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Mehr Payment & Banking Fintech Podcast
Willkommen auf dem Podcast-Kanal von Payment & Banking! Hier findet ihr die vielfältigste Auswahl an Podcast-Serien rund um das Thema Fintech. Unsere Formate umfassen den Payment & Banking Fintech Podcast, in dem wir mit spannenden Gästen über aktuelle Themen sprechen, sowie den monatlichen News-Rückblick, der die wichtigsten Neuigkeiten zusammenfasst. Immer am Puls der Zeit unserer Hauptthemen: Fintech, Payment & Banking. Die Hosts unserer Payment & Banking Fintech Podcasts sind: - André Bajorat - Maik Klotz - Nicole Nitsche - Kilian Thalhammer - Jochen Siegert Freut euch sich auf inspirierende Gespräche und fundierte Einblicke in die Welt des Fintech! Für noch mehr Infos und News aus der Welt der Fintechs abonniert den Payment & Banking Newsletter: https://paymentandbanking.com/newsletter/
#553: Warum der ETF-Boom viele Fondsanbieter unter Druck setzt
mit André Bajorat und NaroIQ-Co-Founder Chris Puellen ETFs wachsen. Klassische Publikumsfonds verlieren an Relevanz. Im Podcast mit André Bajorat erklärt NaroIQ-Co-Founder Chris Puellen, warum viele Asset Manager strukturell im Nachteil sind und was sich im Markt gerade verschiebt. Der ETF ist längst kein Nischenprodukt mehr. Während klassische Publikumsfonds nur einmal täglich bepreist werden, sind ETFs kontinuierlich über die Börse handelbar. In einer Welt, die Echtzeit gewohnt ist, wirkt das alte Modell zunehmend aus der Zeit gefallen. Das zeigt sich auch in den Zahlen: Immer mehr Depots entstehen bei Neobrokern und Direktbanken und dort dominieren ETFs. Wer als Fondsanbieter keinen ETF anbieten kann, ist in diesen Vertriebskanälen faktisch ausgeschlossen. Das Problem ist weniger die Idee eines ETFs als die Umsetzung. Zwischen Kapitalverwaltungsgesellschaft, Market Maker, Börse und Verwahrstelle entsteht ein technisches und regulatorisches Geflecht, das viele Häuser nicht selbst aufbauen wollen oder können. Hier setzt NaroIQ an: Das Unternehmen stellt die notwendige Infrastruktur bereit, damit Kapitalverwaltungsgesellschaften ETFs anbieten können, ohne ihre gesamte Wertschöpfungskette auszulagern. Reguliert durch die BaFin, agiert das Team als technologische Schnittstelle im Hintergrund, ohne selbst Fondsanbieter zu sein. Im Gespräch wird deutlich: Der ETF-Boom ist kein kurzfristiger Trend. Vielmehr steht der Markt vor einer strukturellen Verschiebung. Weniger Produkte insgesamt, aber deutlich mehr ETFs. Gerade mit Blick auf die geplante Reform der privaten Altersvorsorge könnte sich diese Entwicklung weiter beschleunigen. Banken, Asset Manager und Plattformen müssen sich daher fragen, welche Rolle ETFs künftig in ihrer eigenen Strategie spielen sollen. Oder anders gesagt: Der Wandel findet statt – die Frage ist nur, wer ihn aktiv mitgestaltet.
Alles Legal #125: KI im Finanzsektor: Warum Aufsicht und Governance jetzt entscheidend werden
mit Dana Wondra und Josefine Spengler von Annerton Im Podcast „Alles Legal“ erklärt Rechtsanwältin und Fachanwältin für IT-Recht Josefine Spengler, warum damit auch Regulierung und Aufsicht immer stärker in den Mittelpunkt rücken. Künstliche Intelligenz ist gerade überall – doch im Finanzsektor bekommt die Debatte eine besondere Schärfe. In der neuen Folge von „Alles Legal – Fintech Recht kompakt“ sprechen Dana Wondra und Josefine Spengler (Annerton) darüber, warum KI für Banken und Zahlungsdienstleister inzwischen unverzichtbar geworden ist und weshalb ihr Einsatz gleichzeitig sofort eine Governance- und Aufsichtsfrage aufwirft. Josefine Spengler macht deutlich: Der entscheidende Punkt ist weniger, dass KI technologisch neu wäre, sondern dass sie inzwischen in Bereichen ankommt, die das Herzstück regulierter Finanzunternehmen bilden. Dort, wo Entscheidungen getroffen werden, die Risiken steuern, Kunden betreffen und letztlich Vertrauen in das Finanzsystem sichern müssen, verändert KI nicht nur einzelne Abläufe, sondern ganze Entscheidungslogiken. Von Effizienztool zu Kerninfrastruktur Dass KI im Finanzsektor gerade jetzt strukturell wird, hat mehrere Gründe. Zum einen ist die Technologie deutlich stabiler und produktiv einsetzbar geworden. Zum anderen stehen Institute unter massivem Druck: steigende Kosten, zunehmende regulatorische Anforderungen und ein Wettbewerb, der längst nicht mehr nur von klassischen Banken ausgeht, sondern auch von datengetriebenen FinTechs und BigTechs. Gerade in einem Umfeld, in dem Prozesse hoch standardisiert und datenintensiv sind, entfaltet KI ihren Mehrwert besonders stark. Sie wird heute bereits in der Kreditprüfung eingesetzt, im Risikomanagement, im Transaktionsmonitoring oder bei der Betrugsprävention. Auch generative KI spielt zunehmend eine Rolle – vor allem unterstützend, etwa bei der Aufbereitung komplexer Compliance-Themen oder im Kundenservice. ** Warum Regulierung so sensibel reagiert** Genau hier liegt auch der Grund, warum Aufsichtsbehörden beim Thema KI besonders aufmerksam sind. Denn KI bringt nicht nur Effizienzgewinne, sondern auch neue Risikodimensionen. Modelle arbeiten mit Wahrscheinlichkeiten, Entscheidungen werden komplexer und häufig schwerer erklärbar. Fragen nach Transparenz, Verantwortlichkeit und Kontrollierbarkeit stehen plötzlich im Zentrum. Hinzu kommen Abhängigkeiten von Drittanbietern, die Nutzung sensibler Daten und die Herausforderung, dass Modelle sich über Zeit verändern können. Für regulierte Institute reicht es deshalb nicht, KI einmal einzuführen – sie muss dauerhaft überwacht, nachvollziehbar dokumentiert und organisatorisch sauber eingebettet werden. Der Podcast zeigt damit sehr klar: Regulierung ist in diesem Kontext nicht nur Begrenzung, sondern auch Voraussetzung dafür, dass KI im Finanzsektor überhaupt nachhaltig eingesetzt werden kann. Am Ende bleibt die zentrale Erkenntnis: Entscheidend wird sein, wie gut es gelingt, Innovation und Kontrolle so auszubalancieren, dass Effizienzgewinne möglich werden, ohne Stabilität und Vertrauen zu gefährden. Jetzt Podcast hören – überall, wo es Podcasts gibt.
Episode 03_26: AI in Finance: OpenClaw: Wenn KI nicht nur denkt, sondern macht
mit Maik Klotz & Sascha Dewald Folge 3 startet mit einem kleinen Meilenstein: Mit André Bajorat gibt es den ersten Gast im Podcast. Und direkt ein Thema, das nach „Agentic“ riecht. OpenClaw (ehemals Clawbot/Moldbot) ist kein eigenes KI-Modell, sondern ein Agent, der beliebige LLMs anbindet, von OpenAI über Anthropic bis Gemini, sogar lokal. Der Clou: OpenClaw läuft als Prozess im Hintergrund, hat „Heartbeat“ (arbeitet proaktiv) und ein nahezu unbegrenztes Memory. Es geht es um: OpenClaw: Agent mit Systemzugriff, Memory & Heartbeat Risiken: Berechtigungen, Prompt Injection, Kosten & Abhängigkeiten Finance: Open Banking als Enabler, aber Autorisierung als Knackpunkt Big Picture: Wettbewerb um Interfaces, Devices und Vertrauen Hört rein und sagt uns, was ihr denkt! **Shownotes ** Openclaw: https://openclaw.ai/blog/introducing-openclaw [https://openclaw.ai/blog/introducing-openclaw] Disclaimer Was ihr hier hört, sind unsere Gedanken und Meinungen, nicht die unserer Arbeitgeber, Zimmerpflanzen oder Haustiere. Als Enthusiasten versuchen wir, euch Einblicke in die Welt von künstlicher Intelligenz in Finance zu geben, aber wir sind nur AI-Enthusiasten, keine Hellseher. Unsere Einschätzungen könnten genauso gut aus einem Horoskop stammen. Also, macht's euch gemütlich und genießt die Show!
#552: PayPal, Finanzguru, Banxware: Das waren die wichtigsten Fintechs-News im Januar
mit Jochen Siegert & André Bajorat Jochen Siegert und André Bajorat starten mit einem wahren News-Feuerwerk ins neue Jahr. Es geht um neue Kooperationen, Erfolgszahlen und die Krise von PayPal. Während weite Teile Deutschlands durch Eis und Schnee zwangsweise in den Winterschlaf versetzt wurden, bleiben Jochen Siegert und Andre Bajorat hellwach, um uns die neuesten Geschehnisse der Fintech-Welt zu erklären. Trotz Winterchaos war hier einiges los. Das waren die wichtigsten Fintech-News in diesem Monat: FinTech-Investments ziehen wieder an Der globale Markt wächst 2025 um 21 Prozent auf 53 Milliarden Dollar – Großbritannien bleibt Europas stärkster Standort. Solaris erneut tief in den roten Zahlen 103 Millionen Euro Verlust, BaFin-Auflagen und Restrukturierung prägen das Jahr 2024. Pennylane sammelt 175 Millionen Euro ein Das Pariser Fintech will mit frischem Kapital auch in Deutschland weiter wachsen. Trump will Kreditkartenzinsen deckeln Zehn Prozent als Obergrenze? Eine Kampfansage an Banken und Payment-Giganten. Apple Card: Goldman raus, JPMorgan übernimmt Das Kreditkartenportfolio wechselt den Bankpartner – und die Europa-Frage bleibt offen. Volksbanken bringen die digitale Girocard aufs Smartphone Kontaktlos zahlen direkt über die VR Banking App – ohne Apple Pay. DKB-Analyse: Bargeld wandert in den Einzelhandel Supermärkte und Drogerien ersetzen zunehmend klassische Geldautomaten. Trade Republic: 160 Millionen in Private Equity Fonds Erste Zahlen zeigen starke Nachfrage – Renditen bleiben noch offen. Bitpanda startet echten Aktien- und ETF-Handel Rund 8000 Aktien und 2500 ETFs – plus Kooperation mit der Deutschen Börse. Ökonomen fordern schnellen digitalen Euro 68 Wissenschaftler warnen vor Europas Abhängigkeit von US-Zahlungsdiensten und Stablecoins. N26 bringt Debitkarten-Angebot für Unter-18-Jährige Banking für Kinder und Jugendliche mit Limits und Elternkontrolle. Fincite: Ralf Heim zieht sich zurück Eine prägende Figur der deutschen Wealtech-Szene geht ins Advisory. Finanzguru mit massivem Umsatzsprung Dwins meldet rund 40 Millionen Euro Ertrag – fast verdreifacht in zwei Jahren. Open Banking Nutzung geht zurück Konto-API-Usecases schwächeln – trotz FIDA-Diskussionen in Brüssel. Banxware & HVB bringen Kredite in Amazon Seller Central Embedded Lending für KMU direkt im Marktplatz – von 1.000 bis 5 Mio. Euro. PayPal in der Krise: CEO weg, Aktie bricht ein Enttäuschende Zahlen, Kurs minus 20 Prozent – Sanierungsfall oder Neuanfang? 🎧 Jetzt reinhören: Fintech-News Januar mit Jochen Siegert & André Bajorat Mehr Analysen und Hintergründe wie immer bei Payment & Banking.
Alles Legal #124: EUDI-Wallet: Chancen, offene Fragen und der Ausblick für Finanzunternehmen
mit Dana Wondra & Peter Frey In der fünften und letzten Folge unserer Podcastreihe zur EUDI-Wallet fassen Dana Wondra und Peter Frey die wichtigsten Erkenntnisse zusammen. Dabei geht es nicht nur um die Chancen für Banken und Zahlungsdienstleister, sondern auch um zentrale offene Fragen rund um Haftung, KYC, Interoperabilität und den politischen Willen, aus der EUDI-Wallet eine Erfolgsgeschichte zu machen. Die EUDI-Wallet soll mehr sein als ein technisches Tool. Sie ist der Versuch, eine europaweit einsetzbare und rechtlich anerkannte digitale Identitätsinfrastruktur zu etablieren. Bürger:innen behalten dabei die Kontrolle über ihre Daten (Stichwort Self-Sovereign Identity) und können sie selektiv teilen – etwa für KYC-Prozesse oder Vertragsabschlüsse. Chancen für die Finanzbranche: Laut Peter Frey könnten Banken und Fintechs mit der Wallet standardisierte, sichere und medienbruchfreie Prozesse aufbauen – sowohl bei der Identifikation als auch bei der Authentifizierung. Das spart Zeit, Kosten und schafft neue Möglichkeiten für digitale Onboarding-Strecken. Auch die europaweite Interoperabilität könnte grenzüberschreitenden Finanzplayern entgegenkommen. Offene Fragen: Trotz aller Vorteile gibt es rechtliche Unsicherheiten. Etwa: Müssen Zahlungsdienstleister mit jedem Wallet-Anbieter Auslagerungsverträge schließen? Und wie lässt sich die Wallet in KYC-Prozesse integrieren, wenn weder das aktuelle Geldwäschegesetz noch die kommende AML-Verordnung klare Vorgaben dazu machen? Auch bei der Haftung bleibt vieles unklar – besonders dann, wenn bei einer Wallet-Transaktion etwas schiefläuft. Hier fordert Peter Frey eine zügige gesetzliche Klärung, um das Vertrauen in das neue Ökosystem zu stärken. Technische Baustellen und politische Dynamiken: Neben der rechtlichen Komplexität betont Peter Frey die Notwendigkeit einer einheitlichen technischen Umsetzung. Nur wenn die Wallets wirklich interoperabel sind, nutzerfreundlich funktionieren und sicher vor Cyberangriffen sind, wird sich das System im Alltag durchsetzen. Ein weiterer entscheidender Faktor: die Akzeptanz bei großen Plattformen, Behörden und Unternehmen. Ohne Integration in zentrale Use Cases droht die Wallet ein Nischenprodukt zu bleiben. Fazit und Empfehlung: Für Unternehmen heißt es jetzt: frühzeitig Prozesse anpassen, rechtliche Einordnung prüfen und technische Schnittstellen vorbereiten. Die Wallet wird kommen und wer vorbereitet ist, kann nicht nur regulatorische Risiken minimieren, sondern auch das volle Potenzial für effiziente, digitale Produktstrecken ausschöpfen. Jetzt Podcast hören – überall, wo es Podcasts gibt.