ERF Plus - Wort zum Tag
Die Bibelstelle Jesaja 25,4 – ausgelegt von Andreas Odrich. Pass auf, was du dir morgens als Erstes für Gedanken reinziehst, sie werden tagsüber dein Handeln bestimmen. So hat mir kürzlich ein Social-Media-Influencer geraten, dessen Weisheiten ich mir morgens, na, Sie wissen schon wo, reingezogen habe. Recht hast du, habe ich mir gedacht. Denn die Frage, wie starte ich in den Tag, ist in unserer Medienwelt aus dem Ruder gelaufen. Viele geben unumwunden zu: direkt nach dem Aufwachen wird erstmal gescrollt. Und so prasseln belanglose Filmchen, kurzlebige Gags und jede Menge News und Fakenews auf mich ein, bringen mich in Rage, damit ich mich empöre, teile, like, Klickzahlen in die Höhe treibe und am Ende mies gelaunt in den Tag starte. Da hat der Influencer wirklich recht. Das, was wir zuerst sehen, bestimmt unseren Tag, und schließlich unser gesamtes Denken und Handeln. Persönlich und auch als gesamte Gesellschaft mit Hass, Hetze stetig wachsender Polarisierung und Radikalisierung im Schlepptau. Gut, dass es Alternativen gibt. Wie zum Beispiel die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine. Jeden Tag zwei Bibelverse als Richtschnur und Orientierung. Ganz schlicht. Und die haben es oft in sich. Da steht zum Beispiel für heute: „Herr, du bist der Armen Schutz gewesen in der Trübsal, eine Zuflucht vor dem Ungewitter, ein Schatten vor der Hitze, wenn die Tyrannen wüten.“ Was für ein Kontrast zu allen Untergangsszenarien auf Social Media. Der Vers stammt vom Propheten Jesaja. Aufgeschrieben in einer Zeit, als das alte Volk Israel von allen Seiten bedrängt und von seinen Feinden geradezu eingekreist war. Doch statt seiner Wut freien Lauf zu lassen, richtet Jesaja den Fokus auf Gott, auf sein Wirken und Handeln. Jesaja vergegenwärtigt sich und mir als Leser: • Gott hilft. • Die Armen und Verfolgten sind ihm nicht egal. • Gott gewährt Schutz. Gerade in unseren Tagen, in denen sich die schlechten Nachrichten aus der Weltpolitik überschlagen, und in denen die Probleme vor der eigenen Haustür nicht kleiner werden, ruft mich Jesaja zu einer Neuausrichtung auf Gott. In diesem Vers sind nicht Wut und Empörung die Antwort auf die Probleme. Die Antwort ist stattdessen Gottes Gnade und Barmherzigkeit. Arme, Unterdrückte und Bedrängte werden von Gott nicht im Stich gelassen, er verdrängt sie nicht, weil sie in seinen Augen Versager sind, er schützt und verteidigt sie hingegen. Von Christen und auch von Politikern, die sich christlich nennen, wünsche ich mir daher dringend, dass sie dies spürbar zu ihrer Handlungsmaxime machen. Und auch ich will mich an die eigene Nase fassen und neu daran ausrichten: • Ich möchte mein Gottvertrauen nicht einrosten lassen. • Ich will mir immer wieder vergegenwärtigen, dass Gott seine Hilfe anbietet, und dass er die entscheidende Instanz über allem ist. • Ich will mir aber auch immer wieder neu vergegenwärtigen: bei Gott geht es nicht darum auf Arme, Unterdrückte und Bedrängte herabzusehen, sondern ihnen in ihrer Not zu helfen. Ich bin überzeugt, dass die Neuausrichtung auf Gott und seine Maßstäbe entscheidend dazu beitragen können, das Klima in unserer Gesellschaft positiv zu verändern. Sie gehören wirklich jeden Morgen neu und als Erstes in meinen Kopf. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Andreas Odrich ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17376786.gif]
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