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Episode Was erhofft sich Präsident Trump von der Fußballweltmeisterschaft in Amerika? Cover

Was erhofft sich Präsident Trump von der Fußballweltmeisterschaft in Amerika?

Mit dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in den USA, Kanada und Mexiko, rückt auch die politische Rolle des Sports in den Fokus. Sportjournalist Ronny Blaschke beschreibt das Turnier, wenn auch sportliche allenfalls ein Nebenschauplatz für die amerikanische Gesellschaft, als ideale Bühne für US-Präsident Donald Trump und sagt: „Mehr als 50.000 Medienschaffende haben sich akkreditiert, das ist selbst für Trump eine Plattform.“ Zugleich verweist er auf die enge Zusammenarbeit zwischen Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino, die von Kritikern als problematische Vermischung von Sport und Politik angesehen wird. Wirtschaftliche Interessen von Verbänden, Sponsoren und Vereinen tragen nach seiner Einschätzung dazu bei, dass öffentliche Kritik häufig ausbleibt. Dennoch sieht Blaschke auch positive Aspekte der erweiterten Weltmeisterschaft, weil diesmal viele kleine Nationen ihre WM-Premiere geben werden: „Ich würde dafür plädieren, uns auch über den Fußball hinaus auf Geschichten, auch auf politische Geschichten, einzulassen.“

8. Juni 2026 - 6 min
Episode Greenpeace-Expertin: Meere müssen durch mehr Verbote besser geschützt werden Cover

Greenpeace-Expertin: Meere müssen durch mehr Verbote besser geschützt werden

TIERE VERFANGEN SICH IN FISCHERNETZEN UND VERENDEN Zum Welttag der Ozeane fordert Greenpeace Verbote, um die Meere künftig besser zu schützen. Daniela von Schaper, Expertin für Meeresschutz bei Greenpeace, war selbst an der Rettungsaktion für den gestrandeten Buckelwal beteiligt. Der Wal sei sehr geschwächt gewesen, weil er sich, schon bevor er gestrandet sei, in verschiedenen Fischernetzen verfangen hätte, so von Schaper bei SWR Kultur. Die Tiere würden die feinmaschigen Fischernetze mit ihren Echoloten nicht wahrnehmen können, sich darin verfangen und sterben. Die Ostsee sei kein geeigneter Lebensraum für Buckelwale, nur die Schweinswale seien hier heimisch. Außerdem gebe es durch den starken Nährstoffeintrag immer mehr sauerstoffarme Zonen in der Ostsee. Seit 2009 wird der 8. Juni als Welttag der Ozeane von den Vereinten Nationen begangen.

8. Juni 2026 - 5 min
Episode „Selbst Nero bekam eine Oper“: Geplante Oper über Atatürk sorgt für Kontroverse Cover

„Selbst Nero bekam eine Oper“: Geplante Oper über Atatürk sorgt für Kontroverse

OPER SOLL RELEVANTE THEMEN BEHANDELN „Ich kann die Aufregung verstehen“, sagt der Intendant der Stuttgarter Staatsoper Victor Schoner im Interview mit SWR Kultur. Die Figur des Mustafa Kemal Atatürk könne, wie viele Machthabende, immer von verschiedenen Seiten beleuchtet werden. Da die Uraufführung aber erst im April 2027 stattfinde, wisse man noch gar nicht genau, worüber man rede. Schoner betont, dass die Aufregung um das Stück nicht kalkuliert gewesen sei. Als künstlerische Leiter einer öffentlichen steuerfinanzierten Institution habe er alle Communities im Blick. Die Oper müsse relevant sein und Geschichten erzählen, die alle betreffen. Und das habe sich bereits jetzt schon, bei der Ankündigung der Oper, eingelöst. KEIN EINSEITIGER BLICK AUF HISTORISCHE FIGUR ATATÜRK Die Kunstfreiheit sei in Deutschland – im Vergleich zur Türkei – ein hohes Gut, so Schoner. Viele Menschen arbeiteten sich an der historischen Figur Atatürk ab. Deshalb wolle man sich der spannenden Diskussion um ihn stellen. Die Oper werde keinen verzerrten Blick von der einen oder anderen Seite einnehmen.  Man müsse zur Kenntnis nehmen, so Schoner, dass der herrschende Atatürk nicht nur Gutes getan habe, sondern tatsächlich an vielen Gräueltaten beteiligt war: „Julius Cäsar, Nixon in China, selbst Nero bekam eine Oper und ich glaube, wir sind uns alle einig, dass es sehr zwielichtige Figuren sind.“ OPER STUTTGART NIMMT SORGEN DER KURDISCHEN AKTIVISTEN ERNST Die kurdische und armenische Perspektive werde natürlich in die Oper eingebracht, betont der Intendant. Zurzeit führten alle Beteiligten sehr viele Gespräche, auch die Librettistin. Dass wegen inhaltlicher Fragen eine Dienstaufsichtsbeschwerde und Gefährdungsanzeige beim Kunstministerium gestellt worden sei, habe er bislang noch nie erlebt. Man werde mit dem Deutsch-Kurdischen Forum in den Dialog gehen. „Es ist ja natürlich auch der Versuch, mit Leuten ins Gespräch zu kommen, die vielleicht erstmal mit unserem Genre auch nichts zu tun haben.“ Die Oper Stuttgart nehme die Befürchtung, die Inszenierung könnte schutzbedürftige Minderheiten gefährden, sehr ernst. Trotz des Wirbels freut sich Intendant Victor Schoner auf den Entstehungsprozess. Es sei ja gerade das Interessante, dass die Ära Atatürk schon lange her sei und andererseits immer noch auf die Gegenwart wirke: „Und das ist ja das, was Kunstwerke können, dass sie das vermeintlich Gestrige ins Heute holen und deswegen auch Relevanz beweisen.“

5. Juni 2026 - 7 min
Episode Gezieltes Umherirren: Nanne Meyer in der Orangerie Karlsruhe Cover

Gezieltes Umherirren: Nanne Meyer in der Orangerie Karlsruhe

KLEINE WERKE VOR MONUMENTALER KULISSE Weit und hell begrüßt die Karlsruher Orangerie ihre Besuchenden, bevor der Blick direkt auf ein leuchtendes Detail stößt: zahlreiche orangefarbene, runde Scheiben, handtellergroß. Wie Planeten sind diese an hintereinander platzierten Wänden installiert. Wer näher herantritt, erkennt auf den bemalten Deckeln von Camembert-Schachteln viele kleine schwarze Punkte, die sich zu ganz unterschiedlichen Maserungen und Schatten formen. „Cosmic Orange“ hat die in Hamburg geborene Künstlerin Nanne Meyer diese Serie genannt. Bewusst hat sie sich dafür entschieden, kleine Werke in der mächtig-groß wirkenden Orangerie zu zeigen: „Die Riesigkeit war für mich ein Problem und ich habe mich gefragt: Schaffen es meine eher luftigen, kleinteiligeren Arbeiten, es damit aufzunehmen, oder verschwinden die da drin?“, erklärt die Künstlerin Nanne Meyer. „Und da bin ich vor einem Jahr hier hergekommen und hab das einfach mal ausprobiert.“ MEHR ALS 500 WERKE VON NANNE MEYER Man müsse Monumentalem nicht mit Monumentalen begegnen, findet die Künstlerin. Stattdessen sind es zahlreiche feine und kluge Alltagsbeobachtungen in den mehr als 500 ausgestellten Werken Nanne Meyers, die das große Ganze im Kleinen erzählen. Sie kommen oft spielerisch und assoziativ daher, nie jedoch zufällig. So etwa die Wandinstallation „Leicht bewölkt“, die aus hunderten japanischer Büttenpapier-Visitenkarten besteht. Einige davon sind bemalt mit grauen und blauen Strukturen und Formen, andere beschriftet mit Worten. Dabei mussten die Karten erst eine Weile unbenutzt warten, bis der passende „Zündfunke“ kam, mit dem Nanne Meyer ihre kreativen Prozesse beschreibt. NANNE MEYER BEFREIT GRENZEN VON IHREN LÄNDERN Neben vermeintlichen Banalitäten sind es die großen, universellen Fragen nach Ursprung, Existenz und Vergänglichkeit, auf denen man gemeinsam mit Nanne Meyer lustvoll umherirrt. Das Universum oder die DNA sind hierfür unter anderem Motive. Immer wieder nehmen die Werke unerwartete Abzweigungen und persiflieren menschliche Ordnungsversuche. Etwa der Karlsruher Stadtplan im Stil einer aufgeschnittenen Orange, die frei erfundenen Straßen und Wege in den „Plänen für gezieltes Umherirren“, oder die Arbeit „Grenzenlosigkeit“.  Zu der gehören aus Atlanten ausgeschnittene Grenzlinien, die sich über eine Wand verteilen. Die Botschaft von Nanne Meyer: „Wenn sie ihre Länder nicht mehr halten müssen, wie man sieht, dann fangen sie an zu tanzen, manchmal auch ein bisschen zu zittern und werden so ganz eigene Gebilde. Und es ist natürlich auch schön zu sehen, was Grenzen machen, wenn sie nichts mehr müssen.“ LUSTVOLLES VERLIEREN UND WIEDERFINDEN Indem Meyer Altbekanntes wendet und seine Bedeutung umkehrt, gelingen ihr immer wieder neue Blick- und Denkrichtungen. Was zunächst kaputt oder fehlerhaft erscheint, gewinnt durch Nanne Meyer an Schönheit: Orangen in verschiedenen Schimmelvariationen, Flecken oder zerbrochenes Geschirr. Ihre Technik ist ebenfalls von Perspektivwechseln geprägt: Neben Zeichnungen, Text und Gemaltem kommt da auch mal ein Tintenstrahldrucker zum Einsatz. Die Ausstellung „Gezieltes Umherirren“ ist voll von Dualismen, philosophischen Fragen, aber auch Humor. Dieser augenzwinkernde Umgang Nanne Meyers mit den Dingen macht es so lustvoll: das sich lebenslange Verlieren und Wiederfinden.

5. Juni 2026 - 4 min
Episode Arte-Doku zeigt Lebensweg des Designers: Wie Gianni Versace zum Modekönig wurde Cover

Arte-Doku zeigt Lebensweg des Designers: Wie Gianni Versace zum Modekönig wurde

FASZINATION FÜR MODE SEIT DER KINDHEIT Gianni Versace schien für die Modewelt prädestiniert zu sein: Seine Mutter Francesca Versace zählte seit den 1950er-Jahren zu den bekanntesten Schneiderinnen Kalabriens, der Heimat des Modemachers. Nach dem Abitur stieg Versace in das Familiengeschäft ein und war dort unter anderem für den Einkauf von Stoffen verantwortlich. Damals war der Name „Versace“ noch ein lokales Phänomen. Die Essenz der Ästhetik, die Gianni Versace später zu einem den größten Designer der Welt machen sollte, findet sich in dem, was ihn damals täglich umgab: Das Meer, das Licht und die Kleider der Fischerinnen. > Das waren energische Frauen. Mit diesen Kleidern, diesem Faltenrock und dem hohen Mieder. Mit ihrem Korb, mit ihren wogenden Röcken, die als eine Art Gegengewicht für die Körbe dienten, die sie auf dem Kopf trugen. > > > Quelle: Nation Chirico, Jugendfreund von Gianni Versace VERSACES MODE WAR SEX UND POWER Die luftigen Kleidern hatten sich auf dem Höhepunkt seines Erfolges in knallige, extravagante, neobarocke Mode verwandelt. Versace stand für harte Kombinationen aus Leder und Seide, überdimensionierte goldene Sicherheitsnadeln an Kleidern, die provokant Busen und Beine betonten. Nach nicht einmal zwei Jahrzehnten an der Spitze eilte eine Schreckensnachricht durch die Modewelt: Mit gerade einmal 50 Jahren war Gianni Versace am 15. Juli 1997 vor seiner Villa in Miami Beach ermordet worden. Der Täter der 27-jährige Callboy und Serienmörder Andrew Phillip Cunanan, der kurz darauf Suizid beging. Versaces jüngere Schwester Donatella übernahem das Geschäft. Sie holte „Versace“ aus der Krise, in der sich das Unternehmen nach dem Tod ihres Bruders befand. Erst Anfang des vergangenen Jahres gab sie ihren Posten als Kreativdirektorin auf. VERSACE BLEIBT RÄTSELHAFT Gianni Versaces Vermächtnis begeistert bis heute. Aber wie wurde aus diesem sensiblen, feinsinnigen, seiner Heimat verbundenen Träumer ein Modegigant mit einem riesigen Imperium? Diese Frage wird in der Doku zwar klug bebildert, aber nicht beantwortet. Immerhin bietet die Doku Ansätze zum Werdegang Versaces: Etwa, dass der Modemacher alternativ Musiker geworden wäre und viel Wert auf Hochkultur legte. Was bleibt, ist neben dem Eindruck schöner Bilder ein Rätsel – so oberflächlich und tiefgründig wie die ewigen Kreisläufe der Mode selbst. Immerhin dürfte ein nicht all zu genauer Blick im Sinne des Modeschöpfers gewesen sein. Dieser hatte zu Lebzeiten betont, dass ihn das Vergangene langweile: „Ich glaube, ich möchte für das in Erinnerung bleiben, was ich morgen machen werde.“ „Versace: Imperium der Träume“ aktuell in der arte-Mediathek. TV-Ausstrahlung am Freitag, 26. Juni um 22:30 Uhr

5. Juni 2026 - 4 min
Super gut, sehr abwechslungsreich Podimo kann man nur weiterempfehlen
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Ich liebe Podcasts, Hörbücher u. -spiele, Dokus usw. Hier habe ich genügend Auswahl. Macht 👍 weiter so

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