Media Technology Insights - Der Medientechnik-Podcast

#19 Fernsehproduktion im Umbruch: Warum Technik allein nicht reicht mit Dr. Christiane Janusch

28 min · 24. März 2026
Episode #19 Fernsehproduktion im Umbruch: Warum Technik allein nicht reicht mit Dr. Christiane Janusch Cover

Beschreibung

In dieser Episode von FKTG Media Technology Insights spricht Host Kim Seidler mit Dr. Christiane Janusch, Geschäftsfeldleiterin Medienbetrieb beim ZDF und Vorstandsmitglied der FKTG. Das Gespräch wurde im Podcaststudio von Studio Hamburg MCI auf der Hamburg Open aufgezeichnet. Im Mittelpunkt steht die Frage, was sich in der Fernsehproduktion derzeit wirklich verändert – jenseits von Tool-Debatten und Einzeltechnologien. Statt über einzelne Systeme zu sprechen, geht es um die grundlegenden Strukturen hinter moderner Medienproduktion: Operating Models, Governance, Betriebsmodelle und die organisatorischen Veränderungen, die mit der technischen Transformation einhergehen. Ausgehend von ihrer Rolle im Medienbetrieb des ZDF beschreibt Christiane Janusch, wie sich Produktionslandschaften in den vergangenen Jahren verändert haben: von stabilen, linearen Produktionsketten hin zu hochvernetzten, hybriden Systemen, in denen Technik, Organisation und Betrieb nicht mehr getrennt betrachtet werden können. Transformation ist in diesem Umfeld kein abgeschlossenes Projekt, sondern ein dauerhafter Zustand. Im Gespräch geht es unter anderem um: * die wichtigsten Treiber des Produktionswandels, etwa Streaming, Automatisierung, Security-Anforderungen und neue Kompetenzprofile * warum viele Transformationsprojekte scheitern, wenn sie ausschließlich als Technologieprojekte gedacht werden * die Rolle von Struktur, Governance und Operating Models in komplexen Produktionsumgebungen * konkrete Governance-Bausteine wie Servicekataloge, Architekturprinzipien, SLAs und Betriebsmodelle * typische Stolpersteine bei der Einführung neuer Technologien – und warum klare Verantwortlichkeiten oft mehr bewirken als neue Tools Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der praktischen Realität von All-IP-Infrastrukturen im 24/7-Broadcastbetrieb. Während IP-basierte Produktionsumgebungen mehr Flexibilität und Skalierbarkeit versprechen, bringen sie gleichzeitig neue Anforderungen an Betriebssicherheit, Resilienz und Verantwortungsstrukturen mit sich. Das Gespräch beleuchtet, welche Voraussetzungen Organisationen schaffen müssen, um diese Vorteile tatsächlich nutzen zu können. Darüber hinaus geht es um den menschlichen Faktor der Transformation: neue Kompetenzanforderungen, die Rolle von Führung in komplexen Veränderungsprozessen und die Frage, wie Teams aus klassischen Broadcast-Strukturen in vernetzte Produktionsmodelle mitgenommen werden können. Zum Abschluss blickt die Episode nach vorn: Welche Entscheidungen sind heute „No-Regret-Moves“ für Medienorganisationen? Welche Themen werden noch unterschätzt? Und woran lässt sich echte Transformation im Produktionsbetrieb überhaupt messen? Eine Folge für alle, die verstehen wollen, warum sich der Wandel der Fernsehproduktion nicht nur in neuer Technologie zeigt – sondern vor allem in neuen Betriebsmodellen, klarer Governance und interdisziplinärer Zusammenarbeit.

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Episode #22 HDR im Broadcast – Technik, Praxis und Zukunft mit Dr. Lucien Lenzen und Jan Friedlein Cover

#22 HDR im Broadcast – Technik, Praxis und Zukunft mit Dr. Lucien Lenzen und Jan Friedlein

HDR (High Dynamic Range) gilt seit Jahren als einer der wichtigsten technologischen Entwicklungsschritte in der Bildproduktion. Doch während Standards, Spezifikationen und technische Zielwerte auf dem Papier vergleichsweise klar definiert erscheinen, zeigt sich in der Praxis ein deutlich komplexeres Bild. Wie verhalten sich HDR-Signale tatsächlich entlang kompletter Produktions- und Distributionsketten? Welche Herausforderungen entstehen zwischen Kamera, Monitoring, Grading, Signalverarbeitung und Endgerät? In dieser Folge werfen wir einen detaillierten Blick auf den aktuellen Stand von HDR im professionellen Broadcast-Umfeld. Dabei diskutieren wir die Unterschiede zwischen Live-Produktion und Postproduktion, analysieren technische Grenzen bestehender Workflows und beleuchten typische Problemfelder wie Signalstabilität, Monitoring-Konzepte, Tone-Mapping und die Interoperabilität verschiedener HDR-Standards. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie sich die Medienlandschaft verändert: Welche Rolle spielen Creator-Workflows, Social-Media-Plattformen und Streaming-Dienste inzwischen bei der Entwicklung professioneller Produktionsprozesse? Und inwiefern beeinflussen Plattformen wie YouTube technische sowie ästhetische Entscheidungen im klassischen Broadcast-Bereich? Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit den Herausforderungen der Transformation zwischen SDR und HDR. Welche Verfahren lassen sich deterministisch beschreiben und reproduzierbar umsetzen? Wo stoßen klassische Methoden an ihre Grenzen? Und welche Potenziale eröffnen datengetriebene Verfahren sowie KI-basierte Modelle bei der Lösung komplexer Mapping-Probleme? Nicht zuletzt betrachten wir die Werkzeuge selbst: Warum reichen traditionelle LUT-basierte Ansätze für moderne HDR-Workflows häufig nicht mehr aus? Welche Vorteile bieten dynamische, szenenabhängige Verfahren, und welche Anforderungen ergeben sich daraus für zukünftige Produktionsumgebungen? Für diese Diskussion haben wir zwei Gäste eingeladen, die sich seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Forschung, Entwicklung und praktischer Implementierung bewegen: Dr. Lucien Lenzen von der Flying Eye Media Tech Consult GmbH, der an der Hochschule RheinMain lange über das Thema HDR geforscht und promoviert hat, und Jan Friedlein, der während seines Studiums das Thema wissenschaftlich begleitet hat und jetzt der Produktverantwortliche bei MMI (Munich Media Intelligence) für Lumagic ist. Gemeinsam mit Host Angela Bünger sprechen wir über aktuelle Herausforderungen, reale Broadcast-Constraints und die Zukunft von HDR in professionellen Medienworkflows.

24. Juni 202635 min
Episode #21 IMF: Warum ein Dateistandard zum Rückgrat moderner Medienlieferketten wurde - mit Prof. Dr. Wolfgang Ruppel Cover

#21 IMF: Warum ein Dateistandard zum Rückgrat moderner Medienlieferketten wurde - mit Prof. Dr. Wolfgang Ruppel

Das Interoperable Master Format (IMF) ist heute für viele große Medienhäuser und Streaming-Plattformen ein zentraler Baustein der dateibasierten Lieferkette. Überall dort, wo UHD, HDR, zahlreiche Sprachversionen und unterschiedliche regionale Fassungen zusammenkommen, hat IMF in den vergangenen Jahren still, aber wirkungsvoll die Arbeit übernommen, die früher Bandbibliotheken, proprietäre Archivformate und manuelle Konvertierungsprozesse leisteten. 2025 wurde die SMPTE-Standardfamilie ST 2067 mit einem Technology & Engineering Emmy Award ausgezeichnet. In dieser Folge sprechen wir jedoch weniger über die Erfolgsgeschichte als über die eigentliche Ingenieurleistung dahinter: Was war die Kernidee? Welche Architekturentscheidungen haben IMF robust und interoperabel gemacht? Host Angela Bünger spricht dazu mit Prof. Dr. Wolfgang Ruppel, Professor an der Hochschule RheinMain und Chairman des SMPTE Technology Committee 31 – File Formats and Systems, dem Gremium, das den Standard weiterentwickelt und pflegt. Vom Kinofilm zum dateibasierten Standard Wer verstehen will, warum IMF so gebaut ist wie es ist, muss einen Blick auf die Anfänge werfen. Die Geschichte des strukturierten, interoperablen Medientransports beginnt nämlich im Kino. Das Digital Cinema Package (DCP) definierte ab Mitte der 2000er-Jahre, wie Kinofilme digital ausgeliefert werden: als gekapseltes Paket aus verschlüsseltem Bildmaterial (JPEG 2000 in MXF), Audio und einer XML-basierten Composition Playlist. Die Idee war radikal einfach: Trennung von Essence und Kompositionslogik – das Bild liegt einmal vor, die Anweisungen zur Wiedergabe separat. Für die Broadcast- und Streamingwelt war das DCP-Modell jedoch zu starr: zu viele Varianten, zu viele Sprachen, zu viele Plattformanforderungen, zu viel manueller Aufwand bei jeder neuen Fassung. Was brauchte man also? Ein Format, das die strukturelle Eleganz des DCP mit der Flexibilität moderner Medienlieferketten verbindet. Die Antwort war IMF – spezifiziert durch die SMPTE ST 2067-Familie, die ab 2013 Form annahm. Seitdem ist IMF der De-facto-Standard für komplexe, mehrsprachige und mehrvariantige Content-Deliverables geworden: von Netflix und Amazon über öffentlich-rechtliche Sender bis hin zu internationalen Verleihern. Der Weg vom Kinosaal zum globalen Streaming-Ökosystem ist damit, rein technisch betrachtet, eine direkte Linie. Themen im Gespräch 01  Was ist IMF wirklich? 02  Die Kerninnovation: Trennung von Essence und Composition 03 "IMF ist doch nur MXF" – warum das technisch zu kurz greift 04  Die Composition Playlist als Herzstück 05  Application Specifications. IMF ist nicht gleich IMF. 06  JPEG 2000 als Stabilitätsanker 07  Wo scheitern IMF-Pakete in der Praxis am häufigsten? 08  Supplemental Packages 09  Multivarianten-Realität als Erfolgsrezept 10  "IMF hat Komplexität nur formalisiert, nicht reduziert" – eine faire Kritik? 11  IMF und Cloud-native Architekturen 12  Aktuelle Themen in der ST-2067-Familie Weiterführende Links Weiterführende Ressourcen IMF User Group: https://www.imfug.com/ [https://www.imfug.com/] SMPTE ST 2067: https://www.smpte.org/standards/st2067 [https://www.smpte.org/standards/st2067]

19. Mai 202628 min
Episode #20 Mehr Content in kürzerer Zeit: Wie KI Produktions-Workflows neu denkt mit Marc Jonas Cover

#20 Mehr Content in kürzerer Zeit: Wie KI Produktions-Workflows neu denkt mit Marc Jonas

In dieser Episode von FKTG Media Technology Insights spricht Kim Seidler mit Marc Jonas, Geschäftsführer von nachtblau.tv, über ein Thema, das aktuell die Medienbranche grundlegend verändert: den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Produktions-Workflows – und wie sich dadurch Geschwindigkeit, Skalierung und Arbeitsweisen im Broadcast neu definieren. Im Fokus steht die Frage, warum KI gerade jetzt ihren Weg aus der Experimentierphase in den produktiven Alltag gefunden hat. Klassische Optimierungsansätze stoßen in einer Welt mit immer mehr Plattformen, kürzeren Produktionszyklen und begrenzten Ressourcen zunehmend an ihre Grenzen. KI eröffnet hier neue Möglichkeiten: Inhalte werden nicht nur schneller verarbeitet, sondern auch intelligenter erschlossen und vielseitiger genutzt. Im Gespräch wird deutlich, dass es dabei nicht nur um Effizienz oder Kostensenkung geht. Vielmehr verändert KI die gesamte Logik der Content-Produktion – von der Materialaufnahme bis zur Distribution. Besonders relevant ist dabei die Fähigkeit, Inhalte kontextuell zu verstehen und daraus automatisiert neue Formate zu generieren. Dabei geht es unter anderem um: * warum KI heute produktionsreif ist – und welche technologischen Entwicklungen den Durchbruch ermöglicht haben * den Unterschied zwischen generativer und analytischer KI im Medienkontext * wie sich Ingest-Prozesse durch automatische Transkription, Szenenerkennung und Metadaten-Generierung grundlegend verändern * die Rolle moderner MAM-Systeme als aktive Plattformen für Workflow-Steuerung und KI-Orchestrierung * wie Redaktionen durch semantische Suche und intelligente Analyse schneller zu relevanten Inhalten kommen * den größten Hebel im Workflow: die automatisierte Wiederverwertung von Content in Form von Clips, Social Assets und plattformspezifischen Formaten * warum isolierte KI-Tools selten zum Ziel führen – und weshalb integriertes Workflow-Denken entscheidend ist * die Bedeutung von offenen Systemen, Datenhoheit und Governance im Spannungsfeld zwischen Cloud- und On-Prem-Architekturen Ein besonderer Fokus liegt auf der praktischen Anwendung im Broadcast-Alltag: Wie lässt sich aus einer Produktion deutlich mehr Content generieren? Welche Prozesse lassen sich heute bereits zuverlässig automatisieren? Und wo bleibt der Mensch weiterhin unverzichtbar? Zum Abschluss diskutieren Host und Gast, wie sich Produktions-Workflows in den kommenden Jahren entwickeln werden: KI als permanenter Assistenzlayer, stärker vernetzte Systeme und ein klarer Fokus auf End-to-End-Prozesse statt Einzellösungen. Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wie KI die Medienproduktion nicht nur effizienter, sondern grundlegend anders macht – und warum der Schlüssel nicht im Tool, sondern im Workflow liegt.

13. Apr. 202625 min
Episode #19 Fernsehproduktion im Umbruch: Warum Technik allein nicht reicht mit Dr. Christiane Janusch Cover

#19 Fernsehproduktion im Umbruch: Warum Technik allein nicht reicht mit Dr. Christiane Janusch

In dieser Episode von FKTG Media Technology Insights spricht Host Kim Seidler mit Dr. Christiane Janusch, Geschäftsfeldleiterin Medienbetrieb beim ZDF und Vorstandsmitglied der FKTG. Das Gespräch wurde im Podcaststudio von Studio Hamburg MCI auf der Hamburg Open aufgezeichnet. Im Mittelpunkt steht die Frage, was sich in der Fernsehproduktion derzeit wirklich verändert – jenseits von Tool-Debatten und Einzeltechnologien. Statt über einzelne Systeme zu sprechen, geht es um die grundlegenden Strukturen hinter moderner Medienproduktion: Operating Models, Governance, Betriebsmodelle und die organisatorischen Veränderungen, die mit der technischen Transformation einhergehen. Ausgehend von ihrer Rolle im Medienbetrieb des ZDF beschreibt Christiane Janusch, wie sich Produktionslandschaften in den vergangenen Jahren verändert haben: von stabilen, linearen Produktionsketten hin zu hochvernetzten, hybriden Systemen, in denen Technik, Organisation und Betrieb nicht mehr getrennt betrachtet werden können. Transformation ist in diesem Umfeld kein abgeschlossenes Projekt, sondern ein dauerhafter Zustand. Im Gespräch geht es unter anderem um: * die wichtigsten Treiber des Produktionswandels, etwa Streaming, Automatisierung, Security-Anforderungen und neue Kompetenzprofile * warum viele Transformationsprojekte scheitern, wenn sie ausschließlich als Technologieprojekte gedacht werden * die Rolle von Struktur, Governance und Operating Models in komplexen Produktionsumgebungen * konkrete Governance-Bausteine wie Servicekataloge, Architekturprinzipien, SLAs und Betriebsmodelle * typische Stolpersteine bei der Einführung neuer Technologien – und warum klare Verantwortlichkeiten oft mehr bewirken als neue Tools Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der praktischen Realität von All-IP-Infrastrukturen im 24/7-Broadcastbetrieb. Während IP-basierte Produktionsumgebungen mehr Flexibilität und Skalierbarkeit versprechen, bringen sie gleichzeitig neue Anforderungen an Betriebssicherheit, Resilienz und Verantwortungsstrukturen mit sich. Das Gespräch beleuchtet, welche Voraussetzungen Organisationen schaffen müssen, um diese Vorteile tatsächlich nutzen zu können. Darüber hinaus geht es um den menschlichen Faktor der Transformation: neue Kompetenzanforderungen, die Rolle von Führung in komplexen Veränderungsprozessen und die Frage, wie Teams aus klassischen Broadcast-Strukturen in vernetzte Produktionsmodelle mitgenommen werden können. Zum Abschluss blickt die Episode nach vorn: Welche Entscheidungen sind heute „No-Regret-Moves“ für Medienorganisationen? Welche Themen werden noch unterschätzt? Und woran lässt sich echte Transformation im Produktionsbetrieb überhaupt messen? Eine Folge für alle, die verstehen wollen, warum sich der Wandel der Fernsehproduktion nicht nur in neuer Technologie zeigt – sondern vor allem in neuen Betriebsmodellen, klarer Governance und interdisziplinärer Zusammenarbeit.

24. März 202628 min
Episode #18 IT-Betrieb unter Echtzeitdruck: Wie Observability und AIOps Medieninfrastrukturen stabil halten Cover

#18 IT-Betrieb unter Echtzeitdruck: Wie Observability und AIOps Medieninfrastrukturen stabil halten

In dieser Episode von FKTG Media Technology Insights spricht Angela Bünger mit Andreas Jordan, Managing Consultant bei DXC Technology, über ein Thema, das meist im Hintergrund läuft – im Ernstfall aber über Stabilität oder Ausfall komplexer Medien-IT entscheidet: Monitoring, Logging und den Einsatz von KI im IT-Betrieb. Im Fokus steht die Frage, wie sich der Betrieb moderner, hochvernetzter Systeme verändert hat. Klassisches Monitoring mit Dashboards und Schwellenwerten stößt in dynamischen IT-Landschaften zunehmend an Grenzen. Cloud-Infrastrukturen, Microservices und containerisierte Workflows erzeugen eine Komplexität, in der Probleme oft erst sichtbar werden, wenn mehrere Systeme gleichzeitig reagieren. Im Gespräch wird deutlich, warum sich der Fokus vieler Organisationen von reinem Monitoring hin zu Observability und AIOps verschiebt – also zu Ansätzen, die nicht nur Störungen melden, sondern Zusammenhänge analysieren, Muster erkennen und mögliche Probleme frühzeitig identifizieren. Dabei geht es unter anderem um: * den Unterschied zwischen klassischem Monitoring, Observability und AIOps – und warum diese Begriffe im Betrieb komplexer Systeme mehr sind als nur neue Schlagworte * die Rolle von Logs, Metriken und Ereigniskorrelation, wenn es darum geht, Ursachen statt nur Symptome zu erkennen * wie KI helfen kann, Event-Fluten zu reduzieren, Muster zu erkennen und Ursachen schneller einzugrenzen * typische Fehlannahmen beim Einsatz von AIOps – und warum Technologie allein selten die Lösung ist * den Ansatz der „Intelligent Operations“, bei dem Monitoring, Logging, Analyse und Betriebsprozesse zusammengeführt werden Ein besonderer Fokus liegt auf der Übertragbarkeit auf Medien- und Broadcast-Infrastrukturen. Live-Produktion, Playout und Streaming stellen ähnlich hohe Anforderungen an Verfügbarkeit, Latenz und Systemstabilität wie andere kritische IT-Umgebungen. Fehler wirken hier unmittelbar nach außen – Monitoring wird damit zum Frühwarnsystem für den laufenden Betrieb. Zum Abschluss diskutieren Host und Gast, wie sich IT-Betrieb in den kommenden Jahren weiterentwickeln könnte: weniger isolierte Alarme, mehr Kontext, stärker datengetriebene Entscheidungen und ein Betrieb, der zunehmend vorausschauend statt reaktiv arbeitet. Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wie sich der Betrieb komplexer Medien-IT unter Echtzeitbedingungen verändert – und welche Rolle Daten, Automatisierung und KI dabei künftig spielen.

10. März 202626 min