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Nach Unwettern über Baden-Württemberg: Wie geht es weiter?

5 min · 16 de jul de 2026
Portada del episodio Nach Unwettern über Baden-Württemberg: Wie geht es weiter?

Descripción

In Teilen Baden-Württembergs haben Unwetter und Starkregen [https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/unwetter-mittwoch-starkregen-hagel-gewitter-100.html] zu umgestürzten Bäumen und überfluteten Straßen geführt. In Reutlingen musste die Feuerwehr am späten Nachmittag und Abend laut Polizei 17 Mal ausrücken. Dort waren auch Keller vollgelaufen. Verletzt wurde niemand. In Lichtenstein im Kreis Reutlingen ist im Dachstuhl eines Gebäudes ein Feuer ausgebrochen, nachdem dort ein Blitz eingeschlagen hat. Auch in der Bodenseeregion hatte es gestern wegen Unwettern viele Feuerwehreinsätze gegeben. UNWETTER BLEIBEN BIS ZUM WOCHENENDE "Ganz vorbei ist es noch nicht", sagt Meteorologe Hartmut Mühlbauer im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer. "Das geht noch bis Freitagabend und die Nacht auf Samstag hinein." Der Donnerstag verlaufe allerdings voraussichtlich anfangs eher ruhig. An den meisten Orten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz scheine den ganzen Tag die Sonne. Erst gegen Abend tauchten örtlich neue Gewitter [https://www.tagesschau.de/wetter/deutschland/wettervorhersage-deutschland-100.html] auf. Der Freitag sei dann verbreitet gewittrig und sehr schwül, örtlich mit neuer Unwettergefahr. VORHERSAGEN SEIEN ZUVERLÄSSIG – GERADE BEI GEWITTERN ABER SCHWIERIG Im Großen und Ganzen lieferten die Wetter-Modelle zuverlässige Vorhersagen [https://www.swr.de/swrkultur/wissen/ki-wettermodell-uerbertrifft-bisheriger-wetterprognosen-100.html], sagt Mühlbauer. Er räumt aber auch ein: "Gerade gestern waren diese Gewitter sehr kleinräumig. Da sind ein paar Hundert Meter entscheidend." Deswegen entstehe manchmal der Eindruck falscher Vorhersagen. Die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes erfolgten landkreisgenau – Landkreise seien aber mitunter recht groß. So könne es sein, dass in einem Ort schwerer Hagel niedergehe und einen Ort weiter gar nichts passiere.

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Portada del episodio Graffiti als Workshop – von der Brückenwand in die Klassenzimmer

Graffiti als Workshop – von der Brückenwand in die Klassenzimmer

In SWR Aktuell erzählt Milo, worauf es ihm bei der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern ankommt: "Jeder Workshop ist anders. Es kommt immer darauf an, was bemalt wird. Mir geht es darum, Eigenverantwortung mitzugeben. Ich fordere immer möglichst viel, ohne zu überfordern." Der Umweltschutz ist dabei für Milo ein großes Thema. Schließlich ist er gelernter Umweltingenieur, auch wenn er inzwischen die meiste Zeit der Street Art widmet. "Graffiti wird umweltverträglich, indem man zum Beispiel Wandfarbe nimmt und nicht nur die Sprühdose." GRAFFITI KANN JEDER Wichtig sei aber, dass man sich an die "ungeschriebenen Regeln" hält. Das bedeutet, "nicht einfach in irgendwelche schon vorhandenen Bilder hineinzusprühen, sondern sich seiner Qualität unterordnet. Sonst wird man rausgemobbt." Denn Arroganz und Selbstüberschätzung seien Eigenschaften, die die Sprüher-Szene nicht verzeiht. GRAFFITI IST EIN LEBENSGEFÜHL Zur Street Art gehört neben der Kunst auch die Mode und die Musik sowie eine bestimmte Lebenseinstellung. Das gilt auch dann noch, wenn man im Hauptberuf Grafitti-Künstler ist, betont Milo im Gespräch mit SWR-Aktuell Moderatorin Ulrike Alex. "Grafitti ist verankert in der Hip Hop-Kultur und dennoch sind nicht alle Sprayer Hip Hopper. Ich bin ehrenamtlich in einem Hip Hop-Verein in Stuttgart, in dem ich den Graffiti-Part übernehme. In der Szene gibt es große Überschneidungen."

16 de jul de 20265 min
Portada del episodio Nach Unwettern über Baden-Württemberg: Wie geht es weiter?

Nach Unwettern über Baden-Württemberg: Wie geht es weiter?

In Teilen Baden-Württembergs haben Unwetter und Starkregen [https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/unwetter-mittwoch-starkregen-hagel-gewitter-100.html] zu umgestürzten Bäumen und überfluteten Straßen geführt. In Reutlingen musste die Feuerwehr am späten Nachmittag und Abend laut Polizei 17 Mal ausrücken. Dort waren auch Keller vollgelaufen. Verletzt wurde niemand. In Lichtenstein im Kreis Reutlingen ist im Dachstuhl eines Gebäudes ein Feuer ausgebrochen, nachdem dort ein Blitz eingeschlagen hat. Auch in der Bodenseeregion hatte es gestern wegen Unwettern viele Feuerwehreinsätze gegeben. UNWETTER BLEIBEN BIS ZUM WOCHENENDE "Ganz vorbei ist es noch nicht", sagt Meteorologe Hartmut Mühlbauer im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer. "Das geht noch bis Freitagabend und die Nacht auf Samstag hinein." Der Donnerstag verlaufe allerdings voraussichtlich anfangs eher ruhig. An den meisten Orten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz scheine den ganzen Tag die Sonne. Erst gegen Abend tauchten örtlich neue Gewitter [https://www.tagesschau.de/wetter/deutschland/wettervorhersage-deutschland-100.html] auf. Der Freitag sei dann verbreitet gewittrig und sehr schwül, örtlich mit neuer Unwettergefahr. VORHERSAGEN SEIEN ZUVERLÄSSIG – GERADE BEI GEWITTERN ABER SCHWIERIG Im Großen und Ganzen lieferten die Wetter-Modelle zuverlässige Vorhersagen [https://www.swr.de/swrkultur/wissen/ki-wettermodell-uerbertrifft-bisheriger-wetterprognosen-100.html], sagt Mühlbauer. Er räumt aber auch ein: "Gerade gestern waren diese Gewitter sehr kleinräumig. Da sind ein paar Hundert Meter entscheidend." Deswegen entstehe manchmal der Eindruck falscher Vorhersagen. Die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes erfolgten landkreisgenau – Landkreise seien aber mitunter recht groß. So könne es sein, dass in einem Ort schwerer Hagel niedergehe und einen Ort weiter gar nichts passiere.

16 de jul de 20265 min
Portada del episodio Online-Informationssystem: NIWIS warnt bundesweit vor Wasserknappheit

Online-Informationssystem: NIWIS warnt bundesweit vor Wasserknappheit

Jörg Uwe Belz ist Hydrologe an der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz. Die Behörde ist für das Portal mit der Abkürzung NIWIS maßgeblich verantwortlich. In SWR Aktuell erklärt er, wie das Niedrigwasser-Informationssystem funktioniert: "Niwis liefert online einen bundesweiten Überblick über die Situation der Gewässer und des Grundwassers. Dargestellt werden die aktuellen Messwerte einer Unzahl von Stationen. Und diese Werte werden eingeordnet, damit man das als Laie auch verstehen kann. Zum Beispiel: Der Wasserstand des Rheins ist gerade sehr niedrig" WARUM EIN WASSERENTNAHMEVERBOT EINGEHALTEN WERDEN MUSS Das Informationssystem zeigt den Kommunen an, wann übermäßiger Wasserverbrauch, etwa das Befüllen des privaten Pools oder den Rasen zu wässern, unterbleiben soll. In diesem Fall würde ein Verbot der Wasserentnahme ausgesprochen. Das geschah zuletzt in 80 Landkreisen. Das Verbot zu missachten, kann teuer werden: "Bis zu 100.000 Euro Strafe kann das kosten. Denn das hätte ökologische Folgen, weil Gewässer ein Lebensraum sind." Wenn Gewässer sich zu stark erwärmen oder gar austrocknen, kann es zum Fischsterben kommen. Und natürlich bedeutet Niedrigwasser auch wirtschaftliche Einbußen, etwa für die Binnenschifffahrt. "Wir haben dann außerdem Probleme bei der Energieerzeugung mit Wasserkraft." WIE NIEDRIGWASSER VORGEBEUGT WERDEN KANN  Es kann aber auch sein, dass zu viel Regen fällt. Viel Wasser fließt an der Oberfläche ab. "Man muss deshalb den Landschaftshaushalt robuster machen. Das Regenwasser muss in der Fläche zurückgehalten werden. Ein Weg ist die Renaturierung von Mooren. Die können in sehr hohem Maße Wasser speichern. Wir könnten auch mit der Wiederbelebung von Altarmen begradigter Flüsse Wasser zurück in die Landschaft bringen." Es gibt also eine Vielzahl an Möglichkeiten. „Wichtig ist, dass sie auch angewandt werden“, sagt Jörg Uwe Belz im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Christian Rönspies.

Ayer6 min
Portada del episodio Jugend und Social Media: "Manche empfinden das als Zeitverschwendung"

Jugend und Social Media: "Manche empfinden das als Zeitverschwendung"

Die EU plant einen strengen und gestaffelten Schutz für Jugendliche in den Sozialen Medien. Minderjährige sollen vor Suchtgefahren und schädlichen Inhalten bewahrt werden. Unter 13 Jahren sollen Kinder nur unter Aufsicht der Eltern und zu pädagogischen Zwecken Zugang bekommen. Darüber soll es davon abhängen, inwieweit Plattformen nachweislich für Sicherheit sorgen. Risikoreiche Dienste sollen erst ab 15 oder 16 Jahren erlaubt sein. Vor diesem Hintergrund hat eine Studie untersucht, wie sich Soziale Medien auf das Wohlbefinden von Jugendlichen auswirken. Daran hat auch der SWR teilgenommen. Sabine Feierabend von der SWR Medienforschung in SWR Aktuell: "Manche Jugendlichen sagen, sie hätten mit Social Media Zeit vertrödelt und sie fühlen sich schlecht, weil sie ihren anderen Aufgaben nicht nachgekommen sind." Dabei mache es einen Unterschied, welche Plattformen die Jugendlichen nutzen. "Da gibt es TikTok, Instagram, Snapchat, die für viele Jugendliche eine hohe Bedeutung haben. Und bei den Plattformen, die den Jugendlichen nach eigenem Bekunden nicht guttun, da liegt TikTok auch ganz vorn", sagt die Medienforscherin im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex.

Ayer4 min
Portada del episodio Tabaksteuer erhöhen zur Raucherabschreckung: Was hat das in anderen Ländern gebracht?

Tabaksteuer erhöhen zur Raucherabschreckung: Was hat das in anderen Ländern gebracht?

> Tabaksteuererhöhungen sind eines der wirksamsten Mittel im Kampf gegen das Rauchen. > > > Quelle: Sabina Ulbricht, Präventionsforscherin SWR Aktuell: Es gibt ja schon viele andere Länder, zum Beispiel Frankreich, in denen die Schachtel Zigaretten mehr als 10 Euro kostet. Wie erfolgreich sind die denn mit dieser Strategie? Sabina Ulbricht: Grundsätzlich sind Tabaksteuererhöhungen eines der wirksamsten Mittel im Kampf gegen das Rauchen, insbesondere wirksam, um den Einstieg bei Kindern, Jugendlichen und auch jungen Erwachsenen zu verhindern. Das ist ja ein wichtiges Ziel, wenn wir daran denken, dass bei uns in Deutschland jeder Fünfte im Alter ab 15 Jahren raucht. Und in anderen Ländern ist es gelungen. Sie haben Frankreich genannt, die stehen noch am Anfang ihres Weges, aber wenn wir mal auf das Vereinigte Königreich, also auf Großbritannien zum Beispiel schauen, oder auch die Niederlande [https://www.bvte.de/de/presse/pressemitteilung/niederlande-und-frankreich-als-warnsignal-warum-deutschland-jetzt-eine-verantwortungsvolle-tabaksteuerpolitik-braucht], die seit mehr als 10 Jahren erfolgreich viele Maßnahmen umgesetzt haben, sieht man eben dort einen deutlichen Rückgang des Rauchens. > Die bisherigen Maßnahmen sind einfach noch nicht ausreichend. > > > Quelle: Sabina Ulbricht, Aktionsbündnis "Nichtrauchen" SWR Aktuell: Auch in Deutschland sind die Preise in den vergangenen Jahren ja schon gestiegen für Zigaretten, für Tabak. Rauchen wurde immer teurer. Trotzdem ist zum Beispiel der Anteil der Jugendlichen, die rauchen, zuletzt wieder gestiegen. Warum ist der Preis da offenbar nicht unbedingt abschreckend? Ulbricht: Nun muss man erstmal sagen, dass der Anstieg, den wir jetzt gesehen haben, der erste seit einigen Jahren ist. Das ist ein relativ geringer Anstieg, aber wir sollten den dennoch ernst nehmen. Er zeigt ja letztlich auch, dass die Maßnahmen, die wir bisher durchgeführt haben, einfach noch nicht ausreichend sind. Und da sind Tabaksteuererhöhungen eben eine Maßnahme, aber wir müssen natürlich auch weitere Maßnahmen hier bei uns noch einführen. Und das ist in Deutschland bisher noch nicht gelungen. > Einheitsverpackungen beinhalten keine Logos und Brands mehr, sondern sind hässlich und unattraktiv gestaltet. > > > Quelle: Sabina Ulbricht, Präventionsforscherin SWR Aktuell: Welche Maßnahmen fordern Sie da konkret? Ulbricht: Eine der weiteren Maßnahmen, die sehr erfolgversprechend sind, sind die sogenannten Einheitsverpackungen [https://www.dkfz.de/fileadmin/user_upload/Krebspraevention/Download/pdf/PB/PB_2025_Plain-Packaging.pdf], die viele Länder in Europa schon umgesetzt haben, Finnland zum Beispiel, Belgien, Frankreich oder auch die Niederlande. Und diese Einheitsverpackungen, die beinhalten eben keine Logos mehr, keine Brands mehr, sondern die sind relativ, ich sag mal hässlich, unattraktiv gestaltet und das nicht nur für Zigaretten, sondern eben auch für E-Zigaretten, die ja bei uns besonders bunt und poppig und stylish daherkommen und daher eine große Anziehungskraft eben auch auf Kinder und vor allem auch auf Jugendliche haben. Und da sind andere Länder gerade mit diesem sogenannten „Plain Packaging“ vorgeprescht. Eine nächste Maßnahme ist auch das Verbot von Werbung über Social Media, zum Beispiel gerade im Bereich E-Zigaretten, aber eben auch Zigarettenwerbung, was bei uns überhaupt noch nicht gut und konsequent kontrolliert und umgesetzt ist. SWR Aktuell: Jetzt ist ja gerade auch schon rausgekommen, dass es da sehr unterschiedliche Regelungen je nach Land gibt, auch innerhalb der EU, die Steuersätze sind unterschiedlich. Müsste es da nicht eine einheitliche Steuer zum Beispiel geben? Ich kann als Raucher einfach sagen, gut, dann fahr ich halt nach Osteuropa und kauf mir da die Stange Kippen billig. Ulbricht: Absolut, das ist auch was, was zum Beispiel die Niederlande, die da wie gesagt seit den letzten 10 Jahren sehr erfolgreich sind, fordern: letztlich ein einheitliches Steuer-, eben aber eben auch Preisniveau. Und da liegen wir sozusagen im Mittelfeld, wir liegen auch mit den Erhöhungen zum Beispiel, die Sie vorhin angesprochen haben, bei 12 Euro in ein paar Jahren, ungefähr in dem Preissegment, wo Frankreich jetzt schon liegt. Das ist nicht exorbitant, sondern wir sind da noch im Mittelfeld. Und ein ganz wichtiges Thema, was die Niederländer auch voranbringen wollen, ist das Aromenverbot in E-Zigaretten. Und das ist ein ganz wichtiger Fakt, den wir auch als „Aktionsbündnis Nichtrauchen“ fordern, zusammen mit vielen Fachgesellschaften. Das muss man wissen, die Aromen, die in den E-Zigaretten, in den sogenannten Liquids enthalten sind, die sind für den oralen, ja, für den verzehrmäßigen Gebrauch dieser Aromen bestimmt, aber nicht für die Inhalation. Und wir sehen diese negativen Wirkungen und deswegen ist das eine ganz, ganz wichtige Stellschraube, das Aromenverbot für E-Zigaretten durchzusetzen.

Ayer4 min