Studium und dann?

Durch Datenanalyse herausfinden, was Menschen bewegt: Key Account Manager Ole Paulsen über seine Arbeit beim Internetgiganten Google

1 h 0 min · 24. Juli 2026
Episode Durch Datenanalyse herausfinden, was Menschen bewegt: Key Account Manager Ole Paulsen über seine Arbeit beim Internetgiganten Google Cover

Beschreibung

Wann suchen Menschen online nach neuen Autos, wie vergleichen sie Versicherungen und welche Urlaubsziele sind besonders beliebt? Mit solchen Fragen beschäftigt sich unserer heutiger Gast Ole Paulsen als Key Account Manager bei Google in Dublin. Täglich arbeitet er hier in einem internationalen Umfeld mit großen Datenmengen, die ihm faszinierende Echtzeit-Einblicke in das ermöglichen, was Nutzer:innen beschäftigt. Bevor ihn sein beruflicher Weg nach Irland führte, studierte Ole zunächst BWL und Wirtschaftsrecht im Bachelor sowie Management und Data Science im Master an der Leuphana Universität Lüneburg. Hier war er Teil eines der ersten Data-Science-Jahrgänge Deutschlands, einer kleinen, international gemischten Gruppe, verbunden durch ihr gemeinsames Interesse an einem Fachgebiet, das damals in Deutschland noch recht neu war. Besonders in Erinnerung geblieben ist Ole aus der Zeit an der Universität ein Seminar, in dem er gemeinsam mit zwei Kommilitonen in Kooperation mit dem Startup Horse Analytics einen Fitness-Tracker für Pferde entwickelte: Sensordaten und Videoaufnahmen wurden zusammengeführt, um die Gangart der Tiere zu klassifizieren. Basierend auf den bereitgestellten Daten des Unternehmens entwickelten sie ein Modell, das rasch auf dem Markt erfolgreich wurde und mittlerweile sogar zur Früherkennung von Erkrankungen bei Pferden eingesetzt wird. Eine weitere Veranstaltung, an die er sich gern zurückerinnert, befasste sich mit Recommender Systems, die etwa bei Streaming-Diensten Nutzer:innen für sie möglicherweise interessante Serien oder Filme vorschlagen. Besonders spannend fand Ole dabei die Frage, wie ein System auch bei neuen Nutzer:innen, über die noch keinerlei Informationen vorliegen, dennoch zu einer überzeugenden Empfehlung kommen kann. Nach dem Master arbeitete Ole mehrere Jahre im Beratungsumfeld bei einer Porsche-Tochter, überwiegend mit Unternehmen aus dem VW-Konzern. Dann kam der Wechsel zu Google, ein Schritt in eine Welt, die für ihn zunächst eine Blackbox war. Ohne Hintergrund im Marketing wusste Ole zunächst nicht, wie sich seine Arbeit als Key Account Manager bei dem internationalen Großunternehmen konkret gestalten würde. Was ihn am Ende für das Unternehmen begeisterte, war nicht primär die Stellenbeschreibung, sondern der Bewerbungsprozess, der sich spürbar von allen anderen unterschied, die er bis dahin erlebt hatte. Wie dieser Prozess konkret aussieht und welche Frage ihn im ersten Bewerbungsgespräch besonders überrascht hat, erzählt er in dieser Episode. Heute betreut Ole bei Google im Large Customer Sales Service die größten Kunden auf dem deutschen Markt aus der Finanzbranche. Sein Arbeitsalltag ist geprägt von engen Partnerschaften mit Marketingabteilungen, Agenturen und Stakeholdern, seine Hauptaufgabe ist die Analyse von Kampagnen und tagesaktuellen Suchdaten. Hierbei profitiert Ole enorm von der analytischen Denkweise, die er im Data-Science-Studium erlernt hat, auch wenn er heute nur noch selten selbst Code schreibt. Stattdessen hilft ihm das im Studium erworbene technische Verständnis unter anderem dabei, im Kundengespräch komplexe Themen rund um künstliche Intelligenz verständlich einzuordnen und zu erklären, wie die dahinterliegenden Modelle tatsächlich funktionieren. Hört rein und erfahrt die Antwort auf folgende Fragen: Wie analysiert Google Nutzerdaten, um zu neuen Erkenntnissen zu gelangen? Wie sieht der Bewerbungsprozess bei einem der größten Unternehmen der Welt aus? Und was macht das Google-Büro in Dublin mit seinen eigenen Musikräumen und seinem Blick aufs Meer so besonders? Viel Spaß beim Hören! Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck Das Gespräch fand statt im Juli 2023. Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=28218 [https://studium-und-dann.com/?p=28218]

Kommentare

0

Sei die erste Person, die kommentiert

Melde dich jetzt an und werde Teil der Studium und dann?-Community!

Kostenlos testen

30 Tage kostenlos testen

4,99 € / Monat nach der Testphase. · Jederzeit kündbar

  • Podcasts nur bei Podimo
  • 20 Stunden Hörbücher / Monat
  • Alle kostenlosen Podcasts

Alle Folgen

31 Folgen

Episode Alles andere als verstaubt: Silke Huffziger über ihre abwechslungsreiche Arbeit als Wirtschaftsprüferin, Managerin und Prokuristin bei PwC Cover

Alles andere als verstaubt: Silke Huffziger über ihre abwechslungsreiche Arbeit als Wirtschaftsprüferin, Managerin und Prokuristin bei PwC

Von Oktober bis in den April hinein sitzt Silke Huffziger in den Prüferzimmern von Banken und arbeitet dort eng mit Vorstand, Rechnungswesen und Risikomanagement zusammen. In dieser sogenannten „Busy Season" taucht Silke, die heute als Wirtschaftsprüferin, Managerin und Prokuristin bei PricewaterhouseCoopers (PwC) in Hamburg im Bereich Financial Services tätig ist, tief in die Prozesse und Strukturen eines ganzen Unternehmens ein. Die etwas ruhigeren, aber nicht weniger spannenden Sommermonate verbringt sie damit, neue Kolleg:innen anzuwerben und auszubilden. Es ist dieser Kontrast, der für Silke ihre Arbeit zu einer der interessantesten Tätigkeiten in der Finanzbranche macht.  Ihr Weg zur internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC begann mit einer Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Sparkasse. Auf diese Weise bekam Silke direkt nach dem Abitur bereits einen Einblick in die Arbeitswelt und wurde praxisnah auf das Berufsleben vorbereitet. Danach folgte ein Bachelorstudium mit dem Schwerpunkt Rechnungslegung und Steuern, während dessen sie ein erstes Praktikum bei PwC absolvierte. Dabei erkannte sie schnell: Die Kombination aus der analytischen Arbeit mit Zahlen und der verantwortungsvollen Aufgabe, die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben gemeinsam mit ihren Mandant:innen zu überprüfen, war genau das Richtige für sie. Sie entschied sich, fest bei PwC in Hamburg einzusteigen. 2017 traf Silke nach einigen Jahren im Unternehmen eine wegweisende Entscheidung: Sie wollte sich noch einmal weiterbilden, um Wirtschaftsprüferin zu werden. Mit dem berufsbegleitenden AUDIT XCELLENCE Master  an der Leuphana Universität Lüneburg fand Silke genau das Programm, das sie beruflich weiterbringen konnte. Wie sie im Gespräch mit Sophia erzählt, ist das Studium eng mit der Praxis verzahnt: Im Winter arbeitete Silke bei PwC für ihre Kund:innen bzw. Mandant:innen, im Sommer saß sie in Lüneburg im Hörsaal. Diese Kombination beschreibt sie als große Bereicherung, denn erst während des Studiums sind ihr viele Zusammenhänge zwischen der täglichen Praxis und den dahinterliegenden Konzepten und Prüfungsstandards wirklich klar geworden. Nachdem sie am Ende des Masterstudiums ihr Wirtschaftsprüferexamen bestanden hatte, übernahm Silke zunehmend Verantwortung im Unternehmen: Heute führt sie selbst Mitarbeitende und unterschreibt eigenhändig die Jahresabschlussprüfungen ihrer Mandate, was ohne ihre berufsbegleitende Weiterbildung nicht möglich gewesen wäre. Außerdem hat sie in diesem Jahr ein neues Schulungsprogramm für Berufseinsteiger:innen im Bereich Bankenprüfung mit aufgebaut und ist im Recruiting aktiv. In dieser Rolle gibt sie unter anderem Gastvorlesungen an Hochschulen und zeigt jungen Menschen durch ihre eigene Begeisterung für die Wirtschaftsprüfung, warum diesem Bereich vollkommen zu Unrecht ein immer noch etwas verstaubtes Image anhaftet. Für die Zukunft hat Silke sich zudem ein neues Ziel gesetzt: Sie möchte im Rahmen eines sogenannten „Secondments“ einige Zeit im Ausland arbeiten, vielleicht in Singapur, den USA oder Kanada. Ein solcher Auslandsaufenthalt würde es ihr ermöglichen, nicht nur andere Arbeitsweisen, sondern auch neue Kulturen und Kolleg:innen aus der ganzen Welt kennenzulernen.  Hört rein und erfahrt die Antworten auf folgende Fragen: Wie läuft eine Jahresabschlussprüfung bei einer Bank im Detail ab? Welche Eigenschaften sollten angehende Wirtschaftsprüfer:innen mitbringen? Und wie findet Silke auf dem Trampolin einen Ausgleich zu ihrer anspruchsvollen Arbeit? Viel Spaß beim Hören! Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=28271 [https://studium-und-dann.com/?p=28271]

14. Aug. 20261 h 0 min
Episode Elbphilharmonie statt Streamingdienst: Wie Jonathan Schanz als Redakteur beim NDR junge Menschen für klassische Konzerte begeistert Cover

Elbphilharmonie statt Streamingdienst: Wie Jonathan Schanz als Redakteur beim NDR junge Menschen für klassische Konzerte begeistert

Social-Media-Posts vorbereiten, Knigge-Regeln für Konzertbesuche erklären und eine Generation mit dem NDR-Elbphilharmonie-Orchester vertraut machen, die Musik in erster Linie über Streamingdienste wie Spotify hört: Das ist der Arbeitsalltag von Jonathan Schanz, und er würde seinen Beruf mit niemandem tauschen wollen.  Jonathan hat bis 2019 Umweltwissenschaften mit dem Nebenfach Digitale Medien im Bachelor an der Leuphana Universität Lüneburg studiert. Heute arbeitet er als Redakteur im Bereich Orchester, Chor und Konzerte beim NDR in Hamburg. Gleichzeitig ist er selbstständiger Kameramann, Moderator, Cutter und Grafiker. Ein Blick auf seinen Lebenslauf zeigt, wie unterschiedlich die Projekte sind, mit denen er sich beruflich bereits beschäftigt hat: Die Bandbreite reicht von Werbevideos bis zum Reeperbahn Festival Aftermovie, vom Funk-Format „Sex und Shisha“ bis zum Grafikdesign für ein Magazin zum Thema politische Bildung. Beim NDR ist Jonathan als Redakteur unter anderem für das NDR Elbphilharmonie Orchester, die NDR Big Band und das NDR Vokalensemble zuständig. Seine aktuelle Hauptaufgabe ist es, Formate zu entwickeln, die klassische Musik für jüngere Zuhörer:innen und neue Zielgruppen zugänglich machen. Wer noch nie ein Konzert besucht hat und nicht weiß, wann man im Theater klatscht und wann lieber nicht, gehört genau zu der Gruppe, die Jonathan im Sinn hat. Er analysiert Instagram-Feeds und TikTok-Videos, außerdem recherchiert er, wie Orchester in anderen Ländern Jugendliche und junge Erwachsene für sich gewinnen. Davon ausgehend überlegt er, wie die Hör- und Sehgewohnheiten der Generation Z in die Welt der klassischen Musik übersetzt werden können.  Zum Studium an der Leuphana Universität Lüneburg kam Jonathan durch eine Freundin. Bereits bei der Aufnahmeprüfung begeisterten ihn der grüne Campus und das innovative Konzept der Universität, die es ihm ermöglichte, zugleich ganz verschiedenen Interessen im Studium nachzugehen. Noch immer schwärmt er sowohl von seinem Hauptfach Umweltwissenschaften als auch von seinem Nebenfach Digitale Medien.  Das Hauptfach deckte dabei ein breites Spektrum an Inhalten ab, von Ökologie und Chemie über Bodenkunde bis zu Ökonomie und Management, immer unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit. Ob ihn das Studium in Umweltwissenschaften hier auf seinen späteren Weg im Medienbereich vorbereitet hat, beantwortet Jonathan ehrlich: Was geblieben ist, sind weniger die fachlichen Inhalte, sondern etwas Grundlegenderes; eine klare Struktur im Denken und Arbeiten sowie ein Gespür für die eigenen Stärken und Werte.  Die Module zu Bildbearbeitung, 3D-Animation, Videoproduktion, Medientheorie und Mediengeschichte im Nebenfach Digitale Medien legten dagegen den inhaltlichen Grundstein für das, womit er sich heute beruflich beschäftigt. Noch während des Studiums drehten er und zwei Kommilitonen zudem erste kleine Filme, arbeiteten unentgeltlich in unterschiedlichen Projekten mit und brachten sich selbst vieles bei, was über die Inhalte des Studiums hinausging. Später ermöglichte Jonathan das große Netzwerk aus der Studentenzeit außerdem, noch einmal als Dozent zu einem spannenden Thema an die Universität zurückzukehren.  Hört rein und erfahrt die Antwort auf folgende Fragen: Wie entwickelt man Formate für ein Publikum, das klassische Musik nur aus dem Schulunterricht kennt? Was steckt hinter den 26 unterschiedlichen Stationen auf Jonathans Lebenslauf und welche davon sind ihm besonders positiv in Erinnerung geblieben? Und wie sieht für jemanden, der zugleich Angestellter und Selbstständiger ist, ein echter Urlaub aus? Viel Spaß beim Hören! Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck Das Gespräch fand statt im November 2023. Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=28261 [https://studium-und-dann.com/?p=28261]

7. Aug. 20261 h 0 min
Episode Wenn der Funke der Technikbegeisterung überspringt: Daniel Tamanini über seine Arbeit als Dozent im Bereich Elektrotechnik und die Wichtigkeit inspirierender Mentoren Cover

Wenn der Funke der Technikbegeisterung überspringt: Daniel Tamanini über seine Arbeit als Dozent im Bereich Elektrotechnik und die Wichtigkeit inspirierender Mentoren

Präsentationen über Human-Machine-Interfaces ausarbeiten, sein Team koordinieren und dazwischen Anrufe von Kunden, die dringend Unterstützung dabei benötigen, wie man die Probleme in ihrer elektronischen Fertigung beheben kann: Das ist der Alltag von Daniel Tamanini. Er arbeitet als technischer Direktor bei Chip 1 Exchange, einem Hersteller und Vertreiber elektronischer Bauelemente. Hier leitet er Teams in den Bereichen Analytik, elektrischen Tests und Materialanalysen von Bauteilen. Seine Abteilung arbeitet buchstäblich an allem, was Strom braucht: vom Haushaltstoaster über Displays in Luxusfahrzeugen bis hin zu Bauteilen für die Luftfahrt. Nebenbei steht Daniel regelmäßig im Hörsaal. An der Hochschule Darmstadt, wo er auch selbst studiert hat, ist er heute in den Bereichen Ausfall- und Fehleranalyse sowie Elektrotechnik und Signalverarbeitung als Dozent tätig. Die Lösungen, die er dort mit Studierenden entwickelt, finden manchmal kurz darauf in seinem Unternehmen Verwendung. Das ist einer der vielen Verbindungspunkte zwischen seinen beiden Tätigkeiten, von denen Daniel im Podcast berichtet.  An der Hochschule Darmstadt schloss er zunächst sein Diplom in Automatisierungs- und Informationstechnik ab und schrieb seine Abschlussarbeit über einen Datenlogger für die Langzeitkonservierung elektronischer Bauteile. Dieses Projekt entwickelte er von Grund auf selbst, programmierte es und nahm es schließlich in Betrieb. Das Ergebnis war so überzeugend, dass er kurz über eine Patentanmeldung nachdachte, wie er mit einem Augenzwinkern erklärt. Anschließend begann er den Master in Elektrotechnik, ebenfalls an der Hochschule Darmstadt, dieses Mal berufsbegleitend. Die Möglichkeit zum berufsbegleitenden Masterstudium ergab sich für Daniel durch die Wirtschaftskrise von 2008, durch die er bei seinem damaligen Arbeitgeber eine Zeit lang weniger zu tun hatte und die ihm so neben dem Job Kapazitäten ließ. Kurz darauf übernahm er parallel zum Studium allerdings Personalverantwortung und verbrachte weit mehr als 40 Stunden pro Woche im Büro. Im Interview erzählt er, wie er die intensive Zeit seines berufsbegleitenden Studiums erlebt und was er damals neben allen fachlichen Inhalten auch für sein Leben im Allgemeinen gelernt hat.  Den jungen Menschen, die diesem Podcast zuhören, gibt Daniel mit auf den Weg: Sucht euch ein Studium und einen Job, die euch Spaß machen, und zwar so sehr, dass ihr auch noch in vielen Jahren gerne zur Arbeit geht. In diesem Kontext erklärt er, warum Karriereknicks nichts sind, wovor man sich fürchten muss und warum es so wichtig ist, trotz Unsicherheit neue berufliche Chancen zu ergreifen und einfach erst einmal „Ja“ zu sagen.  Hört rein und erfahrt die Antwort auf folgende Fragen: Wie sieht ein berufsbegleitendes Masterstudium neben einem Vollzeitjob konkret aus? Wie findet man einen Mentor und was macht eine gute Mentor-Mentee-Beziehung aus? Und warum würde Daniels beruflicher Werdegang vielleicht ganz anders aussehen, wenn er und seine Großmutter in seiner Kindheit nicht mit Flachbatterien gebastelt hätten?   Viel Spaß beim Hören! Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck Das Gespräch fand statt im März 2026. Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=26793 [https://studium-und-dann.com/?p=26793] Wir freuen uns jederzeit über eure Anregungen, Lob und auch konstruktive Kritik! Nutzt dafür gern die Kommentarfunktion auf der Podcastplattform eures Vertrauens oder schreibt uns eine E-Mail an: podcast@studium-und-dann.com Wenn ihr selbst einmal Gast sein und uns von euren Erfahrungen in Studium und Beruf erzählen möchtet, kontaktiert uns ebenfalls gern unter: podcast@studium-und-dann.com Mehr Informationen findet ihr auf unserer Homepage studium-und-dann.com

31. Juli 202625 min
Episode Durch Datenanalyse herausfinden, was Menschen bewegt: Key Account Manager Ole Paulsen über seine Arbeit beim Internetgiganten Google Cover

Durch Datenanalyse herausfinden, was Menschen bewegt: Key Account Manager Ole Paulsen über seine Arbeit beim Internetgiganten Google

Wann suchen Menschen online nach neuen Autos, wie vergleichen sie Versicherungen und welche Urlaubsziele sind besonders beliebt? Mit solchen Fragen beschäftigt sich unserer heutiger Gast Ole Paulsen als Key Account Manager bei Google in Dublin. Täglich arbeitet er hier in einem internationalen Umfeld mit großen Datenmengen, die ihm faszinierende Echtzeit-Einblicke in das ermöglichen, was Nutzer:innen beschäftigt. Bevor ihn sein beruflicher Weg nach Irland führte, studierte Ole zunächst BWL und Wirtschaftsrecht im Bachelor sowie Management und Data Science im Master an der Leuphana Universität Lüneburg. Hier war er Teil eines der ersten Data-Science-Jahrgänge Deutschlands, einer kleinen, international gemischten Gruppe, verbunden durch ihr gemeinsames Interesse an einem Fachgebiet, das damals in Deutschland noch recht neu war. Besonders in Erinnerung geblieben ist Ole aus der Zeit an der Universität ein Seminar, in dem er gemeinsam mit zwei Kommilitonen in Kooperation mit dem Startup Horse Analytics einen Fitness-Tracker für Pferde entwickelte: Sensordaten und Videoaufnahmen wurden zusammengeführt, um die Gangart der Tiere zu klassifizieren. Basierend auf den bereitgestellten Daten des Unternehmens entwickelten sie ein Modell, das rasch auf dem Markt erfolgreich wurde und mittlerweile sogar zur Früherkennung von Erkrankungen bei Pferden eingesetzt wird. Eine weitere Veranstaltung, an die er sich gern zurückerinnert, befasste sich mit Recommender Systems, die etwa bei Streaming-Diensten Nutzer:innen für sie möglicherweise interessante Serien oder Filme vorschlagen. Besonders spannend fand Ole dabei die Frage, wie ein System auch bei neuen Nutzer:innen, über die noch keinerlei Informationen vorliegen, dennoch zu einer überzeugenden Empfehlung kommen kann. Nach dem Master arbeitete Ole mehrere Jahre im Beratungsumfeld bei einer Porsche-Tochter, überwiegend mit Unternehmen aus dem VW-Konzern. Dann kam der Wechsel zu Google, ein Schritt in eine Welt, die für ihn zunächst eine Blackbox war. Ohne Hintergrund im Marketing wusste Ole zunächst nicht, wie sich seine Arbeit als Key Account Manager bei dem internationalen Großunternehmen konkret gestalten würde. Was ihn am Ende für das Unternehmen begeisterte, war nicht primär die Stellenbeschreibung, sondern der Bewerbungsprozess, der sich spürbar von allen anderen unterschied, die er bis dahin erlebt hatte. Wie dieser Prozess konkret aussieht und welche Frage ihn im ersten Bewerbungsgespräch besonders überrascht hat, erzählt er in dieser Episode. Heute betreut Ole bei Google im Large Customer Sales Service die größten Kunden auf dem deutschen Markt aus der Finanzbranche. Sein Arbeitsalltag ist geprägt von engen Partnerschaften mit Marketingabteilungen, Agenturen und Stakeholdern, seine Hauptaufgabe ist die Analyse von Kampagnen und tagesaktuellen Suchdaten. Hierbei profitiert Ole enorm von der analytischen Denkweise, die er im Data-Science-Studium erlernt hat, auch wenn er heute nur noch selten selbst Code schreibt. Stattdessen hilft ihm das im Studium erworbene technische Verständnis unter anderem dabei, im Kundengespräch komplexe Themen rund um künstliche Intelligenz verständlich einzuordnen und zu erklären, wie die dahinterliegenden Modelle tatsächlich funktionieren. Hört rein und erfahrt die Antwort auf folgende Fragen: Wie analysiert Google Nutzerdaten, um zu neuen Erkenntnissen zu gelangen? Wie sieht der Bewerbungsprozess bei einem der größten Unternehmen der Welt aus? Und was macht das Google-Büro in Dublin mit seinen eigenen Musikräumen und seinem Blick aufs Meer so besonders? Viel Spaß beim Hören! Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck Das Gespräch fand statt im Juli 2023. Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=28218 [https://studium-und-dann.com/?p=28218]

24. Juli 20261 h 0 min
Episode Ökologische Zukunftsfragen in die Finanzentscheidungen von heute einbeziehen: Theresa Pleye über ihr Sustainable-Finance-Studium und die Arbeit als Risikomangerin bei der GLS-Bank Cover

Ökologische Zukunftsfragen in die Finanzentscheidungen von heute einbeziehen: Theresa Pleye über ihr Sustainable-Finance-Studium und die Arbeit als Risikomangerin bei der GLS-Bank

Ob an der portugiesischen Atlantikküste oder im Süden Frankreichs: Wer in den vergangenen Monaten mit Theresa Pleye zusammenarbeitete, erreichte sie oft an Orten, an denen andere Urlaub machen. Diese sogenannten Workations, während derer sie online aus wechselnden Unterkünften arbeitet, sind für die Senior Referentin im Bereich Risikomanagement bei der GLS Bank in Bochum mittlerweile ein fester Teil ihres Lebens. Möglich wird das durch die große Flexibilität ihres Arbeitgebers, der ihr auf diese Weise die Chance gibt, ihren Beruf und ihre private Reisebegeisterung miteinander zu verbinden. Optimal auf ihren heutigen Job vorbereitet hat Theresa der Master Management, Sustainable Accounting and Finance, den sie bis 2022 an der Leuphana Universität Lüneburg studiert hat. Zuvor hatte sie bereits einen Bachelor in Sustainable Development an der Hochschule Bochum erworben. Aus dem Studium an der Leuphana Universität ist Theresa besonders eine Seminararbeit zur Verbindung von Corporate Social Responsibility (CSR) und Bilanzmanipulation in Erinnerung geblieben. Darin untersuchte sie, ob Unternehmen CSR strategisch für sogenanntes Greenwashing einsetzen, also um nachhaltiger zu erscheinen, als sie tatsächlich sind. Auch die zusätzlichen Angebote im Rahmen des Komplementärstudiums nutzte Theresa, um ihren Horizont zu erweitern: So beschäftigte sie sich sowohl mit den Chancen und Grenzen der EU-Taxonomie als auch mit der Elektrifizierung durch erneuerbare Energien in der Sub-Sahara. Das Studium führte ihr vor Augen, wie unterschiedlich sich das Thema Nachhaltigkeit weltweit denken lässt, das sie bereits seit ihrem Bachelorstudium begeistert und das sich wie ein roter Faden durch ihren akademischen und beruflichen Werdegang zieht. Während des Studiums stieg sie so auch bereits bei ihrem heutigen Arbeitgeber, der nachhaltigen GLS Bank, ein, wo sie zunächst als Praktikantin und später in unterschiedlichen Positionen zu den Themen Sustainability und Risikomanagement arbeitete. Heute verantwortet Theresa bei der GLS die Integration von ESG-Risiken in die Banksteuerung. Vereinfacht gesagt beschäftigt sie sich mit der Frage, wie sich Faktoren wie der Klimawandel oder andere ökologische und soziale Entwicklungen auf die Risiken von Kreditvergaben und die langfristige Stabilität einer Bank auswirken können. Zusätzlich ist sie als Dozentin an der EBZ Business School in Bochum tätig, wo sie Lehrveranstaltungen zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die Immobilienwirtschaft gibt. In ihrer beruflichen Tätigkeit begeistert Theresa vor allem die Verbindung von ökologischen und sozialen Zukunftsfragen mit wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen. Aus ihrer Sicht können Banken eine enorme positive Wirkung für Mensch und Umwelt entfalten, wenn sie Klimarisiken konsequent in ihre Kreditentscheidungen einbeziehen. Dadurch werden nachhaltige Geschäftsmodelle gezielt gefördert. Wie sie hierbei mit Rückschlägen in einem noch jungen, sich stetig weiterentwickelnden Themenfeld umgeht und warum sie sich selbst eher als Lernende denn als ausgebildete Risikomanagerin sieht, erzählt sie ausführlich im Gespräch. Hört rein und erfahrt die Antworten auf folgende Fragen: Welche Rolle können Banken bei der Transformation hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft spielen? Was bedeutet für Theresa der Begriff des „positiven Handabdrucks“? Und welchen Tipp gibt sie Studieninteressierten, die auf der Suche nach einem Studiengang sind, bei dem Nachhaltigkeit im Vordergrund steht? Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck Das Gespräch fand im Oktober 2023 statt. Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=28200 [https://studium-und-dann.com/?p=28200]

17. Juli 202646 min