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Experten empfehlen Social-Media-Verbot für Kinder unter 13 – Pädagogik-Professorin fordert EU-weite Regelungen

8 min · 13. Juli 2026
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Beschreibung

Wie können Kinder und Jugendliche auf Social Media besser geschützt werden? Experten haben am 13. Juli EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Empfehlungen für mögliche Maßnahmen überreicht. Darin empfehlen sie, den Zugang zu Social Media für Kinder unter 13 Jahren in allen Mitgliedsländern zu beschränken. Die Nutzung sozialer Medien und anderer digitaler Dienste sollte bis zu dieser Altersgrenze nur unter Aufsicht der Eltern oder in einem pädagogischen Kontext sowie zeitlich begrenzt erfolgen, heißt es in dem in Brüssel vorgestellten Bericht. Pädagogik-Professorin Mandy Schiefner-Rohs von TU Kaiserslautern-Landau sagt dazu in SWR Kultur, dass es eine länderübergreifende Regelung zum Umgang mit Social Media für Jugendliche brauche: „Wir merken, dass wir mit nationalen Alleingängen nicht weiterkommen.“

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Experten empfehlen Social-Media-Verbot für Kinder unter 13 – Pädagogik-Professorin fordert EU-weite Regelungen

Wie können Kinder und Jugendliche auf Social Media besser geschützt werden? Experten haben am 13. Juli EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Empfehlungen für mögliche Maßnahmen überreicht. Darin empfehlen sie, den Zugang zu Social Media für Kinder unter 13 Jahren in allen Mitgliedsländern zu beschränken. Die Nutzung sozialer Medien und anderer digitaler Dienste sollte bis zu dieser Altersgrenze nur unter Aufsicht der Eltern oder in einem pädagogischen Kontext sowie zeitlich begrenzt erfolgen, heißt es in dem in Brüssel vorgestellten Bericht. Pädagogik-Professorin Mandy Schiefner-Rohs von TU Kaiserslautern-Landau sagt dazu in SWR Kultur, dass es eine länderübergreifende Regelung zum Umgang mit Social Media für Jugendliche brauche: „Wir merken, dass wir mit nationalen Alleingängen nicht weiterkommen.“

13. Juli 20268 min
Episode Zu den Sternen! Weltraum-Kunst im Arp-Museum Remagen Cover

Zu den Sternen! Weltraum-Kunst im Arp-Museum Remagen

KOSMISCHE PHÄNOME FASZINIERTEN SCHON IMMER Julia Wallner, Direktorin des Arp-Museums, steht vor der rot glühenden Sonne von Katharina Sieverding, einer Videoinstallation aus echten NASA-Bildern – schön und bedrohlich zugleich. Schon in den 1910er-Jahren – als der Halleysche Komet der Erde gefährlich nahekommt – sind Künstler und Künstlerinnen hingerissen von kosmischen Phänomenen. Manche bilden Milchstraße, Sonnenfinsternis und Protuberanzen fotorealistisch ab. „Planet Arp“ nennt die Direktorin ihr Museum. Was ihr Team unter dem Titel „Zu den Sternen!“ zusammengetragen hat, ist eine künstlerische Suche nach neuen Perspektiven auf den Planeten Erde und auf unser Schicksal. Für Wallner der Inbegriff von Kunst: „Die Unendlichkeit des Kosmos bietet den Raum für Neugier, Fantastik, das Utopische […], das Unmögliche. Das Unmögliche ist die Wiederentdeckung der Menschlichkeit, auch der friedliche Umgang mit unserem Planeten, auch eine Versöhnlichkeit der Wesen untereinander.“ DIALOG MIT AUSSERIRDISCHEN Auch heute ist der Dialog mit Außerirdischen Treibstoff für künstlerische Innovation. Die jüngste Künstlerin der Ausstellung, Mona Schulzek, glaubt an ein kosmisches Zusammenleben: Sie interessiert, dass der Mensch einerseits aus dem Kosmos entsprungen ist, diesen aber gleichzeitig als etwas Fernes, Außenstehendes wahrnimmt. Mona Schulzek: „Was ich durch meine Arbeiten versuche zu schaffen, ist, Berührungspunkte zu geben, um diesen Abstand vielleicht zu verringern.“ Im Innenhof des Arp-Museums steht ihr „Outerspace Transmitter“ – eine funktionierende Funkstation, die Botschaften ins All schickt. Auf der Grünfläche hinter dem Museum hat Schulzek eine Stahlkapsel mit Bremsfallschirmen bruchlanden lassen. WELTRAUMSCHROTT UND AUSGEDIENTE TAUCHKAPSEL „Chamber VI“ – ein Zwitter aus Weltraumschrott und ausgedienter Tauchkapsel, der die unerforschten Weiten des Alls mit den noch weniger erforschten Tiefen des Meeres verbindet. Wer hineinschauen will ins Bullauge, sieht stattdessen sein Spiegelbild – und erkennt sich vielleicht auch neu? Der Kosmos wird weiter existieren, auch ohne uns. Für diese nackte Tatsache findet die Ausstellung bedrückende und berührende Bilder. Mit der Mission, die Welt zu heilen und zu retten, schwebt ein Raumschiff durch den letzten Raum: eine multimediale Installation von Yael Bartana, ursprünglich geschaffen für die Biennale in Venedig 2024. Ihre Utopie macht Lust, die Zeit, die wir auf diesem Planeten noch haben, besser zu nutzen.

10. Juli 20263 min