SWR Aktuell Im Gespräch
"Wir wissen, dass Alkohol Konflikte verschärfen kann. Die Frage ist, wer schützt die Beschäftigten, wenn die Lage eskaliert? Ein Alkoholverbot kann helfen, aber nur, wenn es dahinter ein wirkliches Sicherheitskonzept gibt", sagt Labonte. Es müsse konsequent, rechtssicher und mit ausreichend Personal umgesetzt werden. MAN RISKIERT NEUE KONFLIKTE "Wir können natürlich versuchen, das Hausrecht durchzusetzen, aber wenn kein Personal dafür da ist, wird die Situation nicht verbessert. Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei fragen jetzt schon, wer soll das kontrollieren? Und da müssten eigentlich schon die Alarmglocken klingeln", findet Labonte. Weder die Bahn noch die Bundespolizei hätten das Personal, um das Alkoholverbot komplett durchsetzen zu können. DAS THEMA IST NICHT NEU "Wir diskutieren jetzt schon seit mehreren Jahren über Sicherheit bei der Bahn. Es gibt dann kurzfristig Möglichkeiten, sich mal zusammenzusetzen und über Verbesserungen zu sprechen, aber langfristige Konzepte gibt es nicht." Nach dem Tod von Serkan Calar wurde eingeführt, dass Bahnmitarbeiter zu zweit unterwegs sein müssen. Das habe schon viel verändert, sagt Labonte. Man trete anders auf. "Um langfristig erfolgreiche Sicherheitskonzepte zu bekommen, braucht es aber einen noch größeren Schutz durch mehr Personal - auch bei der Bundespolizei."
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