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Konfliktreiche Coming-of-Age in Indonesien: „Bellende Katzen“ von Eka Kurniawan

12 min · Ayer
Portada del episodio Konfliktreiche Coming-of-Age in Indonesien: „Bellende Katzen“ von Eka Kurniawan

Descripción

SCHLÄFRIG ZUM ERSTEN MORGENGEBET Jeden Tag klopft der Vater an Sato Reangs Zimmertür. Draußen ist es noch dunkel, doch der Junge muss mit in die Moschee zum ersten Morgengebet. Wie Sato Reang das hasst! Überhaupt ist Schluss mit Kindheit, seit er beschnitten wurde. Er soll ein frommer Junge werden. Der Vater zerstört den Fußball und den Stoffaffen. Jetzt ist Schluss mit lustig. DER ERFOLG DES EKA KURNIAWAN Sato Reang wächst im westlichen Java auf. Von dort stammt auch der Autor Eka Kurniawan. Kurniawan wurde 1975 in Tasikmalaya geboren, auch genannt „the City of a Thousand Pesantrens“. Pesantrens sind Koran-Internate. Eka Kurniawan weiß also, wovon er schreibt. Heute lebt er in der Hauptstadt Jakarta und ist einer der wenigen indonesischen Autoren, die international erfolgreich sind. „Bellende Katzen“ ist sein dritter Roman, der ins Deutsche übersetzt wurde. Außerdem liegen sein Debüt „Schönheit ist eine Wunde“ und der Roman „Tigermann“ auf Deutsch vor. KRITIK AM STRENG REGELKONFORMEN ISLAM Indonesien ist das Land mit der größten muslimischen Bevölkerung weltweit. Trotzdem spielt der Islam erst in Eka Kurniawans neuem Roman „Bellende Katzen“ eine Rolle. Jetzt allerdings die Hauptrolle! Darin erleben wir Sato Reang zunächst als kleinen Jungen, der seinen Kinderangelegenheiten nachgeht. Das klingt ein bisschen wie in René Goscinnys [https://www.swr.de/kultur/literatur/rene-goscinny-100-jahre-asterix-lucky-luke-100.html] „Der kleine Nick“. Mit der Beschneidung aber soll Sato ein „frommes Kind“ werden. Dadurch entwickelt er eine unheimliche Wut. „Ich lese den Roman als Kritik am fundamentalen, streng regelkonformen Islam, der mit der streng religiösen Erziehung sehr früh beginnt“, sagt SWR-Literaturredakteurin Anja Brockert. Zugleich lässt der Roman offen, ob es besser ist, regelmäßig zu beten oder das Beten sein zu lassen. Darin liegt seine große Stärke. FRISCH UND PRÄGNANT ÜBERSETZT „Der Roman ist aber kein Buch, das sich nur an Menschen richtet, die im Islam zu Hause sind“, betont Anja Brockert. Es ist eine Coming-of-age-Geschichte, die jeder gut lesen kann, auch weil der Autor Sato Reangs Entwicklung „psychologisch gut und überzeugend hergeleitet“ hat. Überhaupt liest sich der Roman sehr gut. „Der Roman klingt frech und auch bildreich, manchmal etwas märchenhaft, sehr umgangssprachlich“, so Brockert. „Auch die die deutsche Übersetzung von Sabine Müller liest sich nicht nur sehr flüssig, sondern auch frisch und prägnant.“

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Portada del episodio Die Autorin Anne Weber empfiehlt Robert Walser

Die Autorin Anne Weber empfiehlt Robert Walser

DER AUTOR ALS STREUNER „Edith liebt ihn. Hiervon nachher mehr.“ – So beginnt Robert Walsers Roman „Der Räuber“. Den Roman verfasste Walser schon 1925 in mikroskopisch kleiner Kurrentschrift, veröffentlicht aber wurde er erst 1972. Der darin auftretende Räuber ist ein mittelloser Schweizer Schriftsteller, der in den Tag hineinlebt, mit den Frauen Edith und Wanda bekannt ist und sich mit kleinen Jobs über Wasser hält. EINE HERRLICHE ZUSAMMENHANGLOSIGKEIT Der Roman thematisiert das Schreiben selbst, erinnert etwa immer wieder daran, was noch zu erzählen sein wird. Zugleich ergeht sich der Text in zahlreichen Abschweifungen. „Ich bin entzückt und erstaunt über die Freiheit und Unerschrockenheit der Erzählweise Robert Walsers, auch über seine Sprunghaftigkeit“, sagt Anne Weber auf SWR Kultur. Sie selbst habe als Autorin bei Walser gelernt, „dass zwei Sätze, die aufeinander folgen, gar nichts miteinander zu tun haben müssen, auch keinen logischen Zusammenhang.“ Gerade aus dieser Zusammenhangslosigkeit entstehe „eine ungeheure Komik“.

Ayer1 min
Portada del episodio Konfliktreiche Coming-of-Age in Indonesien: „Bellende Katzen“ von Eka Kurniawan

Konfliktreiche Coming-of-Age in Indonesien: „Bellende Katzen“ von Eka Kurniawan

SCHLÄFRIG ZUM ERSTEN MORGENGEBET Jeden Tag klopft der Vater an Sato Reangs Zimmertür. Draußen ist es noch dunkel, doch der Junge muss mit in die Moschee zum ersten Morgengebet. Wie Sato Reang das hasst! Überhaupt ist Schluss mit Kindheit, seit er beschnitten wurde. Er soll ein frommer Junge werden. Der Vater zerstört den Fußball und den Stoffaffen. Jetzt ist Schluss mit lustig. DER ERFOLG DES EKA KURNIAWAN Sato Reang wächst im westlichen Java auf. Von dort stammt auch der Autor Eka Kurniawan. Kurniawan wurde 1975 in Tasikmalaya geboren, auch genannt „the City of a Thousand Pesantrens“. Pesantrens sind Koran-Internate. Eka Kurniawan weiß also, wovon er schreibt. Heute lebt er in der Hauptstadt Jakarta und ist einer der wenigen indonesischen Autoren, die international erfolgreich sind. „Bellende Katzen“ ist sein dritter Roman, der ins Deutsche übersetzt wurde. Außerdem liegen sein Debüt „Schönheit ist eine Wunde“ und der Roman „Tigermann“ auf Deutsch vor. KRITIK AM STRENG REGELKONFORMEN ISLAM Indonesien ist das Land mit der größten muslimischen Bevölkerung weltweit. Trotzdem spielt der Islam erst in Eka Kurniawans neuem Roman „Bellende Katzen“ eine Rolle. Jetzt allerdings die Hauptrolle! Darin erleben wir Sato Reang zunächst als kleinen Jungen, der seinen Kinderangelegenheiten nachgeht. Das klingt ein bisschen wie in René Goscinnys [https://www.swr.de/kultur/literatur/rene-goscinny-100-jahre-asterix-lucky-luke-100.html] „Der kleine Nick“. Mit der Beschneidung aber soll Sato ein „frommes Kind“ werden. Dadurch entwickelt er eine unheimliche Wut. „Ich lese den Roman als Kritik am fundamentalen, streng regelkonformen Islam, der mit der streng religiösen Erziehung sehr früh beginnt“, sagt SWR-Literaturredakteurin Anja Brockert. Zugleich lässt der Roman offen, ob es besser ist, regelmäßig zu beten oder das Beten sein zu lassen. Darin liegt seine große Stärke. FRISCH UND PRÄGNANT ÜBERSETZT „Der Roman ist aber kein Buch, das sich nur an Menschen richtet, die im Islam zu Hause sind“, betont Anja Brockert. Es ist eine Coming-of-age-Geschichte, die jeder gut lesen kann, auch weil der Autor Sato Reangs Entwicklung „psychologisch gut und überzeugend hergeleitet“ hat. Überhaupt liest sich der Roman sehr gut. „Der Roman klingt frech und auch bildreich, manchmal etwas märchenhaft, sehr umgangssprachlich“, so Brockert. „Auch die die deutsche Übersetzung von Sabine Müller liest sich nicht nur sehr flüssig, sondern auch frisch und prägnant.“

Ayer12 min
Portada del episodio Heinrich Manns Urenkelin legt ihr Debüt vor mit „Zeppelin und Karpfen“

Heinrich Manns Urenkelin legt ihr Debüt vor mit „Zeppelin und Karpfen“

West-Berlin im kalten Februar 1988. In ihrem Debütroman „Zeppelin und Karpfen“ erzählt Hannah Mann von einer Familie in der ummauerten Stadt. Mann wuchs selbst in West-Berlin auf, und ihre Romanfamilie hat Ähnlichkeiten mit ihrer eigenen: Der Vater floh aus der Tschechoslowakei, die Mutter aus Polen. Beide kamen nach West-Berlin und gründeten dort eine Familie. Wer im Roman keine Rolle spielt: Heinrich Mann [https://www.swr.de/kultur/geschichte/zeitwort-20251205-thomas-mann-schreibt-seinem-bruder-heinrich-100.html], Hannah Manns berühmter Autoren-Urgroßvater. BEI UNS DENKT JEDER, ER KÖNNE SCHREIBEN „Es kursiert das Gerücht, dass bei uns in der Familie jeder denkt, er könne schreiben oder sollte es mal probieren. Das hat mich immer eher abgeschreckt“, sagt Hannah Mann im Gespräch mit SWR Kultur. Als in ihrem Leben Pandemie und Elternzeit zusammenfielen, tastete sie sich aber doch ans Schreiben heran. „Wir waren zu zweit zu Hause mit einem Kind, und da hatte ich die Zeit und die Freiheit, ein bisschen herumzuprobieren“, erinnert sie sich. „Die Sachen, die ich da geschrieben habe, haben mir gut gefallen. Und dann kam der Wunsch, das weiterzuentwickeln.“ DIE GROSSMUTTER VERSCHWINDET UND WILL NACH HAUSE So entstand ihr erster Roman „Zeppelin und Karpfen“. Darin erzählt Hannah Mann die Geschichte der Familie Vrábel in Form eines ruhigen, poetischen Drei-Generationen-Romans. Im Zentrum steht Erzählerin Suzanna, die mit Mann Arthur und Tochter Daria zusammenlebt. Häufige Besuche gelten Arthurs Eltern, die ebenfalls in West-Berlin wohnen. Doch plötzlich verschwindet die Großmutter. Verwirrt und voller Heimweh nach ihrer russischen Heimat streunt sie durch die Stadt. Die Familie macht sich auf die Suche nach ihr. Auch ein Recherche-Abstecher ins Zeppelinmuseum Friedrichshafen gehört dazu. AUTOBIOGRAPHISCHE KETTENMIGRATION Die Großmutter stammt ursprünglich aus Russland, ist nach Polen gegangen und von dort mit ihrem polnischen Mann nach Berlin. „Migration spielt eine große Rolle in meiner Familie, auch so eine Form von Kettenmigration“, sagt Hannah Mann über die familienbiographische Inspiration für ihr Debüt. Ihr eigener Vater wiederum stammt – wie Romanvater Arthur – aus der Tschechoslowakei. Er ist der Sohn von Heinrich Manns einziger Tochter Leonie, die aus der Verbindung mit der tschechischen Schauspielerin Maria Kanová hervorging. Die Familienlinie väterlicherseits spielt in „Zeppelin und Karpfen“ keine Rolle. In die ausufernde Mann-Forschung möchte Hannah Mann auch nicht einsteigen, aber: „Ich beginne gerade, mir die Geschichte der Manns mal anzuschauen“, verrät sie auf SWR Kultur.

Ayer20 min
Portada del episodio Im Treibsand der Vergangenheit

Im Treibsand der Vergangenheit

Womöglich gilt für Kindheiten, was Tolstoi für Familien erkannte: Alle sind auf ähnliche Weise glücklich, jede aber auf ihre eigene Art unglücklich. Die indische Schriftstellerin Sara Rai hat es gut getroffen, indem sie 1956 in eine Familie der oberen Mittelschicht hineingeboren wurde. Sie ist das jüngste von fünf Kindern, der Vater ist Hindu, die Mutter Muslimin. Der Vater ist Verleger und Kritiker, auch die Mutter schreibt, alle lesen. Eine bildungsbürgerliche Familie wie aus dem Bilderbuch. Über allen thront der Großvater in Gestalt des indischen Nationaldichters Munshi Premchand. „In unserem recht wohlsituierten Haushalt hielt man große Stücke darauf, arm zu sein. Es galt der unausgesprochene Glaubenssatz, Armut sei spirituell irgendwie erhaben. Das hing mit den Idealen meines Großvaters zusammen, die von der nachfolgenden Generation fraglos übernommen wurden, so auch von meinem Vater.“ „Premchand hatte das kärgliche Leben eines einfachen Schullehrers geführt, der in den frühen Morgenstunden oder noch in der Nacht aufgestanden war, um im funzeligen Licht einer Öllampe die Geschichten aufzuschreiben, die später viele Bände füllen würden.“ ENGE VERBINDUNG ZU MAHATMA GANDHI Dieses kuriose Verhalten fußt auf der engen Verbindung der Familie zu Mahatma Gandhi und seinen Grundsätzen. Der schreibende Großvater, im ganzen Land bekannt, hat die Enkeltochter geprägt. In ihrem 2023 im Original erschienenen Buch „Raw Umber“ geht sie diesen Prägungen nach. Es handelt sich um eine Art Sara-Rai-Lesebuch, das verschiedene, teilweise auch andernorts schon publizierte Texte enthält. Im Anhang befinden sich zudem vier Geschichten ihrer schreibenden Verwandten. Wie alle Erinnerungsbücher lebt auch dieses von den Lücken, die sich in der eigenen Erinnerung auftun. Dichtung und Wahrheit. Sara Rai ist eine gewiefte Autorin und sich dieser Unsicherheiten natürlich bewusst. > Die Grenze zwischen Erinnerung und Fiktion verschwimmt immer wieder. Es gibt Dinge, an die ich mich erinnere, und andere, an die ich mich zu erinnern glaube. Im Treibsand der Vergangenheit bewegt sich der Untergrund mit. > > > Quelle: Sara Rai – Raw Under ES RIECHT FROMM UND NACH VERGORENER MILCH Sara Rai wohnt heute wieder in ihrem Elternhaus in Allahabad im Norden Indiens, das längst zu einem Geisterhaus geworden ist, in dem die Toten spuken. Hier lässt sie ihre Anfänge Revue passieren, erinnert sich an die 60er Jahre, in denen das Land den Schwung verliert, den die Unabhängigkeit von den Briten verliehen hat. Flora und Fauna sorgen für paradiesische Zustände, in denen Sara Rai das Elend der Welt ausblenden kann. Ihr Großwerden inmitten üppiger Schönheit beschreibt sie so, dass man meint, Teil davon zu sein. Dabei gelingen ihr immer wieder Formulierungen, die man sich notieren möchte. Ein Regal mit hinduistischen Göttern im elterlichen Wohnzimmer riecht bei ihr fromm und nach vergorener Milch. Die knochigen Hände einer alten Frau fühlen sich wie ein kalter Schlüsselbund an. Bemerkenswert ist, dass die Autorin dieses Buch auf Englisch geschrieben hat, obwohl sie sonst auf Hindi schreibt. Ihre Spracherziehung nimmt großen Raum ein, sowohl der Sprachstolz der Familie als auch das selbstverständliche Lesen englischer Literatur. Wie in Indien üblich, wächst sie mehrsprachig auf. „Ich wuchs mit Hindustani auf, einer Mischung aus Hindi und Urdu, die bei uns zu Hause gesprochen wurde. In der English Medium School, die ich besuchte, war es verboten, Hindi zu sprechen, und Verstöße wurden bestraft. Daheim wiederum genierten wir uns, Englisch zu sprechen. Ich wusste nicht, welches meine ‚erste‘ Sprache war.“ DIE KATHERINE MANSFIELD DER HINDI-LITERATUR Dass Sara Rais Name hierzulande weniger bekannt ist als der anderer indischer Autorinnen und Autoren liegt auch an dem Umstand, dass sie sonst überwiegend auf Hindi schreibt. Doch aus dem Hindi werden weit weniger Bücher ins Deutsche übersetzt als aus dem Englischen. An dieser Stelle sei auf ihren ebenfalls im Draupadi Verlag verlegten, von Johanna Hahn übersetzten Band „Im Labyrinth“ verwiesen. Einer der besten Texte ihres neuen Buches findet sich in einer ursprünglichen Version auch schon darin. Sein neuer Titel lautet „Die Crux mit dem Schreiben“. „‚Katherine Mansfield. Du wirst die Katherine Mansfield der Hindi-Literatur sein.‘ Mein Vater sprach langsam und betonte jedes Wort. Er schien auf eine innere Stimme zu hören. ‚Los, schreib es auf‘, drängte er, wie in Sorge, er könnte die zehn Wörter vergessen, wenn sie nicht sofort zu Papier gebracht würden.“ > Seine Augen waren auf den Stift gerichtet, der unentschlossen über meinem Notizbuch hing. Wollte er wirklich von mir, dass ich das aufschrieb? Es war ein ganz gewöhnlicher Tag, und ich erinnere mich bis heute an ihn. > > > Quelle: Sara Rai – Raw Under EIN BISSCHEN SO WIE BEI DEN MANNS Was klingt wie eine schöne Ermutigung zeugt gleichzeitig von einem ungeheuren Erwartungsdruck. Die vielen Schreibenden im Hause Rai erinnern an die Familie Mann. Der Verfall der Rai-Familie wiederum erinnert an Thomas Manns [https://www.swr.de/kultur/literatur/betrachtung-eines-politischen-wer-war-thomas-mann-100.html] „Buddenbrooks“. Auffällig bleibt, dass Sara Rai wenig über ihr Privatleben als erwachsene Frau preisgibt. Ihre eindrücklichsten Schilderungen gelten ihrem alt gewordenen Vater und einem ihrer Brüder, dem schwarzen Schaf der Familie. Er interessiert sich mehr für schicke Schuhe als für Bücher und findet ein tragisches Ende. Daneben erfahren wir von der persönlichen Genese einer Schriftstellerin, von ihrer frühen Lesesucht und ihren Roman-Vorlieben. Als Kind hat sie alles von Enid Blyton verschlungen. Bücher einer Autorin der ehemaligen britischen Kolonialmacht also. Manchmal verzettelt sich Rai auch in ihren eigenen Erinnerungen, meist aber erzählt sie klar und aufregend von einer ungewöhnlichen Autorendynastie und ihren Produktionsbedingungen.

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