Payment & Banking Fintech Podcast

#384 News-Rückblick Juni 2022: mit News-Rückblick Juni 2022

51 min · 7. Juli 2022
Episode #384 News-Rückblick Juni 2022: mit News-Rückblick Juni 2022 Cover

Beschreibung

News-Rückblick Juni 2022: mit Raisin, Bitpanda, Apple, McKinsey und mehr In unserem monatlichen Überblick kommt hier unsere News-Rückschau für den Juni 2022. Wie immer kommentiert und eingeordnet von den Payment & Banking Experten André Bajorat und Jochen Siegert. Viel Spaß mit dem FinTech News-Rückblick Juni 2022! Vantik schlittert in die Insolvenz Das Altersvorsorge-Fintech Vantik ist in die Insolvenz geschlittert. Das Amtsgericht Charlottenburg hat am 31.05.2022 die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Der Geschäftsbetrieb soll weitergehen und das Team um Til Klein möchte weitermachen. Grund für die Zahlungsprobleme sei eine überraschend geplatzte Finanzierungsrunde. https://www.versicherungsbote.de/id/4906511/Vantik-Finanzierung-geplatzt---wie-das-Start-Up-trotz-Insolvenz-weitermachen-will/ [https://www.versicherungsbote.de/id/4906511/Vantik-Finanzierung-geplatzt---wie-das-Start-Up-trotz-Insolvenz-weitermachen-will/] Epay weitet Payment-Lösung für wiederkehrende Zahlungen aus Das zur Euronet gehörende Unternehmen Epay weitet seine Lösung „Renewal“ auf weitere Märkte und Handelspartner aus. Mit Renewal können Unternehmen ihre digitalen Produkte in ein Abonnementmodell umwandeln und anschließend überall dort, wo Epay akzeptiert wird, verkaufen. Dank einer einzigen Schnittstelle sind die Händler:innen in der Lage, mehrere Abonnements von Marken zu nutzen und aktiv zu vertreiben. In Deutschland ist MediaMarktSaturn einer der neuen Vertriebspartner. https://epay.de/erweiterung-recurring-billing-solution-renewal [https://epay.de/erweiterung-recurring-billing-solution-renewal] Trade Republic holt sich 250 Mio. Euro und entlässt Mitarbeiter In einer erweiterten Serie-C-Finanzierung stecken Investoren 250 Mio. Euro in das Berliner Fintech Trade Republic. Die Runde führt der kanadische Pensionsfonds „Ontario Teachers“ an. Auch Bestandsinvestoren haben noch einmal nachgelegt. Die Serie-C des Brokers wurde im vergangenen Jahr gestartet, als sich Trade Republic 740 Mio. Euro sichern konnte. Die Bewertung (Post Money) steigert sich im Vergleich zum Vorjahr nur leicht; sie liegt demnach auf 5 Mrd. Euro. Über gute Nachricht können sich nicht alle freuen, denn auch Trade Republic wird wie andere Startups einen Teil seiner Beschäftigten entlassen. Genaue Zahlen dazu liegen nicht vor. Zuletzt waren rund 700 Menschen dort angestellt. https://www.businessinsider.de/gruenderszene/fintech/trade-republic-250-millionen/ [https://www.businessinsider.de/gruenderszene/fintech/trade-republic-250-millionen/] https://financefwd.com/de/entlassungen-bei-trade-republic/ [https://financefwd.com/de/entlassungen-bei-trade-republic/] Apple startet offiziell mit BNPL Apple steigt in das Segment BNPL ein. Auf seiner hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC stellt der Konzern „Apple Pay Later“ vor. Der Service wird direkt in Apple Pay integriert und ermöglicht es den Nutzer:innen, Zahlungen in vier Raten zu leisten. Und zwar überall, wo Apple Pay akzeptiert wird, also nicht nur bei eigenen Diensten. Zinsen werden durch Apple nicht erhoben. Ob und wann der BNPL-Service auch nach Deutschland kommt, ist nicht bekannt. https://www.cnet.com/tech/mobile/apple-wallet-updates-apple-pay-later-tap-to-pay-on-iphone-and-more/ [https://www.cnet.com/tech/mobile/apple-wallet-updates-apple-pay-later-tap-to-pay-on-iphone-and-more/] Curve baut Stellen ab Curve gesellt sich zu den Fintechs, die aus Sorge vor Rezession, Personal abbauen. Betroffen sollen von diesem Schritt etwa 60 bis 70 Mitarbeitende sein. Bei geschätzten 425 Beschäftigten bewegt sich der Stellenabbau in einer ähnlichen Größenordnung wie bei Klarna. https://www.altfi.com/article/9332_exclusive-curve-joins-klarna-in-mass-jobs-cut [https://www.altfi.com/article/9332_exclusive-curve-joins-klarna-in-mass-jobs-cut] Getquin sichert sich 15 Mio. Das Fintech Getquin bietet eine App für Privatanleger:innen, die ihre Portfolios auf dem Smartphone mit anderen Nutzer:innen teilen wollen. 200.000 Personen hat das Fintech nach eigenen Angaben davon bereits überzeugt. Unter Führung von Portage Venture sichert sich das Unternehmen 15 Mio. Dollar im Rahmen einer Serie-A-Runde. https://getquin.notion.site/getquin/getquin-Press-Room-f4172d398d084f41912bd07f2537b536 [https://getquin.notion.site/getquin/getquin-Press-Room-f4172d398d084f41912bd07f2537b536] Revolut und Tink kooperieren Revolut, Anbieter einer Finanz-App für mehr als 18 Mio. Kund:innen, und das Open-Banking-Fintech Tink gehen eine strategische Partnerschaft ein. Im Zuge dessen werden die Nutzer:innen von Revolut mit der „Payment-Initiation-Services-Technologie (PIS) von Tink direkt in der App Geld auf ihr Revolut-Konto überweisen können. https://www.altfi.com/article/9343_open-banking-platform-tink-strikes-payments-deal-with-revolut [https://www.altfi.com/article/9343_open-banking-platform-tink-strikes-payments-deal-with-revolut] Fino baut weiteres Standbein auf Das Fintech Fino möchte sich ein weiteres Standbein im Bereich der E-Rechnung aufbauen. Konkret geht es dabei um eine auf der E-Rechnung basierenden Lösung, die die sogenannte „Mehrwertsteuerlücke“ in Deutschland schließen will. Der EU entgingen im Jahr 2019 Einnahmen von schätzungsweise 134 Mrd. Euro. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Mit einer zentralen und automatisierten Meldestelle, wie sie Fino vorschwebt, könnte das Problem gelöst werden. https://fino.group/fintech-ueberseehub-integriert-fino-vertragserkennung/ [https://fino.group/fintech-ueberseehub-integriert-fino-vertragserkennung/] Deutsche Bank will in Filialen auf Bargeld verzichten Lars Stoy, Chef des heimischen Privatkundengeschäfts der Deutschen Bank, will mittelfristig kein Bargeld mehr am Schalter der Filialen ausgeben lassen. Nach seinen Plänen würde das Institut Bargeld nur noch in einigen großen Zentren anbieten. In den meisten Filialen gibt es Bargeld also nur noch aus dem Automaten. Begründet wird dies mit den Kosten für das Vorhalten der Bargeldbestände. https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/banken/sparmassnahme-deutsche-bank-will-weniger-bargeldausgabe-am-filialschalter/28407640.html [https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/banken/sparmassnahme-deutsche-bank-will-weniger-bargeldausgabe-am-filialschalter/28407640.html] Kann Ant doch an die Börse gehen? Knapp eineinhalb Jahre ist es her, seit der geplante Börsengang der Ant Group (die u. a. hinter dem Paymentsystem Alipay steckt) von den chinesischen Behörden unterbunden wurde. Vermutlich auch, um den Gründer des Alibaba-Konzerns, Jack Ma, zu disziplinieren. Unter Berufung auf einen Bericht von Bloomberg leben die Börsenpläne offenbar wieder auf. Demnach befinde sich der Konzern derzeit in frühen Gesprächen mit den chinesischen Finanzaufsehern. https://www.internetworld.de/payment/boersengang/boersenplaene-ant-heben-chinas-behoerden-blockade-2772779.html [https://www.internetworld.de/payment/boersengang/boersenplaene-ant-heben-chinas-behoerden-blockade-2772779.html] Celsius verwehrt Zugriff auf Vermögenswerte Wegen der „extremen Marktbedingungen“ pausiert das Unternehmen Celsius Abhebungen und Überweisungen. Die aktuellen Turbulenzen bei Kryptowährungen setzen die Firma offenbar so massiv unter Druck, dass sie den Kund:innen somit den Zugang zu ihren Geldern verwehrt. Das dürfte auch Auswirkungen auf Fintechs hierzulande haben. So arbeitet Nuri auch mit Celsius zusammen. Das Einfrieren von Konten der Plattform Celsius betrifft auch deutsche Kund:innen. Konkret geht es um das „Bitcoin Ertragskonto“ von Nuri. Das Fintech hat als Vermittler zwischen den Anleger:innen und der Plattform fungiert. Nach eigenen Angaben hat Nuri 500.000 Kund:innen. https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boersen_tag/Krypto-GAU-trifft-Ertragskonten-der-Neobank-Nuri-article23395720.htmlhttps://www.manager-magazin.de/finanzen/bitcoin-crash-celsius-network-verwehrt-kunden-zugriff-ihre-vermoegenswerte-a-158e6fca-85f2-4664-9582-d358c98636b6 [https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boersen_tag/Krypto-GAU-trifft-Ertragskonten-der-Neobank-Nuri-article23395720.htmlhttps://www.manager-magazin.de/finanzen/bitcoin-crash-celsius-network-verwehrt-kunden-zugriff-ihre-vermoegenswerte-a-158e6fca-85f2-4664-9582-d358c98636b6] Keine Rettung für Celsius? Das ins Straucheln geratene Fintech Celsius nicht kurz vor einer Rettung durch seine Investoren. Im vergangenen Jahr sammelte Celsius in einer Serie-B-Runde 750 Mio. Dollar ein. Trifft der Bericht zu, ist aktuell keiner der beteiligten Investoren bereit, jetzt noch einmal Geld nachzulegen. Einhellige Meinung soll aktuell sein, dass das Risiko deutlich größer war, als es von den Kapitalgebern eingeschätzt wurde. https://decrypt.co/103146/few-are-feeling-ok-celsius-investors-unlikely-to-fund-bailout-report [https://decrypt.co/103146/few-are-feeling-ok-celsius-investors-unlikely-to-fund-bailout-report] Net schließt Orderbird-Übernahme ab Wie uns das Unternehmen per Mail mitgeteilt hat, ist die Anfang Mai bekannt gegebene Übernahme von Orderbird durch Nets, Teil der Nexi Group, formell abgeschlossen. Vorderhand ändert sich damit für das Unternehmen und dessen Kund:innen nichts. Der Name bleibt als eigenständige Marke erhalten und auch das Management ist weiter an Bord. 2,8 Mio. Euro für Pile Das neue Fintech von Ex-Penta Gründerin Jessica Holzbach, Pile, sammelt 2,8 Mio. Euro ein. Anthemis’ und Barclays Female Innovators Lab führen die Pre-Seed-Runde an, an der sich auch Maximilian Tayenthal, Co-CEO von N26, Christian Reber von Pitch und Superlist und Ex-Nationalspieler Mario Götze beteiligen. Pile wird im B2B-Segment aktiv sein. Wenn Neobanken, Startups oder Fintechs ihren Kund:innen Produkte im Defi-Bereich anbieten wollen, will Pile über Standard-APIs der Zulieferer sein. https://financefwd.com/de/pile-funding/ [https://financefwd.com/de/pile-funding/] BNP Paribas startet mit Fintech ESG-Datenbank In Zusammenarbeit mit dem dänischen Fintech Matter startet die BNP Paribas Asset Management eine Lösung für ESG-Daten. „SDG Fundamentals“ soll Investoren bei der Analyse von Nachhaltigkeitskriterien unterstützen. Dabei werden mehr als 50.000 Emittenten und ihre Produkte und Dienstleistungen berücksichtigt. https://citywire.de/news/bnp-paribas-am-und-danisches-fintech-starten-esg-datenbank/a2389801 [https://citywire.de/news/bnp-paribas-am-und-danisches-fintech-starten-esg-datenbank/a2389801] Upvest sammelt 42. Mio. US-Dollar ein Berliner B2B-Fintech Upvest sammelt in Series-B 42 Mio. US-Dollar ein. Die Finanzierungsrunde wird vom US-Risikokapitalgeber Bessemer Venture Partners angeführt. Auch Earlybird aus Berlin und der Amsterdamer Risikokapitalgeber ABN Amro Ventures zählen zu den Investoren. https://paymentandbanking.com/berliner-b2b-fintech-upvest-sammelt-in-series-b-42-mio-us-dollar-ein/ [https://paymentandbanking.com/berliner-b2b-fintech-upvest-sammelt-in-series-b-42-mio-us-dollar-ein/] Gut 1,5 Jahre nach Gründung erhält das in Berlin ansässige Fintech gut 1,5 Jahre im Zuge einer Series A-Finanzierungsrunde 20 Millionen US-Dollar. Airbank wurde 2021 von Chris Zemina und Patrick Castro de Neuhaus an den Start gegründet. Die aktuelle Runde wird von Molten Ventures angeführt, ebenso beteiligen sich verschiedene Business Angels an der aktuellen Finanzierungsrunde. In einer Pre-Seed-Runde sammelte das Unternehmen im letzten Jahr 2,5 Mio. Euro Startkapital ein. https://paymentandbanking.com/cashflow-management-fintech-airbank-sammelt-20-mio-us-dollar-ein/ [https://paymentandbanking.com/cashflow-management-fintech-airbank-sammelt-20-mio-us-dollar-ein/] McKinsey sieht deutsche Fintechs abgehängt Die deutsche Fintech-Landschaft gerät im europäischen Vergleich ins Hintertreffen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie von McKinsey, die dem Handelsblatt vorliegt. Die Fintechs aus Deutschland zählten aktuell zwar zu den wertvollsten Finanzdienstleistern überhaupt, doch wachse ihr Rückstand gegenüber Wettbewerbern aus dem europäischen Ausland. Es sei höchste Zeit zum Handeln, werden die Studienautoren zitiert. Die Autoren der Studie sehen vier Faktoren für das schlechte Abschneiden der deutschen Fintechs: die Gründungsquote, die Skalierung, die Finanzierung sowie die Regulierung. https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/banken/mckinsey-studie-hoechste-zeit-zu-handeln-deutsche-fintech-landschaft-verliert-anschluss-an-konkurrenz/28432872.html [https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/banken/mckinsey-studie-hoechste-zeit-zu-handeln-deutsche-fintech-landschaft-verliert-anschluss-an-konkurrenz/28432872.html] Spekulationen über Zusammenführung von Girocard und Giropay So beliebt die Girocard ja am POS auch ist: Online spielt die deutsche Kreditwirtschaft eher eine untergeordnete Rolle. Durch die Hinterlegung der Girocard in das Verfahren Giropay wird die Karte zumindest onlinefähig. Nur ist Giropay gegenüber Paypal bloß ein Leichtgewicht. Wie das Handelsblatt berichtet, soll es bereits seit einiger Zeit Gespräche über den Zusammenschluss der Unternehmen Euro Kartensysteme (EKS), verantwortlich für Girocard, und Paydirekt geben. Ziel wäre die Bündelung der Kräfte und damit der Wunsch, endlich ein stärkeres Gegengewicht zu Paypal zu schaffen. https://www.handelsblatt.com/finanzen/zahlungsverkehr-deutsche-banken-ringen-um-die-zukunft-der-girocard/28422970.html [https://www.handelsblatt.com/finanzen/zahlungsverkehr-deutsche-banken-ringen-um-die-zukunft-der-girocard/28422970.html] Bitpanda entlässt über 200 Beschäftigte Das Scale-Up Bitpanda bereitet sich jetzt ebenfalls auf eine drohende Rezession vor und entlässt mehr als 200 Beschäftigte. Zuletzt hatte Bitpanda 1.000 Mitarbeitende. In einem Blogposting wird nun von einer Zielgröße von 730 Personen gesprochen. https://www.faz.net/aktuell/finanzen/die-krypto-branche-taumelt-durch-die-krise-18131644.html [https://www.faz.net/aktuell/finanzen/die-krypto-branche-taumelt-durch-die-krise-18131644.html] Raisin Bank kauft Payment-Sparte von Bankhaus August Lenz Die Raisin Bank baut ihr Geschäft im Zahlungsverkehr aus und übernimmt vom Bankhaus August Lenz & Co. AG die Sparte „Payment Services“. Mit dem Kauf will die Raisin Bank ihr Angebot an Payment-Leistungen erweitern und deckt nun auch Bargeldlösungen ab. Nach eigener Einschätzung ist der Zukauf für Raisin ein wichtiger strategischer Schritt in Richtung eines Full-Service-Angebots. Zu der neuen Sparte gehören etwa Dienstleistungen beim Betrieb von mehr als 4.500 Geldautomaten in Deutschland. https://www.kreditwesen.de/bank-markt/ergaenzende-informationen/bank-markt-meldungen/raisin-bank-kauft-sparte-payment-services-bankhaus-id80453.html [https://www.kreditwesen.de/bank-markt/ergaenzende-informationen/bank-markt-meldungen/raisin-bank-kauft-sparte-payment-services-bankhaus-id80453.html] 590 Mio. für Sumup Unter Führung von Bain Capital stecken Blackrock, BTOV Partners, Centerbridge, Crestline, Fin Capital und Sentinel Dome Partners 590 Mio. Euro in das Fintech SumUp. Die Bewertungssumme des Fintechs, das für seine kompakten Zahlungsterminals bekannt ist, steigt damit auf 8 Mrd. Euro. Damit schließt SumUp zu N26 auf. Bei der Runde handelt es sich um eine Kombination aus Fremd- und Eigenkapital. Die Gesamtfinanzierung erhöht sich auf insgesamt 1,5 Mrd. Euro. https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/das-deutsch-britische-fintech-sumup-sammelt-weitere-590-millionen-euro-ein [https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/das-deutsch-britische-fintech-sumup-sammelt-weitere-590-millionen-euro-ein] Allianz stampft Heymoney ein Die Ankündigung eines Versicherers, eine Multibanking-App entwickeln zu wollen, die noch dazu eine Rundumsicht der Nutzer:innen auf die eigenen Finanzen erlauben sollte, hatte vor knapp drei Jahren für einiges Aufsehen gesorgt. Nun muss die Allianz allerdings mitteilen, dass die Arbeiten an „Heymoney“ in den kommenden Wochen wieder eingestellt werden. Nachdem es in den vergangenen Jahren nicht gelungen sein, die angestrebten Nutzerzahlen zu erreichen, werde die App eingestellt. https://versicherungswirtschaft-heute.de/unternehmen-und-management/2022-06-27/allianz-sagt-goodbye-zum-ehemaligen-hoffnungstrager-heymoney/ [https://versicherungswirtschaft-heute.de/unternehmen-und-management/2022-06-27/allianz-sagt-goodbye-zum-ehemaligen-hoffnungstrager-heymoney/] Aareal Bank startet mit Raisin Die Pressemitteilung von Raisin, die uns via E-Mail erreicht hat, dreht ein paar Schleifen. Zusammengefasst: Die Aareal Bank Gruppe startet auf der Plattform ZinsMarkt. Bereits seit 2017 ist die Deutsche Bank auf Zinsmarkt aktiv. Über die Kooperation mit Raisin und der Deutschen Bank können Kund:innen der Deutschen Bank die Festgeldprodukte der Aareal Bank direkt auf der Plattform abschließen. iBanFirst übernimmt britischen FX-Trader Cornhill Der Finanzdienstleister und Spezialist für Fremdwährungstransaktionen iBanFirst übernimmt den in London ansässigen internationalen FX-Dienstleister Cornhill. Ziel ist es damit, das Angebot für kleine und mittlere Unternehmen zu stärken, indem es Überweisungen in britische Pfund erleichtert. Nach Auslaufen des PSP-Abkommen zwischen der EU und Großbritannien werden ab dem kommenden Jahr Spezialdienstleister benötigt. Mit der Übernahme, zu der keine finanziellen Details verraten wurden, sieht sich iBanFirst nun bestens vorbereitet. Die Übernahme muss noch von den Aufsichtsbehörden genehmigt werden. https://www.businessportal24.com/de/ibanfirst-uebernimmt-britischen-fx-trader-cornhill.html?mc_cid=4ad42e2281&mc_eid=543d5e6db0 [https://www.businessportal24.com/de/ibanfirst-uebernimmt-britischen-fx-trader-cornhill.html?mc_cid=4ad42e2281&mc_eid=543d5e6db0] Personlia: Köppen wechselt von Klarna zu Mollie Koen Köppen stieg bereits 2011 bei Klarna ein und stieg dort 2017 zum CTO auf. Nun wechselt er zu Mollie, wo er in der gleichen Funktion arbeiten wird. Zu seinen ersten Aufgaben beim neuen Arbeitgeber gehören der Ausbau des Personals und die Erweiterung der Plattform. Fincraft verstärkt sich mit Andreas Bittner Fincraft, Anbieter einer Plattform, mit deren Hilfe Anleger:innen ihr persönliches Investitionsprofil definieren können, holt mit Andreas Bittner, Co-Gründer der Solarisbank, einen erfahrenen Fintech-Experten in seinen Aufsichtsrat. Bittner soll Fincraft mit seinem Know-how dabei unterstützen, die weitere Entwicklung der API-zugänglichen Banking-as-a-Service-Plattform voranzutreiben. Der Fokus liegt zunächst auf der Weiterentwicklung und der Markteinführung des Finbroker. Wie uns das Unternehmen in einer E-Mail mitgeteilt hat, tritt auch Prof. Dr. Rainer Lorz, Jurist und Honorarprofessor am Institut für Volkswirtschaftslehre und Recht an der Universität Stuttgart, in den Aufsichtsrat ein und wird dessen Vorsitz übernehmen. Tuum ernennt neuen CEO Sergei Anikin wird der neue CEO von Tuum (der ehemaligen Modularbank). Er wechselt vom Unternehmen Pipedrive, Hersteller einer CRM-Plattform. Als CTO sowie zeitweise Co-CEO hat er dieses Unternehmen von 25 Mitarbeitern auf über 900 weltweit mit entwickelt. Wie uns Tuum per Mail mitteilt, tritt Anikin die Nachfolge von Vilve Vene an, die Tuum 2019 mitbegründet hat und jetzt eine beratende Funktion für den CEO übernimmt. Yapily ernennt neuen CTO Nach 13 Jahren bei Payoneer wechselt Noam Oren zum Open-Banking-Fintech Yapily, um dort die Position des CTO zu übernehmen. In seinen neuen Aufgabenbereich fällt die Festlegung der langfristigen Plattformstrategie und die Skalierung der Open-Banking-Produkte und Dienstleistungen von Yapily. Oren tritt die Nachfolge von Joao Martins an, der zum Zahlungsverkehrsunternehmen KodyPay wechselt. https://www.finextra.com/newsarticle/40442/yapily-appoints-payoneers-noam-oren-as-cto-den-blockade-2772779.html [https://www.finextra.com/newsarticle/40442/yapily-appoints-payoneers-noam-oren-as-cto-den-blockade-2772779.html]

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#574: Steffen Jentsch über die Transformation der Solarisbank

Kevin Hackl spricht mit Steffen Jentsch, CEO der Solarisbank Von der Fintech-Partnerbank zur AI-Native Plattform: Steffen Jentsch, seit rund einem halben Jahr CEO der Solarisbank, erklärt konkret, wohin die Reise geht – und was der Begriff „AI-Native Bank" in der Praxis wirklich bedeutet. Themen dieser Folge * Von BaaS zu BaaP: Warum Solaris nicht mehr nur Lizenz und Abwicklung bereitstellen will * Großkunden statt Fintechs: Der ADAC-Case als Blaupause für neue Zielgruppen * SBI Group als strategischer Anker: Eintrittspunkt nach Europa, nicht nur Kapitalgeber * AI-Native heißt Prozessumbau: Wie spezialisierte Agenten klassische Abteilungslogik ersetzen * BaFin und KI: Warum die Aufsicht als Begleiter auftritt, nicht als Bremse * 50 Mio. Euro KI-Investment, EBITDA-positiv bis Ende 2027 / Anfang 2028 Wer wissen will, wie sich eine deutsche Bank mit japanischem Mehrheitseigner und europäischem Lizenzanspruch tatsächlich neu erfindet – hier sind die Antworten. Viel Spaß beim Hören!

17. Juli 20261 h 16 min
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Alles Legal #144: Fernabsatzrecht 2026: Diese Änderungen müssen Banken und Fintechs jetzt umsetzen

Dana Wondra spricht mit Kemal Ahmedi von Annerton Seit dem 19. Juni 2026 gelten neue Regeln für den Fernabsatz von Finanzdienstleistungen. Digitale Vertragsstrecken müssen an mehreren Stellen angepasst werden – und die Zeit drängt. Themen dieser Folge Neue Widerrufsfunktion: Was technisch umgesetzt werden muss – und was nicht mehr erforderlich ist Ende des ewigen Widerrufsrechts: Erlöschen spätestens 12 Monate und 14 Tage nach Vertragsschluss Erweiterte vorvertragliche Informationspflichten: Persönliche Bedürfnisse und finanzielle Situation im Fokus Chatbots und automatisierte Beratung: Wann ein menschlicher Ansprechpartner Pflicht wird Dark Patterns: Pop-ups, manipulative Gestaltung und komplizierte Kündigungsprozesse werden verboten Wer digitale Vertragsprozesse jetzt überprüft, reduziert regulatorische Risiken und schafft mehr Transparenz für Verbraucher. Viel Spaß beim Hören!

15. Juli 202613 min
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#66 Ai in Finance: Der Chat ist tot, es lebe der Agent

In dieser Folge von AI in Finance, dem Podcast von Payment & Banking, sprechen Sascha und Maik über einen Umbruch, der weit über ein Software-Update hinausgeht: ChatGPT verabschiedet sich vom klassischen Chat, KI-Modelle werden zu ausführenden Agenten – und Europa ringt zwischen Abhängigkeit und Aufbruch um seine Rolle. Es geht um: Änderungen bei ChatGPT und die neue App-Oberfläche Neue KI-Modelle: Sol, Terra, Luna und ihre Fähigkeiten Agentenbasierte KI und Workflow-Automatisierung Einstellung von Atlas und die Bedeutung für Browser und Webzugriff Full Duplex Voice: Natürliche Sprachinteraktion in Echtzeit Auswirkungen der KI-Entwicklungen auf Unternehmen und Endkunden Vergleich zwischen US-, China- und europäischer KI-Entwicklung EU-KI-Strategie und Regulierung Digitale Souveränität und Abhängigkeit von US-Technologie Innovative KI-Anwendungen im Alltag Herausforderungen bei Datenschutz und Rechenleistung in Europa Europäische Initiativen für KI-Entwicklung und Infrastruktur Shownotes: ChatGPT ist tot – OpenAI startet ChatGPT Work und gibt GPT-5.6 für alle frei: https://the-decoder.de/openai-startet-chatgpt-work-und-gibt-gpt-5-6-fuer-alle-frei/ [https://the-decoder.de/openai-startet-chatgpt-work-und-gibt-gpt-5-6-fuer-alle-frei/] OpenAI stellt KI-Browser Atlas ein: https://www.heise.de/news/Nach-weniger-als-einem-Jahr-OpenAI-stellt-KI-Browser-Atlas-ein-11360415.html [https://www.heise.de/news/Nach-weniger-als-einem-Jahr-OpenAI-stellt-KI-Browser-Atlas-ein-11360415.html] OpenAI veröffentlicht GPT-5.6: https://x.com/OpenAI/status/2074704958419792299 [https://x.com/OpenAI/status/2074704958419792299] OpenAI stellt Echtzeit-Sprachmodell GPT-Live vor: https://openai.com/index/introducing-gpt-live/ [https://openai.com/index/introducing-gpt-live/] Anthropic gibt Sonnet 5 frei, Fable 5 und Mythos 5 sollen wieder nutzbar werden: https://www.heise.de/news/Anthropic-gibt-Sonnet-5-frei-Fable-5-und-Mythos-5-sollen-wieder-nutzbar-werden-11349913.html [https://www.heise.de/news/Anthropic-gibt-Sonnet-5-frei-Fable-5-und-Mythos-5-sollen-wieder-nutzbar-werden-11349913.html] Brief an die EU: Österreich will Anthropic nach Europa holen: https://www.heise.de/news/Brief-an-die-EU-OeSterreich-will-Anthropic-nach-Europa-holen-11347258.html [https://www.heise.de/news/Brief-an-die-EU-OeSterreich-will-Anthropic-nach-Europa-holen-11347258.html] Bundesregierung plant Taskforce für die „KI-Nation": https://www.heise.de/news/Bundesregierung-will-Taskforce-Deutschland-soll-KI-Nation-werden-11350190.html [https://www.heise.de/news/Bundesregierung-will-Taskforce-Deutschland-soll-KI-Nation-werden-11350190.html] Deutschland-App soll Behördengänge vereinfachen: https://www.heise.de/news/Deutschland-App-KI-soll-Antraege-vereinfachen-11348710.html [https://www.heise.de/news/Deutschland-App-KI-soll-Antraege-vereinfachen-11348710.html] Vermenschlichte KI-Agenten senken die Arbeitsqualität: https://www.heise.de/news/KI-Kollege-Alex-Forscherin-warnt-vor-Folgen-durch-falsche-Bezeichnung-11352628.html [https://www.heise.de/news/KI-Kollege-Alex-Forscherin-warnt-vor-Folgen-durch-falsche-Bezeichnung-11352628.html] KI-Agenten sollen eigene Ausweise erhalten, aus Estland: https://www.heise.de/news/KI-Agenten-sollen-eigene-Ausweise-erhalten-aus-Estland-11336320.html [https://www.heise.de/news/KI-Agenten-sollen-eigene-Ausweise-erhalten-aus-Estland-11336320.html] Apple verklagt OpenAI wegen Diebstahls von Hardware-Geheimnissen: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/chatgpt-apple-100.html [https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/chatgpt-apple-100.html] DeepSeek baut eigenen KI-Chip gegen Nvidia und Huawei: https://www.reuters.com/world/china/chinas-deepseek-developing-its-own-ai-chip-sources-say-2026-07-07/ [https://www.reuters.com/world/china/chinas-deepseek-developing-its-own-ai-chip-sources-say-2026-07-07/] Visa bringt KI-Agenten in den Onlinehandel: https://stadt-bremerhaven.de/visa-bringt-ki-agenten-in-den-onlinehandel/ [https://stadt-bremerhaven.de/visa-bringt-ki-agenten-in-den-onlinehandel/] Wie KI die Banken verändert – die acht wichtigsten Erkenntnisse: https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/banken/technologie-wie-ki-die-banken-veraendert-die-acht-wichtigsten-erkenntnisse-01/100236555.html [https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/banken/technologie-wie-ki-die-banken-veraendert-die-acht-wichtigsten-erkenntnisse-01/100236555.html] Tool-Tipp – Glaze: KI erstellt Desktop-Apps aus einer Beschreibung: https://stadt-bremerhaven.de/raycast-glaze-ki-erstellt-desktop-apps-aus-einer-beschreibung/ [https://stadt-bremerhaven.de/raycast-glaze-ki-erstellt-desktop-apps-aus-einer-beschreibung/] Feedback, Kritik und Ideen an: hello@unpluggedpodcast.de [hello@unpluggedpodcast.de] Disclaimer Was ihr hier hört, sind unsere Gedanken und Meinungen, nicht die unserer Arbeitgeber, Zimmerpflanzen oder Haustiere. Als Enthusiasten versuchen wir, euch Einblicke in die Welt von künstlicher Intelligenz in Finance zu geben, aber wir sind nur AI-Enthusiasten, keine Hellseher. Unsere Einschätzungen könnten genauso gut aus einem Horoskop stammen. Also, macht's euch gemütlich und genießt die Show!

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Episode #573: Plattform oder Produkt? Tom Sellin über PayPal-Jahre und die nächste Welle im Payment Cover

#573: Plattform oder Produkt? Tom Sellin über PayPal-Jahre und die nächste Welle im Payment

Nicole Nitsche spricht mit Tom Sellin, Head of Growth DACH bei Airwallex „Plattform" steht in jedem Pitch-Deck. Die meisten Unternehmen, die sich so nennen, betreiben in Wahrheit ein Portfolio aus Produkten. Tom Sellin – mit Stationen bei Rocket Internet, PayPal, Afterpay und Mondu – erklärt, warum diese Unterscheidung strategische Konsequenzen hat. Themen dieser Folge * Das PayPal-Lehrstück: Warum aus vielen richtigen Akquisitionen keine Plattform wurde * Warum der Schritt vom Produkt zur Plattform so schwer ist – und welche Organisationen daran scheitern * Lokalisierung 2026: Deutsche IBANs, DATEV-Integration und Wero als operative Eintrittsschwellen * Warum der deutsche Mittelstand ohne DATEV-Anbindung kaum erreichbar ist * Stablecoins im B2B: 99 % skeptisch oder aktiv aufgebaut – zwei gegensätzliche Lesarten * Agentic Commerce: Wenn KI-Agenten Zahlungen autonom auslösen – und wer dann haftet * Banken zwischen Hausbank-Vertrauen und Lizenz-Provider-Rolle im Embedded Finance Plattformbildung lässt sich durch keine Marketing-Anstrengung nachträglich ersetzen – sie entscheidet sich im Maschinenraum. Viel Spaß beim Hören!

10. Juli 20261 h 16 min
Episode Alles Legal #142: BRUBEG: Was sich für ESG, M&A und Kapitalanforderungen ändert Cover

Alles Legal #142: BRUBEG: Was sich für ESG, M&A und Kapitalanforderungen ändert

Dana Wondra spricht mit Renate Prinz von Annerton Die vierte und letzte Folge der BRUBEG-Serie richtet den Blick auf ESG, M&A und Kapitalanforderungen. Drei Bereiche, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben – aber dasselbe Ziel verfolgen: Die Aufsicht soll früher eingreifen und Risiken vor ihrer Entstehung erkennen können. Themen dieser Folge ESG als harter Risikofaktor: Klimarisiken, Reputationsrisiken und fehlende Mittelstandsdaten Wenn ESG-Risiken nicht ausreichen: Aufsicht kann zusätzliche Eigenmittelanforderungen anordnen M&A unter BRUBEG: Neue Meldepflichten auch bei Asset Deals und Beteiligungen an nicht regulierten Einheiten Warum Transaktionen künftig deutlich früher vorbereitet werden müssen Fazit der BRUBEG-Serie: ESG, Governance, Transaktionen und Kapitalplanung greifen immer stärker ineinander Bankenaufsichtsrecht lässt sich heute nicht mehr isoliert betrachten – Institute sollten ihre Prozesse jetzt bereichsübergreifend überprüfen, bevor die nächste Prüfung Schwachstellen offenlegt. Viel Spaß beim Hören!

8. Juli 202626 min