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Zwischen Schweigen und Angst: Sophie Sumburane über den letzten Serienmörder der DDR

48 min · 22. mars 2026
episode Zwischen Schweigen und Angst: Sophie Sumburane über den letzten Serienmörder der DDR cover

Beskrivelse

Maria Wiesner im Gespräch mit der Autorin Oktober 1989 in einem Dorf in Brandenburg. Die Sonne scheint noch warm. Die Freundinnnen Gabi und Hedi nutzen die letzten Sonnenstrahlen, um im See baden zu gehen, als ihnen ein Typ auffällt, der sie vom Ufer aus anstarrt. Er ist groß, blond und trägt seltsame Hosen. Kurz darauf wird in einem Bungalow in der Nähe eine Frau ermordet. Das Dorf ist in Aufruhr. Nicht nur die beiden Freundinnen haben Angst. Alle Frauen in der Umgebung fürchten sich. Dann fällt fünfzig Kilometer weiter östlich die Mauer - aber die Morde gehen weiter. Sophie Sumburane hat sich in ihrem Kriminalroman „Keine besonderen Auffälligkeiten“ ein wahres Verbrechen aus den letzten Minuten der DDR vorgenommen. Sie nimmt dabei vor allem die Leute in den Blick, deren Leben eine solche Untat verändert. Wie geht man damit um, wenn im eigenen Dorf ein Mord geschehen ist? Wie lebt man weiter nach dem Schock? Was passiert, wenn obendrein gerade der Staat untergeht und fehlende Polizeistrukturen Ermittlungen erschweren? Und wie macht man daraus eine Geschichte, die die Opfer respektiert? Über all das reden wir in dieser Folge des Bücherpodcasts mit der Autorin Sophie Sumburane. Hören Sie unsere exklusiven Podcast-Folgen auf Apple Podcasts, FAZ.NET oder in der FAZ-App und erhalten Sie Zugriff auf alle Artikel: Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 1 € im Monat – hier geht’s zum Angebot. [https://digitale-angebote.faz.net/start-b?campID=SONDER-ECa2500003449&product=O_7MTVOGT6ISSDOMZS98] Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER. [https://cmk.faz.net/cms/articles/15603/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen]

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episode Dich der Welt zurückgeben: Radka Denemarková über ihren Roman „Schokoladenblut“ cover

Dich der Welt zurückgeben: Radka Denemarková über ihren Roman „Schokoladenblut“

Fridtjof Küchemann im Gespräch mit der Autorin – und ein neues Literaturrätsel Eine Frau schleppt sich durch das winterliche Prag, am Ende ihrer Kräfte, am Ende ihres Lebens. Alle haben sich von ihr abgewandt. Heute liest jedes Schulkind in Tschechien ihren einzigen Roman. Und der zeigt nicht einmal, was für eine Schriftstellerin sie hätte sein können. Eine Frau flieht nach Paris und schert sich nicht um das, was einer Frau in ihrer Zeit angeblich zusteht und was nicht. Sie mischt in den Debatten ihrer Zeit mit, wechselt ihre Liebhaber, kleidet sich wie ein Mann – und wird unter ihrem männlichen Autorenpseudonym berühmt. Ein Mann schaut auf die Erdölfelder Pennsylvanias und lässt sich neue Mittel und Wege einfallen, alles an sich zu reißen. Er würde sich einen gläubigen Menschen nennen, doch Barmherzigkeit kennt er nicht. Heute sehen wir ihn als Fährmann in eine skrupellose Welt. Drei Biografien, die stellvertretend für das 19. Jahrhundert stehen, für ein Jahrhundert, in dem so vieles seinen Anfang nahm, mit dem wir heute zu leben, mit dem wir heute zu kämpfen haben, stellt die tschechische Schriftstellerin Radka Denemarková ins Zentrum ihres neuen Romans „Schokoladenblut“, der Anfang des Monats in deutscher Übersetzung erschienen ist. Wer sind diese drei, was haben sie uns hinterlassen, welche Linien ziehen sich durch ihre Leben und von dort in unsere Gegenwart? In dieser Folge das Bücher-Podcasts der F.A.Z. ist Radka Denemarková mit „Schokoladenblut“ zu Gast. Nach dem Gespräch kommt ein neues Literatur-Rätsel von Tilman Spreckelsen nebst Lösung des Rätsels aus dem Mai 2026 und dem Namen der Gewinnerin oder des Gewinners eines Buchs, das wie immer unter den richtigen Einsendungen verlost wurde. Radka Denemarkovás „Schokoladenblut“ auf der Website des Verlags Hoffmann & Campe [https://hoffmann-und-campe.de/products/83716-schokoladenblut] Der Preis des Literaturrätsels im Juni 2026, die Adresse für Ihre Einsendung und die Teilnahmebedingungen [http://www.faz.net/200972698] Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/buecher-podcast/e-mail-adresse-zum-buecher-podcast-16399058.html] Hören Sie mit FAZ+ unsere exklusiven Podcast-Folgen auf FAZ.NET, in der FAZ-App sowie über Apple Podcasts und Spotify – inklusive Zugriff auf alle Artikel der F.A.Z. Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 4 € im Monat – hier geht’s zum Angebot. [https://digitale-angebote.faz.net/start-b?campID=SONDER-ECa2500003449&product=O_7MTVOGT6ISSDOMZS98] Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier. [https://cmk.faz.net/cms/articles/15603/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen]

28. juni 202655 min
episode Was haben Damentoiletten mit Literaturkritik zu tun? cover

Was haben Damentoiletten mit Literaturkritik zu tun?

Julia Encke und Sandra Kegel im Gespräch Als Denis Scheck in seiner ARD-Sendung „Druckfrisch“ das neue Buch von Ildikó von Kürthy in 34 Sekunden abfertigte und bemerkte, es handle sich dabei um „Nachrichten aus der Schnatterzone der Damentoilette“, ahnte er nicht, dass er die Literatur-Debatte des Frühjahrs lostreten würde. Ihm wurde Sexismus vorgeworfen, Elke Heidenreich forderte sogar die Absetzung seiner Sendung. Scheck hat der F.A.Z. jetzt ein Interview gegeben, in dem er sich zu den Vorwürfen äußert. Darüber hinaus erscheint Ende Juni eine Anthologie mit dem Titel „Die Damentoilette“, die aus der Diskussion um den Schlagabtausch zwischen Denis Scheck, Ildikó von Kürthy, Elke Heidenreich und Sophie Passmann hervorgegangen ist. In dieser Sonderfolge des F.A.Z.-Bücherpodcasts nehmen Sandra Kegel und Julia Encke das zum Anlass, noch mal zu fragen, was Mülltonnen und Damentoiletten mit Literaturkritik zu tun haben. Was an den geäußerten Vorwürfen der Frauenfeindlichkeit und des Sexismus dran ist. Ob es in der Debatte überhaupt um Literaturkritik geht – und wo deren Grenzen liegen. Alt genug von Ildikó von Kürthy [https://www.hoerbuch-hamburg.de/hoerbuch/alt-genug-9783844942668/] Hosts: Julia Encke und Sandra Kegel Technik: Kevin Gremmel Mehr zum Thema: Debatte um Wechseljahre-Buch [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/nutzt-der-streit-zwischen-ildiko-von-kuerthy-und-denis-scheck-etwa-beiden-200719456.html] Eskalation im Kölner Gartenzaun-Gothic [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/denis-scheck-und-elke-heidenreich-streiten-weiter-accg-200722612.html] Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/buecher-podcast/e-mail-adresse-zum-buecher-podcast-16399058.html] Hören Sie mit FAZ+ unsere exklusiven Podcast-Folgen auf FAZ.NET, in der FAZ-App sowie über Apple Podcasts und Spotify – inklusive Zugriff auf alle Artikel der F.A.Z. Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 4 € im Monat – hier geht’s zum Angebot. [https://digitale-angebote.faz.net/start-b?campID=SONDER-ECa2500003449&product=O_7MTVOGT6ISSDOMZS98] Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER. [https://cmk.faz.net/cms/articles/15603/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen]

14. juni 20261 h 5 min
episode Anschreiben gegen die Trostlosigkeit cover

Anschreiben gegen die Trostlosigkeit

Paul Ingendaay im Gespräch mit Thomas Medicus über das traumatische Verschwinden des Vaters und die Leerstelle in einer Familie: "Vaterlos" Wie schreiben, wenn Sprachlosigkeit und Scham der bis dahin gewohnte Modus waren? Diese Frage steht hinter dem Buch, um das es heute im Bücher-Podcast geht: „Vaterlos“ von Thomas Medicus, laut Untertitel ein „Tatsachenroman“. Der Autor behandelt darin mit erzählerischen Mitteln die Tragödie seines Lebens: den Selbstmord des Vaters, eines erfolgreichen Landarztes in der fränkischen Provinz, der von einem Tag auf den anderen aus der vierköpfigen Familie verschwindet und verschiedene Formen von Einsamkeit und Trostlosigkeit zurücklässt – er, der selbst trostlos war. Mit seinem kurzen, dicht geschriebenen Buch unternimmt Medicus die Erkundung eines Lebensthemas, dem er sich bis dahin nur auf verschlüsselte Weise nähern konnte, weil das Rätsel um den Suizid des Vaters einfach nicht zu lösen war. Doch was der Autor als Siebzehnjähriger und auch in den Jahren darauf möglicherweise nicht konnte – umgehen mit einem Trauma, Antworten finden auf Fragen, die kaum zu stellen sind –, dazu sind Texte vielleicht fähig, weil sie im ruhigen Nachdenken der freiwilligen Rückschau entstehen. Weil sie sich gestalten und überarbeiten lassen. Weil sie Erkenntnis nicht verpulvern, sondern konservieren und gleichsam begehbar machen. Und weil sie – am Ende – einen Resonanzraum schaffen, der auch lange nach der Beendigung des Schreibens noch Echos hervorbringt. Thomas Medicus: „Vaterlos [https://www.rowohlt.de/buch/thomas-medicus-vaterlos-9783737102445?srsltid=AfmBOop9ZsqzH6XZ1gSYRngHru2znCBb4siEFfeKJKgZA_fjuEQfL6SL]“. Tatsachenroman. Verlag Rowohlt Berlin, 220 Seiten, 24 Euro. Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/buecher-podcast/e-mail-adresse-zum-buecher-podcast-16399058.html] Hören Sie mit FAZ+ unsere exklusiven Podcast-Folgen auf FAZ.NET, in der FAZ-App sowie über Apple Podcasts und Spotify – inklusive Zugriff auf alle Artikel der F.A.Z. Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 4 € im Monat – hier geht’s zum Angebot. [https://digitale-angebote.faz.net/start-b?campID=SONDER-ECa2500003449&product=O_7MTVOGT6ISSDOMZS98] Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER. [https://cmk.faz.net/cms/articles/15603/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen]

3. mai 202648 min
episode Wenn politische Kräfte das Individuum zermalmen cover

Wenn politische Kräfte das Individuum zermalmen

Kai Spanke im Gespräch mit Paul Ingendaay Am 17. Juli 1936 begann der Spanische Bürgerkrieg, am 1. April 1939 endete er. Sein Ausgangspunkt war ein Putsch, seine Folge eine fast vierzig Jahre währende Diktatur. Zehntausende Titel wurden über ihn vorgelegt, er ist Gegenstand von Filmen und Graphic Novels. Paul Ingendaay schreibt in seinem Buch „Entscheidung in Spanien“, der Krieg habe wie kein anderer Konflikt „unsere Vorstellung von der heroischen Niederlage geprägt“. Zahlreiche Menschen reisten zwischen 1936 und 1939 nach Spanien. Sie kamen aus mehr als fünfzig Ländern, einige waren Zaungäste, andere nahmen an Kampfhandlungen teil. Unter ihnen waren Künstler und Schriftsteller, Abenteurer und Reporter. Ernest Hemingway etwa. Oder sein Kollege George Orwell. Robert Capa schoss mit dem „Gefallenen Soldaten“ das bekannteste Kriegsfoto aller Zeiten. Seine Mitstreiterin Gerda Taro starb mit sechsundzwanzig Jahren an der Front. Pablo Picasso reagierte auf das Bombardement des Städtchens Guernica, indem er eines der wichtigsten Bilder der Kunstgeschichte malte. Warum engagierten sich so viele Leute auf die eine oder andere Weise in diesem Krieg? Was wollten sie, was wollten sie nicht? Und weshalb lohnt es sich, über sie nachzudenken? Darüber spricht Paul Ingendaay in dieser Folge des Bücher-Podcasts. Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/buecher-podcast/e-mail-adresse-zum-buecher-podcast-16399058.html] Hören Sie unsere exklusiven Podcast-Folgen auf Apple Podcasts, FAZ.NET oder in der FAZ-App und erhalten Sie Zugriff auf alle Artikel: Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 1 € im Monat – hier geht’s zum Angebot. [https://digitale-angebote.faz.net/start?campID=SONDER-ECa2500004185&product=O_JHOICT71N1B3CAU514] Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER. [https://cmk.faz.net/cms/articles/15603/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen]

19. april 202633 min
episode Zwischen Schweigen und Angst: Sophie Sumburane über den letzten Serienmörder der DDR cover

Zwischen Schweigen und Angst: Sophie Sumburane über den letzten Serienmörder der DDR

Maria Wiesner im Gespräch mit der Autorin Oktober 1989 in einem Dorf in Brandenburg. Die Sonne scheint noch warm. Die Freundinnnen Gabi und Hedi nutzen die letzten Sonnenstrahlen, um im See baden zu gehen, als ihnen ein Typ auffällt, der sie vom Ufer aus anstarrt. Er ist groß, blond und trägt seltsame Hosen. Kurz darauf wird in einem Bungalow in der Nähe eine Frau ermordet. Das Dorf ist in Aufruhr. Nicht nur die beiden Freundinnen haben Angst. Alle Frauen in der Umgebung fürchten sich. Dann fällt fünfzig Kilometer weiter östlich die Mauer - aber die Morde gehen weiter. Sophie Sumburane hat sich in ihrem Kriminalroman „Keine besonderen Auffälligkeiten“ ein wahres Verbrechen aus den letzten Minuten der DDR vorgenommen. Sie nimmt dabei vor allem die Leute in den Blick, deren Leben eine solche Untat verändert. Wie geht man damit um, wenn im eigenen Dorf ein Mord geschehen ist? Wie lebt man weiter nach dem Schock? Was passiert, wenn obendrein gerade der Staat untergeht und fehlende Polizeistrukturen Ermittlungen erschweren? Und wie macht man daraus eine Geschichte, die die Opfer respektiert? Über all das reden wir in dieser Folge des Bücherpodcasts mit der Autorin Sophie Sumburane. Hören Sie unsere exklusiven Podcast-Folgen auf Apple Podcasts, FAZ.NET oder in der FAZ-App und erhalten Sie Zugriff auf alle Artikel: Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 1 € im Monat – hier geht’s zum Angebot. [https://digitale-angebote.faz.net/start-b?campID=SONDER-ECa2500003449&product=O_7MTVOGT6ISSDOMZS98] Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER. [https://cmk.faz.net/cms/articles/15603/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen]

22. mars 202648 min