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Hitze schadet Ernte in Rheinland-Pfalz: Oliven und Zitronen als Lösung?

5 min · 22. Juli 2026
Episode Hitze schadet Ernte in Rheinland-Pfalz: Oliven und Zitronen als Lösung? Cover

Beschreibung

Die Ernte in Rheinland-Pfalz fällt in diesem Jahr nach Einschätzung der Bauern- und Winzerverbände knapp unterdurchschnittlich aus. Eberhard Hartelt, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd, sagt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem, vor allem spätere Kulturen hätten unter Hitze und Trockenheit gelitten. Die Ernte habe außerdem so früh begonnen wie selten zuvor. LANDWIRTSCHAFT PASST SICH AN DEN KLIMAWANDEL AN Laut Hartelts reagieren viele Betriebe bereits auf die veränderten Klimabedingungen. Sie setzen früher ausreifende und hitzetolerantere Sorten ein, darunter häufig Getreidesorten aus Frankreich. Ein grundlegender Wechsel zu mediterranen Kulturen wie Oliven oder Zitrusfrüchten sei jedoch keine realistische Option. Dafür fehlten neben geeigneten Standorten auch die notwendige Infrastruktur und Vermarktung. Hoffnung setzt die Branche auf neue Züchtungsmethoden, mit denen klimaresistentere Pflanzen schneller entwickelt werden könnten.

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Hitze schadet Ernte in Rheinland-Pfalz: Oliven und Zitronen als Lösung?

Die Ernte in Rheinland-Pfalz fällt in diesem Jahr nach Einschätzung der Bauern- und Winzerverbände knapp unterdurchschnittlich aus. Eberhard Hartelt, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd, sagt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem, vor allem spätere Kulturen hätten unter Hitze und Trockenheit gelitten. Die Ernte habe außerdem so früh begonnen wie selten zuvor. LANDWIRTSCHAFT PASST SICH AN DEN KLIMAWANDEL AN Laut Hartelts reagieren viele Betriebe bereits auf die veränderten Klimabedingungen. Sie setzen früher ausreifende und hitzetolerantere Sorten ein, darunter häufig Getreidesorten aus Frankreich. Ein grundlegender Wechsel zu mediterranen Kulturen wie Oliven oder Zitrusfrüchten sei jedoch keine realistische Option. Dafür fehlten neben geeigneten Standorten auch die notwendige Infrastruktur und Vermarktung. Hoffnung setzt die Branche auf neue Züchtungsmethoden, mit denen klimaresistentere Pflanzen schneller entwickelt werden könnten.

22. Juli 20265 min
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Feuerwehr bereitet Führungskräfte auf Waldbrände vor

Wald- und Vegetationsbrände beschäftigen die Feuerwehren auch in Baden-Württemberg zunehmend. Nach Angaben der Landesfeuerwehrschule sind es bislang vor allem Flurbrände auf Feldern, die häufiger werden. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem sagt der stellvertretende Schulleiter Christoph Slaby, große Waldbrände seien im Südwesten bislang eher die Ausnahme. MENSCHEN HABEN OBERSTE PRIORITÄT Slaby zufolge werden Führungskräfte darauf vorbereitet, Brände strategisch zu bewerten und Prioritäten zu setzen. Oberstes Ziel sei immer der Schutz von Menschen, danach folgten wichtige Sachwerte. In bestimmten Situationen könne es deshalb sinnvoll sein, einen Wald- oder Vegetationsbrand zunächst kontrolliert brennen zu lassen, um etwa Siedlungen zu schützen oder das Feuer an einer günstigeren Stelle zu bekämpfen. Grundlage der Ausbildung sind unter anderem Planspiele, in denen unterschiedliche Einsatzszenarien durchgespielt werden.

22. Juli 20265 min
Episode Alkoholverbot an Bahnhöfen: Wer soll das kontrollieren? Cover

Alkoholverbot an Bahnhöfen: Wer soll das kontrollieren?

"Wir wissen, dass Alkohol Konflikte verschärfen kann. Die Frage ist, wer schützt die Beschäftigten, wenn die Lage eskaliert? Ein Alkoholverbot kann helfen, aber nur, wenn es dahinter ein wirkliches Sicherheitskonzept gibt", sagt Labonte. Es müsse konsequent, rechtssicher und mit ausreichend Personal umgesetzt werden. MAN RISKIERT NEUE KONFLIKTE "Wir können natürlich versuchen, das Hausrecht durchzusetzen, aber wenn kein Personal dafür da ist, wird die Situation nicht verbessert. Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei fragen jetzt schon, wer soll das kontrollieren? Und da müssten eigentlich schon die Alarmglocken klingeln", findet Labonte. Weder die Bahn noch die Bundespolizei hätten das Personal, um das Alkoholverbot komplett durchsetzen zu können. DAS THEMA IST NICHT NEU "Wir diskutieren jetzt schon seit mehreren Jahren über Sicherheit bei der Bahn. Es gibt dann kurzfristig Möglichkeiten, sich mal zusammenzusetzen und über Verbesserungen zu sprechen, aber langfristige Konzepte gibt es nicht." Nach dem Tod von Serkan Calar wurde eingeführt, dass Bahnmitarbeiter zu zweit unterwegs sein müssen. Das habe schon viel verändert, sagt Labonte. Man trete anders auf. "Um langfristig erfolgreiche Sicherheitskonzepte zu bekommen, braucht es aber einen noch größeren Schutz durch mehr Personal - auch bei der Bundespolizei."

Gestern5 min
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Schwarz Digits: So will Schwarz Google und Co. Konkurrenz machen

Was bedeutet dieser Campus für Heilbronn - und welche Rolle soll er künftig im Konzern spielen? "Dieser Campus ist mehr als nur ein einfacher Bürostandort: Er ist ziemlich modern gebaut, mit viel Glas und grünen Flächen zwischendrin. 3.500 Mitarbeiter sollen in dem ersten Bauabschnitt Platz finden - hauptsächlich IT-Beschäftigte der Schwarz-Gruppe," erklärt Doetsch. In Bad Friedrichshall arbeiteten dann Beschäftigte, die vorher in Heilbronn oder Neckarsulm angesiedelt waren. WAS BEDEUTET DIESER NEUE CAMPUS FÜR DAS UNTERNEHMEN? Die Zusammenarbeit werde erleichtert, weil die Beschäftigten nicht mehr an unterschiedlichen Standorten sitzen müssten, so Doetsch. "Allgemein steht dieser Campus sinnbildlich für die Entwicklung der Schwarz-Gruppe. Sie investieren seit Jahren massiv in digitale Geschäftsfelder. Hier werden diese Kräfte unter einem Dach gebündelt. Es gibt ein Mitarbeiterrestaurant und eine Kita - es ist also ein ganzheitliches Konzept." DAFÜR STEHT SCHWARZ DIGITS "Schwarz ist längst nicht mehr nur der Lebensmitteleinzelhändler. Die Gruppe besteht mittlerweile aus fünf Sparten: Einmal Lidl und Kaufland, dann die Schwarz-Produktion (eine eigene große Lebensmittelproduktion), dem Entsorgungsunternehmen PreZero und seit 2023 auch noch Schwarz Digits." Hier bündelt der Konzern die Bereiche Cloud, Cybersecurity, Künstliche Intelligenz und Kommunikationsdienstleistungen. Diese Dienste von Schwarz Digits würden auch für den Eigenbedarf genutzt - also für Einkaufs- und Kundendaten. Damit solle der eigene Handel digitalisiert werden. "Dadurch entsteht fast schon ein geschlossenes Ökosystem von der Herstellung über den Verkauf bis hin zum Recycling und der Digitalisierung." Im Cloud-Bereich lasse sich außerdem besser Geld verdienen als im Lebensmitteleinzelhandel. Da seien die Gewinnmargen eher gering, der Markt sei sehr umkämpft. "Im Digitalbereich konnte Schwarz auch schon einige Produkte verkaufen, zum Beispiel an Bosch, die Polizei Baden-Württemberg oder auch Stihl aus Waiblingen." DIGITALE SOUVERÄNITÄT "Fast zwei Drittel des Cloud-Marktes werden von den großen US-Techkonzernen wie Alphabet (Google), Amazon und Microsoft beherrscht. Man bezeichnet sie als sogenannte Hyperscaler. Das Ziel der Schwarzgruppe ist es, mit denen in Konkurrenz zu treten und eine europäische Alternative anzubieten. Der Konzern will ein europäischer Hyperscaler werden." Daten seien aus Sicht der Schwarz-Gruppe das neue Öl. Das wolle man eben auch nicht aus der Hand geben – schon gar nicht an US-Techkonzerne. Um das technisch gewährleisten zu können, baut Schwarz gerade auch ein neues Rechenzentrum in Brandenburg.

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WENN WIR FRAGEN, WELCHES ZIEL DIE BUNDESREGIERUNG MIT IHREM GEBÄUDEMODERNISIERUNGSGESETZ VERFOLGT - IST DAS AUS IHRER SICHT KLAR? "Das Haupt-Ziel ist natürlich die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung", sagt Pittel. Da kämen allerdings noch weitere Aspekte hinzu - unter anderem das Geld. Es gehe auch um eine Entlastung der öffentlichen Haushalte. "Wichtig ist genauso die Versorgungssicherheit. Damit ist auch Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern gemeint. Dazu kommt die Förderung des heimischen Wirtschaftsstandortes. Es gibt entsprechend neue Regeln, woher die Wärmepumpen kommen sollen. Da ist also ein ganzes Bündel von Zielsetzungen." WARUM WERDEN DANN ÖL- UND GASHEIZUNGEN WEITER GEFÖRDERT? "Das passt nicht ins Bild, das ist völlig klar. Der Fokus der Förderung muss weiter darauf liegen, den Energieverbrauch durch Sanierungen zu reduzieren - auch mit Wärmepumpen und damit die Umstellung auf nicht-fossile Energieträger." Dass man das für fossile Heizungen öffne, sei nicht im Sinne der Dekarbonisierung. SOZIALE STAFFELUNG "Es gab auch bisher schon eine soziale Staffelung in der Förderung, die wird jetzt nochmal gestärkt," erklärt Pittel. Im Wohnbereich ergebe das durchaus Sinn. Es seien immerhin 40 Prozent der Häuser Eigentum von Haushalten, die unter 3.000 Euro Netto im Monat verdienten. "Die wichtigen Fragen sind: Haben diese Haushalte Zugang zu diesen Krediten? Können sie sich diese überhaupt leisten, wenn sie sie denn bekommen? Bei E-Autos ist es noch etwas schwieriger, weil vor allem Neuwagen gefördert werden. Ein neues E-Auto kaufen einkommensschwache Haushalte wohl eher weniger." KANN MAN EINE FÖRDERUNG SO GESTALTEN, DASS ALLE DAVON PROFITIEREN? "Man könnte die soziale Staffelung natürlich noch verstärken, wenn man gleichzeitig die Vorteile für Besserverdienende kürzt. Da würde dann Geld frei werden. Außerdem muss der Zugang zur Förderung so gestaltet werden, dass sie auch rechtzeitig gezahlt wird. Für ärmere Haushalte ist eine Finanzierung sonst ganz einfach nicht möglich." Aktuell gehe man davon aus, dass 30 bis 40 Prozent der Fördermittel an Haushalte gehen, die sie eigentlich gar nicht benötigen. Das könne so nicht bleiben.

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