ERF Plus - Wort zum Tag
Die Bibelstelle 1. Korinther 6,14 – ausgelegt von Christa Weik. Die Redewendung „Ordnung muss unter den Leuten sein“ soll von dem Reformator und Bibelübersetzer Dr. Martin Luther aus dem 16. Jahrhundert stammen und sich auf die Ordnung des Gesetzes Gottes im Gegensatz zu menschlichen Regeln beziehen. Bei manchen Christen der Gemeinde in Korinth waren die Ordnungen Gottes durcheinandergeraten oder wurden fragwürdig gedeutet. Wer das ganze Kapitel 6 des 1. Korintherbriefes liest, entdeckt die Missstände: * Streitigkeiten unter den Gemeindemitgliedern wurden nicht innerhalb der Gemeinde, sondern vor Richtern außerhalb der Gemeinde geregelt (V. 1-8). * Zehn sittliche Verirrungen und fragwürdige Lebensweisen waren in der Stadt Korinth weit verbreitet. Doch etliche hatten sich durch den Glauben an Jesus Christus aus diesem Leben ohne Gott herausrufen lassen. Sie wurden nun durch Gottes Geist von der Sünde abgewaschen, das bedeutet: Ihre Sünden sind vergeben. Sie wurden geheiligt, d.h. beschlagnahmt für ein Leben unter der Führung Gottes, und sie wurden vor Gott richtig gemacht (V. 9-11). * Leider folgten manche von ihnen weiterhin dem damaligen Zeitgeist und gingen davon aus, dass die Stillung der leiblichen Bedürfnisse ganz in Ordnung sei: Wer Hunger und Durst hat, solle essen und trinken; wer sexuelle Bedürfnisse habe, solle sie befriedigen, denn der Leib sei weniger wichtig als die Seele; der Leib wurde als „Gefängnis der Seele“ angesehen. Wohl gemerkt: Es geht dabei nicht um die leibliche Gemeinschaft innerhalb der Ehe, sondern um Prostitution und Hurerei (V. 12-20). Mitten in dieses Thema hinein setzte Paulus den für heute gewählten Tagestext aus 1. Korinther, Kapitel 6, Vers 14: Gott hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft. Damit erinnerte Paulus die Christen, die Gottes Ordnungen verlassen hatten, daran, welche Würde sie mit ihrer Berufung in die Nachfolge Jesu verliehen bekommen haben: In gleicher Weise, wie ihr Herr den Tod überwunden hat und auferweckt worden ist, werden auch sie eines Tages auferweckt werden. Sie werden einen neuen Auferstehungsleib bekommen; die Überbetonung der gegenwärtigen leiblichen Begierde wird ihre Bedeutung verlieren. Der Zusatz „Durch seine Kraft“ oder „Macht“ weist darauf hin, dass es nicht um menschliche Macht geht, sondern darum, die durch Christus geschenkte Freiheit in der Bindung an ihn und seineOrdnungen zu leben. Ich wechsle in der Formulierung von „ihnen, den Christen in Korinth“, zu uns - zu denen unter uns, die mit Jesus Christus leben. Unseren Leib, unsere ganze Persönlichkeit bezeichnet Paulus als einen Tempel des Heiligen Geistes. Wir gehören nicht mehr uns selbst, sondern dem lebendigen Gott. Sein Sohn Jesus Christus hat um unserer Sünde willen durch den Tod am Kreuz einen hohen Preis bezahlt. Deshalb spricht Paulus eindringlich die Mahnung aus: „Lasst euch unter keinen Umständen zu sexueller Unmoral verleiten!“ (V. 8 Neue Genfer Übersetzung). Zu drei Überlegungen lade ich Sie herzlich ein: 1. Ich will prüfen, was in meinem Leben „unordentlich“ ist, nicht den Ordnungen Gottes entspricht. 2. Ich möchte mich neu danach ausrichten, mit meinen Alltagsangelegenheiten aus dem Blickwinkel der Ewigkeit umzugehen. Auf diese Weise kann ich Gott verherrlichen (V. 20). 3. Ich freue mich daran, dass „der Chef des himmlischen Ordnungsamtes“ der auferstandene Herr ist, der es heute gut mir meint und der eine herrliche Zukunft für mich bereithält. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Schwester Christa Weik, Diakonissenmutterhaus Aidlingen ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17365834.gif]
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