Coverbild der Sendung ERF Plus - Wort zum Tag

ERF Plus - Wort zum Tag

Podcast von ERF - Der Sinnsender

Deutsch

Geschichte & Religion

Begrenztes Angebot

2 Monate für 1 €

Dann 4,99 € / MonatJederzeit kündbar.

  • 20 Stunden Hörbücher / Monat
  • Podcasts nur bei Podimo
  • Alle kostenlosen Podcasts
Loslegen

Mehr ERF Plus - Wort zum Tag

Die tägliche, alltagstaugliche Auslegung eines Bibelverses aus der „Losung“ oder den „Lehrtexten“ der Herrnhuter Brüdergemeine.

Alle Folgen

2983 Folgen

Episode Das Ziel im Blick Cover

Das Ziel im Blick

Die Bibelstelle Hebräer 12,1-2 – ausgelegt von Silke Stattaus. Es ist viele Jahre her zu DDR-Zeiten. Durch ein kleines – nein, eigentlich ein großes – Wunder bekommen wir die Möglichkeit, einen nagelneuen Trabbi zu kaufen. Ohne zwölf Jahre Wartezeit, wie das damals üblich war. Eine Frau, die uns wohlgesonnen ist, überträgt uns ihre Auto-Anmeldung, weil sie selbst kein Auto mehr braucht. Unsere Freude ist riesig. Allerdings liegt meine Fahrschulprüfung schon einige Zeit zurück. Fahrpraxis habe ich kaum. Also muss ich wieder üben. Im normalen Straßenverkehr klappt das ganz gut. Wenn da nur nicht die vielen Autobahnbaustellen wären. Davor habe ich Respekt. Was ist, wenn ich plötzlich zwischen einem Auto und der Leitplanke fahre? Wenn der Platz eng wird? Wenn ich einen Schlenker mache oder die Spur nicht halten kann? Von dieser Sorge erzähle ich einem guten Freund. Er hört mir aufmerksam zu und gibt mir dann einen einfachen Tipp: „Du wirst keinen Schlenker machen, wenn du dein Ziel im Blick behältst. Schau nicht nach rechts und nicht nach links auf das, was dir Angst macht. Schau nach vorne – und behalte dein Ziel im Auge.“ Diese Begegnung liegt inzwischen über vierzig Jahre zurück. Aber bis heute denke ich in engen Baustellen oder schwierigen Verkehrssituationen an diesen Rat: Behalte dein Ziel im Blick. Als ich den heutigen Tagesvers aus der Herrnhuter Losung lese, kommt mir dieser Satz sofort wieder in den Sinn. Er steht im Hebräerbrief und wurde an die Jesusnachfolger im ersten und zweiten Jahrhundert geschrieben. Sie sind entmutigt. Ihr Glaube bringt ihnen Schwierigkeiten ein. Sie werden angefeindet, ausgegrenzt und teilweise sogar gewaltsam verfolgt. Wie sollen sie da zuversichtlich bleiben? Der unbekannte Schreiber gibt ihnen eine klare Orientierung: Schaut nicht auf das, was euch Angst macht. Schaut auf Jesus. „Lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus.“ Das klingt zunächst einfach. Aber jeder weiß: So leicht ist das nicht. Wer Angst hat, schaut automatisch auf das Problem. Auf das, was eng wird, bedrohlich oder unsicher. Darum erinnert der Hebräerbrief seine Leser an ihr eigentliches Ziel: Jesus. Ihm wollen sie gehören, treu bleiben. Und andere Menschen zu ihm einladen. Doch der Schreiber macht ihnen nichts vor. Der Weg des Glaubens kann anstrengend sein. Er spricht sogar von einem Kampf. Deshalb braucht es Geduld und Ausdauer. Aber er sagt auch: Dieser Weg führt nicht ins Leere. Denn Jesus selbst ist der „Anfänger und Vollender des Glaubens“. Das heißt: Er hat den Glauben in uns begonnen – und er wird ihn auch ans Ziel bringen. Darauf dürfen Christen vertrauen. Wir leben heute in einem Land, in dem wir unseren Glauben frei bekennen dürfen. Wir können uns zu Jesus stellen, ohne Verfolgung fürchten zu müssen. Das ist ein großes Geschenk. Und für mich ein täglicher Grund zur Dankbarkeit. Gleichzeitig frage ich mich: Wie lebe ich meinen Glauben in dieser Freiheit? Vielleicht hilft mir auch dabei der einfache Rat unseres inzwischen verstorbenen Freundes, den er mir für die Autobahnbaustellen gegeben hat: * Schau nach vorne. * Behalte dein Ziel im Blick. Und ich ergänze: Schau auf Jesus! Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Silke Stattaus ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17360274.gif]

Gestern - 4 min
Episode Empfangen und Geben Cover

Empfangen und Geben

Die Bibelstelle 2. Korinther 9,8 – ausgelegt von Detlef Garbers. Über Geld reden ist in Deutschland nicht einfach. Vor allem wenn es um das eigene Geld geht. In vielen Familien kennt zwar das Finanzamt das Einkommen der Familie, aber untereinander weiß der eine nicht vom anderen, wieviel Geld verdient und wofür es ausgegeben wird. In der Bibel wird sehr häufig über Geld und über den Gebrauch des Geldes gesprochen. Da ist von Armen und Reichen die Rede, von Menschen, die hilfsbedürftig sind und solchen, die im Überfluss leben. Pauschal betrachtet gehört Deutschland zu den reichen Ländern dieser Erde. Wir leben im Überfluss. Bin ich dafür dankbar, dass ich mehr als genug zum Leben habe? Der Apostel Paulus schreibt einen Brief an die Christen in der griechischen Stadt Korinth. Mit dieser Gemeinde ist Paulus eng verbunden. In seinen Briefen erwähnt er, wo es in der Gemeinde überall schiefläuft. Paulus leidet unter dem Hickhack und Neid der Gemeinde. Doch er sieht auch die Chancen, die diese Gemeinde hat. Und diese liegen unter anderem in dem, was die Gemeinde an finanziellen Möglichkeiten besitzt. Viele der Gemeindeglieder in Korinth haben Vermögen im Überfluss. Und dieser Überschuss hat einen Zweck, er soll die Not der anderen lindern. Das bedeutet abzugeben und zu teilen. Deswegen schreibt er: „Gott hat die Macht, euch jede Gabe im Überfluss zu schenken. So habt ihr in jeder Hinsicht und zu jeder Zeit alles, was ihr zum Leben braucht. Und ihr habt immer noch mehr als genug, anderen reichlich Gutes zu tun.“ Sie können das im zweiten Brief an die Korinther im neunten Kapitel Vers acht nachlesen. Gott ist der Geber aller Gaben und er möchte, dass wir das, was wir empfangen haben, mit anderen teilen. Paulus möchte anstiften zum Teilen. Aber er übt keinen Druck aus. Einen fröhlichen Geber, eine fröhliche Geberin hat Gott lieb. Und Paulus schreibt auch, dass wer reichlich gibt, reichlich Segen zurückempfangen wird. An einer anderen Stelle zitiert Paulus Jesus, der sagt: „Geben ist besser als Nehmen“ (Apostelgeschichte 20,35) Wo wird überall Geld benötigt? Da sind Missionare, die finanzielle Unterstützung brauchen, Menschen, die unter Hunger und Naturkatastrophen leiden, Kinder in Not. Besonders wichtig ist es, die Dienste zu unterstützen, die für die Ausbreitung der guten Nachricht von Jesus einstehen wie z.B. der ERF.  Wenn es um das Teilen und Spenden geht, stelle ich mir persönlich folgende Frage: „Detlef, willst du See Genezareth oder Totes Meer sein?“ Was meine ich damit? In Israel gibt es zwei große Seen, in beide Seen fließt derselbe Fluss. Es ist der Jordan. Im Norden des Landes fließt der Jordan durch den See Genezareth hinein und wieder hinaus und im Süden fließt er in das Tote Meer, den großen Salzsee, hinein. Der See Genezareth empfängt und gibt wieder Wasser ab. Der Fischreichtum dieses Sees ist weltweit bekannt. Das Tote Meer empfängt, gibt aber nicht ab. Im Toten Meer leben keine Fische. Alles Wasser verdunstet. Das heißt für mich: Will ich nur empfangen oder bin ich bereit, das, was ich bekomme, großzügig abzugeben? Wo können Sie „See Genezareth“ sein und Gutes tun? Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Detlef Garbers ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17359718.gif]

11. Juni 2026 - 3 min
Episode Wenn alles zu viel wird … Cover

Wenn alles zu viel wird …

Die Bibelstelle Josua 1,9 – ausgelegt von Detlef Garbers. „Ich schaffe das nicht.“ „Mir wird alles zu viel.“ Kennen Sie dieses Erleben, dass einem die Arbeit oder Verantwortung über den Kopf wächst? Und mit diesem Gefühl schleicht die Angst in mir hoch, zu versagen oder sogar zusammenzubrechen? Ich kann mich an einige solcher Situationen erinnern. Und auch in der Bibel lese ich von Personen, denen es ähnlich geht. Die Propheten Elia und Jeremia fallen mir ein. Heute würden wir sagen, dass sie in eine Depression geraten sind. Auch Josua ist gefährdet, in so eine Lage hineinzurutschen, denn er steht in einer herausgehobenen Stellung. Er wird zum Nachfolger von Mose bestimmt. Gott beauftragt ihn, das Volk Israel in das gelobte Land Kanaan zu führen und das Land einzunehmen. Angesichts dieser Lage scheint Josua mutlos geworden zu sein. Ist er dazu in der Lage? Ängste mögen hochgekommen sein. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass Gott ihn daran erinnert und sagt: „Habe ich dir nicht geboten: Sei getrost und unverzagt?“ (Josua 1, 9). Mit anderen Worten: „Hast Du vergessen, was ich Dir zugesagt habe. Hab keine Angst. Ich bin bei Dir.“ Und allein in dem ersten Kapitel des Josuabuches, erinnert Gott den Josua viermal daran, keine Angst zu haben, sei mutig und stark.   Was macht Ihnen gerade zu schaffen? Wo haben Sie Ängste oder sind mutlos? Oft steht dabei die Furcht vor Menschen als Pate hinter meiner Mutlosigkeit. Letztere gilt es zu überwinden. Wie kann das geschehen? Das Gebet ist ein Schlüssel dafür. Ich selbst habe erlebt, wie meine gewachsene Angst vor Menschen abfiel, als dafür gebetet wurde. Corrie ten Boom, eine Holländerin, die das KZ im Dritten Reich überlebte, sagte: Mut ist Angst, die gebetet hat. Gott gibt dem Josua Hilfen, damit er mutig seinen Auftrag nachkommt. Sie können diese Hilfen, die Gott ihm gibt, beim Lesen des ersten Kapitels des Josua Buches nachlesen. Dazu können die fünf Finger an ihrer Hand als Gedächtnisstütze dienen, um Ängste zu überwinden. Erstens der Daumen: Halten Sie hoch, wer Sie in Gottes Augen sind. Er hat Sie gewollt, er hat sie geschaffen und sie mit besonderen Gaben ausgestattet. Zweitens der Zeigefinger: Lassen Sie Gottes Wort auf ihr Leben zeigen. Lesen Sie täglich Gottes Wort. Das kann ein kurzer Bibelvers, ein Psalm oder ein ganzes biblisches Buch sein. Drittens der Mittelfinger: Beherzigen Sie das, was sie gelesen haben, setzen Sie eine Sache, die ihnen beim Lesen wichtig geworden ist in die Tat um. Gottes Wort möchte der Mittelpunkt in Ihrem Leben sein. Jesus betont: Wer meine Worte hört und sie tut, der baut sein Leben auf ein festes Fundament. Viertens der Ringfinger: Gott ist der Gott der Bünde. Immer wieder ist er Bündnisse mit Menschen eingegangen. Der Gott, der mit Josua, Elia und auch mit Israel und seiner Gemeinde unterwegs ist, will auch Ihr Gott sein. Als Beweis seiner Treue gilt seine Liebe, die er in Jesus Christus gezeigt hat. Fünftens der kleine Finger: Ihr Glaube mag für Sie klein erscheinen, sie mögen von Sorgen übermannt sein. Haken sie sich ein in Gottes Wort und seiner Zusage, dass bei ihm nichts unmöglich ist. Gott ist in den Schwachen mächtig. So wie Gott es Josua zurief, möchte Gott es auch Ihnen sagen: Sei getrost und unverzagt. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Detlef Garbers ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17359198.gif]

10. Juni 2026 - 4 min
Episode „Haben Sie Durst nach ewigem Leben?“ Cover

„Haben Sie Durst nach ewigem Leben?“

Die Bibelstelle Jesaja 55,1 – ausgelegt von Gerhard Weinreich. „Durst ist schlimmer als Heimweh!“ Dieses Sprichwort klingt übertrieben, stimmt aber, wenn ich ohne ausreichenden Wasservorrat in der Wüste unterwegs bin! Die Gefahr einer Kreislaufschwäche ist groß. Oder gar einer Fata morgana, einer Sinnestäuschung zu erliegen: Wasser zu sehen und zu hören, das es gar nicht gibt! Vor vielen Jahren machte ich in Israel bei großer Hitze eine Wanderung von Jerusalem hinunter nach Jericho mit. Unterwegs wurden wir ständig gemahnt: „Leute, trinkt, trinkt, trinkt!" Als wir nach viereinhalb Stunden unser Ziel erreichten, stürmten wir den großen Straßenmarkt Jerichos, wo Händler frisches Wasser und auch kalte Coca-Cola feilboten. Eine orientalische Marktszene hatte vielleicht vor 2500 Jahren auch der Prophet vor Augen, der im Namen Gottes zu Beginn von Jesaja 55 ermutigende, aber auch ermahnende Sätze an das Volk Israel richtete. Sein erster Satz ist die heutige Losung der Herrnhuter Brüdergemeine: „Wohlan alle, die durstig seid, kommt her zum Wasser!“ Eine freundliche, aber auch unklare Aufforderung. Denn die Stillung rein körperlichen Durstes dürfte der Prophet kaum gemeint haben. Ein Satz des großen russischen Schriftstellers und Menschenkenners Dostojewski hilft vielleicht weiter: „Jeder Mensch braucht jemanden, zu dem er nach Hause kommen kann." Stimmt! Ich sehne mich nach einem Ort, an dem ich wirklich daheim, echt zuhause bin: Geliebt, weil wertgeachtet und wertgeschätzt, angenommen und aufgenommen. Und da ist Gott, der ruft und einlädt: „Kommt her! Her zu mir!" Nicht bloß die Israeliten damals.  Auch Sie und mich heute! Sollten wir nicht alle zu ihm nach Hause kommen? Zumal er sagt: "Ich bin für jeden von Euch lebensnotwendig wie Wasser!“ Warum? Der Durst eurer Seele nach einem erfüllten Leben ist unbezahlbar. Für Geld kann ich ein Haus kaufen, aber keine Geborgenheit! Medizin, aber keine Gesundheit! Maskottchen, aber kein Glück! Sex, aber keine Liebe! Ein Halskreuz, aber keinen Heiland! Für Geld kann ich alles kaufen, doch das Käufliche ist nicht alles! Der Mensch lebt nicht von dem, was er sich leisten kann. Unsere Seele braucht Gott und sein Wort, um innerlich "satt" zu werden. Und ihn, um den es darin geht: Jesus! Und da ist Jesus, das Mensch gewordene Wort Gottes, der ruft und einlädt: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken! “Die Erfrischung, die Jesus schenkt, beschreibt er im Gespräch mit einer samaritischen Frau am Jakobsbrunnen noch genauer: „Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.“ Jesus ist die Erfüllung dessen, was der Prediger Salomo sagte: Nämlich, dass Gott uns Menschen „die Ewigkeit ins Herz gelegt hat!" (Prediger 3,11) Jesus stillt unseren Durst nach etwas Bleibendem, einem endgültigen Daheim und Zuhause im Leben! Ein Beispiel aus dem Leben: Eine 81-jährige Frau ruft mich aus dem Krankenhaus an: „Stellen Sie sich vor, Herr Pfarrer, die Ärzte haben bei mir alten Frau Krebs festgestellt! Nächste Woche wollen sie mich operieren. Ich habe solche Angst! Können Sie bitte zu mir kommen und mir das Heilige Abendmahl geben? Gleich am nächsten Tag feiere ich es mit ihr. Als ich sie am Abend vor der Operation noch einmal im Krankenhaus besuche, begrüßt sie mich mit dem Satz: „Ob Sie’s glauben oder nicht, Herr Pfarrer, aber seit dem Heiligen Abendmahl ist meine Angst weg! Sollte ich morgen Mittag nach der Operation wieder aufwachen, dann werde ich Gott danken, dass ich weiterleben darf! Wenn nicht, dann werde ich bei ihm aufwachen und ihm danken, dass ich jetzt für immer bei ihm bin!" Wenn Sie und ich im Leben mit Jesus unterwegs sind, werden wir einmal von Jesus das schönste „Kommt her“ hören! Nämlich: "Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt!“ Wer danach im Glauben dürstet, sagt Jesus in der Offenbarung Johannes, „der komme; wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst." Also gratis, total unverdient, aus Gnade pur. Schlagen Sie dieses einmalige Angebot um Gottes und der Liebe Jesu willen bitte nicht aus! Es wäre der größte Fehler Ihres Lebens. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Pfarrer i. R. Gerhard Weinreich ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17357194.gif]

9. Juni 2026 - 6 min
Episode Gottes „Muss“ hat göttliche Ziele! Cover

Gottes „Muss“ hat göttliche Ziele!

Die Bibelstelle Apostelgeschichte 27,23-24 – ausgelegt von Gerhard Weinreich. Vielleicht sind Sie eben darüber gestolpert, dass der Engel Gottes zu Paulus sagte: „Du musst vor den Kaiser gestellt werden!“ Und haben sich gefragt: “Gibt es denn so ein göttliches Muss?“ Menschen beklagen sich oft: „Warum musste gerade ich so schwer erkranken?“ Oder: "Warum musste gerade ich so einen herben Verlust erleiden?" Es gibt ähnliche Fragen – meistens ohne Antwort. Ich bekam eine für mich als 25-jähriger Vikar beim ersten Hausbesuch in meiner ersten Gemeinde: einem alten Ehepaar, das in erbärmlichen Verhältnissen lebte! Die Frau klagte mir auch gleich ihre Not: „Wenn unser Sohn noch lebte, ginge es uns jetzt besser! Aber der wurde ja noch kurz vor Kriegsende mit seinem Flugzeug abgeschossen!" Ich versuchte, sie mit Worten der Bibel und des Glaubens zu trösten. Doch sie unterbrach mich bald: „Ach, Sie junger Spund, was verstehen denn Sie vom Leben!“ Daraufhin erzählte ich ihr, dass ich mit „17“ innerhalb von drei Wochen meine Eltern und viele Jahre zuvor meinen einzigen Bruder verloren habe. Sagte ihr, dass ich ohne Gottes Trost und Jesu Hilfe heute nicht bei ihr sitzen würde. Worauf sie zunächst lange schwieg, dann aber sagte: „Herr Vikar, jetzt glaube ich Ihnen auch, was sie mir von Gott und Jesus sagten!“ Im nächsten Moment ging mir auf: "Gerhard, deshalb musstest Du das Sterben dreier geliebter Menschen erleben, damit Du einmal Menschen in ihrer Trauer überhaupt verstehen und dann versuchen kannst, sie zu trösten!“ Was für ein Beginn meiner Vikarszeit! Jetzt verstand ich, dass Paulus in einem seiner Briefe schrieb: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis, damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.“ Was Paulus von Gott erkannte, mit ihm erlebte und dann seelsorgerlich tun konnte, hat mein Pfarrersleben geprägt. Mich auch den Satz des Philosophen Sören Kierkegaard begreifen lassen: „Verstehen kann man das Leben nur rückwärts!“ Also erst im Rückblick auf finstere Täler oder herbe Einschnitte im Leben: ob sie mir nicht auch eine neue Sicht vom Leben schenken! Ich denke an eine Cousine. Sie lag nach einem komplizierten Wadenbeinbruch wochenlang im Krankenhaus. Als ich sie besuchte, meinte sie: „Was mir bis jetzt enorm wichtig war, wurde mir auf einmal völlig nebensächlich. Und was für mich bisher total unwichtig war, bekam auf einmal einen hohen Stellenwert.“ Doch Sören Kierkegard sagte nicht bloß: „Verstehen kann man das Leben nur rückwarts“ sondern auch: „Leben muss man es aber vorwärts!“ Meine Mutter fiel mir ein, die 13 Jahre nach dem Tod meines Bruders sagte: „Jetzt bin ich über ihn hinweg. Ich suche meinen Jungen nicht mehr 1,60 Meter unter der Erde, sondern oben bei Gott! Wer weiß, wovor er mein Kind bewahren wollte.“ Was für eine Lektion, die meine Mutter damit von Gott lernte! So manche Lektionen von Gott lernte auch meine Frau in den Höhen und Tiefen ihrer jahrelangen Krebserkrankung. Sie lebte mir dabei vor, was das Leben „vorwärts leben“ heißt. Nämlich, je länger umso mehr mit dem Satz des Paulus im Herzen: „Ich vergesse, was dahinten ist und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.“ Dem Erreichen göttlicher Ziele soll jedes „Muss Gottes“ im Leben dienen! Paulus hat das erlebt. In Rom wurde er nur zu einem Hausarrest in eigener Wohnung verurteilt, konnte aber trotzdem ungehindert das Evangelium von Jesus Christus verkündigen! Und danach bekam Paulus vermutlich von Gott sogar einen langersehnten Wunsch erfüllt: nämlich nach Spanien reisen und auch dort missionieren zu dürfen! Einen Philipp Friedrich Hiller ließ das dichten: „HERR, was sind wir, dass du Engel uns zu unsern Wächtern gibst? Menschen sind wir voller Mängel, Menschen, die du dennoch liebst. Engel, die dich allzeit sehn, sollen uns zu Diensten stehn. Engel hüten uns als Kinder, heilge Engel schützen Sünder.“  (Lied: Herr Gott, dessen starke Rechte) Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Pfarrer i. R. Gerhard Weinreich ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17356555.gif]

8. Juni 2026 - 6 min
Super gut, sehr abwechslungsreich Podimo kann man nur weiterempfehlen
Super gut, sehr abwechslungsreich Podimo kann man nur weiterempfehlen
Ich liebe Podcasts, Hörbücher u. -spiele, Dokus usw. Hier habe ich genügend Auswahl. Macht 👍 weiter so

Wähle dein Abonnement

Am beliebtesten

Begrenztes Angebot

Premium

20 Stunden Hörbücher

  • Podcasts nur bei Podimo

  • Keine Werbung in Podimo Podcasts

  • Jederzeit kündbar

2 Monate für 1 €
Dann 4,99 € / Monat

Loslegen

Premium Plus

100 Stunden Hörbücher

  • Podcasts nur bei Podimo

  • Keine Werbung in Podimo Podcasts

  • Jederzeit kündbar

30 Tage kostenlos testen
Dann 13,99 € / monat

Kostenlos testen

Nur bei Podimo

Beliebte Hörbücher

Häufig gestellte Fragen

Weitere Fragen und Antworten
Loslegen

2 Monate für 1 €. Dann 4,99 € / Monat. Jederzeit kündbar.