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Du strahlst heute!

4 min · 26. juni 2026
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Description

Die Bibelstelle Epheser 5,8 – ausgelegt von Gesine Möller. An einem lauwarmen Sommerabend sitze ich auf dem Balkon. Es ist schon so dunkel, dass ich kein Buch mehr lesen kann, ohne das elektrische Licht einzuschalten. Ich schaue in Richtung Wiese, die direkt an einen Wald grenzt. Da traue ich meinen Augen kaum. Die Wiese beginnt zu leuchten. Lauter kleine, helle, gelb-grüne Punkte erstrahlen und erlöschen wieder. Dazu ein Konzert von Gezirpe. Es ist wieder so weit – die Grillen sind auf Partnersuche. Sie locken mit ihrem Licht und ihrer Musik ein Weibchen an. Wer am schönsten und hellsten leuchtet, hat beste Chancen auf Erfolg. Das Phänomen, dass Tiere leuchten können, nennt sich Biolumineszenz. Eine chemische Reaktion im Körper der Käfer führt zu diesem Leuchten. Das ist in der Fauna gar nicht so selten. Ja, sogar 76 Prozent aller Tiere im Ozean leuchten, so steht es in einem Beitrag von Liz Angley, der 2025 bei National Geographic veröffentlicht wurde. Das ist faszinierend. Das Leuchten erfüllt mehrere Zwecke: Partnersuche, Beute anlocken, Verständigung unter Seinesgleichen. Bei Menschen gibt es diese Fähigkeit nicht, obwohl es den Ausdruck gibt: Du strahlst ja heute! Es beschreibt einen Gesichtsausdruck, der davon zeugt, dass sich etwas sehr Schönes ereignet haben muss. Freude, Glück…irgendetwas in dieser Richtung. Das Strahlen kommt aus den Augen, dem Mund und der Körperhaltung. Auch dieses Strahlen bewirkt etwas. Einem strahlenden Menschen zu begegnen, führt oft dazu, dass auch das Gegenüber reflexartig zu strahlen beginnt. Im heutigen Bibelvers aus dem Epheserbrief, Kapitel 5,8 schreibt der Verfasser: „Denn ihr wart früher Finsternis, nun aber seid ihr Licht in dem Herrn.“ Jetzt habe ich schon erklärt, dass Menschen eigentlich nicht selbst leuchten können. Was sie aber können, ist die Eigenschaften und Wesenszüge Jesu Christi in sich wirken und aus sich herausströmen lassen. Das ist durch den Heiligen Geist möglich, den Christus in die Herzen der Menschen ausgießt. Dabei ist das Menschenherz wie ein Gefäß, so hat es der Zisterzienser Mönch Bernhard von Clairvaux beschrieben, das sich von Gott füllen lassen muss. Erst, wenn das Gefäß ganz gefüllt ist, kann es überfließen und zu anderen hinfließen. Erst, wenn ich selbst in Kontakt mit der lebendigen Quelle Jesus Christus in Verbindung gekommen bin, kann ich auch aus dieser Quelle schöpfen und für andere eine Inspiration, eine Tröstende, ein Zeugnis sein. Was in der Tierwelt funktioniert, geht bei mir nicht. Und soll auch gar nicht gehen. Ich soll mit der Licht-Quelle verbunden sein. Ich soll und brauche nicht aus eigener Kraft und Anstrengung versuchen, ein Licht hervorzubringen. Ganz im Gegenteil. Die paulinisch anklingende Formulierung „in dem Herrn“ besagt es eindeutig, dass der Ursprung für das Lichtsein nicht in mir selbst zu suchen und zu finden ist, sondern ausschließlich im Herrn. In dem Herrn, der von sich selbst sagt: „Ich bin das Licht der Welt.“ Christus ist die einzig wahre Quelle für Licht und Liebe, aus der das Leben strömt. An ihn angeschlossen sein, in seiner Liebe zu bleiben und seine Werke zu tun, ist meine Bestimmung. In seinem Licht wandeln heißt dann auch, mit Güte und Gerechtigkeit dem anderen ins Gesicht sehen. Das meint der zweite Teil des Verses: Wandelt als Kinder des Lichts. Die Wesenszüge und Eigenschaften Jesu Christi sind wie ein Erbgut, das meine Persönlichkeit prägen will. Als Kind Gottes trage ich dieses Potenzial in mir, wenn ich durch den Glauben an Christus eine neue Kreatur geworden bin. Wenn ich wiedergeboren bin. Mein Umgang mit mir und anderen ist dann durchleuchtet von Gottes Barmherzigkeit, Güte, Wahrheit und noch viel mehr. Vielleicht und bestimmt sagt mein Gegenüber dann auch zu mir: Du strahlst aber heute wieder! Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Gesine Möller ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17368851.gif]

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Sind wir noch zu retten?

Die Bibelstelle Jona 2,7 – ausgelegt von Johannes Holmer. Ich hörte vor einiger Zeit die Frage „Sind wir noch zu retten?“ im Zusammenhang mit einem politischen Vortrag. Gemeint war mit dieser Frage vor allem der Niedergang der Wirtschaft und damit des Wohlstands in unserem Land. Natürlich kann ich diese Frage in den Zusammenhängen durchaus so stellen. Und es mag sein, dass die Antworten darauf nicht wirklich ermutigend oder positiv ausfallen. Doch sicher wird der eine oder andere unter uns diese Frage anders beantworten als sein Nachbar oder gar seine Kinder oder Eltern. Das hängt vielfach davon ab, in welch einer wirtschaftlichen Situation ich mich gerade befinde. Jona, der kleine Prophet aus dem Alten Testament, den wahrscheinlich die meisten von uns irgendwie kennen, sagt, als er mit seinem Latein einmal völlig am Ende ist: „Du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, HERR, mein Gott!“ Jona hat gerade eine gigantische Rettungsaktion Gottes erlebt. Er ist spürbar geschockt, oder doch zumindest extrem beeindruckt von dem, wie Gott mit ihm gerade umgegangen ist. Jona hat den Auftrag von Gott bekommen, der großen Stadt Ninive auf dem Marktplatz eine Hammer-Rede von Untergang und Rettung zu halten. Er soll ihnen sagen: Wenn ihr euer gott-loses Leben nicht ändert, werdet ihr untergehen, und zwar wirtschaftlich, moralisch und politisch. Doch Jona hat echt keine Lust, ihnen das so öffentlich zu sagen. Möglicherweise werden sie ihn für diese göttliche Botschaft ablehnen. Damals werden die Überbringer schlechter Nachrichten sogar direkt für den Inhalt der Nachricht verantwortlich gemacht – und dann schnell angefeindet und abgelehnt, manchmal sogar umgebracht. Jona kennt das. Also entschließt er sich, lieber das Weite zu suchen und nach Tarsis anstatt nach Ninive zu gehen. Sollen doch die Niniviten untergehen – was geht ihn das an. Allerdings hat seine göttliche Auftrags-Botschaft zwei Komponenten: Die zweite ist die der Rettung: „Wenn ihr zu Gott umkehrt, ist der Untergang abwendbar“. Das ist ja noch schöner, wenn dieses gottlose Volk umkehrt und dann sogar völlig ungeschoren davonkommt… Also will er ihnen diese Variante auch unterschlagen. Es kann doch sein, dass sie das wirklich tun und am Ende gerettet werden… Sie haben aber ja den Untergang mehr als verdient – sind sie doch für ihr zügelloses Leben bekannt… Doch wenn Gott einen Auftrag erteilt, dann meint er es ernst. Jona hat nicht bedacht, dass Gott nicht einfach auszutricksen ist. Als er auf einem Schiff angeheuert hat, um nach Tarsis zu fliehen, sorgt Gott für eine große Seenot, in der die göttergläubigen Seeleute den Jona als den Urheber dieser Seenot ausmachen und ins Meer werfen. Normalerweise wäre die Geschichte hier zu Ende. Aber nicht für Gott! Gott sorgt dafür, dass Noah von einem großen Fisch verschluckt wird und sich plötzlich im Bauch dieses Fisches unversehrt wiederfindet. In dieser fast kuriosen Lage realisiert Jona, dass Gott ihn retten will, damit er die vorgesehene Botschaft auftragsgemäß zu den Niniviten bringt. Er realisiert die Größe und Schöpfermacht Gottes. Und darum kapituliert er vor Gott und diesem Auftrag und wird bereit, ihn auszuführen. Sie können diese Geschichte im Buch Jona zu Ende lesen. Im Moment aber ist dieser noch im Bauch des Fisches und denkt nach. Plötzlich kommt es wie eine Erleuchtung über ihn und er beginnt, Gott anzubeten und zu ehren und ihm zu versprechen, dass er gehorsam sein wird. Und hier kommt dieser eingangs gelesene Vers, eingebettet in die Verse davor und danach: 6 Wasser umgaben mich und gingen mir ans Leben,  die Tiefe umringte mich, Schilf bedeckte mein Haupt. 7 Ich sank hinunter zu der Berge Gründen, der Erde Riegel schlossen sich hinter mir ewiglich. Aber du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, Herr, mein Gott! 8 Als meine Seele in mir verzagte, gedachte ich an den Herrn, und mein Gebet kam zu dir.“ Gott hatte den Jona gerettet, damit er andere retten kann. Missionsauftrag ist immer Rettungsauftrag. Und es geht um Zeit und Ewigkeit, um alles oder nichts. Das ist auch heute so. Sind wir noch zu retten? So war die Frage am Anfang. Ja, wir sind es. Wenn Gott mich vom Verderben erlöst, dann immer, damit ich dies an die Menschen um mich herum weitergebe, nie zum Selbstzweck und nie nur für mich. Schon gar nicht geht es um Wirtschaft oder Politik, sondern immer um alles oder nichts, um Zeit und Ewigkeit! Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Pastor Johannes Holmer ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17374093.gif]

6. juli 20265 min
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Die Richtschnur meines Lebens

Die Bibelstelle 5. Mose 5,32 – ausgelegt von Dorothee Döbler. Je älter meine Mutter wurde, umso mehr lebte sie in der Vergangenheit. Sie hatte die Kriegsjahre noch bewusst miterlebt, wurde ausgebombt und musste bei Null anfangen, sich ihr Leben aufzubauen. Immer wieder erzählte sie davon. Ich weiß, dass es mich lange genervt hat, immer die gleichen Geschichten zu hören. Aber je älter ich wurde, umso wichtiger wurden sie mir. Sie erklären mir, welcher Motor hinter dem Handeln meiner Mutter steckte, warum meine Mutter zu der Persönlichkeit wurde, die ich kannte und die mich prägte. Wenn ich zurückschaue, kann ich vieles besser verstehen, was im Heute ist. Es hat mich berührt, dass auch in der Bibel ein ganzes Buch einer Rückschau gewidmet ist, das 5. Buch Mose. Das Volk Israel wurde von Mose aus der Sklaverei in Ägypten herausgeführt. Sie wollten in ein Land gehen, das Gott ihnen versprochen hatte, in das Gelobte Land. Diese Wanderung dauerte 40 Jahre. Und so waren viele der Menschen, die seinerzeit in Ägypten aufgebrochen waren, schon gestorben, als das Volk endlich an der Grenze dieses verheißenen Landes stand. Mose, ihr Anführer vom ersten Tag an, lebte noch. Aber er spürte, dass sein Ende nahe war. Und darum wollte er den Nachgeborenen noch einmal erzählen, wie es zu dem Aufbruch gekommen war, welche Hindernisse ihnen im Weg lagen, welche Kämpfe gegen andere Völker sie bestehen mussten. Vor allem wollte er ihnen von dem erzählen, der zu dem Aufbruch aufgerufen hatte: von Gott. Gott hatte einen Bund mit diesem Volk geschlossen. Es stand unter seinem besonderen Schutz. Im Gegenzug dazu musste das Volk versprechen, nur diesen einen Gott anzubeten und bestimmte Regeln des Miteinanders einzuhalten. Zehn Gebote waren es, die Gott vorgab und Mose auf zwei Steintafeln diktierte. Ganz eindringlich wiederholt Mose in seiner Rede an das Volk diese Gebote und endet mit den Worten: „So habt nun acht, dass ihr tut, wie euch der HERR, euer Gott, geboten hat, und weicht nicht, weder zur Rechten noch zur Linken.“ (5. Mose 5,32 [https://www.bibleserver.com/LUT/5.Mose5%2C32]) Er will damit sagen: vor euch liegt eine schwierige Zeit, wenn ihr in das neue Land kommen werdet. Wahrscheinlich wird es zu Kämpfen kommen mit den Menschen, die jetzt dort leben. Aber Gott hat es so gewollt, Er hat euch dieses Land versprochen. Und er wird euch begleiten, wenn ihr euch an seine Gebote haltet. Dann bleibt ihr unter seinem besonderen Schutz! Die Zehn Gebote hatten ihre Gültigkeit nicht nur für das Volk Israel damals, sie gelten auch heute noch. Teilweise sind sie sogar in unsere Verfassung eingeflossen. In ihrer tiefen Wahrheit geben sie mir vor, wie ich mich Gott und meinen Mitmenschen gegenüber verhalten soll, so dass Friede zwischen den Menschen bleibt. Und der Friede wird verlässlicher, je weniger ich davon abweiche, nicht nach rechts und nicht nach links. So sehr mich die Erfahrungen meiner Mutter geprägt haben, noch mehr haben mich die 10 Gebote geprägt, die für mich in meinem Leben zu einer verbindlichen Richtschnur wurden und durch die ich mich unter dem Schutz Gottes weiß. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Dorothee Döbler ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17373518.gif]

Yesterday4 min
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Allein

Die Bibelstelle Psalm 22,11 – ausgelegt von Dorothee Döbler. Kennen Sie das Lied “Allein” von Reinhard Mey? In der ersten Strophe geht es um einen Jungen, der allein auf dem Pausenhof steht, mit den Tränen kämpfend. Der Schulranzen liegt offen auf dem Boden, der Inhalt verstreut. Warum machen das die anderen Kinder? Warum grenzen sie ihn so aus? Weil er schlechte Noten hat? Oder weil er altmodische Kleidung trägt? Oder weil seine Haare ihnen nicht gefallen? Wie sehr hätte er sich jetzt jemanden gewünscht, der ihm beisteht, der ihn tröstet, der ihm einfach nur hilft, die Sachen einzusammeln. Mich berührt das Bild dieses Jungen bei jedem Hören des Liedes aufs Neue. Nein, genau so ist es mir nicht passiert. Aber dieses Gefühl, von allen verlassen worden zu sein, das kenne ich auch. Ein wohlgemeintes Schulterklopfen “Das wird schon wieder” macht es auch nicht besser. Die Wunde in der Seele heilt zwar, aber die Narbe bleibt. “Allein, wir sind allein. Wir kommen und wir gehen ganz allein….”, heißt es im Refrain. “Wir mögen noch so sehr geliebt, von Zuneigung umgeben sein. Die Kreuzwege des Lebens geh’n wir immer ganz allein.” Im letzten bin ich doch auf mich selbst zurückgeworfen - das ist die Botschaft dieses Liedes. Traurig, aber wahr. Traurig, aber wahr? Ja, weil jeder Mensch anders ist, weil jeder Mensch anders denkt und fühlt, darum wird er in der Tiefe von keinem anderen Menschen verstanden, auch nicht von Eltern, Partnern, besten Freunden. Mich bewegt ein Wort aus der Bibel. Ein Psalmbeter spricht: „Du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen; du ließest mich geborgen sein an der Brust meiner Mutter. Auf dich bin ich geworfen von Mutterleib an, du bist mein Gott von meiner Mutter Schoß an.“ (Psalm 22,10-11 [https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm22%2C10-11]). Und er will damit sagen: Gott, du kennst mich, seit ich den ersten Atemzug getan habe. Du hast dafür gesorgt, dass ich mich bei meiner Mutter geborgen fühlen durfte. Du warst bei mir, seit mein Leben begann. Von meiner Geburt an warst du bei mir und hast für mich gesorgt. Wenn ich das annehme, dann bin ich nicht mehr allein, auch nicht in Augenblicken des Lebens, in dem andere Menschen mich verlassen. Und gerade die Kreuzwege des Lebens gehe ich nicht mehr allein. Denn an den Kreuzwegen steht Jesus Christus mit seinem Kreuz und spricht mir zu: Ich bin bei dir alle Tage bis an der Welt Ende. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Dorothee Döbler ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17373113.gif]

4. juli 20263 min
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Nachfolger gesucht

Die Bibelstelle Jesaja 6,8 – ausgelegt von Hans-Georg Filker. Haben Sie ihre Nachfolge schon geregelt? Welche Nachfolge? Diese Frage kann sich auf ganz unterschiedliche Lebensbereiche beziehen. Es gehört zum Lauf des Lebens, dass ein Engagement zum Beispiel in einem Verein, in der Gemeinde oder im Beruf endet und eine Nachfolgerin und ein Nachfolger gebraucht werden. „Keiner ist unersetzlich“, sagt man. Aber es ist gut, wenn ein geeigneter Mensch gefunden wird, und die Nachfolge rechtzeitig geregelt werden kann. Und es ist gut, wenn jemand, der Verantwortung getragen und sich engagiert hat, auch aufhören kann. Vermutlich haben Sie jetzt einige Beispiele vor Augen. Ich möchte mit Ihnen einmal die Blickrichtung wechseln, in den Spiegel – den aus Glas – schauen. Vielleicht kommt das jetzt für Sie überraschend. Im Vertrauen gefragt: wären Sie bereit, sich auf ein neues Engagement einzulassen, wenn Sie gefragt würden? Oder wenn Sie sehen, dass irgendwo jemand dringend gebraucht wird?        Und Sie das auch von Ihren Möglichkeiten und Begabungen könnten? Bzw. andere es Ihnen zutrauen? Manchmal geht es um Verantwortung in einem kleinen Bereich, der aber wichtig für eine Familie, für die Nachbarschaft, für eine Gemeinde, einen Verein, oder für das soziale Umfeld sein kann. Vermutlich haben Sie auch Situationen erlebt, in denen eine Frage, eine Bitte um Hilfe im Raum stehen, und die Anwesenden den Blick senken oder sich eine gewisse Schwerhörigkeit auszubreiten scheint. Eltern von schulpflichtigen Kindern kennen die peinliche Stille, die auftreten kann, wenn es um Verantwortungsübernahme in der Elternversammlung geht. Verantwortung, das ist das Stichwort. „Antwort“ steckt darin. Voran steht eine Frage. Dann geht es um eine Reaktion. U.A.w.g.  - um Antwort wird gebeten, steht auf besonderen Einladungen. Wer nicht reagiert, wird vielleicht irgendwann nicht mehr gefragt. Manchmal kommen überraschende Anfragen. So geschehen bei einem jungen Mann in Israel, vor 2500 Jahren. Von ihm wird im Buch Jesaja in der Bibel berichtet: „Ich hörte die Stimme des HERRN, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? - Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich!“ Jesaja reagiert auf Gottes Frage. Seine Berufung wurde seine Mission. Jesus nimmt das mit einem Bild aus der Landwirtschaft auf. Er sagt: „Die Ernte ist groß. Bittet den Herrn, dass er Arbeiter in die Ernte sendet.“ Mitarbeiter gesucht. Nachfolger! Dabei geht es ja nicht darum, Jesus zu ersetzen, sondern in seiner Spur zu gehen. Er hat auf die Herrschaft Gottes hingewiesen, die uns nahe ist. Es gibt viel zu tun. Moment, sagen Sie vielleicht jetzt. Was habe ich damit zu tun? Ich bin weder Prophet noch Jünger. Mag sein, aber Gott fragt nach uns allen. Adam, Mensch, wo bist Du? Diese Frage gilt auch Ihnen. Sie sind ein reichhaltig begabter und von Gott gefragter Mensch. Mit Ihrem Leben geben Sie jeden Tag praktisch eine Antwort. Wie sieht sie aus? Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Pfarrer Hans-Georg Filker ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17372450.gif]

3. juli 20264 min
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Befreit durch Jesus

Die Bibelstelle Markus 7,34-35 – ausgelegt von Hans-Georg Filker. Heute möchte ich Ihnen von einer befreienden Erfahrung berichten. Eine Befreiung, die eine neue Lebensperspektive öffnete, die man sich vorher gar nicht vorstellen konnte. Und das hat mit Jesus von Nazareth zu tun. Jesus war schon ein besonderer Mensch. Er wurde von seinen Freunden „Christus“ genannt, der von Gott besonders Berufene. Und so hat er sich auch selbst verstanden. Mal kurz angemerkt: ich finde es manchmal befremdlich, wie oft vom „Christlichen“ geredet wird, „christlicher Glaube, christliches Abendland, christliches Verhalten“, aber irgendwie taucht Jesus gar nicht mehr dabei auf. Er scheint vielen fremd zu sein, unbekannt, obwohl er dem Ganzen, dem Christentum, den Namen gegeben hat. Weihnachten ist zwar noch weit weg, aber ich habe den Eindruck, wir feiern diesen Geburtstag Jesu zunehmend ohne das Geburtstagskind. Kein Wunder, wenn dann wirklich Erfahrungen mit ihm fehlen, in dem Gott uns menschlich begegnet. Statt irgendwie fester oder weniger stark an „etwas“ zu glauben, lade ich Sie ein, mehr darauf schauen, wie ER, Jesus, Menschen begegnet. Davon berichtet die Bibel im Neuen Testament. Diese Begegnungen finden an unterschiedlichen Orten mit ganz unterschiedlichen Menschen statt. Jesus ist viel unterwegs. Er trifft auf Leute in ihrem Alltag, wo das schöne und manchmal auch das ungeschönte Leben stattfindet. Einmal bringen Leute einen Menschen zu Jesus, der viele Einschränkungen hatte. Er konnte weder hören noch kaum sprechen. Damit war seine Teilhabe am Leben stark eingeschränkt. Aber er hatte Menschen um sich, denen er nicht egal war. Sie bringen ihn zu Jesus und bitten: Lege doch unserem Bekannten die Hand auf. Sie wagen Vertrauen und Hoffnung. Was macht Jesus? Menschliche Not verdient kein Spektakel. Er führt den zu ihm Gebrachten etwas abseits und wendet sich ihm zu, berührt ihn und spricht ihn an. Und das Wunder geschieht. Es heißt: „…sogleich taten sich seine Ohren auf, und die Fessel seiner Zunge wurde gelöst und er redete richtig.“ Eine Demonstration seiner, Jesu, Fähigkeiten? Eher seiner Liebe, die den Kranken nicht zum Objekt seines Handelns macht. So bittet Jesus die, die diese Befreiung miterlebt haben, daraus kein Kapital zu schlagen. Es geht Jesus um den Menschen, nicht um spektakuläre Erfahrungen. Wer in die Nähe Jesu kommt oder gebracht wird, sei es durch Freunde, durch die Teilnahme an einem Gottesdienst, durch das Lesen in der Bibel, kann solche Erfahrungen machen. Ich habe das in meinem Leben immer wieder einmal erfahren, dass Jesus mich anspricht, innerlich berührt und das sich daraus für mich neue Perspektiven ergeben haben, die ich mir vorher überhaupt nicht vorstellen konnte. Gut, dass ich Menschen hatte, die mich als Jugendlichen in die Nähe Jesu gebracht haben. Das hat mir befreiende Perspektiven gegeben, die ich gerne teile, auch mit Ihnen. Und dann lassen sie uns solche Freunde sein, die das auch anderen ermöglichen. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Pfarrer Hans-Georg Filker ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17372105.gif]

2. juli 20264 min