Werke zu tun, ist meine Bestimmung. In seinem Licht wandeln heißt dann auch, mit Güte und Gerechtigkeit dem anderen ins Gesicht sehen. Das meint der zweite Teil des Verses: Wandelt als Kinder des Lichts. Die Wesenszüge und Eigenschaften Jesu Christi sind wie ein Erbgut, das meine Persönlichkeit prägen will. Als Kind Gottes trage ich dieses Potenzial in mir, wenn ich durch den Glauben an Christus eine neue Kreatur geworden bin. Wenn ich wiedergeboren bin. Mein Umgang mit mir und anderen ist dann durchleuchtet von Gottes Barmherzigkeit, Güte, Wahrheit und noch viel mehr. Vielleicht und bestimmt sagt mein Gegenüber dann auch zu mir: Du strahlst aber heute wieder! Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Gesine Möller ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17368851.gif]

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3004 Episoder

episode Nachfolger gesucht cover

Nachfolger gesucht

Die Bibelstelle Jesaja 6,8 – ausgelegt von Hans-Georg Filker. Haben Sie ihre Nachfolge schon geregelt? Welche Nachfolge? Diese Frage kann sich auf ganz unterschiedliche Lebensbereiche beziehen. Es gehört zum Lauf des Lebens, dass ein Engagement zum Beispiel in einem Verein, in der Gemeinde oder im Beruf endet und eine Nachfolgerin und ein Nachfolger gebraucht werden. „Keiner ist unersetzlich“, sagt man. Aber es ist gut, wenn ein geeigneter Mensch gefunden wird, und die Nachfolge rechtzeitig geregelt werden kann. Und es ist gut, wenn jemand, der Verantwortung getragen und sich engagiert hat, auch aufhören kann. Vermutlich haben Sie jetzt einige Beispiele vor Augen. Ich möchte mit Ihnen einmal die Blickrichtung wechseln, in den Spiegel – den aus Glas – schauen. Vielleicht kommt das jetzt für Sie überraschend. Im Vertrauen gefragt: wären Sie bereit, sich auf ein neues Engagement einzulassen, wenn Sie gefragt würden? Oder wenn Sie sehen, dass irgendwo jemand dringend gebraucht wird?        Und Sie das auch von Ihren Möglichkeiten und Begabungen könnten? Bzw. andere es Ihnen zutrauen? Manchmal geht es um Verantwortung in einem kleinen Bereich, der aber wichtig für eine Familie, für die Nachbarschaft, für eine Gemeinde, einen Verein, oder für das soziale Umfeld sein kann. Vermutlich haben Sie auch Situationen erlebt, in denen eine Frage, eine Bitte um Hilfe im Raum stehen, und die Anwesenden den Blick senken oder sich eine gewisse Schwerhörigkeit auszubreiten scheint. Eltern von schulpflichtigen Kindern kennen die peinliche Stille, die auftreten kann, wenn es um Verantwortungsübernahme in der Elternversammlung geht. Verantwortung, das ist das Stichwort. „Antwort“ steckt darin. Voran steht eine Frage. Dann geht es um eine Reaktion. U.A.w.g.  - um Antwort wird gebeten, steht auf besonderen Einladungen. Wer nicht reagiert, wird vielleicht irgendwann nicht mehr gefragt. Manchmal kommen überraschende Anfragen. So geschehen bei einem jungen Mann in Israel, vor 2500 Jahren. Von ihm wird im Buch Jesaja in der Bibel berichtet: „Ich hörte die Stimme des HERRN, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? - Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich!“ Jesaja reagiert auf Gottes Frage. Seine Berufung wurde seine Mission. Jesus nimmt das mit einem Bild aus der Landwirtschaft auf. Er sagt: „Die Ernte ist groß. Bittet den Herrn, dass er Arbeiter in die Ernte sendet.“ Mitarbeiter gesucht. Nachfolger! Dabei geht es ja nicht darum, Jesus zu ersetzen, sondern in seiner Spur zu gehen. Er hat auf die Herrschaft Gottes hingewiesen, die uns nahe ist. Es gibt viel zu tun. Moment, sagen Sie vielleicht jetzt. Was habe ich damit zu tun? Ich bin weder Prophet noch Jünger. Mag sein, aber Gott fragt nach uns allen. Adam, Mensch, wo bist Du? Diese Frage gilt auch Ihnen. Sie sind ein reichhaltig begabter und von Gott gefragter Mensch. Mit Ihrem Leben geben Sie jeden Tag praktisch eine Antwort. Wie sieht sie aus? Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Pfarrer Hans-Georg Filker ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17372450.gif]

3. juli 20264 min
episode Befreit durch Jesus cover

Befreit durch Jesus

Die Bibelstelle Markus 7,34-35 – ausgelegt von Hans-Georg Filker. Heute möchte ich Ihnen von einer befreienden Erfahrung berichten. Eine Befreiung, die eine neue Lebensperspektive öffnete, die man sich vorher gar nicht vorstellen konnte. Und das hat mit Jesus von Nazareth zu tun. Jesus war schon ein besonderer Mensch. Er wurde von seinen Freunden „Christus“ genannt, der von Gott besonders Berufene. Und so hat er sich auch selbst verstanden. Mal kurz angemerkt: ich finde es manchmal befremdlich, wie oft vom „Christlichen“ geredet wird, „christlicher Glaube, christliches Abendland, christliches Verhalten“, aber irgendwie taucht Jesus gar nicht mehr dabei auf. Er scheint vielen fremd zu sein, unbekannt, obwohl er dem Ganzen, dem Christentum, den Namen gegeben hat. Weihnachten ist zwar noch weit weg, aber ich habe den Eindruck, wir feiern diesen Geburtstag Jesu zunehmend ohne das Geburtstagskind. Kein Wunder, wenn dann wirklich Erfahrungen mit ihm fehlen, in dem Gott uns menschlich begegnet. Statt irgendwie fester oder weniger stark an „etwas“ zu glauben, lade ich Sie ein, mehr darauf schauen, wie ER, Jesus, Menschen begegnet. Davon berichtet die Bibel im Neuen Testament. Diese Begegnungen finden an unterschiedlichen Orten mit ganz unterschiedlichen Menschen statt. Jesus ist viel unterwegs. Er trifft auf Leute in ihrem Alltag, wo das schöne und manchmal auch das ungeschönte Leben stattfindet. Einmal bringen Leute einen Menschen zu Jesus, der viele Einschränkungen hatte. Er konnte weder hören noch kaum sprechen. Damit war seine Teilhabe am Leben stark eingeschränkt. Aber er hatte Menschen um sich, denen er nicht egal war. Sie bringen ihn zu Jesus und bitten: Lege doch unserem Bekannten die Hand auf. Sie wagen Vertrauen und Hoffnung. Was macht Jesus? Menschliche Not verdient kein Spektakel. Er führt den zu ihm Gebrachten etwas abseits und wendet sich ihm zu, berührt ihn und spricht ihn an. Und das Wunder geschieht. Es heißt: „…sogleich taten sich seine Ohren auf, und die Fessel seiner Zunge wurde gelöst und er redete richtig.“ Eine Demonstration seiner, Jesu, Fähigkeiten? Eher seiner Liebe, die den Kranken nicht zum Objekt seines Handelns macht. So bittet Jesus die, die diese Befreiung miterlebt haben, daraus kein Kapital zu schlagen. Es geht Jesus um den Menschen, nicht um spektakuläre Erfahrungen. Wer in die Nähe Jesu kommt oder gebracht wird, sei es durch Freunde, durch die Teilnahme an einem Gottesdienst, durch das Lesen in der Bibel, kann solche Erfahrungen machen. Ich habe das in meinem Leben immer wieder einmal erfahren, dass Jesus mich anspricht, innerlich berührt und das sich daraus für mich neue Perspektiven ergeben haben, die ich mir vorher überhaupt nicht vorstellen konnte. Gut, dass ich Menschen hatte, die mich als Jugendlichen in die Nähe Jesu gebracht haben. Das hat mir befreiende Perspektiven gegeben, die ich gerne teile, auch mit Ihnen. Und dann lassen sie uns solche Freunde sein, die das auch anderen ermöglichen. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Pfarrer Hans-Georg Filker ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17372105.gif]

I går4 min
episode Begabt und doch zu allem fähig cover

Begabt und doch zu allem fähig

Die Bibelstelle 5. Mose 9,26 – ausgelegt von Gudrun Siebert. Das Volk Israel [https://www.bibleserver.com/video/ADP/Israel/18] befindet sich nach langer Wüstenwanderung am Jordan. Doch bevor sie den Fluss überqueren, hält ihr Führer Mose [https://www.bibleserver.com/video/ADP/Moses/24] eine lange Rede. Er erinnert an verschiedene Stationen der langen Wanderung. Dabei gab es viel Gutes und viel Hilfe von Gott. Mose erinnert aber auch an so manche Zeiten, in denen die Menschen gemurrt, gegen Gott rebelliert und gesündigt [https://www.bibleserver.com/video/ADP/S%C3%BCnde/53] haben. Und immer wieder hat Gott vergeben und dem Volk Israel einen Neuanfang ermöglicht. Der Mittler zwischen dem Volk und Gott ist Mose. Er erinnert in seiner Rede an den Ungehorsam und daran, dass er einmal vierzig Tage und Nächte zu Gott um Erbarmen und Vergebung gebetet [https://www.bibleserver.com/video/ADP/Beten/38] hat. Da war Mose vom Berg mit den Tafeln des Gesetzes [https://www.bibleserver.com/video/ADP/Gesetz/8] heruntergekommen und erlebte, wie das Volk sich ein goldenes Kalb gegossen hatte. Er war sehr zornig darüber und wusste, dass auch Gott das nicht dulden würde. Aber dann betete er und sagte, so wie es in der Losung der Herrnhuter Brüdergemeine von heute steht: „HERR, verdirb dein Volk und dein Erbe nicht, das du durch deine große Kraft erlöst hast.“ Ja, Gott hatte das Volk errettet und befreit aus der Hand aller ihrer Feinde. Deshalb sind die Worte von Mose mehr als nur eine Bitte. Sie sind eine Anerkennung der treuen und rettenden Liebe [https://www.bibleserver.com/video/ADP/Liebe/22] Gottes. Mose hebt hervor, dass es Gott ist, der das Volk errettet, erlöst hat. Gott hat immer zu seinem Volk gehalten und ihm so viel Gutes getan. Und da kann er die Menschen doch jetzt nicht vernichten, oder? Ja, wir Menschen machen es dem Schöpfer [https://www.bibleserver.com/video/ADP/Sch%C3%B6pfung/51] wirklich nicht leicht. Jede und jeder von uns ist nicht nur von Gott begabt, sondern auch zu allem fähig – auch zum Schlimmsten. Aber zu unserem Glück will Gott nicht vernichten, sondern retten. Daran erinnert Mose. Seine Geschichte mit dem Volk Israel hat damals erst richtig Fahrt aufgenommen. Und seine Geschichte mit uns, mit Ihnen und mir, ist noch lange nicht zu Ende. Seine Gnade [https://www.bibleserver.com/video/ADP/Gnade/12] ist unverdient, und seine Treue hat sich immer wieder gezeigt, obwohl wir Menschen oft gegen Gottes Gebote [https://www.bibleserver.com/search/LUT/gebot] verstoßen. Aber Gottes Gnade ist größer als sein Zorn – damals und heute. In seiner Treue geht Gott ja noch einen weiteren Schritt, indem er seinen Sohn auf die Erde schickt. Gottes Rettung durch Tod und Auferstehung [https://www.bibleserver.com/video/ADP/Auferstehung/37] von Jesus Christus [https://www.bibleserver.com/video/ADP/Jesus/19] ist unser Fundament des Glaubens [https://www.bibleserver.com/video/ADP/Glaube/11]. Ich darf immer wieder neu anfangen, wenn ich gesündigt habe. Gott ist gnädig, so wie er damals seinem Volk gnädig war. Vielleicht ist dieses Bibelwort ein Anstoß, sinnbildlich am Jordan zu stehen und zu überlegen, wann und wie Gott Ihnen in Ihrem Leben schon geholfen hat. Denn so wie der Jordan damals für das Volk Israel einen neuen Lebensabschnitt bedeutete, gibt es bei Ihnen doch auch immer mal wieder neue Abschnitte, Wendepunkte. Beim Nachdenken sollte ich aber auch ehrlich zu mir selbst sein: Bin ich dankbar dafür, was Gott in meinem Leben getan hat? Bewahre ich die Gaben, die ich durch ihn habe? Oder lasse ich Nachlässigkeit und Gleichgültigkeit zu? Solch ein Nachdenken eröffnet die Möglichkeit, Gott zu danken für alles bisherige Durchtragen. Bei solcher Dankbarkeit kann ich mich getrost weiter in Gottes Hände begeben. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Gudrun Siebert ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17371341.gif]

1. juli 20264 min
episode Staunen statt Angst cover

Staunen statt Angst

Die Bibelstelle Sprüche 1,7 – ausgelegt von Gudrun Siebert. In der Losung der Herrnhuter Brüdergemeine von heute aus Sprüche 1,7 steht: „Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis.“ Dieser kurze Satz gehört zu den grundlegenden Aussagen der Bibel. Er spricht von Erkenntnis, von Weisheit, vom rechten Leben. Und er beginnt mit einem Wort, das uns heute oft fremd geworden ist: Furcht. Viele Menschen stolpern ja regelrecht über das Wort Furcht. Es klingt nach Angst, Enge, Strafe, Entsetzen. Dabei höre ich doch viel lieber Bibelverse, die mir zurufen: „Fürchte dich nicht!“  Und davon gibt es eine ganze Menge. Doch es geht hier um etwas Anderes. Wenn die Bibel von der „Furcht des Herrn“ spricht, meint sie nicht Angst oder Bedrohung und auch nicht ein Wegducken vor Gott. Die biblische „Furcht des Herrn“ meint etwas Tieferes: Es bedeutet Ehrfurcht. Staunen. Das bewusste Anerkennen, dass Gott Gott ist und dass ich sein geliebtes Geschöpf bin. Es ist die Haltung eines Menschen, der weiß: Mein Leben steht vor Gott. Ich verdanke ihm alles. Ich bin ihm aber auch verantwortlich. Diese Ehrfurcht, die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis. Erkenntnis hat zu tun mit Weisheit und Wissen. Wobei ich ehrlich zugebe, dass ich oft gar nicht so viel weiß. Unsere Welt ist kompliziert, wer hat da schon einen Überblick? Mein Wissen, meine Erkenntnis ist begrenzt. Wenn ich irgendetwas erkenne oder die Bedienungsanleitung für irgendein Gerät begreife, dann sind das winzige Dinge im Vergleich zum großen Ganzen. Paulus schreibt im 1. Korintherbrief: „Unser Wissen ist Stückwerk.“ (1. Korinther 13,9) Aber eins weiß ich sicher: Gott hat den Überblick. Gott weiß, wie die Welt funktioniert. Gott ist weise und hält die Welt in seiner Hand. Und ich darf ihn bitten um Erkenntnis, Weisheit. Wenn ich mich öffne für Gottes Weisheit, wenn ich mein Leben in seine Hand gebe, dann geschieht das in großer Ehrfurcht und Gottesfurcht. Indem ich anerkenne, dass Gott groß ist, wird er vor allem in mir und meinem Herzen groß. Erkenntnis beginnt mit einer Haltung. Wer die Furcht des Herrn kennt, der weiß bzw. erkennt: „Ich bin nicht der Maßstab aller Dinge. Ich muss nicht alles kontrollieren, erklären oder rechtfertigen. Ich darf hören, lernen und mich korrigieren lassen.“ Mit solcher Erkenntnis öffnet sich der Raum für echte Weisheit. Erkenntnis wächst auch dort, wo ich Gott zutraue, recht zu haben – auch wenn es mich herausfordert. Wo ich frage: „Herr, was siehst du? Was ist dein Weg?“ - Wer so fragt, beginnt zu verstehen und wächst im Glauben. Ich verstehe nicht alles auf einmal, aber Schritt für Schritt wächst die Erkenntnis. Die Furcht des Herrn bewahrt mich auch vor Überheblichkeit. Sie hilft mir, meine Grenzen anzunehmen. Sie lehrt, dass ich nicht alles wissen muss, um richtig zu leben und zu glauben. Denn Weisheit beginnt dort, wo ich Gott vertraue. Und: Die Furcht des Herrn macht nicht klein, sie macht dagegen wach. Sie lähmt nicht, sie führt. Und sie ist kein Endpunkt, sondern ein Anfang: der Anfang eines Lebens, das sich Gott anvertraut. Der Beter von Psalm 139 hat es so formuliert: „Erforsche mich Gott und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne, wie ich´s meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin und leite mich auf ewigem Wege.“ Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Gudrun Siebert ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17370613.gif]

30. juni 20264 min
episode Von Gott geprägt cover

Von Gott geprägt

Die Bibelstelle Epheser 5,1-2 – ausgelegt von Thomas Eger. Wie ist das bei Ihnen, wenn Sie eine andere Person geärgert hat? Wie reagieren Sie darauf? Ich frage das jetzt nicht, um zu moralisieren. Das steht mir nicht zu. Denn ich frage auch mich immer wieder, wie ich mich da verhalten soll. Mir kommt jemand in die Quere. Das regt mich auf. Meine Gefühle schalten auf Angriff. Meine Emotionen klingeln Alarm: „Lass dir das nicht gefallen! Gib Kontra!“ Aber ich bin Christ. Ich will so leben, wie es meinem Gott gefällt. Das passt nicht zu wütenden Reaktionen. Wie bekommen Sie aufkochende Gefühle wieder in den Griff? Ich weiß, die Temperamente von uns Menschen sind unterschiedlich. Die einen regen sich sehr schnell auf, andere fast gar nicht. Doch bin ich mir sicher, dass jeder Mensch, der mit Worten verletzt wird, das nicht einfach schlucken kann. Was soll ich da also tun als Christ? Der Apostel Paulus gibt für das Verhalten von Christen einen grundsätzlichen Rat. An seine Glaubensgeschwister in Ephesus schrieb er einmal folgende Zeilen (Epheser 5,1-2 [https://www.bibleserver.com/LUT/Epheser5%2C1-2]): „Folgt nach dem Beispiel Gottes als geliebte Kinder, und führt euer Leben in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt und sich für uns hingegeben hat als Gabe und Opfer für Gott.“ Paulus gestehe ich zu, dass er diese Worte nicht am grünen Tisch ausgedacht hat. Aus den Berichten über ihn und aus seinen eigenen Schriften wird deutlich, wie pragmatisch er dachte und handelte. Wenn er dann so einen komplizierten Satz schreibt - wie eben gelesen -, dann steckt da was Tiefgründiges dahinter. Ich soll also dem Beispiel Gottes folgen, schlägt Paulus vor. Und er begründet das mit der Feststellung: „Du bist sein geliebtes Kind!“ Stimmt, Kinder haben einen Vater. Und wer Jesus Christus im Glauben nachfolgt, hat Gott als himmlischen Vater. Der will mich nach seinem Wesen prägen. Wie tut er das? Wieder der Apostel Paulus dazu: „Führt ein Leben in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat.“ Da haben wir es wieder, das berühmte Wort „Liebe“ von dem auch Jesus immer wieder spricht. Aber diese Art der Liebe hat einen anderen Hintergrund als wie Liebe allgemein verstanden wird. Das Neue Testament der Bibel ist in griechischer Sprache geschrieben. Und in dieser Sprache gibt es eine Bezeichnung für Liebe: Sie heißt „Agape“. Von dieser Agape-Liebe spricht Gott und schreibt Paulus. Agape ist eine Liebesart, die nicht von sich ausgeht oder gar fragt: „Werde ich auch geliebt?“ Agape ist eine Liebesart, die Not und Hilfsbedürftigkeit im Nächsten erkennt. Sie bleibt dann nicht dabei stehen. Agape will aus der Not des Anderen heraushelfen. Das ist diese göttliche Liebe, die eingreift, die hilft. „Das hat Gott durch Jesus bei euch getan“, so noch einmal Paulus, „und das tut nun ihr durch Jesus Christus auch bei anderen!“ Leben wollen, wie es Gott gefällt ist, eine Lebensaufgabe. So denken und handeln zu wollen, das schaffe ich nicht von heute auf morgen. Das muss heranwachsen in mir. Damit das auch gelingt, habe ich Gottes Geist in mein Leben bekommen. Auch darf ich Jesus in jeder Situation dabei um seine Hilfe bitten. Daran will ich mich halten, wenn mich wieder mal jemand ärgert – und Sie können das auch so tun! Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Thomas Eger ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17369994.gif]

29. juni 20264 min