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Ordnung muss unter den Leuten sein

5 min · Gestern
Episode Ordnung muss unter den Leuten sein Cover

Beschreibung

Die Bibelstelle 1. Korinther 6,14 – ausgelegt von Christa Weik. Die Redewendung „Ordnung muss unter den Leuten sein“ soll von dem Reformator und Bibelübersetzer Dr. Martin Luther aus dem 16. Jahrhundert stammen und sich auf die Ordnung des Gesetzes Gottes im Gegensatz zu menschlichen Regeln beziehen. Bei manchen Christen der Gemeinde in Korinth waren die Ordnungen Gottes durcheinandergeraten oder wurden fragwürdig gedeutet. Wer das ganze Kapitel 6 des 1. Korintherbriefes liest, entdeckt die Missstände: * Streitigkeiten unter den Gemeindemitgliedern wurden nicht innerhalb der Gemeinde, sondern vor Richtern außerhalb der Gemeinde geregelt (V. 1-8). * Zehn sittliche Verirrungen und fragwürdige Lebensweisen waren in der Stadt Korinth weit verbreitet. Doch etliche hatten sich durch den Glauben an Jesus Christus aus diesem Leben ohne Gott herausrufen lassen. Sie wurden nun durch Gottes Geist von der Sünde abgewaschen, das bedeutet: Ihre Sünden sind vergeben. Sie wurden geheiligt, d.h. beschlagnahmt für ein Leben unter der Führung Gottes, und sie wurden vor Gott richtig gemacht (V. 9-11). * Leider folgten manche von ihnen weiterhin dem damaligen Zeitgeist und gingen davon aus, dass die Stillung der leiblichen Bedürfnisse ganz in Ordnung sei: Wer Hunger und Durst hat, solle essen und trinken; wer sexuelle Bedürfnisse habe, solle sie befriedigen, denn der Leib sei weniger wichtig als die Seele; der Leib wurde als „Gefängnis der Seele“ angesehen. Wohl gemerkt: Es geht dabei nicht um die leibliche Gemeinschaft innerhalb der Ehe, sondern um Prostitution und Hurerei (V. 12-20). Mitten in dieses Thema hinein setzte Paulus den für heute gewählten Tagestext aus 1. Korinther, Kapitel 6, Vers 14: Gott hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft. Damit erinnerte Paulus die Christen, die Gottes Ordnungen verlassen hatten, daran, welche Würde sie mit ihrer Berufung in die Nachfolge Jesu verliehen bekommen haben: In gleicher Weise, wie ihr Herr den Tod überwunden hat und auferweckt worden ist, werden auch sie eines Tages auferweckt werden. Sie werden einen neuen Auferstehungsleib bekommen; die Überbetonung der gegenwärtigen leiblichen Begierde wird ihre Bedeutung verlieren. Der Zusatz „Durch seine Kraft“ oder „Macht“ weist darauf hin, dass es nicht um menschliche Macht geht, sondern darum, die durch Christus geschenkte Freiheit in der Bindung an ihn und seineOrdnungen zu leben. Ich wechsle in der Formulierung von „ihnen, den Christen in Korinth“, zu uns - zu denen unter uns, die mit Jesus Christus leben. Unseren Leib, unsere ganze Persönlichkeit bezeichnet Paulus als einen Tempel des Heiligen Geistes. Wir gehören nicht mehr uns selbst, sondern dem lebendigen Gott. Sein Sohn Jesus Christus hat um unserer Sünde willen durch den Tod am Kreuz einen hohen Preis bezahlt. Deshalb spricht Paulus eindringlich die Mahnung aus: „Lasst euch unter keinen Umständen zu sexueller Unmoral verleiten!“ (V. 8 Neue Genfer Übersetzung). Zu drei Überlegungen lade ich Sie herzlich ein: 1. Ich will prüfen, was in meinem Leben „unordentlich“ ist, nicht den Ordnungen Gottes entspricht. 2. Ich möchte mich neu danach ausrichten, mit meinen Alltagsangelegenheiten aus dem Blickwinkel der Ewigkeit umzugehen. Auf diese Weise kann ich Gott verherrlichen (V. 20). 3. Ich freue mich daran, dass „der Chef des himmlischen Ordnungsamtes“ der auferstandene Herr ist, der es heute gut mir meint und der eine herrliche Zukunft für mich bereithält. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Schwester Christa Weik, Diakonissenmutterhaus Aidlingen ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17365834.gif]

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Gute Nachrichten

Die Bibelstelle Jesaja 64,8 – ausgelegt von Christa Weik. In Zeiten weltweiter Herausforderungen sehnt sich der Mensch nach guten Nachrichten, die ihn ermutigen und trösten. Eine solch gute Nachricht lesen wir beim Propheten Jesaja in Kapitel 64, Vers 8: „HERR, zürne nicht so sehr und gedenke nicht ewig der Sünde! Sieh doch an, dass wir alle dein Volk sind!“ Warum bezeichne ich diese drei Bitten als gute Nachricht? Zum Hintergrund: Jesaja war ein Prophet Israels und stammte aus dem Südreich Juda. Er wurde Mitte des achten Jahrhunderts vor Christus von Gott zum Propheten berufen und wirkte mehrere Jahrzehnte unter vier Königen Judas. Darüber hinaus hatte er auch Botschaften für das Nordreich Israel. Als Prophet hatte er die Aufgabe, den Willen Gottes an die politische und geistliche Führung sowie an das Volk weiterzugeben; er sollte ermahnen und trösten. Weil sich die Herrschenden und das Volk nicht mehr unbedingt auf Gott allein verließen, sondern sich zeitweise von anderen Königen abhängig machten und auch Götzendienst betrieben, warnte Gott sein Volk durch seine Boten: Kehrt um von euren falschen Wegen! Vertraut mir allein. Dann segne ich euch. Sonst wird euch mein Gericht treffen. Doch es war vergeblich. Jesaja erlebte 722 vor Christus die Wegführung der Israeliten im Nordreich in die Gefangenschaft in Assyrien mit. Und er wies auf die im Jahr 606 vor Christus beginnende Wegführung der Bewohner des Südreiches Juda in die Gefangenschaft nach Babylon hin. Sie sollte siebzig Jahre dauern (Jeremia 25,11-12 [https://www.bibleserver.com/LUT/Jeremia25%2C11-12]). Gott gab seinem Propheten zugleich die Vorausschau in die Zeit des Exils und danach. Erlösung, Heil und Frieden sollten sie kennzeichnen. Warum bezeichne ich den heutigen Bibelvers als Ermutigung? „HERR, zürne nicht so sehr und gedenke nicht ewig der Sünde! Sieh doch an, dass wir alle dein Volk sind!“ Erstens: Der Beter spricht Gott als HERRN an. Einen Vers vorher bekennt er: „Du bist unser Vater“ und weist damit auf die persönliche Beziehung zwischen Gott und seinem Volk hin. Zweitens: Der Beter erkennt seine Sünde! Jetzt, in der Zeit des Exils, begreift er: Wir sind vor unserem Gott schuldig geworden. Wir haben ihm nicht vertraut, sondern sind eigene Wege gegangen, die Gott nicht ehren. Der Beter weiß um den Zorn Gottes über die Sünde und den, der die Sünde nicht lassen will. Sein Bekenntnis ist zugleich die Bitte um Vergebung. Drittens: Er drückt es deutlich aus: Wir sind doch alle (im Nordreich Israel und im Südreich Juda) dein Volk. „Herr, zürne nicht …, gedenke nicht ewig …, sieh doch an …“ - so dürfen auch wir beten. Jesus ist gekommen, um uns mit dem Vater zu versöhnen: Wer den Sohn hat, der hat das Leben, weil Jesus den Zorn Gottes auf sich genommen hat, als er am Kreuz für uns starb (Johannes 3,36 [https://www.bibleserver.com/LUT/Johannes3%2C36]) Seine Vergebung deckt unsere Sünde zu, sie kommt bei ihm nicht mehr zur Sprache. Und wer im Glauben an ihn lebt, darf wissen: Ich bin sein Kind, er sieht mich als liebender Vater an. Leiden Sie in diesen Tagen unter Schuld und Versagen oder stecken Sie in besonderen Nöten? Dann reden Sie mit dem Herrn darüber, wie wir es bei Jesaja lesen. Freuen Sie sich an der guten Nachricht, dass seine Augen liebend und vergebend auf Sie gerichtet sind und gehen Sie froh und getrost durch den heutigen Tag. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Schwester Christa Weik, Diakonissenmutterhaus Aidlingen ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17366223.gif]

23. Juni 20265 min
Episode Ordnung muss unter den Leuten sein Cover

Ordnung muss unter den Leuten sein

Die Bibelstelle 1. Korinther 6,14 – ausgelegt von Christa Weik. Die Redewendung „Ordnung muss unter den Leuten sein“ soll von dem Reformator und Bibelübersetzer Dr. Martin Luther aus dem 16. Jahrhundert stammen und sich auf die Ordnung des Gesetzes Gottes im Gegensatz zu menschlichen Regeln beziehen. Bei manchen Christen der Gemeinde in Korinth waren die Ordnungen Gottes durcheinandergeraten oder wurden fragwürdig gedeutet. Wer das ganze Kapitel 6 des 1. Korintherbriefes liest, entdeckt die Missstände: * Streitigkeiten unter den Gemeindemitgliedern wurden nicht innerhalb der Gemeinde, sondern vor Richtern außerhalb der Gemeinde geregelt (V. 1-8). * Zehn sittliche Verirrungen und fragwürdige Lebensweisen waren in der Stadt Korinth weit verbreitet. Doch etliche hatten sich durch den Glauben an Jesus Christus aus diesem Leben ohne Gott herausrufen lassen. Sie wurden nun durch Gottes Geist von der Sünde abgewaschen, das bedeutet: Ihre Sünden sind vergeben. Sie wurden geheiligt, d.h. beschlagnahmt für ein Leben unter der Führung Gottes, und sie wurden vor Gott richtig gemacht (V. 9-11). * Leider folgten manche von ihnen weiterhin dem damaligen Zeitgeist und gingen davon aus, dass die Stillung der leiblichen Bedürfnisse ganz in Ordnung sei: Wer Hunger und Durst hat, solle essen und trinken; wer sexuelle Bedürfnisse habe, solle sie befriedigen, denn der Leib sei weniger wichtig als die Seele; der Leib wurde als „Gefängnis der Seele“ angesehen. Wohl gemerkt: Es geht dabei nicht um die leibliche Gemeinschaft innerhalb der Ehe, sondern um Prostitution und Hurerei (V. 12-20). Mitten in dieses Thema hinein setzte Paulus den für heute gewählten Tagestext aus 1. Korinther, Kapitel 6, Vers 14: Gott hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft. Damit erinnerte Paulus die Christen, die Gottes Ordnungen verlassen hatten, daran, welche Würde sie mit ihrer Berufung in die Nachfolge Jesu verliehen bekommen haben: In gleicher Weise, wie ihr Herr den Tod überwunden hat und auferweckt worden ist, werden auch sie eines Tages auferweckt werden. Sie werden einen neuen Auferstehungsleib bekommen; die Überbetonung der gegenwärtigen leiblichen Begierde wird ihre Bedeutung verlieren. Der Zusatz „Durch seine Kraft“ oder „Macht“ weist darauf hin, dass es nicht um menschliche Macht geht, sondern darum, die durch Christus geschenkte Freiheit in der Bindung an ihn und seineOrdnungen zu leben. Ich wechsle in der Formulierung von „ihnen, den Christen in Korinth“, zu uns - zu denen unter uns, die mit Jesus Christus leben. Unseren Leib, unsere ganze Persönlichkeit bezeichnet Paulus als einen Tempel des Heiligen Geistes. Wir gehören nicht mehr uns selbst, sondern dem lebendigen Gott. Sein Sohn Jesus Christus hat um unserer Sünde willen durch den Tod am Kreuz einen hohen Preis bezahlt. Deshalb spricht Paulus eindringlich die Mahnung aus: „Lasst euch unter keinen Umständen zu sexueller Unmoral verleiten!“ (V. 8 Neue Genfer Übersetzung). Zu drei Überlegungen lade ich Sie herzlich ein: 1. Ich will prüfen, was in meinem Leben „unordentlich“ ist, nicht den Ordnungen Gottes entspricht. 2. Ich möchte mich neu danach ausrichten, mit meinen Alltagsangelegenheiten aus dem Blickwinkel der Ewigkeit umzugehen. Auf diese Weise kann ich Gott verherrlichen (V. 20). 3. Ich freue mich daran, dass „der Chef des himmlischen Ordnungsamtes“ der auferstandene Herr ist, der es heute gut mir meint und der eine herrliche Zukunft für mich bereithält. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Schwester Christa Weik, Diakonissenmutterhaus Aidlingen ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17365834.gif]

Gestern5 min
Episode Mental vorbereitet! Cover

Mental vorbereitet!

Die Bibelstelle Hebräer 3,14 – ausgelegt von René Cornelius. Ich habe letztens einen interessanten Bericht gelesen: Da ging es um das Laufen von Marathon-Strecken. Die Standard-Marathon-Strecke beträgt heute genau 42,195 km. Diese krumme Distanz geht auf die Olympischen Spiele 1908 in London zurück. Auf Wunsch des britischen Königshauses sollte das Rennen vor dem Schloss Windsor starten und genau vor der königlichen Loge im Olympiastadion enden. Das waren damals eben 42,195 km. Und die wurden seit 1921 zum Standard für alle Marathon-Strecken weltweit. Erstaunlich. Aber, was mich noch mehr erstaunt hat, ist die Tatsache, dass das Laufen dieser Strecke von knapp 42,2 km nicht das eigentliche Problem für die Sportler darstellt … also nicht die Strecke selber, sondern das, was unterwegs mit dem Läufer passiert. Haben Sie schon mal vom Phänomen „Kilometer 30“ oder der „mentalen Barriere“ gehört? Spätestens ab der Hälfte der Strecke ist die anfängliche Euphorie bei vielen Läufern oft verflogen, weil ihnen bewusst wird, dass sie nochmal genauso viel Strecke vor sich haben, wie sie bereits hinter sich gebracht haben. Der Läufer spürt aber bereits die körperliche Belastung und einen gewissen Grad an Erschöpfung, so dass die vor ihm liegende Strecke auf einmal wie ein großer Berg erscheint. Hinzu kommt noch das Phänomen „Kilometer 30“, was besagt, dass bei vielen Läufern zwischen dem 30. und 35. Kilometer die körpereigenen Kohlenhydratspeicher komplett aufgebraucht sind. Der Körper muss dann abrupt auf Fettverbrennung umstellen, was sich schlagartig wie Blei in den Beinen anfühlt, ein plötzlicher, extremer Leistungseinbruch. Dann weiter zu laufen, wird ab diesem Punkt zu einer echten, auch mentalen Herausforderung. Diese Phänomene sind bekannt. Daher raten viele Experten besonders auch zu mentalem Training in der Vorbereitung des Laufens, um dem Moment dieser inneren Barriere gut begegnen zu können. Ich übertrage diese Gedanken mal auf den Glauben an Jesus Christus. Der Apostel Paulus z. B. verwendet ja genau dieses Bild eines Laufes für den Lebensweg eines Christen. Er selbst sieht sich dabei noch unterwegs auf der Strecke. Er ist noch nicht angekommen, will aber sein Ziel auch nicht aus den Augen verlieren. Und dieses Ziel nennt er den „Siegespreis“, nämlich ein Leben mit Gott in der kommenden, himmlischen Herrlichkeit. (Phil 3,14 [https://www.bibleserver.com/LUT/Philipper3%2C14] HFA) Allerdings kann es auch auf dem Glaubensweg-Marathon unterwegs zu inneren, mentalen Blockaden und Hindernissen kommen. Nicht jeder, der losläuft kommt auch wirklich an. Auch im Glauben kann die anfängliche Begeisterung immer wieder Flauten erleben. Auch im Glauben erlebe ich mitunter Müdigkeit und Erschöpfung. Um dem mental begegnen zu können, sagt uns der Schreiber des Hebräerbriefs: „Denn wir haben Anteil an Christus bekommen, wenn wir die anfängliche Zuversicht bis ans Ende standhaft festhalten!“ (Hebr 3,14 [https://www.bibleserver.com/LUT/Hebr%C3%A4er3%2C14] SLT) Es geht also darum, auf der gesamten Strecke des Laufens an Gott und unserer inneren Zuversicht festzuhalten, eben nicht innerlich zu blockieren, nicht frustriert zu werden, auch wenn das Leben mal hart gegen mich steht. Zuversicht ist eine Kraft, die mich nach vorne zieht. Diese feste Überzeugung, dass sich alles positiv entwickeln wird, dass ich das Leben meistern kann, eine Zuversicht, die lautet: „Mit Gott zusammen erreiche ich das Ziel!“ Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: René Cornelius ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17364949.gif]

21. Juni 20264 min
Episode Merkwürdige Antwort Cover

Merkwürdige Antwort

Die Bibelstelle 2. Korinther 12,9 – ausgelegt von René Cornelius. Kennen Sie Momente, in denen Sie sich von ganzem Herzen eine Veränderung der Umstände wünschen? Und ich meine jetzt mal nicht die große Weltpolitik, sondern eher die ganz alltäglichen Situationen des Lebens … Das können Phasen der Krankheit sein, vielleicht sogar mit Schmerzen … wo man sich einfach nur wünscht, endlich wieder gesund zu sein oder dass zumindest die Schmerzen mal aufhören … Das können finanzielle Schwierigkeiten sein, wo sich einfach keine Lösung am Horizont abzeichnet und mir die Sorgen sogar den Schlaf rauben … das können Probleme in der Partnerschaft sein, oder mit den Kindern oder im Beruf, oder oder oder … Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr Situationen fallen mir ein, in denen sich jemand vielleicht inständig nach Veränderung sehnt, aber gefühlt auf der Stelle tritt, weil nichts besser wird. So etwas macht was mit mir und je länger solche Situationen anhalten, umso größer ist die Gefahr, innerlich völlig gefrustet zu werden. Gut ist es in solchen Momenten, Ansprechpartner zu haben, die mir helfen, aus der schwierigen Situation herauszukommen. Das können mitunter gute Freunde oder Bekannte sein, Familienmitglieder oder auch Fachleute auf ihrem Gebiet, die ich mal fragen kann, ob sie mir nicht vielleicht helfen können oder zumindest einen brauchbaren Tipp für mich haben. Für Christen ist unser Gott genau solch ein Ansprechpartner. Ich weiß, dass ich mit ihm, dem lebendigen Gott, ja über alles reden kann, dass Gott ein hörender Gott ist, der mich sieht und wahrnimmt und der mir auch wirklich helfen möchte. Deswegen suchen ja viele Menschen gerade in schwierigen Lebenssituationen den Kontakt zu Gott, fragen nach seinem Rat oder auch nach einer Lösung für die Situation. Selbst der Apostel Paulus in der Bibel ist da keine Ausnahme, auch er hat seine Baustellen und Dinge im Leben, die ihn belasten und wo er sich von Herzen her eine Veränderung wünscht. An manchen Stellen beschreibt er sogar die Schwierigkeiten mit anderen Leuten und seine inneren Kämpfe. Von den Unwegsamkeiten seiner Reisen, samt Misshandlung und Gefängnisaufenthalt mal ganz abgesehen. Und in all den schwierigen Situationen erlebt er immer wieder direkt oder indirekt das Wirken Gottes. Er erlebt Rettung in letzter Minute, er erlebt, wie sich Menschen plötzlich verändern und er erlebt immer wieder Gottes Möglichkeiten. Und trotzdem ringt auch ein Paulus immer wieder mit Gott. Eigentlich sollte er doch dankbar sein für all das Gute, was er bereits mit Gott erlebt hat. Und trotzdem hat auch ein Paulus seine inneren Baustellen, wo er sich von Herzen her eine Veränderung in seinem Leben wünscht. Wir wissen nicht genau, was es war, was ihn so dauerhaft belastet hat, aber Paulus selbst spricht von einem „Pfahl in seinem Fleisch“. Da ist etwas, was er nicht gelöst bekommt. Etwas, das ihn belastet und quält. Und was macht er? Er redet mit Gott darüber, natürlich. Er hat schon so oft in seinem Leben Gottes Wirken gesehen, er weiß, dass Gott helfen kann, aber zugleich frustet es ihn, dass Gott ihm bei dieser einen Sache scheinbar nicht helfen will, stattdessen hört er Gott sagen: „Lass dir an meiner Gnade genügen.“ Großartig, so eine Antwort wünscht man sich … Aber die Antwort geht noch etwas weiter. „Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ Das mag vielleicht im ersten Moment etwas seltsam klingen, fast wie ein Trostpflaster. Ich habe aber den Eindruck, da schwingt noch viel mehr mit, zumal Paulus selbst so reagiert, dass er sagt: „Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne.“ Gott will Paulus helfen, mit sich selbst und dem Leben klarzukommen. Er nimmt nicht alle Schwierigkeiten weg, aber er stellt auch Ihnen und mir seine Kraft zur Verfügung. Im Grunde sagt Gott hier zu Paulus: „Paulus, ich bin doch bei dir. Ich werde dir helfen, die Situation zu tragen, ich gebe dir meine Kraft, ich stell dir alles zur Verfügung, was du brauchst, um da hindurchzukommen. Ich begleite dich!“ Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: René Cornelius ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17364598.gif]

20. Juni 20264 min
Episode Erlösung Cover

Erlösung

Die Bibelstelle Psalm 71,23 – ausgelegt von Gabriele Berger-Faragó. Wann waren Sie zuletzt in einer scheinbar ausweglosen Situation, die sich aber doch zum Guten gewendet hat? Wer hat Ihnen letztlich geholfen, und wie haben Sie der Person gedankt? Als wir letzten Sommer auf der Heimfahrt von unserem Italienurlaub waren, gab unser Auto mitten auf der Autobahn seinen Geist auf. Der italienische Abschleppdienst ließ auf sich warten. Auf dem Parkplatz, auf dem wir gestrandet waren, waren es weit über 30 OC; der Motorschaden war laut Blinkanzeige im Auto vermutlich das Ende unserer alten Karre. Eine schier ausweglose Situation! „Not lehrt beten!“, sagt der Volksmund. Wie gut ist es jedoch, wenn das Gebet für einen Menschen mehr ist als nur der letzte Notnagel in ausweglosen Situationen. Gebet ist für Christen Ausdruck einer lebendigen Beziehung zu einem Gott, der uns in guten wie schweren Zeiten seine Zuwendung schenkt. So beteten auch wir an diesem Tag, auf einem staubigen Parkplatz in der heißen Sonne Italiens. Welch eine Erlösung, als endlich der Abschleppdienst kam! Ich wäre dem netten Italiener am liebsten um den Hals gefallen. Das habe ich natürlich nicht getan, aber ich habe ihm mit meinem Anfänger-Italienisch von Herzen gedankt. Und auch Gott konnten wir – nach 5 Tagen Wartezeit auf die doch noch mögliche Reparatur unseres Autos – auf der Heimfahrt fröhlich danken, dass er diese scheinbar ausweglose Situation letztlich zum Guten gewendet hatte. Es war ähnlich, wie König David es in Psalm 71 [https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm71], V. 23 beschreibt: „Meine Lippen und meine Seele, die du, Gott, erlöst hast, sollen fröhlich sein und dir lobsingen.“ Fällt es Ihnen leicht, in der Not zu beten? Und wenn Gott Ihnen geholfen hat, haben Sie dann auch ein fröhliches Loblied auf den Lippen? Es geht hier nicht um Höflichkeit Gott gegenüber, nicht um ein anerzogenes braves „Danke!“ Sondern es geht um das von Herzen kommende, fröhliche Loblied, das Gott als den erkennt, der uns aus der Not erlöst hat. Wie ich dem Abschleppitaliener nicht aus Höflichkeit, sondern wirklich durch und durch dankbar war, so können wir auch Gott mit „Herzen, Mund und Händen“ danken, wenn wir ihn als Retter in der Not wahrnehmen. Und was, wenn Gott die Not nicht wendet? Als Christin kenne ich natürlich auch Situationen, in denen Gott Gebete nicht erhört. Nein, falsch, ich korrigiere: Ich kenne Situationen, in denen Gott meine Gebete nicht so erhört, wie ich es gerne hätte. Dass er mein Gebet immer hört, daran glaube ich trotzdem. Natürlich bin ich frustriert, verunsichert und zweifelnd bis ver-zweifelt, wenn Gott trotz meines Betens scheinbar nicht eingreift. Doch ein kluger Satz hilft mir dann manchmal: „Gott kann beides: Entweder, er beruhigt den Sturm, oder er lässt den Sturm toben und beruhigt die, die ihm vertrauen.“ Das habe ich tatsächlich schon oft erlebt: Wenn Gott eine schwere Situation nicht so löst, wie ich es mir wünsche, kann er doch in mir einen inneren Frieden und Kraft schaffen, mit der Situation umzugehen. Klingt das nach billigem Trost? Nein, es ist mehr als das. Es ist ein „Frieden Gottes, der höher ist als alle Vernunft“ (Phil 4,7 [https://www.bibleserver.com/LUT/Philipper4%2C7]). So kann ich Gott mit „Lippen und Seele“ danken, auch wenn das Problem nicht „weg“ ist. Vielleicht fühle ich mich dabei nicht „fröhlich“. Aber ich kann trotzdem den Schöpfer loben, der nicht nur das gesamte Universum, sondern auch mein kleines Leben und Problem in seinen Händen hält. Mehr noch, ich glaube daran, dass der mensch-gewordene Gott namens Jesus Christus am Kreuz selbst erlebt hat, wie es ist, sich von Gott verlassen zu fühlen. Er hat sich mit unserem Schmerz und unseren ausweglosen Situationen identifiziert, einschließlich des Todes, dem ultimativen Ende ohne Ausweg. Und ich glaube daran, dass er vom Tod auferstand und damit zeigt: Ich bin die Erlösung! Gott ist der Erlöser! Selbst da, wo es wie ein Ende scheint, hat Gott eine Lösung und schafft einen neuen Anfang. Wenn das kein Grund zum fröhlichen Lobsingen ist!                        Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Gabriele Berger-Farago ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17364097.gif]

19. Juni 20264 min