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Sind wir noch zu retten?

5 min · I går
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Die Bibelstelle Jona 2,7 – ausgelegt von Johannes Holmer. Ich hörte vor einiger Zeit die Frage „Sind wir noch zu retten?“ im Zusammenhang mit einem politischen Vortrag. Gemeint war mit dieser Frage vor allem der Niedergang der Wirtschaft und damit des Wohlstands in unserem Land. Natürlich kann ich diese Frage in den Zusammenhängen durchaus so stellen. Und es mag sein, dass die Antworten darauf nicht wirklich ermutigend oder positiv ausfallen. Doch sicher wird der eine oder andere unter uns diese Frage anders beantworten als sein Nachbar oder gar seine Kinder oder Eltern. Das hängt vielfach davon ab, in welch einer wirtschaftlichen Situation ich mich gerade befinde. Jona, der kleine Prophet aus dem Alten Testament, den wahrscheinlich die meisten von uns irgendwie kennen, sagt, als er mit seinem Latein einmal völlig am Ende ist: „Du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, HERR, mein Gott!“ Jona hat gerade eine gigantische Rettungsaktion Gottes erlebt. Er ist spürbar geschockt, oder doch zumindest extrem beeindruckt von dem, wie Gott mit ihm gerade umgegangen ist. Jona hat den Auftrag von Gott bekommen, der großen Stadt Ninive auf dem Marktplatz eine Hammer-Rede von Untergang und Rettung zu halten. Er soll ihnen sagen: Wenn ihr euer gott-loses Leben nicht ändert, werdet ihr untergehen, und zwar wirtschaftlich, moralisch und politisch. Doch Jona hat echt keine Lust, ihnen das so öffentlich zu sagen. Möglicherweise werden sie ihn für diese göttliche Botschaft ablehnen. Damals werden die Überbringer schlechter Nachrichten sogar direkt für den Inhalt der Nachricht verantwortlich gemacht – und dann schnell angefeindet und abgelehnt, manchmal sogar umgebracht. Jona kennt das. Also entschließt er sich, lieber das Weite zu suchen und nach Tarsis anstatt nach Ninive zu gehen. Sollen doch die Niniviten untergehen – was geht ihn das an. Allerdings hat seine göttliche Auftrags-Botschaft zwei Komponenten: Die zweite ist die der Rettung: „Wenn ihr zu Gott umkehrt, ist der Untergang abwendbar“. Das ist ja noch schöner, wenn dieses gottlose Volk umkehrt und dann sogar völlig ungeschoren davonkommt… Also will er ihnen diese Variante auch unterschlagen. Es kann doch sein, dass sie das wirklich tun und am Ende gerettet werden… Sie haben aber ja den Untergang mehr als verdient – sind sie doch für ihr zügelloses Leben bekannt… Doch wenn Gott einen Auftrag erteilt, dann meint er es ernst. Jona hat nicht bedacht, dass Gott nicht einfach auszutricksen ist. Als er auf einem Schiff angeheuert hat, um nach Tarsis zu fliehen, sorgt Gott für eine große Seenot, in der die göttergläubigen Seeleute den Jona als den Urheber dieser Seenot ausmachen und ins Meer werfen. Normalerweise wäre die Geschichte hier zu Ende. Aber nicht für Gott! Gott sorgt dafür, dass Noah von einem großen Fisch verschluckt wird und sich plötzlich im Bauch dieses Fisches unversehrt wiederfindet. In dieser fast kuriosen Lage realisiert Jona, dass Gott ihn retten will, damit er die vorgesehene Botschaft auftragsgemäß zu den Niniviten bringt. Er realisiert die Größe und Schöpfermacht Gottes. Und darum kapituliert er vor Gott und diesem Auftrag und wird bereit, ihn auszuführen. Sie können diese Geschichte im Buch Jona zu Ende lesen. Im Moment aber ist dieser noch im Bauch des Fisches und denkt nach. Plötzlich kommt es wie eine Erleuchtung über ihn und er beginnt, Gott anzubeten und zu ehren und ihm zu versprechen, dass er gehorsam sein wird. Und hier kommt dieser eingangs gelesene Vers, eingebettet in die Verse davor und danach: 6 Wasser umgaben mich und gingen mir ans Leben,  die Tiefe umringte mich, Schilf bedeckte mein Haupt. 7 Ich sank hinunter zu der Berge Gründen, der Erde Riegel schlossen sich hinter mir ewiglich. Aber du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, Herr, mein Gott! 8 Als meine Seele in mir verzagte, gedachte ich an den Herrn, und mein Gebet kam zu dir.“ Gott hatte den Jona gerettet, damit er andere retten kann. Missionsauftrag ist immer Rettungsauftrag. Und es geht um Zeit und Ewigkeit, um alles oder nichts. Das ist auch heute so. Sind wir noch zu retten? So war die Frage am Anfang. Ja, wir sind es. Wenn Gott mich vom Verderben erlöst, dann immer, damit ich dies an die Menschen um mich herum weitergebe, nie zum Selbstzweck und nie nur für mich. Schon gar nicht geht es um Wirtschaft oder Politik, sondern immer um alles oder nichts, um Zeit und Ewigkeit! Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Pastor Johannes Holmer ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17374093.gif]

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Die Liebe zählt

Die Bibelstelle Johannes 13,34 – ausgelegt von Johannes Holmer. Eines der zentralen Wörter in der Bibel, im Christentum überhaupt und speziell beim Apostel und früheren Jünger Johannes ist das Wort „Liebe“. Es durchzieht fast alle seine Kapitel im Johannes-Evangelium und auch in seinen Briefen. Da gibt es diesen besonders bekannten Vers im Johannesevangelium 3,16 [https://www.bibleserver.com/LUT/Johannes3%2C16], in dem Johannes mir die Liebe Gottes so drastisch vor Augen malt, dass ich eigentlich gar nicht mehr anders kann, als zu antworten: Ja, Herr, diese Liebe soll mein Leben prägen, gestalten und durchziehen. Dort sagt Johannes: „So sehr (oder: auf solche Weise) hat Gott die Welt geliebt (und zwar den ganzen Kosmos und auch jedes einzelne Geschöpf), dass er seinen eigenen Sohn sterben ließ, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat“. Wenn Gott fordert, dass wir einander lieben, dann bedenke ich: Unser Herr hat selbst vorgelegt. Er fordert nichts, was er nicht selbst radikal vorgemacht hat. Er hat mir das größte Beispiel göttlicher Liebe gegeben. Diese Liebe deckt sich mit dem, was der Apostel Paulus im 1. Korintherbrief, Kapitel 13 schreibt. Dort stellt er mir noch einmal ausdrücklich Gottes Liebe vor Augen und sagt: So sollst auch du es machen. Es zumindest anstreben. Denn schaffen werde ich das in meinem Leben so nicht. Aber die Messlatte ist aufgelegt: „4 Liebe ist geduldig, Liebe ist freundlich. Sie kennt keinen Neid, sie spielt sich nicht auf, sie ist nicht eingebildet. 5 Sie verhält sich nicht taktlos, sie sucht nicht den eigenen Vorteil, sie verliert nicht die Beherrschung, sie trägt keinem etwas nach. 6 Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, aber wo die Wahrheit siegt, freut sie sich mit. 7 Alles erträgt sie, in jeder Lage glaubt sie, immer hofft sie, allem hält sie stand.“ (zitiert nach der Neuen Genfer Übersetzung) Es geht bei dieser Liebe, von der Paulus redet – und auch bei der, von der Johannes redet, nicht um Sympathie. Es geht nicht darum, dass mir der andere gefallen muss oder ich ihn nett finde. Es geht einzig und allein darum, dass der andere zu seinem Recht kommt oder von mir gefördert wird. Es geht darum, dass ich ihn als radikal geliebtes Geschöpf Gottes sehe. Bei der Trauung von meiner Frau und mir, hat der Pfarrer gesagt: „Wer glücklich werden will, der sollte lieber nicht heiraten – den anderen glücklich machen, das ist das Geheimnis der Ehe“. Und das auch dann, wenn der andere nicht immer dem entspricht, was ich von ihm erwarte. Und das, was ich im Blick auf die Ehe sagen kann, sollte ich auch im Blick auf alles in der Gemeinde, in der Familie und in jeder Gemeinschaft sagen: Den anderen glücklich machen, den anderen sehen, den anderen fördern – darum geht es. Wenn also Johannes in diesem heutigen Vers sagt: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe“, dann bedeutet das genau dies. Du musst den, der dir Probleme bereitet nicht sympathisch finden – das funktioniert gar nicht, das kann keiner erzwingen. Und das hat Gott uns auch nicht vorgemacht und fordert es nicht von uns. Im Römerbrief (5,8 [https://www.bibleserver.com/LUT/R%C3%B6mer5%2C8]) sagt Paulus: „Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ Jesus ist für uns gestorben, als wir noch nichts von ihm wissen wollten! Und im Johannesevangelium (15,13) heißt es: „Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde.“ Hier ergänze ich vom Gesamtzusammenhang her: „Auch für seine Feinde“! Immer habe ich Gott und seinen Sohn Jesus zum Vorbild und zur Messlatte! Liebe ist nicht in erster Linie Gefühl, sondern die Entscheidung: Ich will versuchen, den anderen zu sehen, wie Gott ihn sieht, ihn mit Gottes Augen ansehen. Das ist Gottes Rezept für alles in unserer Welt. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Pastor Johannes Holmer ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17374699.gif]

7. juli 20264 min
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Sind wir noch zu retten?

Die Bibelstelle Jona 2,7 – ausgelegt von Johannes Holmer. Ich hörte vor einiger Zeit die Frage „Sind wir noch zu retten?“ im Zusammenhang mit einem politischen Vortrag. Gemeint war mit dieser Frage vor allem der Niedergang der Wirtschaft und damit des Wohlstands in unserem Land. Natürlich kann ich diese Frage in den Zusammenhängen durchaus so stellen. Und es mag sein, dass die Antworten darauf nicht wirklich ermutigend oder positiv ausfallen. Doch sicher wird der eine oder andere unter uns diese Frage anders beantworten als sein Nachbar oder gar seine Kinder oder Eltern. Das hängt vielfach davon ab, in welch einer wirtschaftlichen Situation ich mich gerade befinde. Jona, der kleine Prophet aus dem Alten Testament, den wahrscheinlich die meisten von uns irgendwie kennen, sagt, als er mit seinem Latein einmal völlig am Ende ist: „Du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, HERR, mein Gott!“ Jona hat gerade eine gigantische Rettungsaktion Gottes erlebt. Er ist spürbar geschockt, oder doch zumindest extrem beeindruckt von dem, wie Gott mit ihm gerade umgegangen ist. Jona hat den Auftrag von Gott bekommen, der großen Stadt Ninive auf dem Marktplatz eine Hammer-Rede von Untergang und Rettung zu halten. Er soll ihnen sagen: Wenn ihr euer gott-loses Leben nicht ändert, werdet ihr untergehen, und zwar wirtschaftlich, moralisch und politisch. Doch Jona hat echt keine Lust, ihnen das so öffentlich zu sagen. Möglicherweise werden sie ihn für diese göttliche Botschaft ablehnen. Damals werden die Überbringer schlechter Nachrichten sogar direkt für den Inhalt der Nachricht verantwortlich gemacht – und dann schnell angefeindet und abgelehnt, manchmal sogar umgebracht. Jona kennt das. Also entschließt er sich, lieber das Weite zu suchen und nach Tarsis anstatt nach Ninive zu gehen. Sollen doch die Niniviten untergehen – was geht ihn das an. Allerdings hat seine göttliche Auftrags-Botschaft zwei Komponenten: Die zweite ist die der Rettung: „Wenn ihr zu Gott umkehrt, ist der Untergang abwendbar“. Das ist ja noch schöner, wenn dieses gottlose Volk umkehrt und dann sogar völlig ungeschoren davonkommt… Also will er ihnen diese Variante auch unterschlagen. Es kann doch sein, dass sie das wirklich tun und am Ende gerettet werden… Sie haben aber ja den Untergang mehr als verdient – sind sie doch für ihr zügelloses Leben bekannt… Doch wenn Gott einen Auftrag erteilt, dann meint er es ernst. Jona hat nicht bedacht, dass Gott nicht einfach auszutricksen ist. Als er auf einem Schiff angeheuert hat, um nach Tarsis zu fliehen, sorgt Gott für eine große Seenot, in der die göttergläubigen Seeleute den Jona als den Urheber dieser Seenot ausmachen und ins Meer werfen. Normalerweise wäre die Geschichte hier zu Ende. Aber nicht für Gott! Gott sorgt dafür, dass Noah von einem großen Fisch verschluckt wird und sich plötzlich im Bauch dieses Fisches unversehrt wiederfindet. In dieser fast kuriosen Lage realisiert Jona, dass Gott ihn retten will, damit er die vorgesehene Botschaft auftragsgemäß zu den Niniviten bringt. Er realisiert die Größe und Schöpfermacht Gottes. Und darum kapituliert er vor Gott und diesem Auftrag und wird bereit, ihn auszuführen. Sie können diese Geschichte im Buch Jona zu Ende lesen. Im Moment aber ist dieser noch im Bauch des Fisches und denkt nach. Plötzlich kommt es wie eine Erleuchtung über ihn und er beginnt, Gott anzubeten und zu ehren und ihm zu versprechen, dass er gehorsam sein wird. Und hier kommt dieser eingangs gelesene Vers, eingebettet in die Verse davor und danach: 6 Wasser umgaben mich und gingen mir ans Leben,  die Tiefe umringte mich, Schilf bedeckte mein Haupt. 7 Ich sank hinunter zu der Berge Gründen, der Erde Riegel schlossen sich hinter mir ewiglich. Aber du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, Herr, mein Gott! 8 Als meine Seele in mir verzagte, gedachte ich an den Herrn, und mein Gebet kam zu dir.“ Gott hatte den Jona gerettet, damit er andere retten kann. Missionsauftrag ist immer Rettungsauftrag. Und es geht um Zeit und Ewigkeit, um alles oder nichts. Das ist auch heute so. Sind wir noch zu retten? So war die Frage am Anfang. Ja, wir sind es. Wenn Gott mich vom Verderben erlöst, dann immer, damit ich dies an die Menschen um mich herum weitergebe, nie zum Selbstzweck und nie nur für mich. Schon gar nicht geht es um Wirtschaft oder Politik, sondern immer um alles oder nichts, um Zeit und Ewigkeit! Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Pastor Johannes Holmer ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17374093.gif]

Yesterday5 min
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Die Richtschnur meines Lebens

Die Bibelstelle 5. Mose 5,32 – ausgelegt von Dorothee Döbler. Je älter meine Mutter wurde, umso mehr lebte sie in der Vergangenheit. Sie hatte die Kriegsjahre noch bewusst miterlebt, wurde ausgebombt und musste bei Null anfangen, sich ihr Leben aufzubauen. Immer wieder erzählte sie davon. Ich weiß, dass es mich lange genervt hat, immer die gleichen Geschichten zu hören. Aber je älter ich wurde, umso wichtiger wurden sie mir. Sie erklären mir, welcher Motor hinter dem Handeln meiner Mutter steckte, warum meine Mutter zu der Persönlichkeit wurde, die ich kannte und die mich prägte. Wenn ich zurückschaue, kann ich vieles besser verstehen, was im Heute ist. Es hat mich berührt, dass auch in der Bibel ein ganzes Buch einer Rückschau gewidmet ist, das 5. Buch Mose. Das Volk Israel wurde von Mose aus der Sklaverei in Ägypten herausgeführt. Sie wollten in ein Land gehen, das Gott ihnen versprochen hatte, in das Gelobte Land. Diese Wanderung dauerte 40 Jahre. Und so waren viele der Menschen, die seinerzeit in Ägypten aufgebrochen waren, schon gestorben, als das Volk endlich an der Grenze dieses verheißenen Landes stand. Mose, ihr Anführer vom ersten Tag an, lebte noch. Aber er spürte, dass sein Ende nahe war. Und darum wollte er den Nachgeborenen noch einmal erzählen, wie es zu dem Aufbruch gekommen war, welche Hindernisse ihnen im Weg lagen, welche Kämpfe gegen andere Völker sie bestehen mussten. Vor allem wollte er ihnen von dem erzählen, der zu dem Aufbruch aufgerufen hatte: von Gott. Gott hatte einen Bund mit diesem Volk geschlossen. Es stand unter seinem besonderen Schutz. Im Gegenzug dazu musste das Volk versprechen, nur diesen einen Gott anzubeten und bestimmte Regeln des Miteinanders einzuhalten. Zehn Gebote waren es, die Gott vorgab und Mose auf zwei Steintafeln diktierte. Ganz eindringlich wiederholt Mose in seiner Rede an das Volk diese Gebote und endet mit den Worten: „So habt nun acht, dass ihr tut, wie euch der HERR, euer Gott, geboten hat, und weicht nicht, weder zur Rechten noch zur Linken.“ (5. Mose 5,32 [https://www.bibleserver.com/LUT/5.Mose5%2C32]) Er will damit sagen: vor euch liegt eine schwierige Zeit, wenn ihr in das neue Land kommen werdet. Wahrscheinlich wird es zu Kämpfen kommen mit den Menschen, die jetzt dort leben. Aber Gott hat es so gewollt, Er hat euch dieses Land versprochen. Und er wird euch begleiten, wenn ihr euch an seine Gebote haltet. Dann bleibt ihr unter seinem besonderen Schutz! Die Zehn Gebote hatten ihre Gültigkeit nicht nur für das Volk Israel damals, sie gelten auch heute noch. Teilweise sind sie sogar in unsere Verfassung eingeflossen. In ihrer tiefen Wahrheit geben sie mir vor, wie ich mich Gott und meinen Mitmenschen gegenüber verhalten soll, so dass Friede zwischen den Menschen bleibt. Und der Friede wird verlässlicher, je weniger ich davon abweiche, nicht nach rechts und nicht nach links. So sehr mich die Erfahrungen meiner Mutter geprägt haben, noch mehr haben mich die 10 Gebote geprägt, die für mich in meinem Leben zu einer verbindlichen Richtschnur wurden und durch die ich mich unter dem Schutz Gottes weiß. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Dorothee Döbler ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17373518.gif]

5. juli 20264 min
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Allein

Die Bibelstelle Psalm 22,11 – ausgelegt von Dorothee Döbler. Kennen Sie das Lied “Allein” von Reinhard Mey? In der ersten Strophe geht es um einen Jungen, der allein auf dem Pausenhof steht, mit den Tränen kämpfend. Der Schulranzen liegt offen auf dem Boden, der Inhalt verstreut. Warum machen das die anderen Kinder? Warum grenzen sie ihn so aus? Weil er schlechte Noten hat? Oder weil er altmodische Kleidung trägt? Oder weil seine Haare ihnen nicht gefallen? Wie sehr hätte er sich jetzt jemanden gewünscht, der ihm beisteht, der ihn tröstet, der ihm einfach nur hilft, die Sachen einzusammeln. Mich berührt das Bild dieses Jungen bei jedem Hören des Liedes aufs Neue. Nein, genau so ist es mir nicht passiert. Aber dieses Gefühl, von allen verlassen worden zu sein, das kenne ich auch. Ein wohlgemeintes Schulterklopfen “Das wird schon wieder” macht es auch nicht besser. Die Wunde in der Seele heilt zwar, aber die Narbe bleibt. “Allein, wir sind allein. Wir kommen und wir gehen ganz allein….”, heißt es im Refrain. “Wir mögen noch so sehr geliebt, von Zuneigung umgeben sein. Die Kreuzwege des Lebens geh’n wir immer ganz allein.” Im letzten bin ich doch auf mich selbst zurückgeworfen - das ist die Botschaft dieses Liedes. Traurig, aber wahr. Traurig, aber wahr? Ja, weil jeder Mensch anders ist, weil jeder Mensch anders denkt und fühlt, darum wird er in der Tiefe von keinem anderen Menschen verstanden, auch nicht von Eltern, Partnern, besten Freunden. Mich bewegt ein Wort aus der Bibel. Ein Psalmbeter spricht: „Du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen; du ließest mich geborgen sein an der Brust meiner Mutter. Auf dich bin ich geworfen von Mutterleib an, du bist mein Gott von meiner Mutter Schoß an.“ (Psalm 22,10-11 [https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm22%2C10-11]). Und er will damit sagen: Gott, du kennst mich, seit ich den ersten Atemzug getan habe. Du hast dafür gesorgt, dass ich mich bei meiner Mutter geborgen fühlen durfte. Du warst bei mir, seit mein Leben begann. Von meiner Geburt an warst du bei mir und hast für mich gesorgt. Wenn ich das annehme, dann bin ich nicht mehr allein, auch nicht in Augenblicken des Lebens, in dem andere Menschen mich verlassen. Und gerade die Kreuzwege des Lebens gehe ich nicht mehr allein. Denn an den Kreuzwegen steht Jesus Christus mit seinem Kreuz und spricht mir zu: Ich bin bei dir alle Tage bis an der Welt Ende. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Dorothee Döbler ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17373113.gif]

4. juli 20263 min
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Nachfolger gesucht

Die Bibelstelle Jesaja 6,8 – ausgelegt von Hans-Georg Filker. Haben Sie ihre Nachfolge schon geregelt? Welche Nachfolge? Diese Frage kann sich auf ganz unterschiedliche Lebensbereiche beziehen. Es gehört zum Lauf des Lebens, dass ein Engagement zum Beispiel in einem Verein, in der Gemeinde oder im Beruf endet und eine Nachfolgerin und ein Nachfolger gebraucht werden. „Keiner ist unersetzlich“, sagt man. Aber es ist gut, wenn ein geeigneter Mensch gefunden wird, und die Nachfolge rechtzeitig geregelt werden kann. Und es ist gut, wenn jemand, der Verantwortung getragen und sich engagiert hat, auch aufhören kann. Vermutlich haben Sie jetzt einige Beispiele vor Augen. Ich möchte mit Ihnen einmal die Blickrichtung wechseln, in den Spiegel – den aus Glas – schauen. Vielleicht kommt das jetzt für Sie überraschend. Im Vertrauen gefragt: wären Sie bereit, sich auf ein neues Engagement einzulassen, wenn Sie gefragt würden? Oder wenn Sie sehen, dass irgendwo jemand dringend gebraucht wird?        Und Sie das auch von Ihren Möglichkeiten und Begabungen könnten? Bzw. andere es Ihnen zutrauen? Manchmal geht es um Verantwortung in einem kleinen Bereich, der aber wichtig für eine Familie, für die Nachbarschaft, für eine Gemeinde, einen Verein, oder für das soziale Umfeld sein kann. Vermutlich haben Sie auch Situationen erlebt, in denen eine Frage, eine Bitte um Hilfe im Raum stehen, und die Anwesenden den Blick senken oder sich eine gewisse Schwerhörigkeit auszubreiten scheint. Eltern von schulpflichtigen Kindern kennen die peinliche Stille, die auftreten kann, wenn es um Verantwortungsübernahme in der Elternversammlung geht. Verantwortung, das ist das Stichwort. „Antwort“ steckt darin. Voran steht eine Frage. Dann geht es um eine Reaktion. U.A.w.g.  - um Antwort wird gebeten, steht auf besonderen Einladungen. Wer nicht reagiert, wird vielleicht irgendwann nicht mehr gefragt. Manchmal kommen überraschende Anfragen. So geschehen bei einem jungen Mann in Israel, vor 2500 Jahren. Von ihm wird im Buch Jesaja in der Bibel berichtet: „Ich hörte die Stimme des HERRN, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? - Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich!“ Jesaja reagiert auf Gottes Frage. Seine Berufung wurde seine Mission. Jesus nimmt das mit einem Bild aus der Landwirtschaft auf. Er sagt: „Die Ernte ist groß. Bittet den Herrn, dass er Arbeiter in die Ernte sendet.“ Mitarbeiter gesucht. Nachfolger! Dabei geht es ja nicht darum, Jesus zu ersetzen, sondern in seiner Spur zu gehen. Er hat auf die Herrschaft Gottes hingewiesen, die uns nahe ist. Es gibt viel zu tun. Moment, sagen Sie vielleicht jetzt. Was habe ich damit zu tun? Ich bin weder Prophet noch Jünger. Mag sein, aber Gott fragt nach uns allen. Adam, Mensch, wo bist Du? Diese Frage gilt auch Ihnen. Sie sind ein reichhaltig begabter und von Gott gefragter Mensch. Mit Ihrem Leben geben Sie jeden Tag praktisch eine Antwort. Wie sieht sie aus? Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Pfarrer Hans-Georg Filker ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17372450.gif]

3. juli 20264 min