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Spiel oder Ernst?

5 min · 9. Aug. 2026
Episode Spiel oder Ernst? Cover

Beschreibung

Die Bibelstelle Matthäus 25,31-32 – ausgelegt von Bärbel Wilde. „Nur geringe Chance für eine Jesus-Rückkehr“ stand kürzlich als Schlagzeile über einem Zeitungsartikel. Es wurde von Wetten berichtet. Kaum ein Zukunftsereignis ist bei den sogenannten Prognosemärkten tabu. Inzwischen werden in den USA jedes Jahr Milliarden Dollar für diese Wetten eingesammelt.  Bei der Wette mit dem Titel „Kehrt Jesus Christus vor 2027 zurück“ ist ein Einstieg mit der Antwort „Ja" günstig zu haben, denn diesem Ereignis wird eine nur geringe Chance zwischen drei bis vier Prozent eingeräumt. Rechnen wir eigentlich damit, dass Jesus in seiner Herrlichkeit wiederkommen wird? Das jedenfalls sagt Jesus in dem Lehrtext der Losungen heute aus dem 25 Kapitel des Matthäusevangeliums: „Wenn der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er sich setzen auf den Thron seiner Herrlichkeit, und alle Völker werden vor ihm versammelt werden.“ Die Wiederkunft Jesu ist das größte welthistorische Ereignis, dem wir entgegengehen. Dann wird der auferstandene Jesus Christus alle Völker vor sich versammeln. Paulus schreibt: 'Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Gottes' Das Thema ist nicht das überflüssige Nachdenken über einen St. Nimmerleinstag. Manche lächeln überheblich, wenn die Bibel vom Jüngsten Gericht redet. Aber viele Christen bekennen jeden Sonntag im Glaubensbekenntnis: „Von dort (von der Rechten Gottes des allmächtigen Vaters im Himmel) wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten.“ Ist das nur Blabla, wenn Jesus von seiner Wiederkunft redet? Ich werde nie vergessen, wie ich mit einem Vorstandsmitglied des christlichen Medienverbundes zu einer Sitzung fuhr. Gerade war ein skandalöses Verhalten in einem christlichen Werk bekannt geworden. Als wir das ansprachen, sagte mein Vorstandskollege: „Denken die eigentlich gar nicht daran, dass sie Rechenschaft ablegen müssen vor dem Richter der Welt?“ Diese Frage hat sich tief bei mir eingeprägt. Unsere Worte und Taten haben ihre Bedeutung über den Tod hinaus. Und auch unsere Versäumnisse. Das Unrecht versickert nicht sang und klanglos. Es gibt eine letzte Gerechtigkeit. Der Glaube, dass Jesus einmal als Richter auf den Thron seiner Herrlichkeit sitzen wird, verändert unser Leben. Er lähmt nicht, sondern beflügelt. Dafür gibt es viele Beispiele in der Kirchengeschichte. Ich denke an Friedrich von Bodelschwingh, dessen Name sich bis heute mit den großen diakonischen Anstalten in Bethel bei Bielefeld verbindet. Er hatte die lebendige Hoffnung: Jesus wird wiederkommen. Es wird sogar vermutet, dass er auf den festen Häuserbau nicht so viel Wert legte, da er die Wiederkunft in naher Zukunft erwartete. Diese Hoffnung führte ihn nicht zur Weltflucht. Im Gegenteil. Sie war seine innere Kraft, sich für die Ärmsten der Armen einzusetzen. Den Ausgestoßenen, Kranken und Wanderarbeitern eine Zuflucht zu geben. Bodelschwingh handelte nicht, weil er meinte, sich so den Zugang zum Reich Gottes zu verdienen. Sein Tun hatte seine Motivation darin, dass er die Liebe Gottes, die er empfangen hatte weitergeben wollte. Denn einen Glauben ohne Liebe kennt die Bibel nicht. Die biblische Verheißung, dass Christus wiederkehrt und alles Leid ein Ende haben wird, gab ihm auch die persönliche Kraft in der Trauer. Besonders nach dem Verlust seiner eigenen Kinder fand er in dieser christlichen Hoffnung Halt. Jesus, der Sohn Gottes, der für uns Mensch geworden ist, will nicht, dass Menschen verloren gehen. Darum will ich heute im Gebet mich dem Weltenrichter zuwenden: „Jesus, du hast gesagt: Wer zu mir kommt, den will ich nicht hinaus stoßen.“ Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Pfarrerin Bärbel Wilde ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17410802.gif]

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Episode Wohin sonst! Cover

Wohin sonst!

Die Bibelstelle Johannes 6,68-69 – ausgelegt von Bärbel Wilde. Es begann mit einer Massenbewegung. Fünftausend Menschen waren begeistert, weil Jesus sie satt machte. Doch als Jesus sagte: “Ich bin das Brot des Lebens“, schmeckte den Leuten dieser Anspruch nicht. Es bröckelte ab. Schließlich bleiben nur noch Zwölf übrig. Und Jesu kämpft nicht gegen den Sog der Abwanderung. Er beschwört nicht die letzten Zwölf: „Bitte, lasst ihr mich wenigstens nicht im Stich.“ Er zwingt sich keinem auf. Er fragt: „Wollt ihr auch weggehen?" Er gibt den Weg frei. Er steht nicht händeringend da wie ein Vereinsvorsitzender, dem die Mitglieder weglaufen. Er bringt sein Angebot nicht nach dem augenblicklichen Trend auf den kleinsten gemeinsamen  Nenner, um möglichst viel Akzeptanz zu bekommen. Er bleibt bei seinem Anspruch: „Ich bin das Brot des Lebens." Wer Jesus begegnet, kommt nicht an einer Entscheidung vorbei. An ihm scheiden sich die Geister. Wer bei ihm bleiben will, soll es in ganzer Freiheit tun. Nicht unter seelischem Druck, nicht als Ergebnis von psychologischer Beeinflussung, nicht nur aus bloßer Tradition, sondern aus ganzer Überzeugung. Das tut er nicht, weil wir ihm gleichgültig wären. Nein. Jesus will uns. Jeden von uns. Aber er gibt uns die Freiheit zu gehen, weil er uns liebt.  Er will unsere Liebe. Und Liebe kann man nicht erzwingen. „Willst du auch weggehen?" Heute steht im Lehrtext der Losungen die Antwort des Petrus aus dem 6. Kapitel des Johannesevangeliums: Herr, wohin sollen wir gehen? „Du hast Worte des ewigen Lebens: und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes.“ Gehen manche von Jesus weg, ohne darüber nachzudenken, wo sie überhaupt hin wollen? Das Weggehen scheint ihnen wichtiger zu sein als das Wohin. Thea Eichholz-Müller [https://www.thea-eichholz.de/] nimmt in einem Lied die Antwort des Petrus auf: Herr, wohin sonst sollten wir gehen? Wo auf der Welt fänden wir Glück? Niemand, kein Mensch kann uns so viel geben wie du. Du führst uns zum Leben zurück. Nur du, nur du schenkst uns Lebensglück. An deinem Tisch wird mein Hunger gestillt. Herr, wohin sonst sollten wir gehen? Eigentlich sagt Petrus: „Zu wem? sollen wir gehen?" Er steht vor dem, der die Antwort ist. Jesus braucht keine Konkurrenz zu scheuen. Zu Jesus will ich gehen. Wohin denn sonst?  Wir haben in unserem Leben schon manche Wege beschritten auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, auf der Jagd nach Liebe und Ehre, Reichtum und Glück. „Aber was ist, wenn die große Liebe Risse bekommt? Wie verkraften wir es, keine Ehrungen, sondern massive Kritik zu bekommen? Und Reichtum? Satter Bauch, hungrige Seele ist zu wenig. Und Glück? Wir können es nicht pachten. Holzwege, Sackgassen. Wo finden wir unsere Lebenserfüllung? Wir suchen, was wir nicht finden – aber wir finden, was wir nicht gesucht haben. Wer Jesus begegnet, merkt, dass er der ist, den man eigentlich gesucht hat. Die Frage Jesu von damals geht an uns heute. Ich will wie Petrus antworten: „Herr, ich möchte bei dir bleiben. Du hast Worte des ewigen Lebens."  In meinem langen Dienst als Pastorin habe ich hin und wieder auch Sterbende begleitet. Auf dem Sterbebett wird manches bereut. Aber ich habe noch nie erlebt, dass jemand bereut hätte, eine Entscheidung für Jesus getroffen zu haben. Jesus, der von uns eine Entscheidung erwartet, hat sich schon längst für uns entschieden. Er ist am Kreuz von Golgatha für uns gestorben. Er ist auferstanden und lebt.   Herr, wohin sonst sollten wir gehen? Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Pfarrerin Bärbel Wilde ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17411828.gif]

Gestern5 min
Episode Spiel oder Ernst? Cover

Spiel oder Ernst?

Die Bibelstelle Matthäus 25,31-32 – ausgelegt von Bärbel Wilde. „Nur geringe Chance für eine Jesus-Rückkehr“ stand kürzlich als Schlagzeile über einem Zeitungsartikel. Es wurde von Wetten berichtet. Kaum ein Zukunftsereignis ist bei den sogenannten Prognosemärkten tabu. Inzwischen werden in den USA jedes Jahr Milliarden Dollar für diese Wetten eingesammelt.  Bei der Wette mit dem Titel „Kehrt Jesus Christus vor 2027 zurück“ ist ein Einstieg mit der Antwort „Ja" günstig zu haben, denn diesem Ereignis wird eine nur geringe Chance zwischen drei bis vier Prozent eingeräumt. Rechnen wir eigentlich damit, dass Jesus in seiner Herrlichkeit wiederkommen wird? Das jedenfalls sagt Jesus in dem Lehrtext der Losungen heute aus dem 25 Kapitel des Matthäusevangeliums: „Wenn der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er sich setzen auf den Thron seiner Herrlichkeit, und alle Völker werden vor ihm versammelt werden.“ Die Wiederkunft Jesu ist das größte welthistorische Ereignis, dem wir entgegengehen. Dann wird der auferstandene Jesus Christus alle Völker vor sich versammeln. Paulus schreibt: 'Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Gottes' Das Thema ist nicht das überflüssige Nachdenken über einen St. Nimmerleinstag. Manche lächeln überheblich, wenn die Bibel vom Jüngsten Gericht redet. Aber viele Christen bekennen jeden Sonntag im Glaubensbekenntnis: „Von dort (von der Rechten Gottes des allmächtigen Vaters im Himmel) wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten.“ Ist das nur Blabla, wenn Jesus von seiner Wiederkunft redet? Ich werde nie vergessen, wie ich mit einem Vorstandsmitglied des christlichen Medienverbundes zu einer Sitzung fuhr. Gerade war ein skandalöses Verhalten in einem christlichen Werk bekannt geworden. Als wir das ansprachen, sagte mein Vorstandskollege: „Denken die eigentlich gar nicht daran, dass sie Rechenschaft ablegen müssen vor dem Richter der Welt?“ Diese Frage hat sich tief bei mir eingeprägt. Unsere Worte und Taten haben ihre Bedeutung über den Tod hinaus. Und auch unsere Versäumnisse. Das Unrecht versickert nicht sang und klanglos. Es gibt eine letzte Gerechtigkeit. Der Glaube, dass Jesus einmal als Richter auf den Thron seiner Herrlichkeit sitzen wird, verändert unser Leben. Er lähmt nicht, sondern beflügelt. Dafür gibt es viele Beispiele in der Kirchengeschichte. Ich denke an Friedrich von Bodelschwingh, dessen Name sich bis heute mit den großen diakonischen Anstalten in Bethel bei Bielefeld verbindet. Er hatte die lebendige Hoffnung: Jesus wird wiederkommen. Es wird sogar vermutet, dass er auf den festen Häuserbau nicht so viel Wert legte, da er die Wiederkunft in naher Zukunft erwartete. Diese Hoffnung führte ihn nicht zur Weltflucht. Im Gegenteil. Sie war seine innere Kraft, sich für die Ärmsten der Armen einzusetzen. Den Ausgestoßenen, Kranken und Wanderarbeitern eine Zuflucht zu geben. Bodelschwingh handelte nicht, weil er meinte, sich so den Zugang zum Reich Gottes zu verdienen. Sein Tun hatte seine Motivation darin, dass er die Liebe Gottes, die er empfangen hatte weitergeben wollte. Denn einen Glauben ohne Liebe kennt die Bibel nicht. Die biblische Verheißung, dass Christus wiederkehrt und alles Leid ein Ende haben wird, gab ihm auch die persönliche Kraft in der Trauer. Besonders nach dem Verlust seiner eigenen Kinder fand er in dieser christlichen Hoffnung Halt. Jesus, der Sohn Gottes, der für uns Mensch geworden ist, will nicht, dass Menschen verloren gehen. Darum will ich heute im Gebet mich dem Weltenrichter zuwenden: „Jesus, du hast gesagt: Wer zu mir kommt, den will ich nicht hinaus stoßen.“ Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Pfarrerin Bärbel Wilde ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17410802.gif]

9. Aug. 20265 min
Episode Same geht auf Cover

Same geht auf

Die Bibelstelle Matthäus 13,37-38 – ausgelegt von Michael Laage. Unsere Tochter hat vor kurzem einen Avocadokern zum Keimen gebracht. Vielleicht kennen Sie das: Man befestigt den abgeschälten Kern über einem Wasserglas. Es dauert einige Tage, bis der Kern aufbricht und ein zarter Keimling hervorkommt. Bald bildet er Wurzeln nach unten, und ich kann ihn in einen Topf mit Erde setzen. Es ist faszinierend, dabei zuzuschauen. Bei den meisten Samen geschieht das verborgen vor unseren Augen in der Erde -- hier passiert es ganz offen, so dass ich es sehen kann. Der Avocadokern ist ein sogenannter Lichtkeimer. Später, viel später, kann daraus ein großer Baum werden, mit vielen Früchten - jedenfalls im warmen Klima. Jeder Same braucht seine Zeit und die passenden Bedingungen, damit er keimt und zu einer Pflanze heranwächst. Es ist ein Wunder, das mich immer wieder fasziniert: So viel Ordnung und Plan steckt in dem kleinsten Samenkorn! Jesus nimmt dieses Geschehen oft als Beispiel. So auch in diesem Bibel Wort: „Der Menschensohn ist's, der den guten Samen sät. Der Acker ist die Welt.“ Das steht im Matthäusevangelium im 13. Kapitel. Der Menschensohn, das ist die Art, wie Jesus von sich selbst spricht. Er meint damit: Sohn Gottes und zugleich Sohn von Menschen. Und damit ist er Gott und im gleichen Moment den Menschen nah. In einer Weise, wie nie jemand zuvor. Deswegen kann Jesus so von Gott sprechen, wie man es bis dahin noch nie gehört hat. Zum Beispiel hat Jesus zu Gott "Vater" gesagt. Und er hat uns Menschen ermutigt, auch so vertrauensvoll zu Gott zu sprechen: "Vater unser!" Er meinte damit: Rede doch einfach mit Gott, wie du es von zu Hause, von Familie kennst. So vertrauensvoll, so nah: Vater unser! Das ist für mich so ein Same, den er ausgestreut hat, und der in meinem Herzen aufgegangen ist. Dieses einfache Wort „Vater“ für „Gott“. Es bedeutet für mich, dass ich vertrauensvoll und frei von Angst mit Gott, dem Schöpfer von Himmel und Erde sprechen kann. Es gibt noch viel mehr Samen, die Jesus in die Herzen und in die Lebensgeschichten von Menschen gestreut hat. Manches davon braucht viele Jahre, bevor es keimt und größer wird. Aber es ist da, in dieser Welt, und niemand kann es wegnehmen. Und es wird keimen und Frucht bringen, an vielen verschiedenen Orten, in Menschen und zwischen Menschen. Die Worte und Taten Jesu sind da, und sie wirken, oft im Verborgenen. In unserer Kirchengemeinde mussten wir vor einiger Zeit eine Kirche entwidmen. Das ist eine Entwicklung, die ich so oder so ähnlich in vielen Gemeinden im Umkreis erlebe: Gemeindeteile werden zusammengelegt. Gebäude werden aufgegeben und verkauft. Die finanziellen Möglichkeiten und die Zahl der Kirchenmitglieder sind zurückgegangen. Es gibt Menschen, die Angst um die Zukunft der Kirche haben. Sie fragen sich: „Wohin soll das noch führen? Werden wir jetzt immer weniger?“ Das Wort Jesu macht mich dagegen zuversichtlich. Es liegt nicht nur an uns selbst oder an den gesellschaftlichen Umständen, ob die guten Worte Jesu in dieser Welt keimen und wirken und Frucht bringen. Es ist Jesus selbst, der seine Worte, seine Liebe und seinen Geist immer neu ausstreut. Und wir dürfen uns davon überraschen lassen, wo etwas Gutes aufgeht und anfängt zu blühen. In dieser Hoffnung will auch ich alles mir Mögliche dazu tun! Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Michael Laage ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17405677.gif]

8. Aug. 20265 min
Episode Wer sucht, der findet Cover

Wer sucht, der findet

Die Bibelstelle Matthäus 7,7 – ausgelegt von Michael Laage. Jesus Christus spricht: "Bittet, so wird euch gegeben. Suchet, so werdet ihr finden. Klopfet an, so wird euch aufgetan." (Matthäus 7,7 [https://www.bibleserver.com/LUT/Matth%C3%A4us7%2C7]) Das ist ein Satz aus der Bibel, an den ich oft denke. Wissen Sie, ich gehöre zu den Menschen, die immer wieder ihre Sachen verlegen. Z.B. den Autoschlüssel. Das geht dann zum Beispiel so: „Nein, in der Schublade, da, wo er hingehört, da liegt er nicht. Wo habe ich ihn bloß abgelegt. Das darf doch jetzt nicht wahr sein. Ich muss jetzt wirklich los, ich habe gleich einen Termin.“ Hektisch laufe ich in der Wohnung hin und her. Gucke hier, gucke da. Küchentisch, Jackentasche, Bügelbrett, ... da, endlich, in der Hosentasche der Jeans von gestern, die ich schon zur Wäsche gelegt habe. Da ist er. Noch mal gut gegangen. Ich komme gerade noch rechtzeitig los. „Wer suchet, der wird finden!“ Jesus hat nicht gesagt, was gesucht wird. Er hat es ganz allgemein ausgedrückt. Das mag ich! Denn, so manches Mal schicke ich ein Stoßgebet nach oben: „Gott du weißt alles. Du weißt auch, wo jetzt dieser Autoschlüssel ist.“ Und: „Bitte hilf mir, ihn zu finden!“ Und wissen Sie was? Das funktioniert!           Darf ich eigentlich so beten? Muss sich Gott wirklich noch um meine Schusseligkeit kümmern? Hat der große Gott nicht schon genug mit dieser Welt zu tun? Ich bin fest davon überzeugt: Ja, ich darf. Ich darf Gott auch bei der verzweifelten Suche nach einem Schlüssel um Hilfe bitten. Denn Jesus hat genau solche Beispiele aus dem alltäglichen Leben genommen, wenn er über die Liebe Gottes zu uns Menschen gesprochen hat. Wie zum Beispiel die verlorene Münze einer Frau, die alles in ihrem Zuhause umdreht, bis sie sie endlich findet. Oder das verlorene Schaf eines Hirten, das er verzweifelt sucht. Und findet! Gott hilft gerne! Und wenn er das schon in diesen kleinen Dingen tut, wie viel mehr erst in den Dingen, die für unser Leben wirklich wichtig sind. „Wer suchet, der findet!“  Ich sag das manchmal als Bibelwort zur Eröffnung eines Traugottesdienstes, wenn ich, so als Pfarrer im Gottesdienst, das Brautpaar vor mir sitzen habe. Und dann schauen sich die beiden an und lächeln. So, als ob sie sich sagen wollen: „Ja, wir haben uns tatsächlich gesucht und gefunden! Und da hat ganz sicher noch jemand mitgeholfen, der größer ist als wir selbst.“ Ich weiß nicht, wonach Sie in Ihrem Leben suchen. Ist es eine neue Arbeit? Ein Mensch, mit dem Sie durch das Leben gehen wollen? Ist es so etwas wie der Sinn in Ihrem Leben? Oder eine neue Aufgabe? Oder Frieden mit einer schwierigen Vergangenheit? Vielleicht mit einer Wunde, die Ihnen jemand zugefügt hat? Ich kann aus eigener Erfahrung nur eins sagen: Nehmen Sie Gott mit hinein. Besprechen Sie Ihre Suche mit ihm. Jesus ermutigt dazu! Er selbst lässt sich von Ihnen finden. Ich glaube daran, dass Gott seine Geschenke sehr großzügig über diese Welt verteilt. Ich glaube, dass er ein offenes Ohr auch für unsere kleinen Sorgen hat, genauso wie für die großen. Bei ihm sind wir mit allem gut aufgehoben! Probieren Sie es doch einfach mal aus! Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Michael Laage ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17405339.gif]

7. Aug. 20265 min
Episode Friede mit Gott Cover

Friede mit Gott

Die Bibelstelle Epheser 2,17 – ausgelegt von Jochen Eber. „Christus ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren.“ Frieden mit Gott ist möglich! Das ist ganz stark, was Paulus hier den Christen in Ephesus schreibt. In der Zeit des Paulus glauben Nichtchristen keineswegs, dass sie mit den überirdischen Mächten in Frieden leben können. Im Gegenteil: Die Götter zürnen mir! Das ist eine weit verbreitete Ansicht. Ich muss sie besänftigen! Ich muss ihnen Opfer bringen, am besten schon frühmorgens am Tag opfert der Hausvater den Familiengöttern. Dann geht nichts schief. So hat man gedacht, und so hat man dann auch Opfer gebracht. Doch keiner kann wissen, ob die Gottheit nun besänftigt und nicht mehr zornig ist. „Christus ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt“. „Im Evangelium“, in der guten Nachricht: Christus ist für die Sünden aller Menschen am Kreuz gestorben. Wer das glaubt und wer an ihn, an Jesus, glaubt, der hat das ewige Leben. Wer an Jesus glaubt, der hat Frieden mit Gott. In seinem Brief an die Gemeinde in Rom schreibt Paulus dasselbe: „Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus“. (Römer 5,1 [https://www.bibleserver.com/LUT/R%C3%B6mer5%2C1]) Frieden mit Gott, allein durch Glauben, allein durch Jesus Christus. Das ist der Friede, den damals niemand gekannt hat. Erst durch Jesus ist er bekannt geworden und in die ganze Welt getragen worden. Nur wenige Jahre vor der Geburt von Jesus ließ der römische Senat dem Kaiser Augustus einen Friedensaltar bauen. Im Jahr neun vor Christus wurde der Altar der Pax, der Göttin des Friedens geweiht. Die Bürger von Rom waren glücklich und dankbar. Sie lebten durch den Kaiser Augustus in einer bisher nie gekannten Friedenszeit. – Doch was für ein Friede war das? Durch Kriege in Gallien und Spanien hatte Augustus an den Außengrenzen Frieden hergestellt. Jahrzehntelange Bürgerkriege und Streitigkeiten im Inneren des Staates wurden beendet. So herrschte zur Zeit von Jesus ein Friedenskaiser. Bei der Geburt von Jesus in Bethlehem erschienen Engel am Himmel. Sie sangen: Mit diesem Kind wird „Friede auf Erden“ gemacht. Das ist ein anderer Friede als der Friede, den Kaiser Augustus brachte. Durch Jesus kommt der Frieden mit Gott in die Welt. Er hat den Frieden mit Gott denen versprochen, die fern und die nahe waren. Jahwe oder auch Jehova – so in den alten Gesangbuchliedern – ist der Name des Gottes des Volkes Israel. Mit diesem Volk war Gott, der Herr, einen Bund eingegangen. Aus seinem Volk kamen die Christen, die vorher schon nahe waren. Doch auch für Nichtjuden hat Gott den Frieden durch Jesus geschenkt. Die Nichtjuden sind diejenigen, die früher dem Gott des Volkes Israel ferne waren. Durch Jesus haben alle Menschen Frieden mit Gott, und sie haben auch Frieden untereinander! Vor Jesus war es unmöglich, dass Juden und Christen eine Gemeinschaft gebildet haben. Das scheiterte schon daran, dass sie wegen jüdischer Reinheitsvorschriften nicht miteinander essen konnten. Aber durch den Glauben an Jesus gibt es Frieden zwischen den Christen aller Völker und Sprachen. Ich will auch heute Gott dankbar dafür sein, dass er diesen Frieden möglich gemacht hat. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Pfarrer Dr. Jochen Eber ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17404697.gif]

6. Aug. 20264 min