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Uraufführung „Refuge“ in Mainz: Wie pfälzische Flüchtlinge nach Irland kamen

3 min · 19. Juni 2026
Episode Uraufführung „Refuge“ in Mainz: Wie pfälzische Flüchtlinge nach Irland kamen Cover

Beschreibung

Die Uraufführung „Refuge“ am Mainzer Staatstheater schlägt eine Brücke zwischen der Auswanderung pfälzischer Protestanten im Jahr 1709 und einer heutigen Fluchtgeschichte aus Afghanistan. Am fiktiven Schicksal einer Auswandererfamilie zeigt Dramatikerin Deirdre Kinahan, wann Menschen auf der Flucht die Hoffnung auf einen Neuanfang mitbringen und wo Vorurteile, Besitzdenken und patriarchale Rollenbilder auftauchen. Ein berührender Theaterabend mit irisch-deutschem Ensemble, der lange nachwirkt.

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Episode Desinformation rund um die Ebola-Epidemie Cover

Desinformation rund um die Ebola-Epidemie

DESINFORMATIONEN HABEN AUFSCHWUNG Spätestens seit der Corona-Pandemie erlebt die Verbreitung von Desinformationen zu Gesundheitsthemen einen deutlichen Aufschwung. Das gilt auch für die aktuelle Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda. Im Gespräch mit SWR Kultur am Morgen erläutert der Desinformationsexperte Christopher Nehring die derzeit am weitesten verbreitete Verschwörungstheorie: „Die wirkungsmächtigste Verschwörungserzählung ist sicherlich dieselbe wie bei Aids, Corona und vielen anderen Krankheiten: die Behauptung, das Virus sei als Biowaffe künstlich im Labor hergestellt und anschließend gezielt mit politischen Absichten eingesetzt worden.“ GESUNDHEITSDESINFORMATION VERFOLGT UNTERSCHIEDLICHE ZIELE Nach Angaben von Nehring, Direktor des Cyberintelligence Institute Frankfurt, gibt es verschiedene Motive für die Verbreitung von Gesundheitsdesinformation. Zum einen lasse sich damit Geld verdienen: „Gesundheit ist ein Thema, das sehr schnell große Aufmerksamkeit erzeugt. Im digitalen Zeitalter ist Aufmerksamkeit eine Ressource, die sich leicht monetarisieren lässt.“ Zum anderen werde Gesundheitsdesinformation auch von politischen Akteuren genutzt. Durch die gezielte Verbreitung von Angst und Irrationalität könnten politische Interessen verfolgt und gesellschaftliche Spannungen verstärkt werden.

Gestern5 min
Episode Hervorragende Kinounterhaltung: „Supergirl“ überzeugt mit Milly Alcock Cover

Hervorragende Kinounterhaltung: „Supergirl“ überzeugt mit Milly Alcock

„ER SIEHT DAS GUTE IN ALLEN, ICH SEHE DIE WAHRHEIT“ So erklärt Supergirl aka Kara Zor-El schlüssig den Unterschied zwischen sich und dem allzu braven Superman, ihrem Cousin. Die unangepasste Mittzwanzigerin ist eine Rebellin, eine Grunge-Rockerin, die 80er-Jahre-Musik hört, und sich in Pubs am Rande der Galaxis betrinkt. KEIN BOCK AUF HELDENTUM Denn sie hat gar keinen Bock auf das Heldentum, für das sie angeblich bestimmt ist. Wut und Trauer dominieren ihr Gemüt zu Beginn. Später dann kämpft sie, weil sie muss. Sie kämpft aber bis zum Ende des Films nicht wie andere Superhelden für die Rettung der Welt, sondern für die ihres kleinen struppigen Hundes namens Krypto.   ZEITGEMÄSSER FILM VOLLER ANDEUTUNGEN „Supergirl“ ist einerseits ein sehr zeitgemäßer, feministischer Film. Will man den Film beschreiben, ist aber die Story nebensächlich. Es geht um Stimmung, es geht um einzelne Szenen, und es geht um Anspielungen. So erinnert "Supergirl" ein bisschen an "Tankgirl“ in seinem retrohaften Girlismus, der wie der Grunge den 90er-Jahren entstiegen scheint. Ansonsten ist dies eine Mischung aus „Star Wars“ und „Mad Max“. Also vergnüglich und kurzweilig, und nicht sehr ernst zu nehmen.  PHÄNOMENAL: MILLY ALCOCK ALS „SUPERGIRL“ Leider ist das Erzähltempo des Films etwas zu hochtourig. Einzelne Szenen, etwa ein Kampf in einem Raumschiff oder in einer Bar, sind schön anzusehen. Aber sie können sich nicht entfalten. Wenn mal nicht gekämpft wird, geht es darum, die Figur zu etablieren, die von Milly Alcock phänomenal gut und überzeugend gespielt wird.   TRAUER DURCHZIEHT DEN FILM Dazu gibt es einige Rückblenden in die Kindheit von Kara, das Dahinsiechen ihrer Mutter und die Zeit mit ihrem Vater, der ihr jede Menge Lektionen zu ihrer Rolle als mächtige Heldin auf den Weg gibt. Kara erinnert sich an die Menschen, Orte und das Leben, die zusammen mit ihm verschwunden sind. Sie erinnert sich an ihre Familie und ihr Zuhause, weil sie dort aufgewachsen ist. Diese Trauer begleitet sie durch den gesamten Film – selbst dann, wenn sie versucht, sich mit Reisen von Planet zu Planet, Alkohol und allerlei Schwierigkeiten quer durch die Galaxie abzulenken. HERVORRAGENDE KINOUNTERHALTUNG Dies ist daher eine ganz andere Art von Superheldengeschichte. „Supergirl“ beschäftigt sich stärker mit Verlust, Wut und der Frage, was passiert, wenn jemand eine Tragödie überlebt, die er nie wirklich verarbeitet hat. „Supergirl" kann kämpfen, fliegen und selbst brutalste Situationen überstehen, doch emotional erscheint sie noch immer wie jemand, der erwachsen werden muss. Der kurzweilige Film unterhält hervorragend. Mehr sollte man von ihm aber nicht verlangen.  TRAILER „SUPERGIRL“ VON CRAIG GILLESPIE

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