Das Prinzip Mord
Ein zugemüllter Tatort, ein blutiges Schlachtfeld und eine Tatwaffe, die man sonst nur aus Kinofilmen kennt: Im Juli 2014 wird Marcus R. in seiner Wohnung in Salzgitter mit einem Samuraischwert brutal getötet. Der Hauptverdächtige, sein eigener Cousin, flieht noch am selben Tag auf die Philippinen. Weil Deutschland kein Auslieferungsabkommen mit dem Inselstaat hat, bleibt der Täter fast ein Jahrzehnt lang für die Justiz unantastbar – bis ein absurdes Behördenversäumnis aus seiner Jugend alles verändert. In der ersten Hälfte dieser Folge rekonstruieren wir das fesselnde Verbrechen und die jahrelange, zähe Suche. Danach gehen wir direkt ins Gespräch mit Oberstaatsanwalt Hans-Christian Wolters aus Braunschweig. Er nimmt uns exklusiv mit hinter die Kulissen dieser internationalen Kriminalakte und verrät die ungeschminkte Realität der Ermittlungen: Warum ist eine völlig chaotische Messie-Wohnung am Tatort der absolute Albtraum jeder Spurensicherung? Wie viel diplomatischer Spürsinn und zähe Kontaktpflege vor Ort in Manila sind nötig, um einen Fall über Kontinente hinweg jahrelang warmzuhalten? Und wie fühlt es sich an, wenn ein weltweiter Nervenkrieg am Ende nicht durch Spezialeinsätze gelöst wird, sondern weil der Täter als Teenager ein einfaches Formular für seine Staatsbürgerschaft vergessen hat? Wie konstruiert die Staatsanwaltschaft ein Motiv, wenn der Verdächtige eiskalt schweigt? Und wie blickt ein Ankläger auf ein System, in dem ein Schwertmörder nach neun Jahren Flucht am Ende wegen Totschlags verurteilt wird? Erfahre es in einer neuen, packenden Folge von Das Prinzip Mord. ---------------------------------------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy [https://acast.com/privacy] for more information.
15 Folgen
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