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Mehr Payment & Banking Fintech Podcast
Willkommen auf dem Podcast-Kanal von Payment & Banking! Hier findet ihr die vielfältigste Auswahl an Podcast-Serien rund um das Thema Fintech. Unsere Formate umfassen den Payment & Banking Fintech Podcast, in dem wir mit spannenden Gästen über aktuelle Themen sprechen, sowie den monatlichen News-Rückblick, der die wichtigsten Neuigkeiten zusammenfasst. Immer am Puls der Zeit unserer Hauptthemen: Fintech, Payment & Banking. Die Hosts unserer Payment & Banking Fintech Podcasts sind: - André Bajorat - Maik Klotz - Nicole Nitsche - Kilian Thalhammer - Jochen Siegert Freut euch sich auf inspirierende Gespräche und fundierte Einblicke in die Welt des Fintech! Für noch mehr Infos und News aus der Welt der Fintechs abonniert den Payment & Banking Newsletter: https://paymentandbanking.com/newsletter/
#549: Wenn Maschinen einkaufen: Agentic Commerce zwischen Autonomie, Kontrolle und neuer Verantwortung
mit Nicole Nitsche & Hella Fuhrmann von Adyen Künstliche Intelligenz verändert den digitalen Handel derzeit an einer entscheidenden Stelle: bei der Frage, wer eigentlich entscheidet. Was bislang Menschen in Shops, Apps und Wallets übernommen haben, suchen, vergleichen, auswählen, bezahlen, kann zunehmend von autonomen Systemen erledigt werden. Sogenannte KI-Agenten handeln im Auftrag von Nutzer:innen, treffen eigenständig Kaufentscheidungen und lösen Zahlungen aus. Dieser Paradigmenwechsel wird unter dem Begriff Agentic Commerce diskutiert und er berührt den Kern von Handel und Zahlungsverkehr. Doch wie weit ist diese Entwicklung tatsächlich? Stehen wir noch vor einer Vision oder bereits am Übergang in den Alltag? Und ab wann wird Agentic Commerce für Händler überhaupt wirtschaftlich relevant? Genau hier setzt unser Gespräch mit Hella Fuhrmann von Adyen an. Sie ordnet ein, wo wir aktuell mit KI-basiertem Shopping stehen, warum der Vergleich mit der Mobile-Commerce-Revolution naheliegt und an welchen Stellen diese neue Welle deutlich tiefgreifender ausfällt. Denn während Mobile einst lediglich das Frontend verschoben hat, greift Agentic Commerce direkt in die Entscheidungslogik des Handels ein. Nicht mehr der Mensch klickt, sondern der Agent entscheidet auf Basis von Daten, Präferenzen, Budgets, Regeln und Consent. Damit rücken Fragen in den Mittelpunkt, die bislang klar verteilt waren: Wie wird eine Zahlung autorisiert, wenn nicht mehr der Mensch selbst den Prozess auslöst? Welche Rolle spielen Tokenisierung, Identität und Mandate? Und wie verändern sich die Machtverhältnisse zwischen Big Tech, Payment-Anbietern und Händlern? Ein zentrales Thema der Folge ist die Händlerperspektive. Wo entstehen reale Chancen, etwa bei Effizienz, Conversion oder Internationalisierung? Und wo liegen die Risiken: bei der Sichtbarkeit von Marken, beim Verlust direkter Kundenbeziehungen oder bei der Kontrolle über Daten und Touchpoints? Hella Fuhrmann spricht offen über den „Merchant-first“-Ansatz von Adyen, über neue Anforderungen an Datenqualität, Risikomanagement und Infrastruktur und darüber, wie Händler sicherstellen können, dass sie in agentengesteuerten Kaufprozessen überhaupt noch gefunden werden. Mit zunehmender Autonomie wächst zugleich die Bedeutung von Sicherheit und Kontrolle. Wird Betrug durch KI beherrschbarer oder nur komplexer? Wo braucht es zwingend einen Menschen im Entscheidungsprozess? Was lässt sich bewusst nicht automatisieren? Und was bedeutet das für eine Payment-Infrastruktur, die unter Peak-Lasten, Netzwerkausfällen oder Systemfehlern weiterhin verlässlich funktionieren muss? Abschließend richtet der Podcast den Blick nach vorn: In welchen Branchen werden die ersten echten Agentic-Commerce-Transaktionen erwartet? Wie könnte ein konkretes Shopping-Szenario mit Agenten in der Praxis aussehen? Wie bereit ist Adyen selbst, organisatorisch, technologisch, strategisch? Und welche Prinzipien sollten Retail-Leader heute schon im Kopf haben, wenn sie ihre KI-Strategie aufsetzen? Ein Gespräch über Agentic Commerce als technologische Entwicklung und als neue Ordnungsfrage für Handel und Zahlungsverkehr.
3x3=10 #12: Warum KYC mehr sein muss als „Pflichtprogramm“
mit Julian Prüfer & Tobias Eiß von KYCnow In unserer aktuellen 3×3=10-Crossover-Folge mit den Plaudertaschen sprechen wir mit Tobias Eiß von KYCnow über Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und die Frage, warum das Thema nicht irgendwo „da draußen“ passiert, sondern manchmal direkt zwischen Spieleabend und Lieferdienst. Die Kernpunkte der Folge: * Geldwäsche passiert im Alltag – oft dort, wo alles völlig normal wirkt: Bargeld, Lieferdienst, kleine Umsätze. * Bargeld ist häufig der Einstieg, weil sich illegale und legale Einnahmen leicht vermischen lassen. * Geldwäsche ist ein Prozess, keine einzelne Tat: verschleiern, vermischen, „sauber“ machen – oft über mehrere Stationen hinweg. * Immobilien sind ein typisches Ziel, weil Bewertung, Kauf und Weiterverkauf ideale Waschmechanismen bieten. * Digitalisierung allein löst das Problem nicht: Neue Technologien schaffen auch neue Muster und blinde Flecken. * KYC scheitert oft an Formalismus – zu viel „Pflichtprogramm“, zu wenig tatsächliche Wirkung. * Wirksame Prävention braucht Kontext: bessere Nutzung von Daten, skalierbare Prozesse und mehr Bewusstsein. * Finanzielle Bildung ist ein Schlüssel, weil Prävention lange vor dem Bankprozess beginnt. Warum reinhören? Die Folge macht Geldwäsche greifbar, ohne sie zu vereinfachen – mit Alltagsbeispielen, ehrlichen Einblicken in KYC-Praxis und klaren Denkanstößen für Institute und den privaten Umgang mit Geld.
#548: Der Fintech News-Rückblick: Das war 2025
mit André Bajorat & Jochen Siegert 2025 war kein Jahr für große Versprechen – sondern eines für Realitätstests. Nach Jahren des Hypes prallten im Fintech- und Banking-Sektor Erwartungen, Regulierung und wirtschaftliche Realität hart aufeinander. In unserem Jahresrückblick ordnen André Bajorat und Jochen Siegert die wichtigsten Entwicklungen ein: Wo kam Bewegung zurück? Wo sind Träume geplatzt? Und welche Themen werden 2026 wirklich prägen? Funding & Exits: Bewegung ja – Euphorie nein **Nach der Funding-Flaute kehrte 2025 Kapital zurück in den Markt. ** Revolut wuchs weiter zur wertvollsten Neobank der Welt. IPOs von eToro, Circle und Klarna sorgten kurzfristig für Aufmerksamkeit, verloren aber schnell an Glanz. Trade Republic legte beim Wachstum zu, steht jedoch unter wachsendem regulatorischem und operativem Druck. Einzelne Exits wie IDnow zeigen: Liquidität ist möglich – der Markt bleibt dennoch vorsichtig. Krise der Unicorns: Vom Hoffnungsträger zum Sanierungsfall 2025 wurde zum Jahr der Abrechnung mit alten Bewertungen. Ratepay, Solaris, Clark, Wefox und Element stehen exemplarisch für die Verzwergung ehemaliger Unicorns. Auch internationale Schwergewichte wie Worldline oder Fiserv verloren massiv an Wert. Der Konsens: Wachstum ohne nachhaltiges Geschäftsmodell funktioniert nicht mehr. Regulierung & Compliance: BaFin als Taktgeber Kaum ein Thema prägte das Jahr so stark wie Regulierung. Die BaFin griff bei N26, C24, Raisin Bank und Payone durch. Der PayPal-Lastschrift-Stopp legte strukturelle Schwächen im Zahlungsverkehr offen, das Datenleck bei bonify schärfte den Fokus auf IT-Sicherheit. Compliance, Resilienz und Kundenservice sind endgültig im Zentrum angekommen. Strategische Verschiebungen: neue Spielfelder, offene Fragen Während alte Narrative verblassen, entstehen neue Suchbewegungen. Wero und der digitale Euro stehen zwischen Anspruch und Umsetzung. NFC ist offen, PayPal gewinnt Nutzer – echte Nutzung bleibt überschaubar. Stablecoins werden zur Infrastrukturfrage, Instant Payments langsam zum Standard. KI ist allgegenwärtig – aber noch nicht im Alltag angekommen. Ein ehrlicher Rückblick mit klaren Meinungen und ein paar offenen Fragen fürs neue Jahr. Viel Spaß beim Reinhören.
#547: KI verändert Markenwahrnehmung – nicht nur Suche
mit Maik Klotz und David Konitzny von Kosch Klink Performance In dieser Sponsored-Episode spricht Maik mit David Konitzny von Kosch Klink Performance über einen stillen, aber tiefgreifenden Wandel: KI verändert, wie Marken wahrgenommen werden – dauerhaft. Statt Google und Keywords stellen Menschen heute Fragen an ChatGPT, Gemini oder Perplexity. Die Antworten bestehen nicht mehr aus Links, sondern aus Bewertungen und Empfehlungen. Genau hier scheitern viele Unternehmen: Sie werden zwar zitiert, aber nicht empfohlen. KI denkt nicht in Keywords, sondern in Zusammenhängen. Sie greift auf Webseiten, Reviews, Foren, Medienberichte und echte Erfahrungen zurück. Damit wird KI zur digitalen Mundpropaganda – ehrlich, ungefiltert und kaum zu beeinflussen. Die zentrale Erkenntnis: KI-Optimierung ist kein Hack, sondern ein Spiegel der echten Markenwahrnehmung. Wer sichtbar bleiben will, braucht Substanz, klare Inhalte, ehrliche Kommunikation und eine starke Präsenz in relevanten digitalen Communities. Takeaways KI verändert die Wahrnehmung von Marken. GEO (Generative Engine Optimization) ist ein neuer Ansatz für SEO. Unternehmen müssen den richtigen Fokus bei der KI-Optimierung setzen. SEO und KI sind eng miteinander verbunden. Die Wahrnehmung von Marken ist entscheidend für den Erfolg. Social Media Teams sind in der heutigen Zeit unerlässlich. Ehrlichkeit in der Kommunikation ist wichtiger denn je. Die Marketing-Hölle ist real und erfordert neue Strategien. Unternehmen müssen an ihrem Image arbeiten. Die Zukunft der KI-Optimierung ist vielversprechend. Jetzt anhören
Alles Legal #121: eIDAS 2 erklärt: Wie die EUDI Wallet rechtlich verankert ist
mit Dana Wondra & Peter Frey von Annerton eIDAS 2 erklärt: Wie die EUDI Wallet rechtlich verankert ist In Folge 2 von „Alles Legal – Fintech-Recht kompakt“ erklärt Peter Frey (Annerton), warum die EUDI Wallet kein Zufallsprodukt ist, sondern das Ergebnis eines grundlegenden regulatorischen Neustarts. Während eIDAS 1 vor allem als Signaturverordnung wahrgenommen wurde und in der Praxis an fehlender Interoperabilität scheiterte, schafft eIDAS 2 erstmals eine europaweite digitale Identitätsinfrastruktur. Zentrales Element ist die EUDI Wallet, die in allen Mitgliedstaaten nach einheitlichen rechtlichen und technischen Standards funktionieren muss – bei voller Kontrolle der Nutzer:innen über ihre Daten. Die Folge zeigt, wie Verordnung, Governance, Durchführungsakte und das Architecture Reference Framework zusammenspielen, welche Rolle digitale Attribute künftig spielen und für wen Akzeptanzpflichten gelten. Fazit: eIDAS 2 legt den rechtlichen Grundstein für eine funktionierende europäische digitale Identität – mit spürbaren Auswirkungen für Banken, Plattformen und regulierte Branchen. 🎧 Jetzt reinhören: Alles Legal – Fintech-Recht kompakt | Folge 2