Meilensteine - Alben, die Geschichte machten
"Purple Rain" von Prince gilt als sein großes Meisterwerk, auch wenn er mit anderen Alben wie zum Beispiel "Sign O' The Times" [https://www.swr.de/swr1/rp/meilensteine/prince-sign-o-the-times-swr1-meilensteine-100.html] ebenfalls sehr erfolgreich gewesen ist. Für den Auftritt beim SWR Podcastfestival in Mannheim am 12. April 2026 hat sich das Team der Meilensteine dieses legendäre Album ausgesucht, weil sich im April der Todestag von Prince zum 10. Mal jährt. Am 21. April 2016 gegen 19 Uhr abends hat sich die Meldung vom plötzlichen Tod des Megastars wie ein Lauffeuer in der deutschen Medienlandschaft verbreitet. Außerdem haben wir für diese Folge wundervolle Gäste zu uns in die Alte Feuerwache nach Mannheim eingeladen, die eine sehr persönliche (und professionelle) Verbindung zu Prince hatten und haben. Und auch das Publikum hat die Auswahl dieses Albums für unsere Liveaufzeichnung dankend aufgenommen und uns mit einem ausverkauften Saal belohnt! MIT "PURPLE RAIN" VERÄNDERT SICH VIELES FÜR PRINCE Zum einen kann Prince sein Management und das Label überzeugen, dass "Purple Rain" nicht nur ein Album wird, sondern auch ein Film. An der Idee eines Films hatte der Künstler schon länger gearbeitet, erzählt Stephan Fahrig im Podcast. Neben dem Album war auch der Film "Purple Rain" sehr erfolgreich. Er spielte an den Kinokassen das Zehnfache seiner Kosten ein und wurde zusätzlich mit einem Oscar ausgezeichnet – für den besten Filmsong! Aber noch eine wichtige Sache verändert sich: Ab dem Album "Purple Rain" hat Prince eine feste Band an seiner Seite, statt wie vorher verschiedene, einzelne Musiker. Der Name der Band: The Revolution. Und mit der festen Band ändert sich auch die Arbeitsweise von Prince, denn ab sofort sollte es feste Proben geben – teilweise zehn bis 12 Stunden pro Tag. FÜR "PURPLE RAIN" GREIFT PRINCE AUF BEKANNTE TECHNIKEN DER SONGWRITER ZURÜCK Auch wenn Prince ein musikalisches und kreatives Mastermind gewesen ist und die Proben mit seiner Band The Revolution quasi komplett mitgeschnitten worden sind, damit keine Idee verloren geht und reproduziert werden kann, hat der Künstler dennoch auf ein paar typische Songwriting-Techniken zurückgegriffen, wie zum Beispiel eine klassische Hit-Formel, erklärt Katharina Heinius im Podcast. > Die Zwei-Drittel-Ein-Drittel-Hit-Formel! Heißt: Zwei Drittel sind alt und ein Drittel ist neu! Das fällt dem Zuhörer gar nicht auf, der fühlt sich ein bisschen daran erinnert und fühlt sich wohl. > > > Quelle: Katharina Heinius über die Hit-Formel von "Let's Go Crazy" Die Musik von Prince klingt energetisch, oft gefühlvoll und an vielen Stellen nach einem Mix aus Rock und Pop. Wenn wir uns die einzelnen Spuren aber genauer anschauen, dann verbirgt sich dahinter noch viel mehr, zum Beispiel echte Heavy-Metal-Gitarren. Und weil so viele unterschiedliche Bausteine – alleine im Song "Let's Go Crazy" sind – nennt Stephan Fahrig diese Musik: > Avantgard-LoFi-Heavy-Metal-Synth-Pop-Rock-Classic > > > Quelle: Stephan Fahrig, beschreibt die musikalischen Einflüsse bei "Let's Go Crazy" JENS RITTER AUS DEIDESHEIM HAT GITARREN FÜR PRINCE GEBAUT Zu Gast in der Alten Feuerwache in Mannheim war auch Jens Ritter. Er ist Gitarrenbauer aus Deidesheim und hat gleich mehrere Gitarren für Prince gebaut. Im Interview auf der Bühne erzählte er, wie die Verbindung zu dem Megastar entstanden ist. Er berichtete auch, wie es für ihn war, Prince zu treffen. Für Jens Ritter hat Prince nämlich nicht nur den Stempel "Rock- und Poplegende" sondern auch "Lifecoach". > Diese Stunden und dieser Tag haben mein Leben tatsächlich extrem verändert. > > > Quelle: Jens Ritter über seine Gespräche mit Prince Als Prince am 21. April 2016 unerwartet und plötzlich gestorben ist, konnte Jens Ritter es selbst gar nicht glauben und hat die Nachricht damals zuerst als "Fake news" wahrgenommen, bis ihm Freunde aus dem direkten Umfeld von Prince bestätigt haben, dass die schreckliche Nachricht tatsächlich wahr ist. Den Tod von Prince hat der Gitarrenbauer auf seine ganz eigene Art verarbeitet. > Die ursprüngliche Idee war, dass wir eine Giarre bauen, die mit (purple) Swarovski-Steinen überzogen ist. [...] Ich habe dann einen der wichtigsten Songs meines Lebens – "Purple Rain" genommen und die Audiospur ins Griffbrett eingelegt, in massivem 24-karätigen Gold. So als Tribute-Guitar to Prince. > > > Quelle: Jens Ritter, darüber wie er mit dem Tod von Prince umgegangen ist "PURPLE RAIN" IST DIE DRAMATURGISCHE KLAMMER FÜR UNS UND PRINCE Der Song "Purple Rain" ist nicht nur der letzte Song auf dem legendären und gleichnamigen Album von Musikikone Prince, sondern es war auch der letzte Song, den er jemals öffentlich performt hat, nur wenige Tage vor seinem Tod am 21. April 2016. MEHR ALS DIE MEILENSTEINE – DAS SWR PODCASTFESTIVAL 2026 IN MANNHEIM Neben dem Auftritt bzw. der Liveaufzeichnung der Meilensteine beim SWR Podcastfestival 2026 – der Name lässt es vermuten – waren noch ganz viele andere Podcasts vor Ort und haben ihre Fans in Mannheim umgehauen. Einen kleinen Eindruck von dem dreitägigen Event bekommt ihr hier im Aftermovie. SHOWNOTES * Webseite von Gitarrenbauer Jens Ritter [https://www.ritter-instruments.com/] * Das Bild von Purple Rainer als Download * Das SWR Podcastfestival 2026 [https://www.swr.de/home/swr-podcastfestival-100.html] ÜBER DIESE SONGS VOM ALBUM "PURPLE RAIN" SPRECHEN WIR IM PODCAST * (16:56) – "Let's Go Crazy" * (45:28) – "Darling Nikki" * (59:12) – "When Doves Cry" * (01:06:34) – "Purple Rain" ÜBER DIESE SONGS SPRECHEN WIR AUSSERDEM IM PODCAST * (20:12) – "Proud Mary" von Tina Turner * (20:56) – "Everybody Needs Somebody" von Blues Brothers * (47:36) – "Rain" von The Beatles * (01:11:49) – "Faithfully" von Journey
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