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Gottes „Muss“ hat göttliche Ziele!

6 min · 8 de jun de 2026
Portada del episodio Gottes „Muss“ hat göttliche Ziele!

Descripción

Die Bibelstelle Apostelgeschichte 27,23-24 – ausgelegt von Gerhard Weinreich. Vielleicht sind Sie eben darüber gestolpert, dass der Engel Gottes zu Paulus sagte: „Du musst vor den Kaiser gestellt werden!“ Und haben sich gefragt: “Gibt es denn so ein göttliches Muss?“ Menschen beklagen sich oft: „Warum musste gerade ich so schwer erkranken?“ Oder: "Warum musste gerade ich so einen herben Verlust erleiden?" Es gibt ähnliche Fragen – meistens ohne Antwort. Ich bekam eine für mich als 25-jähriger Vikar beim ersten Hausbesuch in meiner ersten Gemeinde: einem alten Ehepaar, das in erbärmlichen Verhältnissen lebte! Die Frau klagte mir auch gleich ihre Not: „Wenn unser Sohn noch lebte, ginge es uns jetzt besser! Aber der wurde ja noch kurz vor Kriegsende mit seinem Flugzeug abgeschossen!" Ich versuchte, sie mit Worten der Bibel und des Glaubens zu trösten. Doch sie unterbrach mich bald: „Ach, Sie junger Spund, was verstehen denn Sie vom Leben!“ Daraufhin erzählte ich ihr, dass ich mit „17“ innerhalb von drei Wochen meine Eltern und viele Jahre zuvor meinen einzigen Bruder verloren habe. Sagte ihr, dass ich ohne Gottes Trost und Jesu Hilfe heute nicht bei ihr sitzen würde. Worauf sie zunächst lange schwieg, dann aber sagte: „Herr Vikar, jetzt glaube ich Ihnen auch, was sie mir von Gott und Jesus sagten!“ Im nächsten Moment ging mir auf: "Gerhard, deshalb musstest Du das Sterben dreier geliebter Menschen erleben, damit Du einmal Menschen in ihrer Trauer überhaupt verstehen und dann versuchen kannst, sie zu trösten!“ Was für ein Beginn meiner Vikarszeit! Jetzt verstand ich, dass Paulus in einem seiner Briefe schrieb: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis, damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.“ Was Paulus von Gott erkannte, mit ihm erlebte und dann seelsorgerlich tun konnte, hat mein Pfarrersleben geprägt. Mich auch den Satz des Philosophen Sören Kierkegaard begreifen lassen: „Verstehen kann man das Leben nur rückwärts!“ Also erst im Rückblick auf finstere Täler oder herbe Einschnitte im Leben: ob sie mir nicht auch eine neue Sicht vom Leben schenken! Ich denke an eine Cousine. Sie lag nach einem komplizierten Wadenbeinbruch wochenlang im Krankenhaus. Als ich sie besuchte, meinte sie: „Was mir bis jetzt enorm wichtig war, wurde mir auf einmal völlig nebensächlich. Und was für mich bisher total unwichtig war, bekam auf einmal einen hohen Stellenwert.“ Doch Sören Kierkegard sagte nicht bloß: „Verstehen kann man das Leben nur rückwarts“ sondern auch: „Leben muss man es aber vorwärts!“ Meine Mutter fiel mir ein, die 13 Jahre nach dem Tod meines Bruders sagte: „Jetzt bin ich über ihn hinweg. Ich suche meinen Jungen nicht mehr 1,60 Meter unter der Erde, sondern oben bei Gott! Wer weiß, wovor er mein Kind bewahren wollte.“ Was für eine Lektion, die meine Mutter damit von Gott lernte! So manche Lektionen von Gott lernte auch meine Frau in den Höhen und Tiefen ihrer jahrelangen Krebserkrankung. Sie lebte mir dabei vor, was das Leben „vorwärts leben“ heißt. Nämlich, je länger umso mehr mit dem Satz des Paulus im Herzen: „Ich vergesse, was dahinten ist und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.“ Dem Erreichen göttlicher Ziele soll jedes „Muss Gottes“ im Leben dienen! Paulus hat das erlebt. In Rom wurde er nur zu einem Hausarrest in eigener Wohnung verurteilt, konnte aber trotzdem ungehindert das Evangelium von Jesus Christus verkündigen! Und danach bekam Paulus vermutlich von Gott sogar einen langersehnten Wunsch erfüllt: nämlich nach Spanien reisen und auch dort missionieren zu dürfen! Einen Philipp Friedrich Hiller ließ das dichten: „HERR, was sind wir, dass du Engel uns zu unsern Wächtern gibst? Menschen sind wir voller Mängel, Menschen, die du dennoch liebst. Engel, die dich allzeit sehn, sollen uns zu Diensten stehn. Engel hüten uns als Kinder, heilge Engel schützen Sünder.“  (Lied: Herr Gott, dessen starke Rechte) Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Pfarrer i. R. Gerhard Weinreich ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17356555.gif]

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Portada del episodio Staunen statt Angst

Staunen statt Angst

Die Bibelstelle Sprüche 1,7 – ausgelegt von Gudrun Siebert. In der Losung der Herrnhuter Brüdergemeine von heute aus Sprüche 1,7 steht: „Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis.“ Dieser kurze Satz gehört zu den grundlegenden Aussagen der Bibel. Er spricht von Erkenntnis, von Weisheit, vom rechten Leben. Und er beginnt mit einem Wort, das uns heute oft fremd geworden ist: Furcht. Viele Menschen stolpern ja regelrecht über das Wort Furcht. Es klingt nach Angst, Enge, Strafe, Entsetzen. Dabei höre ich doch viel lieber Bibelverse, die mir zurufen: „Fürchte dich nicht!“  Und davon gibt es eine ganze Menge. Doch es geht hier um etwas Anderes. Wenn die Bibel von der „Furcht des Herrn“ spricht, meint sie nicht Angst oder Bedrohung und auch nicht ein Wegducken vor Gott. Die biblische „Furcht des Herrn“ meint etwas Tieferes: Es bedeutet Ehrfurcht. Staunen. Das bewusste Anerkennen, dass Gott Gott ist und dass ich sein geliebtes Geschöpf bin. Es ist die Haltung eines Menschen, der weiß: Mein Leben steht vor Gott. Ich verdanke ihm alles. Ich bin ihm aber auch verantwortlich. Diese Ehrfurcht, die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis. Erkenntnis hat zu tun mit Weisheit und Wissen. Wobei ich ehrlich zugebe, dass ich oft gar nicht so viel weiß. Unsere Welt ist kompliziert, wer hat da schon einen Überblick? Mein Wissen, meine Erkenntnis ist begrenzt. Wenn ich irgendetwas erkenne oder die Bedienungsanleitung für irgendein Gerät begreife, dann sind das winzige Dinge im Vergleich zum großen Ganzen. Paulus schreibt im 1. Korintherbrief: „Unser Wissen ist Stückwerk.“ (1. Korinther 13,9) Aber eins weiß ich sicher: Gott hat den Überblick. Gott weiß, wie die Welt funktioniert. Gott ist weise und hält die Welt in seiner Hand. Und ich darf ihn bitten um Erkenntnis, Weisheit. Wenn ich mich öffne für Gottes Weisheit, wenn ich mein Leben in seine Hand gebe, dann geschieht das in großer Ehrfurcht und Gottesfurcht. Indem ich anerkenne, dass Gott groß ist, wird er vor allem in mir und meinem Herzen groß. Erkenntnis beginnt mit einer Haltung. Wer die Furcht des Herrn kennt, der weiß bzw. erkennt: „Ich bin nicht der Maßstab aller Dinge. Ich muss nicht alles kontrollieren, erklären oder rechtfertigen. Ich darf hören, lernen und mich korrigieren lassen.“ Mit solcher Erkenntnis öffnet sich der Raum für echte Weisheit. Erkenntnis wächst auch dort, wo ich Gott zutraue, recht zu haben – auch wenn es mich herausfordert. Wo ich frage: „Herr, was siehst du? Was ist dein Weg?“ - Wer so fragt, beginnt zu verstehen und wächst im Glauben. Ich verstehe nicht alles auf einmal, aber Schritt für Schritt wächst die Erkenntnis. Die Furcht des Herrn bewahrt mich auch vor Überheblichkeit. Sie hilft mir, meine Grenzen anzunehmen. Sie lehrt, dass ich nicht alles wissen muss, um richtig zu leben und zu glauben. Denn Weisheit beginnt dort, wo ich Gott vertraue. Und: Die Furcht des Herrn macht nicht klein, sie macht dagegen wach. Sie lähmt nicht, sie führt. Und sie ist kein Endpunkt, sondern ein Anfang: der Anfang eines Lebens, das sich Gott anvertraut. Der Beter von Psalm 139 hat es so formuliert: „Erforsche mich Gott und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne, wie ich´s meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin und leite mich auf ewigem Wege.“ Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Gudrun Siebert ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17370613.gif]

Ayer4 min
Portada del episodio Von Gott geprägt

Von Gott geprägt

Die Bibelstelle Epheser 5,1-2 – ausgelegt von Thomas Eger. Wie ist das bei Ihnen, wenn Sie eine andere Person geärgert hat? Wie reagieren Sie darauf? Ich frage das jetzt nicht, um zu moralisieren. Das steht mir nicht zu. Denn ich frage auch mich immer wieder, wie ich mich da verhalten soll. Mir kommt jemand in die Quere. Das regt mich auf. Meine Gefühle schalten auf Angriff. Meine Emotionen klingeln Alarm: „Lass dir das nicht gefallen! Gib Kontra!“ Aber ich bin Christ. Ich will so leben, wie es meinem Gott gefällt. Das passt nicht zu wütenden Reaktionen. Wie bekommen Sie aufkochende Gefühle wieder in den Griff? Ich weiß, die Temperamente von uns Menschen sind unterschiedlich. Die einen regen sich sehr schnell auf, andere fast gar nicht. Doch bin ich mir sicher, dass jeder Mensch, der mit Worten verletzt wird, das nicht einfach schlucken kann. Was soll ich da also tun als Christ? Der Apostel Paulus gibt für das Verhalten von Christen einen grundsätzlichen Rat. An seine Glaubensgeschwister in Ephesus schrieb er einmal folgende Zeilen (Epheser 5,1-2 [https://www.bibleserver.com/LUT/Epheser5%2C1-2]): „Folgt nach dem Beispiel Gottes als geliebte Kinder, und führt euer Leben in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt und sich für uns hingegeben hat als Gabe und Opfer für Gott.“ Paulus gestehe ich zu, dass er diese Worte nicht am grünen Tisch ausgedacht hat. Aus den Berichten über ihn und aus seinen eigenen Schriften wird deutlich, wie pragmatisch er dachte und handelte. Wenn er dann so einen komplizierten Satz schreibt - wie eben gelesen -, dann steckt da was Tiefgründiges dahinter. Ich soll also dem Beispiel Gottes folgen, schlägt Paulus vor. Und er begründet das mit der Feststellung: „Du bist sein geliebtes Kind!“ Stimmt, Kinder haben einen Vater. Und wer Jesus Christus im Glauben nachfolgt, hat Gott als himmlischen Vater. Der will mich nach seinem Wesen prägen. Wie tut er das? Wieder der Apostel Paulus dazu: „Führt ein Leben in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat.“ Da haben wir es wieder, das berühmte Wort „Liebe“ von dem auch Jesus immer wieder spricht. Aber diese Art der Liebe hat einen anderen Hintergrund als wie Liebe allgemein verstanden wird. Das Neue Testament der Bibel ist in griechischer Sprache geschrieben. Und in dieser Sprache gibt es eine Bezeichnung für Liebe: Sie heißt „Agape“. Von dieser Agape-Liebe spricht Gott und schreibt Paulus. Agape ist eine Liebesart, die nicht von sich ausgeht oder gar fragt: „Werde ich auch geliebt?“ Agape ist eine Liebesart, die Not und Hilfsbedürftigkeit im Nächsten erkennt. Sie bleibt dann nicht dabei stehen. Agape will aus der Not des Anderen heraushelfen. Das ist diese göttliche Liebe, die eingreift, die hilft. „Das hat Gott durch Jesus bei euch getan“, so noch einmal Paulus, „und das tut nun ihr durch Jesus Christus auch bei anderen!“ Leben wollen, wie es Gott gefällt ist, eine Lebensaufgabe. So denken und handeln zu wollen, das schaffe ich nicht von heute auf morgen. Das muss heranwachsen in mir. Damit das auch gelingt, habe ich Gottes Geist in mein Leben bekommen. Auch darf ich Jesus in jeder Situation dabei um seine Hilfe bitten. Daran will ich mich halten, wenn mich wieder mal jemand ärgert – und Sie können das auch so tun! Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Thomas Eger ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17369994.gif]

29 de jun de 20264 min
Portada del episodio Eine göttliche Aufforderung

Eine göttliche Aufforderung

Die Bibelstelle Amos 5,15 – ausgelegt von Thomas Eger. „Hasst das Böse und liebt das Gute, richtet das Recht auf im Tor, vielleicht wird der Herr, der Gott Zebaoth, gnädig sein.“ Der Prophet Amos hat den Satz gesagt. Er steht in seinem Buch in Kapitel 5, Vers 15. Amos sagt das im Auftrag Gottes an sein Volk, an Israel. Rund 2.700 Jahre ist das jetzt her. Gilt es denn dann auch heute noch, wenn diese Aufforderung so alt ist? Ja, weil Gott dazu auffordert. Es ist eine göttliche Grundsatzaussage. Sie gilt für alle Menschen bis ans Ende der Zeit. Und um die Autorität Gottes zu unterstreichen, wird er hier mit seinem Titel „Gott Zebaoth“ genannt. Zebaoth ist kein Name, der in unsere Sprache übersetzt werden kann. Zebaoth ist ein Titel, der nur Gott zusteht. Er bezeichnet ihn als die höchste Autorität, die es gibt, über alle Engel und Mächte. Der Titel „Gott Zebaoth“ macht deutlich, dass er der Weltenherrscher ist. Über ihm gibt es nichts und niemand. Vor ihm werden sich einmal alle Mächte und Mächtigen verantworten müssen für ihr Tun. Für alles Gute und alles Böse, das durch sie geschehen ist. Und in dieser Autorität fordert Gott dazu auf, das Böse zu hassen und das Gute zu lieben. Doch was ist das Böse und was das Gute? Über diese Frage kann gestritten werden unter uns Menschen. Die unterschiedlichen Vorstellungen darüber sind geprägt von verschiedenen Religionen, von Ideologien und von menschlicher Denkweise in Politik und Wissenschaft. Was die Einen als gut bezeichnen, bewerten andere als böse. Hier geht es aber nicht um menschliche Meinungen. Hier geht es darum, was das aus göttlicher Sicht bedeutet. Und was ist gut bei Gott? Das bewertet er zum ersten Mal nach Abschluss seiner Schöpfung. Rückblickend dazu stellt er fest (1. Mose 1,31 [https://www.bibleserver.com/LUT/1.Mose1%2C31]): „Es ist alles sehr gut!“ Unter dieses Gute fällt alles, von dem wir leben und worin wir leben, einschließlich wir selbst. Da ist die Erde, auf der wir leben, mit ihren Elementen Wasser, Luft und Feuer. Da ist die Natur, in der wir leben mit ihren Pflanzen, Tieren, usw. Aus Gottes Blickwinkel bedeutet das: „Gut ist, was Leben ermöglicht und was es fördert!“ Was ist dann Böses? Nun, das Gegenteil von gut. Das Böse nahm seinen Anfang durch den Sündenfall der ersten Menschen. Die erste brutale Frucht des Bösen erleidet ein Mensch durch die Mörderhand seines Bruders: Abel. Sein Tod ist der erste. Ihm folgen unzählbar viele, und das geht leider auch noch immer so weiter. Wie viel Prozent aller toten Menschen sind wohl in Kriegen oder durch Mörderhand umgekommen? Zusammengefasst heißt Böses dann: Leben bedrohen und auslöschen. „Hasst das Böse“ sagt Gott, „und liebt das Gute“. In unserem Bibeltext steht am Schluss noch eine Feststellung: „…vielleicht wird der Herr, der Gott Zebaoth, gnädig sein“. Was mich dabei aufhorchen lässt ist das Wort „vielleicht“. Dadurch stellt sich die Frage: Wann wird Gott gnädig sein und wann nicht? Hier bleibt das irgendwie ungewiss. Was bin ich froh, von Gottes Sohn, Jesus Christus, eine klare Zusage zu haben im Blick auf Gottes Gnade. Von ihm stammt die Aussage (Johannes 11,25 [https://www.bibleserver.com/LUT/Johannes11%2C25]): „Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt.“ Das von Gottes Seite her zu wissen, ist einfach nur gut! ►   Mehr zum Buch Amos [https://www.youtube.com/watch?v=rn3PpM2pnog] Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Thomas Eger ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17369445.gif]

28 de jun de 20264 min
Portada del episodio Hilfe zur Selbsthilfe

Hilfe zur Selbsthilfe

Die Bibelstelle Apostelgeschichte 3,6 – ausgelegt von Gesine Möller. Es gibt eine ganze Reihe Hilfsorganisationen, die weltweit Menschen in Notsituationen unterstützen. Sei es bei Umweltkatastrophen, Kriegen oder als Folge von Ausbeutung usw., humanitäre Hilfe und Entwicklungsarbeit wird geleistet. Ich finde, gerade eine starke Industrienation wie Deutschland hat Verantwortung. Dabei soll nach meiner Überzeugung solche Hilfe immer als „Hilfe zur Selbsthilfe“ gedacht werden. Allzu oft wurden fremde Länder als unterentwickelte Kulturen angesehen, von oben herab versorgt und in Abhängigkeiten gehalten. Das hat sich geändert, obgleich es oft immer noch eine Schieflage gibt. Doch es gibt gute Beispiele dafür, dass durch Bildungsprojekte Menschen in ihrer Selbständigkeit gefördert werden, sodass sie in der Lage sind, sich selbst und ihre Familien zu versorgen. So ein Projekt gibt es bspw. in Indien. Es trägt den Namen „Bridge of Hope Germany e.V “ Dieser Verein bildet in Indien Frauen zu Näherinnen aus. Mit erfolgreicher Ausbildung bekommen die Frauen ihre eigene Nähmaschine. Mittlerweile gibt es eine Produktreihe, die durch den Verein auch in Deutschland vertrieben wird. Der Erlös aus dem Verkauf der Produkte geht an die Frauen in Indien. Es ist besser, jemanden wieder auf die Beine zu helfen, als sie oder ihn mit Almosen zu versorgen. So eine Erzählung findet sich in Apostelgeschichte 3 [https://www.bibleserver.com/LUT/Apostelgeschichte3]. Die Apostel Petrus und Johannes sind in Jerusalem auf dem Weg in den Tempel. Wie üblich setzt man Menschen, die durch irgendeine Beeinträchtigung sich nicht selbst versorgen können, an besonders hoch frequentierte Plätze, wie den Eingang zum Tempel. So ist es auch an der Schönen Pforte. Dort sitzt ein Gelähmter. Er bettelt um Almosen. Erwartungsvoll blickt er Petrus und Johannes an, dass sie ihm etwas geben. Doch zu seiner Überraschung sagt Petrus: „Gold und Silber habe ich nicht.“ Sicher ist Petrus in einer besseren Lage als der Gelähmte. Vielleicht ist es ihm sogar möglich, durch eine Kollekte unter den Christen in Jerusalem eine Spende für den armen Mann zu sammeln. Doch was ändert das an seiner Situation? Nein, Petrus hat keine Almosen. Stattdessen bietet er ihm etwas an, worum ihn der Kranke nicht gebeten hat. Petrus fordert ihn auf: „Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!“ Tatsächlich, der Gelähmte steht auf und läuft. Er kommt wieder auf die Beine. Ist das nicht die viel bessere Hilfe als eine einmalige Spende? Petrus belässt den Mann nicht in seiner Abhängigkeit. In seiner Hilflosigkeit. Er zeigt ihm einen Ausweg. Es braucht jedoch beide Seiten dazu. Und genau darin liegt für mich die Besonderheit, ja der Respekt vor dem anderen. Petrus fordert den Gelähmten heraus: Steh auf. Geh umher. Bleib nicht in der Haltung, dass du nichts kannst. Komm wieder auf die Beine und steh auf eigenen Füßen. Die Entscheidung des Mannes spielt dabei eine große Rolle. Ohne seine eigene Zustimmung, geschieht kein Wunder. Das erfordert Mut. Allein die Bitte um Hilfe, kann etwas sehr Mutiges sein. Der Satz: Ich brauche Hilfe, zeugt von der Einsicht, es alleine nicht zu schaffen. Und von der Bereitschaft, Hilfe anzunehmen. Zudem wird damit auch das Vertrauen in das Gegenüber bezeugt. Ich traue dir zu, dass du mir helfen kannst. Allerdings kann es sein, dass ich von der Form der Hilfe überrascht werde. So wie es dem Gelähmten an der Schönen Pforte geschieht. Er bittet um Almosen. Anders als erwartet, bekommt er jedoch von Petrus ein aufrichtendes Wort. Im wahrsten und wundersamsten Sinne. Im Namen Jesu, steh auf! Das Wort des Petrus hat seinen Ursprung in der Kraft Jesu. Im Vertrauen auf dieses Wort richtet sich der Gelähmte auf und steht auf eigenen Beinen. Diesen Mut, um Hilfe zu bitten, wünsche ich mir. Und das Vertrauen, dass es jemanden gibt, der mir hilft. Sicherlich werde ich überrascht sein, dass meine eigenen Vorstellungen nicht immer erfüllt werden. Wahrscheinlich werden die Hilfsangebote meine Erwartungen sogar übertreffen und mich darin fördern, im Leben auf eigenen Beinen zu stehen. Eine respektvollere Liebe kann ich mir kaum vorstellen. Eine Liebe, die den anderen ernst nimmt und das Beste für den anderen will. Eine Liebe, wie ich sie bei Jesus finde. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Gesine Möller ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17369183.gif]

27 de jun de 20265 min
Portada del episodio Du strahlst heute!

Du strahlst heute!

Die Bibelstelle Epheser 5,8 – ausgelegt von Gesine Möller. An einem lauwarmen Sommerabend sitze ich auf dem Balkon. Es ist schon so dunkel, dass ich kein Buch mehr lesen kann, ohne das elektrische Licht einzuschalten. Ich schaue in Richtung Wiese, die direkt an einen Wald grenzt. Da traue ich meinen Augen kaum. Die Wiese beginnt zu leuchten. Lauter kleine, helle, gelb-grüne Punkte erstrahlen und erlöschen wieder. Dazu ein Konzert von Gezirpe. Es ist wieder so weit – die Grillen sind auf Partnersuche. Sie locken mit ihrem Licht und ihrer Musik ein Weibchen an. Wer am schönsten und hellsten leuchtet, hat beste Chancen auf Erfolg. Das Phänomen, dass Tiere leuchten können, nennt sich Biolumineszenz. Eine chemische Reaktion im Körper der Käfer führt zu diesem Leuchten. Das ist in der Fauna gar nicht so selten. Ja, sogar 76 Prozent aller Tiere im Ozean leuchten, so steht es in einem Beitrag von Liz Angley, der 2025 bei National Geographic veröffentlicht wurde. Das ist faszinierend. Das Leuchten erfüllt mehrere Zwecke: Partnersuche, Beute anlocken, Verständigung unter Seinesgleichen. Bei Menschen gibt es diese Fähigkeit nicht, obwohl es den Ausdruck gibt: Du strahlst ja heute! Es beschreibt einen Gesichtsausdruck, der davon zeugt, dass sich etwas sehr Schönes ereignet haben muss. Freude, Glück…irgendetwas in dieser Richtung. Das Strahlen kommt aus den Augen, dem Mund und der Körperhaltung. Auch dieses Strahlen bewirkt etwas. Einem strahlenden Menschen zu begegnen, führt oft dazu, dass auch das Gegenüber reflexartig zu strahlen beginnt. Im heutigen Bibelvers aus dem Epheserbrief, Kapitel 5,8 schreibt der Verfasser: „Denn ihr wart früher Finsternis, nun aber seid ihr Licht in dem Herrn.“ Jetzt habe ich schon erklärt, dass Menschen eigentlich nicht selbst leuchten können. Was sie aber können, ist die Eigenschaften und Wesenszüge Jesu Christi in sich wirken und aus sich herausströmen lassen. Das ist durch den Heiligen Geist möglich, den Christus in die Herzen der Menschen ausgießt. Dabei ist das Menschenherz wie ein Gefäß, so hat es der Zisterzienser Mönch Bernhard von Clairvaux beschrieben, das sich von Gott füllen lassen muss. Erst, wenn das Gefäß ganz gefüllt ist, kann es überfließen und zu anderen hinfließen. Erst, wenn ich selbst in Kontakt mit der lebendigen Quelle Jesus Christus in Verbindung gekommen bin, kann ich auch aus dieser Quelle schöpfen und für andere eine Inspiration, eine Tröstende, ein Zeugnis sein. Was in der Tierwelt funktioniert, geht bei mir nicht. Und soll auch gar nicht gehen. Ich soll mit der Licht-Quelle verbunden sein. Ich soll und brauche nicht aus eigener Kraft und Anstrengung versuchen, ein Licht hervorzubringen. Ganz im Gegenteil. Die paulinisch anklingende Formulierung „in dem Herrn“ besagt es eindeutig, dass der Ursprung für das Lichtsein nicht in mir selbst zu suchen und zu finden ist, sondern ausschließlich im Herrn. In dem Herrn, der von sich selbst sagt: „Ich bin das Licht der Welt.“ Christus ist die einzig wahre Quelle für Licht und Liebe, aus der das Leben strömt. An ihn angeschlossen sein, in seiner Liebe zu bleiben und seine Werke zu tun, ist meine Bestimmung. In seinem Licht wandeln heißt dann auch, mit Güte und Gerechtigkeit dem anderen ins Gesicht sehen. Das meint der zweite Teil des Verses: Wandelt als Kinder des Lichts. Die Wesenszüge und Eigenschaften Jesu Christi sind wie ein Erbgut, das meine Persönlichkeit prägen will. Als Kind Gottes trage ich dieses Potenzial in mir, wenn ich durch den Glauben an Christus eine neue Kreatur geworden bin. Wenn ich wiedergeboren bin. Mein Umgang mit mir und anderen ist dann durchleuchtet von Gottes Barmherzigkeit, Güte, Wahrheit und noch viel mehr. Vielleicht und bestimmt sagt mein Gegenüber dann auch zu mir: Du strahlst aber heute wieder! Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Gesine Möller ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17368851.gif]

26 de jun de 20264 min