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Pleasure statt Pressure: Christine Sing über angewandte Kulturwissenschaften, Frauen in Führung und das Leben auf den Wellen

1 h 0 min · 22. mai 2026
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Beskrivelse

Christine Sing wusste bei ihrer Suche nach dem passenden Studiengang noch nicht genau, wohin sie ihr Weg führen würde. Was sie aber wusste: Sie wollte sich noch nicht entscheiden müssen. Nicht nur BWL, nicht nur Kultur, sondern beides. Und genau das fand sie an der Leuphana Universität Lüneburg, wo sie bis 2012 angewandte Kulturwissenschaften studierte. Ihr Studium mit den Schwerpunkten BWL, Sprache und Kommunikation sowie Medien- und Öffentlichkeitsarbeit gab ihr ein breites Fundament. Den BWL-Anteil schätzt sie rückblickend als handfestes Werkzeug. Der Bereich Sprache und Kommunikation fühlte sich damals manchmal „zu weich“ an. Heute sieht sie darin eine ihrer wichtigsten Fähigkeiten: Meinungsvielfalt nicht nur zuzulassen, sondern auch auszuhalten. Neben dem Studium arbeitete Christine in der Pressearbeit der Leuphana und begleitete unter anderem den Besuch von Angela Merkel. Nach dem Studium folgten Berufsjahre in klassisch-hierarchischen Strukturen. Bei Volkswagen wurde sie mit 30 Jahren Pressesprecherin für neue Mobilität. Als sich die Kultur dort veränderte, kündigte sie ohne Plan und folgte einem inneren Ruf nach Teneriffa. Heute lebt und arbeitet sie teils dort, teils in Deutschland. Als selbstständiger Coach berät sie Studienabsolventinnen beim Berufseinstieg und unterstützt Firmen auf dem Weg hin zu einer inklusiveren, frauenfreundlichen Unternehmenskultur. Ein besonderes Herzensprojekt von ihr sind zudem Surfcamps für Frauen in Führungspositionen: Hier lernen die Teilnehmerinnen nicht nur zu surfen, sondern auch, wie sie beruflich weiterkommen und was man als erfolgreiche Führungskraft beachten muss.  Was bedeutet es, als Frau in der heutigen Arbeitswelt zu stehen? Warum reicht Kompetenz allein nicht aus? Und warum war für Christine das Hamsterrad auch dann noch da, als sie es längst verlassen hatte? Hört rein und lasst euch davon inspirieren, was möglich ist, wenn man anfängt, Erfüllung vor Erfolg zu stellen. Viel Spaß beim Hören! Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck Das Gespräch fand statt im März 2022 Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=16794 [https://studium-und-dann.com/?p=16794] Wir freuen uns jederzeit über eure Anregungen, Lob und auch konstruktive Kritik! Nutzt dafür gern die Kommentarfunktion auf der Podcastplattform eures Vertrauens oder schreibt uns eine E-Mail an: podcast@studium-und-dann.com Wenn ihr selbst einmal Gast sein und uns von euren Erfahrungen in Studium und Beruf erzählen möchtet, kontaktiert uns ebenfalls gern unter: podcast@studium-und-dann.com Mehr Informationen findet ihr auf unserer Homepage studium-und-dann.com

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episode Im öffentlichen Raum bauen, im eigenen Tempo wachsen: Caroline Gaube über ihren Weg vom Bauingenieurstudium zur technischen Projektleiterin bei HEAG Mobilo cover

Im öffentlichen Raum bauen, im eigenen Tempo wachsen: Caroline Gaube über ihren Weg vom Bauingenieurstudium zur technischen Projektleiterin bei HEAG Mobilo

Planen und bauen- das sind die Tätigkeitsfelder einer Bauingenieurin, die zunächst simpler klingen, als sie in der Realität sind. Diese Erfahrung hat auch Caroline „Caro“ Gaube gemacht, die nach ihrem Studium an der Hochschule Darmstadt und einer kurzen Auszeit direkt bei ihrem heutigen Arbeitgeber HEAG Mobilo als technische Projektleiterin eingestiegen ist. Das Darmstädter Unternehmen arbeitet im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs, und verantwortet unter anderem Neubaustrecken sowie Instandhaltungsmaßnahmen im Straßenbahnnetz. Die Entscheidung, Bauingenieurwesen zu studieren, traf Caro aufgrund ihrer persönlichen Begeisterung für Mathe und logisches Denken, die sie bereits in der Schule entdeckt hatte. An der Hochschule Darmstadt begann sie zunächst den Bachelor, später folgte der Master, ebenfalls dort. Ab dem dritten Semester wählte sie die Vertiefungsrichtung Verkehrswesen, mit dem kleinen Traum im Hinterkopf, eines Tages selbst in der Stadt Brücken planen und bauen zu können. Woran sie sich heute aus dem Studium am besten erinnert, sind nicht die Vorlesungen, sondern die Laborpraktika: Hier konnte Caro, wie sie es selbst mit einem Augenzwinkern ausdrückt, nach Herzenslust „im Dreck wühlen“ und in kleinen Gruppen selbstständig Versuche konzipieren und durchführen. Sie hebt lobend hervor, dass es hier dazugehört habe, sich die Situation in echten Städten anzusehen und zu überlegen, wo man den Verkehr verbessern könnte. Prägend war außerdem, was sie erst im Master wirklich verstand: Bauingenieurwesen, so technisch der Studiengang auch ist, hat auch immer mit Menschen und politischen Entscheidungen zu tun. Man baut nicht im luftleeren Raum, sondern für Menschen, im öffentlichen Raum, unter Beteiligung von Kommunen, Behörden und Öffentlichkeit.  Nach dem Masterabschluss war sie zunächst fünf Monate in Schweden und Norwegen unterwegs, eine Zeit, in der sie intensiv die Natur Skandinaviens genießen konnte und nur wenig vor dem Bildschirm saß. Den Einstieg in den Vollzeitjob, direkt in die Projektleitung, beschreibt sie als herausfordernde, aber gute Umstellung. Caro berichtet, wie sie ihre intensive Bewerbungsphase erlebt hat, worauf sie bei der Wahl ihres Arbeitgebers wertgelegt hat und warum sie nicht direkt nach der ersten Zusage aufgehört hat, nach einer Stelle zu suchen.  Außerdem sprechen wir über ihr spannendstes berufliches Projekt und ihre größten beruflichen Learnings, unter anderem darüber, warum Rückschläge und Verzögerungen im Projekt gerade im Feld des Bauingenieurwesens nicht unbedingt etwas darüber aussagen, ob die eigene Arbeit gut oder schlecht war. Auch verrät Caroline, warum es, anders als oft behauptet, gut sein kann, wie sie selbst streng mit sich selbst zu sein und auch zu bleiben. Hört rein und erfahrt die Antworten auf folgende Fragen: Warum ist Neugierde die wichtigste Eigenschaft für den Berufseinstieg, noch vor allem Fachlichen? Welche Erkenntnisse aus dem Studium haben Caroline am meisten überrascht? Und warum empfiehlt sie, sich während der Bewerbungsphase auch das Büro zeigen zu lassen? Viel Spaß beim Hören! Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck Das Gespräch fand statt im März 2026 Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=26765 [https://studium-und-dann.com/?p=26765] Wir freuen uns jederzeit über eure Anregungen, Lob und auch konstruktive Kritik! Nutzt dafür gern die Kommentarfunktion auf der Podcastplattform eures Vertrauens oder schreibt uns eine E-Mail an: podcast@studium-und-dann.com Wenn ihr selbst einmal Gast sein und uns von euren Erfahrungen in Studium und Beruf erzählen möchtet, kontaktiert uns ebenfalls gern unter: podcast@studium-und-dann.com Mehr Informationen findet ihr auf unserer Homepage studium-und-dann.com

29. mai 202634 min
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Pleasure statt Pressure: Christine Sing über angewandte Kulturwissenschaften, Frauen in Führung und das Leben auf den Wellen

Christine Sing wusste bei ihrer Suche nach dem passenden Studiengang noch nicht genau, wohin sie ihr Weg führen würde. Was sie aber wusste: Sie wollte sich noch nicht entscheiden müssen. Nicht nur BWL, nicht nur Kultur, sondern beides. Und genau das fand sie an der Leuphana Universität Lüneburg, wo sie bis 2012 angewandte Kulturwissenschaften studierte. Ihr Studium mit den Schwerpunkten BWL, Sprache und Kommunikation sowie Medien- und Öffentlichkeitsarbeit gab ihr ein breites Fundament. Den BWL-Anteil schätzt sie rückblickend als handfestes Werkzeug. Der Bereich Sprache und Kommunikation fühlte sich damals manchmal „zu weich“ an. Heute sieht sie darin eine ihrer wichtigsten Fähigkeiten: Meinungsvielfalt nicht nur zuzulassen, sondern auch auszuhalten. Neben dem Studium arbeitete Christine in der Pressearbeit der Leuphana und begleitete unter anderem den Besuch von Angela Merkel. Nach dem Studium folgten Berufsjahre in klassisch-hierarchischen Strukturen. Bei Volkswagen wurde sie mit 30 Jahren Pressesprecherin für neue Mobilität. Als sich die Kultur dort veränderte, kündigte sie ohne Plan und folgte einem inneren Ruf nach Teneriffa. Heute lebt und arbeitet sie teils dort, teils in Deutschland. Als selbstständiger Coach berät sie Studienabsolventinnen beim Berufseinstieg und unterstützt Firmen auf dem Weg hin zu einer inklusiveren, frauenfreundlichen Unternehmenskultur. Ein besonderes Herzensprojekt von ihr sind zudem Surfcamps für Frauen in Führungspositionen: Hier lernen die Teilnehmerinnen nicht nur zu surfen, sondern auch, wie sie beruflich weiterkommen und was man als erfolgreiche Führungskraft beachten muss.  Was bedeutet es, als Frau in der heutigen Arbeitswelt zu stehen? Warum reicht Kompetenz allein nicht aus? Und warum war für Christine das Hamsterrad auch dann noch da, als sie es längst verlassen hatte? Hört rein und lasst euch davon inspirieren, was möglich ist, wenn man anfängt, Erfüllung vor Erfolg zu stellen. Viel Spaß beim Hören! Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck Das Gespräch fand statt im März 2022 Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=16794 [https://studium-und-dann.com/?p=16794] Wir freuen uns jederzeit über eure Anregungen, Lob und auch konstruktive Kritik! Nutzt dafür gern die Kommentarfunktion auf der Podcastplattform eures Vertrauens oder schreibt uns eine E-Mail an: podcast@studium-und-dann.com Wenn ihr selbst einmal Gast sein und uns von euren Erfahrungen in Studium und Beruf erzählen möchtet, kontaktiert uns ebenfalls gern unter: podcast@studium-und-dann.com Mehr Informationen findet ihr auf unserer Homepage studium-und-dann.com

22. mai 20261 h 0 min
episode Technologie gestalten statt nur nutzen: Doktorandin Josefine Hintz über das Potenzial von Künstlicher Intelligenz in der nachhaltigen Umgestaltung unserer Städte cover

Technologie gestalten statt nur nutzen: Doktorandin Josefine Hintz über das Potenzial von Künstlicher Intelligenz in der nachhaltigen Umgestaltung unserer Städte

Wie können Städte gleichzeitig intelligenter und nachhaltiger werden? Und welche Rolle spielt dabei künstliche Intelligenz? Mit genau diesen Fragen beschäftigt sich Josefine Hintz heute als Doktorandin an der Technischen Universität Berlin, zugleich ist sie als Gastwissenschaftlerin am Mercator Institute on Global Commons and Climate Change und der Hertie School tätig. In Josefines Forschung geht es weniger um technische Möglichkeiten als vielmehr um die Frage, wie Technologien sinnvoll umgesetzt werden können. So erforscht sie, wie Städte Daten nutzen können, um etwa Energieverbräuche besser zu verstehen oder gezielt Maßnahmen zur Emissionsreduktion zu planen. Außerdem legt sie die Hürden offen, die aktuell diesbezüglich noch bestehen. Schon früh konnte sich Josefine für Fragestellungen begeistern, die über klassische Fachgrenzen hinaus gedacht und untersucht werden müssen. Ihr Studium Individuale mit dem Nebenfach Rechtswissenschaft an der Leuphana Universität Lüneburg, das sie bis 2016 als eine der ersten in diesem Studiengang absolvierte, hat genau das gefördert: Indem sie als „Indi“-Studentin aus dem gesamten Kursangebot der Leuphana auswählen und sich ihren Stundenplan mit wenig Vorgaben vonseiten der Universität selbst zusammenstellen durfte, konnte sie in ganz unterschiedliche Bereiche hineinschauen und neue Perspektiven entdecken. Auf die Zeit an der Leuphana folgten ein Auslandssemester in Seoul, Südkorea, ein Masterstudium in Sustainable Urbanism am University College London und Arbeit in einer internationalen NGO. Diese Erfahrungen haben ihr gezeigt, dass Themen wie Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Entwicklung nicht getrennt voneinander gedacht werden sollten, sondern eng miteinander verwoben sind. In ihrer heutigen Forschung sieht Josefine großes Potenzial, aber auch Verantwortung. Künstliche Intelligenz versteht sie nicht als neutrale Technologie, sondern als Werkzeug, über dessen Einsatz wir uns aktiv Gedanken machen müssen. Aus ihrer Sicht entscheidet sich gerade, in welche Richtung sich diese Entwicklung bewegt: Wird KI bestehende systemische Probleme weiter verstärken oder dazu beitragen, unsere Gesellschaft nachhaltiger und gerechter zu gestalten? Was sie antreibt, ist die Möglichkeit, mit ihrer Arbeit einen konkreten Beitrag zu Letzterem zu leisten. Gleichzeitig betont sie, wie wichtig es ist, dass sich möglichst viele Menschen mit Themen wie KI und Klimaschutz auseinandersetzen und eigene Perspektiven einbringen, unabhängig davon, ob sie selbst in einem technischen Bereich arbeiten oder nicht. Davon und von vielem mehr berichtet Josefine Hintz in dieser Episode und gibt uns unter anderem Antworten auf folgende Fragen: Welche Chancen stecken in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit künstlicher Intelligenz? Welche Rolle spielen Städte als Treiber nachhaltiger Transformation? Und warum ist es gerade jetzt so entscheidend, Technologien aktiv mitzugestalten? Moderiert wird diese Episode von Helena Minner. Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=26757 [https://studium-und-dann.com/?p=26757] Wir freuen uns jederzeit über eure Anregungen, Lob und auch konstruktive Kritik! Nutzt dafür gern die Kommentarfunktion auf der Podcastplattform eures Vertrauens oder schreibt uns eine E-Mail an: podcast@studium-und-dann.com Wenn ihr selbst einmal Gast sein und uns von euren Erfahrungen in Studium und Beruf erzählen möchtet, kontaktiert uns ebenfalls gern unter: podcast@studium-und-dann.com Mehr Informationen findet ihr auf unserer Homepage studium-und-dann.com

15. mai 202652 min
episode Vom Lehramtsstudium zur Hochschulsport-Leitung: David Storek über Sportbegeisterung, Verantwortung und einen Weg, den er so nicht geplant hatte cover

Vom Lehramtsstudium zur Hochschulsport-Leitung: David Storek über Sportbegeisterung, Verantwortung und einen Weg, den er so nicht geplant hatte

Als er Kind war, beschwerten sich seine Schwester und Mitschüler:innen manchmal darüber, dass David immer bestimmen wollte. Ganz falsch lagen sie damit nicht, gibt unser Interviewgast David Storek heute zu, würde es allerdings positiver formulieren: Er hat immer gerne Verantwortung übernommen. Dass er diese Verantwortung einmal als Leiter des Hochschulsports an der Leuphana Universität Lüneburg tragen würde, hätte David, der zunächst Grundschullehramt mit den Fächern Sport und Deutsch studiert hat, nicht gedacht. In dieser Rolle kümmert er sich um ein Team von rund 35 Mitarbeitenden, koordiniert ein Angebot von über 150 Sport- und Fitnessangeboten und vertritt den Hochschulsport auch nach außen. Wie er im Gespräch mit Ulrike verrät, wurde seine Begeisterung für den Sport schon früh geweckt: Aufgewachsen in Berlin, spielte er zunächst Fußball in den sogenannten „Käfigen“, später dann im Verein, wo er schließlich auch selbst Kinder trainierte. Dass es ihn zum Studieren nach Lüneburg verschlagen würden, hätte er sich lange nicht träumen lassen, zu groß war der Berliner Lokalpatriotismus in ihm, wie er lachend erklärt. Nachdem er nach dem Abi einige Monate als Fußballtrainer auf Sansibar (Tansania) verbracht hatte, erschien ihm der Umzug in die norddeutsche Kleinstadt aber nicht mehr als so großer Schritt, zumal er mittlerweile durch eine Freundin ganz „angefixt“ vom flexiblen Studienmodell an der Leuphana war, wie er es selbst beschreibt. Ausführlich gibt er Einblicke in die Inhalte seines Studiengangs Grundschullehramt mit den Fächern Sport und Deutsch, einem abwechslungsreichen Mix aus fachlichen Inhalten wie Literatur- und Sprachwissenschaft, didaktischen Methoden und Hintergrundwissen aus Bereichen wie Erziehungstheorie und Psychologie. Besonders in Erinnerung geblieben sind ihm zudem die sportpraktischen Prüfungen, die er teils in so exotischen Disziplinen wie Einradfahren ablegte.  Obwohl David sein Studium genauso wie die Arbeit mit Kindern an sich gut gefielen, ahnte er bald nach einem Praktikum an einer Dorfgrundschule, dass er nicht bis zur Rente als Grundschullehrer würde arbeiten wollen. Dass er sein Studium trotzdem beendet hat, war, wie er findet, eine gute Entscheidung, da es ihm neben den fachlichen Kenntnissen auch viele „soft-skills“ mit auf den Weg gegeben hat, die er auch heute als Leiter des Hochschulsports an der Leuphana gut einsetzen kann. Hinzu kamen die Erfahrungen, die er bereits als studentischer Mitarbeiter beim Unisport gesammelt hatte, einem Job, der nicht unmittelbar mit seinem Lehramtsstudium zu tun hatte, aber umso bereichernder war, da er ihm viele neue Perspektiven geöffnet hat. So bot sich ihm beispielsweise die Möglichkeit, das deutsche Team bei den FISU University Games 2019 in Neapel zu unterstützen, einer Art Olympischer Spiele für Studierende.  Für ihn sind es solche Erlebnisse jenseits des Erwarteten, die den Lebenslauf jedes Bewerbers erst richtig interessant machen. Wer nur mit starrem Blick auf die Regelstudienzeit studiert und stets nur macht, was von ihm in seiner Position verlangt wird, verpasst vielleicht die Erfahrungen, die später anstelle des perfekten, glattgebügelten Lebenslaufs wirklich zählen. Hört rein und bekommt Antworten auf folgende Fragen: Worauf muss man bei Stellenanzeigen besonders achten, wenn man Quereinsteiger:in ist? Welche Vorteile und Chancen bietet die Arbeit im öffentlichen Dienst, wenn man plant, eine eigene Familie zu gründen? Und warum hat die Geschichte einer nigerianischen Schwimmerin bei den FISU World University Games David tief beeindruckt?  Viel Spaß beim Hören! Moderiert wird diese Episode von: Ulrike Linhardt Das Gespräch fand statt im März 2026 Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=26870 [https://studium-und-dann.com/?p=26870]

8. mai 202639 min
episode Von der Kunststofftechnik in die Datenwelt: Luise Wiesalla über Entdeckergeist, unerwartete Möglichkeiten und ihren Weg zur Data Platform Engineerin cover

Von der Kunststofftechnik in die Datenwelt: Luise Wiesalla über Entdeckergeist, unerwartete Möglichkeiten und ihren Weg zur Data Platform Engineerin

> Als Kind hat Luise Wiesalla jede Folge von „Wissen macht Ah!" geschaut. Wie werden Nudeln hergestellt? Wie kommt der Deckel auf die Dose? Antworten, die andere vielleicht schnell vergessen. Bei ihr haben sie etwas in Gang gesetzt. Heute arbeitet sie als Data Platform Engineer in Hamburg und kümmert sich darum, dass ganze Datenabteilungen reibungslos funktionieren. Der Weg dorthin war alles andere als geradlinig. Und genau das macht ihn so hörenswert. > > > Luise ist die Erste in ihrer Familie, die studiert hat. Einen Finger, der ihr hätte zeigen können, in welche Richtung es geht, gab es nicht. Also hat sie sich selbst vorgetastet. Zuerst studierte sie Physik an der TU Darmstadt, dann wechselte sie in einen Bachelor of Engineering in Kunststofftechnik an der Hochschule Darmstadt. Ein Ingenieurstudiengang, der ihr das gab, was sie suchte: ein Verstehen, wie die Welt zusammenhängt. > > > Schon früh arbeitete sie als Werkstudentin, schnupperte in Konzerne, Start-ups und kleine Unternehmen und lernte dabei, wie unterschiedlich Arbeitswelten sein können. Ihre Bachelorarbeit schrieb sie in Kooperation mit einem Unternehmen aus dem Bereich Automobilzulieferung. Ihr Thema: eine statistische Analyse von Prozessparametern bei der Herstellung von Head-up-Display-Spiegeln, jenen Bauteilen, die im Fahrzeug Informationen direkt in die Windschutzscheibe projizieren. Ein Projekt, das ihr nicht nur erste Programmiererfahrung in Python brachte, sondern auch zeigte, womit sie akademisch als nächstes arbeiten wollte: mit Daten, Code und Mustern in Zahlen. > > > Für den Master wechselte sie daher innerhalb der Hochschule Darmstadt in den Studiengang Data Science. Besonders prägend war für sie das Seminar einer Professorin, die komplexe Themen wie Deep Learning und Computer Vision so vermittelte, dass Barrieren verschwanden statt aufgebaut wurden. Ein Prinzip, das Luise bis heute antreibt und das, wie sie findet, auch in ihrer eigenen Arbeit sichtbar sein sollte. > > > Nach dem Studium begann Luise als Junior Analytics Engineer zu arbeiten. Den Sprung in die Vollzeit empfand sie kaum als Bruch. Zu fließend war der Übergang durch all die Werkstudentenjahre. Was sich veränderte: die Tiefe. Sie arbeitete viel intensiver an bestimmten Aufgabengebieten. Vieles, was im Studium strukturell kaum zu vermitteln ist, lernte sie schlicht on the job. Stationen im Consulting und bei einem weiteren Unternehmen folgten, mit jeweils neuen technischen Schwerpunkten von Cloud-Infrastruktur bis zu On-Premise-Systemen. Diese Vielfalt an Erfahrungen ist es, die Luise heute ausmacht. Kein Tag ist wie der andere: mal geht es darum, tief in ein technisches Problem einzutauchen, mal darum, mit Kolleginnen und Kollegen gemeinsam zu klären, was ein Datensatz eigentlich aussagen soll. Denn IT und besonders Datenthemen sind aus ihrer Sicht ausgesprochen kommunikationsintensiv. Etwas, das viele überrascht. > > > Darüber spricht Luise in dieser Episode und gibt Antworten auf Fragen wie: Wie hat sie als erste Person in der Familie den Weg ins Studium gefunden? Warum ist ein Fachwechsel mitten im Studium kein Scheitern, sondern kann genau der richtige Schritt sein? Und welche Rolle spielte ihr Informatik-Tutor dabei, dass Luise heute in der IT arbeitet? Hört rein und lasst euch von Luises Geschichte zeigen, was möglich ist, wenn man neugierig bleibt und sich traut, immer wieder neu anzufangen. Viel Spaß beim Hören! Moderiert wird diese Episode von: Helena Minner Das Gespräch fand statt im Februar 2026 Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=26865 [https://studium-und-dann.com/?p=26865]

1. mai 202641 min