ERF Plus - Wort zum Tag

Aufs richtige Pferd gesetzt

4 min · 16. Juni 2026
Episode Aufs richtige Pferd gesetzt Cover

Beschreibung

Die Bibelstelle 1. Timotheus 4,10 – ausgelegt von Roland Simantzik. Von Pferdesport und Pferderennen habe ich wenig Ahnung. Vielleicht wissen Sie da besser Bescheid. Aber einmal habe ich die Faszination erlebt, die ein Pferderennen auslösen kann: Ich bin mit meiner Frau im Urlaub in Nordholland. Ich wollte noch etwas besorgen und bin mit dem Fahrrad ins Dorf gefahren. Dann ist die Straße gesperrt. Ich muß absteigen und mein Rad auf dem Gehweg durch eine Menge von Zuschauern schieben. Irgendwann bin ich einfach stehengeblieben. Und bin damit mittendrin und hautnah dran. Die Straße ist 3,40 Meter lang abgesperrt. Mit viel Sand belegt - wohl zum Schutz der Pferdehufe. Dann kommen zwei Sulkys angefahren, drehen sich am Ende der Straße und bringen sich in Position. Und dann: Die Pferde stürmen los. Die beiden Sulkys schossen pfeilschnell nach vorne. Es dauert nur wenige Augenblicke. Schon haben sie das Ende der Straße, also die andere Seite der Absperrung, erreicht. Wer schneller ist, welches Pferd siegt, kann ich von meinem Standort leider nicht sehen. Aber diese Kraft beim Losrennen, dieser Anzug, dieses Nach-Vorne-Schießen – faszinierend. Später lese ich im Internet nach, dass ich hier beim Kurzbahn-Trabrennen in Egmond aan den Hoef war. Und dass ich auch auf ein Pferd hätte setzen können. Also eine Wette abschließen darauf, welches Pferd in welcher Runde am schnellsten läuft. Und welches Pferd am Ende siegt. Auf ein Pferd setzen. Oder: Du hast wohl auf das falsche Pferd gesetzt. Und was halten Sie davon: Auf den falschen Gott setzen? Paulus, ein Christ aus dem ersten Jahrhundert, hat seinem Mitarbeiter Timotheus einen Brief geschrieben. Dort steht in Kapitel 4 in Vers 10: Wir haben unsre Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt, welcher ist der Heiland aller Menschen, besonders der Gläubigen. Paulus spricht vom lebendigen Gott, auf den er gesetzt hat. Jetzt nicht im Sinn einer Wette. Paulus hat seine Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt. Hoffnung ist das, was sein Leben nach vorne bringt. Ich kann auch sagen: Paulus lebt mit diesem Gott auf diesen Gott zu. Das ist sein Ziel. Wenn er bei Gott ist, hat er gewonnen. Und schon jetzt im Leben - um im Bild zu bleiben: auf der Rennstrecke – lebt Paulus mit dem lebendigen Gott. Wie machen Sie das in Ihrem Leben? Wenn Sie einen Gott haben, der bei Ihnen zuhause als Statue in der Ecke rumsteht – der staubt nur zu. Wenn Ihr Gott nichts kann und Ihrem Leben nichts zu sagen hat, dann ist das wahrscheinlich ein toter Gott. Ein toter Gott ist der falsche, um sein Leben darauf zu setzen. Nun sagt Paulus: Der lebendige Gott ist der Heiland aller Menschen. Und er ist besonders der Heiland der Gläubigen. Der Gott, mit dem Paulus lebt, der heilt. Der tut mir gut. Dieser „Heiland aller Menschen“ - in einem Lied heißt er „der Heiland aller Welt“ – das ist Jesus. Gestorben ist er für alle Menschen. Wer ihm das glaubt, mit dem lebt er auch. Und mit Jesus finden Sie zum lebendigen Gott. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Roland Simantzik ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17362304.gif]

Kommentare

0

Sei die erste Person, die kommentiert

Melde dich jetzt an und werde Teil der ERF Plus - Wort zum Tag-Community!

Loslegen

2 Monate für 1 €

Dann 4,99 € / Monat · Jederzeit kündbar.

  • Podcasts nur bei Podimo
  • 20 Stunden Hörbücher / Monat
  • Alle kostenlosen Podcasts

Alle Folgen

2993 Folgen

Episode Ordnung muss unter den Leuten sein Cover

Ordnung muss unter den Leuten sein

Die Bibelstelle 1. Korinther 6,14 – ausgelegt von Christa Weik. Die Redewendung „Ordnung muss unter den Leuten sein“ soll von dem Reformator und Bibelübersetzer Dr. Martin Luther aus dem 16. Jahrhundert stammen und sich auf die Ordnung des Gesetzes Gottes im Gegensatz zu menschlichen Regeln beziehen. Bei manchen Christen der Gemeinde in Korinth waren die Ordnungen Gottes durcheinandergeraten oder wurden fragwürdig gedeutet. Wer das ganze Kapitel 6 des 1. Korintherbriefes liest, entdeckt die Missstände: * Streitigkeiten unter den Gemeindemitgliedern wurden nicht innerhalb der Gemeinde, sondern vor Richtern außerhalb der Gemeinde geregelt (V. 1-8). * Zehn sittliche Verirrungen und fragwürdige Lebensweisen waren in der Stadt Korinth weit verbreitet. Doch etliche hatten sich durch den Glauben an Jesus Christus aus diesem Leben ohne Gott herausrufen lassen. Sie wurden nun durch Gottes Geist von der Sünde abgewaschen, das bedeutet: Ihre Sünden sind vergeben. Sie wurden geheiligt, d.h. beschlagnahmt für ein Leben unter der Führung Gottes, und sie wurden vor Gott richtig gemacht (V. 9-11). * Leider folgten manche von ihnen weiterhin dem damaligen Zeitgeist und gingen davon aus, dass die Stillung der leiblichen Bedürfnisse ganz in Ordnung sei: Wer Hunger und Durst hat, solle essen und trinken; wer sexuelle Bedürfnisse habe, solle sie befriedigen, denn der Leib sei weniger wichtig als die Seele; der Leib wurde als „Gefängnis der Seele“ angesehen. Wohl gemerkt: Es geht dabei nicht um die leibliche Gemeinschaft innerhalb der Ehe, sondern um Prostitution und Hurerei (V. 12-20). Mitten in dieses Thema hinein setzte Paulus den für heute gewählten Tagestext aus 1. Korinther, Kapitel 6, Vers 14: Gott hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft. Damit erinnerte Paulus die Christen, die Gottes Ordnungen verlassen hatten, daran, welche Würde sie mit ihrer Berufung in die Nachfolge Jesu verliehen bekommen haben: In gleicher Weise, wie ihr Herr den Tod überwunden hat und auferweckt worden ist, werden auch sie eines Tages auferweckt werden. Sie werden einen neuen Auferstehungsleib bekommen; die Überbetonung der gegenwärtigen leiblichen Begierde wird ihre Bedeutung verlieren. Der Zusatz „Durch seine Kraft“ oder „Macht“ weist darauf hin, dass es nicht um menschliche Macht geht, sondern darum, die durch Christus geschenkte Freiheit in der Bindung an ihn und seineOrdnungen zu leben. Ich wechsle in der Formulierung von „ihnen, den Christen in Korinth“, zu uns - zu denen unter uns, die mit Jesus Christus leben. Unseren Leib, unsere ganze Persönlichkeit bezeichnet Paulus als einen Tempel des Heiligen Geistes. Wir gehören nicht mehr uns selbst, sondern dem lebendigen Gott. Sein Sohn Jesus Christus hat um unserer Sünde willen durch den Tod am Kreuz einen hohen Preis bezahlt. Deshalb spricht Paulus eindringlich die Mahnung aus: „Lasst euch unter keinen Umständen zu sexueller Unmoral verleiten!“ (V. 8 Neue Genfer Übersetzung). Zu drei Überlegungen lade ich Sie herzlich ein: 1. Ich will prüfen, was in meinem Leben „unordentlich“ ist, nicht den Ordnungen Gottes entspricht. 2. Ich möchte mich neu danach ausrichten, mit meinen Alltagsangelegenheiten aus dem Blickwinkel der Ewigkeit umzugehen. Auf diese Weise kann ich Gott verherrlichen (V. 20). 3. Ich freue mich daran, dass „der Chef des himmlischen Ordnungsamtes“ der auferstandene Herr ist, der es heute gut mir meint und der eine herrliche Zukunft für mich bereithält. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Schwester Christa Weik, Diakonissenmutterhaus Aidlingen ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17365834.gif]

Gestern5 min
Episode Mental vorbereitet! Cover

Mental vorbereitet!

Die Bibelstelle Hebräer 3,14 – ausgelegt von René Cornelius. Ich habe letztens einen interessanten Bericht gelesen: Da ging es um das Laufen von Marathon-Strecken. Die Standard-Marathon-Strecke beträgt heute genau 42,195 km. Diese krumme Distanz geht auf die Olympischen Spiele 1908 in London zurück. Auf Wunsch des britischen Königshauses sollte das Rennen vor dem Schloss Windsor starten und genau vor der königlichen Loge im Olympiastadion enden. Das waren damals eben 42,195 km. Und die wurden seit 1921 zum Standard für alle Marathon-Strecken weltweit. Erstaunlich. Aber, was mich noch mehr erstaunt hat, ist die Tatsache, dass das Laufen dieser Strecke von knapp 42,2 km nicht das eigentliche Problem für die Sportler darstellt … also nicht die Strecke selber, sondern das, was unterwegs mit dem Läufer passiert. Haben Sie schon mal vom Phänomen „Kilometer 30“ oder der „mentalen Barriere“ gehört? Spätestens ab der Hälfte der Strecke ist die anfängliche Euphorie bei vielen Läufern oft verflogen, weil ihnen bewusst wird, dass sie nochmal genauso viel Strecke vor sich haben, wie sie bereits hinter sich gebracht haben. Der Läufer spürt aber bereits die körperliche Belastung und einen gewissen Grad an Erschöpfung, so dass die vor ihm liegende Strecke auf einmal wie ein großer Berg erscheint. Hinzu kommt noch das Phänomen „Kilometer 30“, was besagt, dass bei vielen Läufern zwischen dem 30. und 35. Kilometer die körpereigenen Kohlenhydratspeicher komplett aufgebraucht sind. Der Körper muss dann abrupt auf Fettverbrennung umstellen, was sich schlagartig wie Blei in den Beinen anfühlt, ein plötzlicher, extremer Leistungseinbruch. Dann weiter zu laufen, wird ab diesem Punkt zu einer echten, auch mentalen Herausforderung. Diese Phänomene sind bekannt. Daher raten viele Experten besonders auch zu mentalem Training in der Vorbereitung des Laufens, um dem Moment dieser inneren Barriere gut begegnen zu können. Ich übertrage diese Gedanken mal auf den Glauben an Jesus Christus. Der Apostel Paulus z. B. verwendet ja genau dieses Bild eines Laufes für den Lebensweg eines Christen. Er selbst sieht sich dabei noch unterwegs auf der Strecke. Er ist noch nicht angekommen, will aber sein Ziel auch nicht aus den Augen verlieren. Und dieses Ziel nennt er den „Siegespreis“, nämlich ein Leben mit Gott in der kommenden, himmlischen Herrlichkeit. (Phil 3,14 [https://www.bibleserver.com/LUT/Philipper3%2C14] HFA) Allerdings kann es auch auf dem Glaubensweg-Marathon unterwegs zu inneren, mentalen Blockaden und Hindernissen kommen. Nicht jeder, der losläuft kommt auch wirklich an. Auch im Glauben kann die anfängliche Begeisterung immer wieder Flauten erleben. Auch im Glauben erlebe ich mitunter Müdigkeit und Erschöpfung. Um dem mental begegnen zu können, sagt uns der Schreiber des Hebräerbriefs: „Denn wir haben Anteil an Christus bekommen, wenn wir die anfängliche Zuversicht bis ans Ende standhaft festhalten!“ (Hebr 3,14 [https://www.bibleserver.com/LUT/Hebr%C3%A4er3%2C14] SLT) Es geht also darum, auf der gesamten Strecke des Laufens an Gott und unserer inneren Zuversicht festzuhalten, eben nicht innerlich zu blockieren, nicht frustriert zu werden, auch wenn das Leben mal hart gegen mich steht. Zuversicht ist eine Kraft, die mich nach vorne zieht. Diese feste Überzeugung, dass sich alles positiv entwickeln wird, dass ich das Leben meistern kann, eine Zuversicht, die lautet: „Mit Gott zusammen erreiche ich das Ziel!“ Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: René Cornelius ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17364949.gif]

21. Juni 20264 min
Episode Merkwürdige Antwort Cover

Merkwürdige Antwort

Die Bibelstelle 2. Korinther 12,9 – ausgelegt von René Cornelius. Kennen Sie Momente, in denen Sie sich von ganzem Herzen eine Veränderung der Umstände wünschen? Und ich meine jetzt mal nicht die große Weltpolitik, sondern eher die ganz alltäglichen Situationen des Lebens … Das können Phasen der Krankheit sein, vielleicht sogar mit Schmerzen … wo man sich einfach nur wünscht, endlich wieder gesund zu sein oder dass zumindest die Schmerzen mal aufhören … Das können finanzielle Schwierigkeiten sein, wo sich einfach keine Lösung am Horizont abzeichnet und mir die Sorgen sogar den Schlaf rauben … das können Probleme in der Partnerschaft sein, oder mit den Kindern oder im Beruf, oder oder oder … Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr Situationen fallen mir ein, in denen sich jemand vielleicht inständig nach Veränderung sehnt, aber gefühlt auf der Stelle tritt, weil nichts besser wird. So etwas macht was mit mir und je länger solche Situationen anhalten, umso größer ist die Gefahr, innerlich völlig gefrustet zu werden. Gut ist es in solchen Momenten, Ansprechpartner zu haben, die mir helfen, aus der schwierigen Situation herauszukommen. Das können mitunter gute Freunde oder Bekannte sein, Familienmitglieder oder auch Fachleute auf ihrem Gebiet, die ich mal fragen kann, ob sie mir nicht vielleicht helfen können oder zumindest einen brauchbaren Tipp für mich haben. Für Christen ist unser Gott genau solch ein Ansprechpartner. Ich weiß, dass ich mit ihm, dem lebendigen Gott, ja über alles reden kann, dass Gott ein hörender Gott ist, der mich sieht und wahrnimmt und der mir auch wirklich helfen möchte. Deswegen suchen ja viele Menschen gerade in schwierigen Lebenssituationen den Kontakt zu Gott, fragen nach seinem Rat oder auch nach einer Lösung für die Situation. Selbst der Apostel Paulus in der Bibel ist da keine Ausnahme, auch er hat seine Baustellen und Dinge im Leben, die ihn belasten und wo er sich von Herzen her eine Veränderung wünscht. An manchen Stellen beschreibt er sogar die Schwierigkeiten mit anderen Leuten und seine inneren Kämpfe. Von den Unwegsamkeiten seiner Reisen, samt Misshandlung und Gefängnisaufenthalt mal ganz abgesehen. Und in all den schwierigen Situationen erlebt er immer wieder direkt oder indirekt das Wirken Gottes. Er erlebt Rettung in letzter Minute, er erlebt, wie sich Menschen plötzlich verändern und er erlebt immer wieder Gottes Möglichkeiten. Und trotzdem ringt auch ein Paulus immer wieder mit Gott. Eigentlich sollte er doch dankbar sein für all das Gute, was er bereits mit Gott erlebt hat. Und trotzdem hat auch ein Paulus seine inneren Baustellen, wo er sich von Herzen her eine Veränderung in seinem Leben wünscht. Wir wissen nicht genau, was es war, was ihn so dauerhaft belastet hat, aber Paulus selbst spricht von einem „Pfahl in seinem Fleisch“. Da ist etwas, was er nicht gelöst bekommt. Etwas, das ihn belastet und quält. Und was macht er? Er redet mit Gott darüber, natürlich. Er hat schon so oft in seinem Leben Gottes Wirken gesehen, er weiß, dass Gott helfen kann, aber zugleich frustet es ihn, dass Gott ihm bei dieser einen Sache scheinbar nicht helfen will, stattdessen hört er Gott sagen: „Lass dir an meiner Gnade genügen.“ Großartig, so eine Antwort wünscht man sich … Aber die Antwort geht noch etwas weiter. „Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ Das mag vielleicht im ersten Moment etwas seltsam klingen, fast wie ein Trostpflaster. Ich habe aber den Eindruck, da schwingt noch viel mehr mit, zumal Paulus selbst so reagiert, dass er sagt: „Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne.“ Gott will Paulus helfen, mit sich selbst und dem Leben klarzukommen. Er nimmt nicht alle Schwierigkeiten weg, aber er stellt auch Ihnen und mir seine Kraft zur Verfügung. Im Grunde sagt Gott hier zu Paulus: „Paulus, ich bin doch bei dir. Ich werde dir helfen, die Situation zu tragen, ich gebe dir meine Kraft, ich stell dir alles zur Verfügung, was du brauchst, um da hindurchzukommen. Ich begleite dich!“ Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: René Cornelius ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17364598.gif]

20. Juni 20264 min
Episode Erlösung Cover

Erlösung

Die Bibelstelle Psalm 71,23 – ausgelegt von Gabriele Berger-Faragó. Wann waren Sie zuletzt in einer scheinbar ausweglosen Situation, die sich aber doch zum Guten gewendet hat? Wer hat Ihnen letztlich geholfen, und wie haben Sie der Person gedankt? Als wir letzten Sommer auf der Heimfahrt von unserem Italienurlaub waren, gab unser Auto mitten auf der Autobahn seinen Geist auf. Der italienische Abschleppdienst ließ auf sich warten. Auf dem Parkplatz, auf dem wir gestrandet waren, waren es weit über 30 OC; der Motorschaden war laut Blinkanzeige im Auto vermutlich das Ende unserer alten Karre. Eine schier ausweglose Situation! „Not lehrt beten!“, sagt der Volksmund. Wie gut ist es jedoch, wenn das Gebet für einen Menschen mehr ist als nur der letzte Notnagel in ausweglosen Situationen. Gebet ist für Christen Ausdruck einer lebendigen Beziehung zu einem Gott, der uns in guten wie schweren Zeiten seine Zuwendung schenkt. So beteten auch wir an diesem Tag, auf einem staubigen Parkplatz in der heißen Sonne Italiens. Welch eine Erlösung, als endlich der Abschleppdienst kam! Ich wäre dem netten Italiener am liebsten um den Hals gefallen. Das habe ich natürlich nicht getan, aber ich habe ihm mit meinem Anfänger-Italienisch von Herzen gedankt. Und auch Gott konnten wir – nach 5 Tagen Wartezeit auf die doch noch mögliche Reparatur unseres Autos – auf der Heimfahrt fröhlich danken, dass er diese scheinbar ausweglose Situation letztlich zum Guten gewendet hatte. Es war ähnlich, wie König David es in Psalm 71 [https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm71], V. 23 beschreibt: „Meine Lippen und meine Seele, die du, Gott, erlöst hast, sollen fröhlich sein und dir lobsingen.“ Fällt es Ihnen leicht, in der Not zu beten? Und wenn Gott Ihnen geholfen hat, haben Sie dann auch ein fröhliches Loblied auf den Lippen? Es geht hier nicht um Höflichkeit Gott gegenüber, nicht um ein anerzogenes braves „Danke!“ Sondern es geht um das von Herzen kommende, fröhliche Loblied, das Gott als den erkennt, der uns aus der Not erlöst hat. Wie ich dem Abschleppitaliener nicht aus Höflichkeit, sondern wirklich durch und durch dankbar war, so können wir auch Gott mit „Herzen, Mund und Händen“ danken, wenn wir ihn als Retter in der Not wahrnehmen. Und was, wenn Gott die Not nicht wendet? Als Christin kenne ich natürlich auch Situationen, in denen Gott Gebete nicht erhört. Nein, falsch, ich korrigiere: Ich kenne Situationen, in denen Gott meine Gebete nicht so erhört, wie ich es gerne hätte. Dass er mein Gebet immer hört, daran glaube ich trotzdem. Natürlich bin ich frustriert, verunsichert und zweifelnd bis ver-zweifelt, wenn Gott trotz meines Betens scheinbar nicht eingreift. Doch ein kluger Satz hilft mir dann manchmal: „Gott kann beides: Entweder, er beruhigt den Sturm, oder er lässt den Sturm toben und beruhigt die, die ihm vertrauen.“ Das habe ich tatsächlich schon oft erlebt: Wenn Gott eine schwere Situation nicht so löst, wie ich es mir wünsche, kann er doch in mir einen inneren Frieden und Kraft schaffen, mit der Situation umzugehen. Klingt das nach billigem Trost? Nein, es ist mehr als das. Es ist ein „Frieden Gottes, der höher ist als alle Vernunft“ (Phil 4,7 [https://www.bibleserver.com/LUT/Philipper4%2C7]). So kann ich Gott mit „Lippen und Seele“ danken, auch wenn das Problem nicht „weg“ ist. Vielleicht fühle ich mich dabei nicht „fröhlich“. Aber ich kann trotzdem den Schöpfer loben, der nicht nur das gesamte Universum, sondern auch mein kleines Leben und Problem in seinen Händen hält. Mehr noch, ich glaube daran, dass der mensch-gewordene Gott namens Jesus Christus am Kreuz selbst erlebt hat, wie es ist, sich von Gott verlassen zu fühlen. Er hat sich mit unserem Schmerz und unseren ausweglosen Situationen identifiziert, einschließlich des Todes, dem ultimativen Ende ohne Ausweg. Und ich glaube daran, dass er vom Tod auferstand und damit zeigt: Ich bin die Erlösung! Gott ist der Erlöser! Selbst da, wo es wie ein Ende scheint, hat Gott eine Lösung und schafft einen neuen Anfang. Wenn das kein Grund zum fröhlichen Lobsingen ist!                        Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Gabriele Berger-Farago ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17364097.gif]

19. Juni 20264 min
Episode Weiter Raum Cover

Weiter Raum

Die Bibelstelle Psalm 31,9 – ausgelegt von Gabriele Berger-Faragó. Ich liebe das Meer: das gleichmäßige Rauschen der Wellen, die Weite des Himmels und den fernen Horizont, bei dem ich gar nicht weiß, wo das Wasser aufhört, und der Himmel beginnt.  Schade, dass wir bei uns in Süddeutschland kein Meer haben. Aber auch hier finde ich Orte, an denen ich einen weiten Blick genießen kann; z.B. auf meiner Lieblingsbank im Odenwald mit Blick von oben auf die Rheinebene. Ja, die Weite, die hat es mir angetan. Ihr Anblick weitet auch gedanklich den Horizont, zieht den Blick in die Ferne und lässt die Alltagssorgen vergessen. Darum mag ich auch den folgenden Bibelvers aus Psalm 31 [https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm31] so sehr, der für heute als Tageslosung ausgewählt wurde. Da steht: „Herr, du stellst meine Füße auf weiten Raum.“ Mit diesem Bild kann ich unmittelbar etwas anfangen. Vermutlich spricht es auch Sie an, wenn Sie weite Horizonte mögen. Gerade, wenn mich der Alltag niederdrücken will, brauche ich es, dass mich jemand aus der Enge meines Fühlens und Denkens herausholt und mich in die Weite führt. Spannend, dass hier nicht steht: „Geh, und such dir einen weiten Raum.“ Oder: „Bemühe dich drum, nicht so eng zu sein.“ Nein, der Vers lautet bewusst: „DU stellst meine Füße auf weiten Raum.“ Ich kann das oft nicht selber machen, die Weite nicht selbst schaffen. Wenn sich mein Denken und Fühlen in der Enge verirrt haben, dann brauche ich jemanden, der mich an der Hand nimmt und in die Weite führt. Jemanden, der meine Füße an den Ort der Freiheit stellt, den ich gerade nicht selbst finden kann. Aber wie macht Gott das denn, „in die Weite führen“? Ich denke, das sieht bei jedem anders aus. Manchmal geschieht es vielleicht sogar wortwörtlich: Ich gehe in sorgenvollen Gedanken versunken spazieren, und plötzlich hebt sich mein Blick, verliert sich in der Weite; gleichzeitig erkenne ich: „Wow, der mächtige Schöpfer, der Himmel und Erde gemacht hat, ist da. Er wird sich auch meines kleinen Problems annehmen können.“ Manchmal geschieht das In-die-Weite-Führen ähnlich wie bei König David, dem Verfasser dieses Gebets, der immer wieder von seinen Feinden verfolgt wird und sich einmal sogar in einer engen, dunklen Höhle verstecken muss. Es ist eine spannende Geschichte, wie Davids Verfolger zufällig ausgerechnet in diese Höhle kommt, und wie Gott David aus dieser lebensgefährlichen Lage befreit – nachzulesen im 1. Buch Samuel, Kapitel 24. Kein Wunder, dass David Gott in diesem Psalm 31 [https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm31] lobt und schreibt: „Du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott. […] Du übergibst mich nicht in die Hände des Feindes; du stellst meine Füße auf weiten Raum.“ (Ps. 31,6b+9 [https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm31%2C6.9]) Von der Finsternis, Enge und Todesnot in der Höhle hinaus auf den weiten Raum der Errettung und Freiheit – das lässt tief aufatmen, nicht nur König David, sondern alle, die Gottes Hilfe auf ähnliche Weise erleben. Allerdings ist der Psalm, wenn ich ihn in seiner vollen Länge lese, kein Schmusikusipsalm, der so tut, als sei im Leben mit Gott alles wunderbar. Das Gebet Davids spricht genauso von Angst, Kummer und Erschöpfung, und zwar gleich im nächsten Satz: „Herr, sei mir gnädig, denn mir ist angst, […] matt meine Seele und mein Leib. Mein Leben ist hingeschwunden in Kummer.“ (V. 10f) Es ist gut, dass David hier ehrlich ist. Weite und Enge, Gotteslob und Kummer, Dankbarkeit und Erschöpfung – körperlich wie seelisch –, liegen manchmal nahe beieinander. Das Leben ist selten schwarz-weiß, sondern ich kenne beides: das Schöne und das Schwere, das glitzernde Meer mit weitem Horizont ebenso wie den sturmgepeitschten Ozean, der mich zu ertränken droht. David wird mir in den Psalmen zum Vorbild: Er wendet sich in allen Lebenslagen an Gott. In der engen Höhle ebenso wie in der Weite. Er bittet, er klagt, er jubelt, er dankt. Manchmal wechselt die Stimmung sogar mitten im Satz. Echt und ungefiltert. David kennt Gott als Gegenüber, der als „Schöpfer so groß ist, dass ihm das Kleinste nicht zu klein ist“, wie Luther sagt. David erlebt Gott als den, dem ich alles sagen darf, und von dem ich mich getröstet und getragen weiß. Dazu lade ich Sie heute ein. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Gabriele Berger-Farago ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17363582.gif]

18. Juni 20265 min