ERF Plus - Wort zum Tag
Die Bibelstelle Epheser 5,1-2 – ausgelegt von Thomas Eger. Wie ist das bei Ihnen, wenn Sie eine andere Person geärgert hat? Wie reagieren Sie darauf? Ich frage das jetzt nicht, um zu moralisieren. Das steht mir nicht zu. Denn ich frage auch mich immer wieder, wie ich mich da verhalten soll. Mir kommt jemand in die Quere. Das regt mich auf. Meine Gefühle schalten auf Angriff. Meine Emotionen klingeln Alarm: „Lass dir das nicht gefallen! Gib Kontra!“ Aber ich bin Christ. Ich will so leben, wie es meinem Gott gefällt. Das passt nicht zu wütenden Reaktionen. Wie bekommen Sie aufkochende Gefühle wieder in den Griff? Ich weiß, die Temperamente von uns Menschen sind unterschiedlich. Die einen regen sich sehr schnell auf, andere fast gar nicht. Doch bin ich mir sicher, dass jeder Mensch, der mit Worten verletzt wird, das nicht einfach schlucken kann. Was soll ich da also tun als Christ? Der Apostel Paulus gibt für das Verhalten von Christen einen grundsätzlichen Rat. An seine Glaubensgeschwister in Ephesus schrieb er einmal folgende Zeilen (Epheser 5,1-2 [https://www.bibleserver.com/LUT/Epheser5%2C1-2]): „Folgt nach dem Beispiel Gottes als geliebte Kinder, und führt euer Leben in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt und sich für uns hingegeben hat als Gabe und Opfer für Gott.“ Paulus gestehe ich zu, dass er diese Worte nicht am grünen Tisch ausgedacht hat. Aus den Berichten über ihn und aus seinen eigenen Schriften wird deutlich, wie pragmatisch er dachte und handelte. Wenn er dann so einen komplizierten Satz schreibt - wie eben gelesen -, dann steckt da was Tiefgründiges dahinter. Ich soll also dem Beispiel Gottes folgen, schlägt Paulus vor. Und er begründet das mit der Feststellung: „Du bist sein geliebtes Kind!“ Stimmt, Kinder haben einen Vater. Und wer Jesus Christus im Glauben nachfolgt, hat Gott als himmlischen Vater. Der will mich nach seinem Wesen prägen. Wie tut er das? Wieder der Apostel Paulus dazu: „Führt ein Leben in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat.“ Da haben wir es wieder, das berühmte Wort „Liebe“ von dem auch Jesus immer wieder spricht. Aber diese Art der Liebe hat einen anderen Hintergrund als wie Liebe allgemein verstanden wird. Das Neue Testament der Bibel ist in griechischer Sprache geschrieben. Und in dieser Sprache gibt es eine Bezeichnung für Liebe: Sie heißt „Agape“. Von dieser Agape-Liebe spricht Gott und schreibt Paulus. Agape ist eine Liebesart, die nicht von sich ausgeht oder gar fragt: „Werde ich auch geliebt?“ Agape ist eine Liebesart, die Not und Hilfsbedürftigkeit im Nächsten erkennt. Sie bleibt dann nicht dabei stehen. Agape will aus der Not des Anderen heraushelfen. Das ist diese göttliche Liebe, die eingreift, die hilft. „Das hat Gott durch Jesus bei euch getan“, so noch einmal Paulus, „und das tut nun ihr durch Jesus Christus auch bei anderen!“ Leben wollen, wie es Gott gefällt ist, eine Lebensaufgabe. So denken und handeln zu wollen, das schaffe ich nicht von heute auf morgen. Das muss heranwachsen in mir. Damit das auch gelingt, habe ich Gottes Geist in mein Leben bekommen. Auch darf ich Jesus in jeder Situation dabei um seine Hilfe bitten. Daran will ich mich halten, wenn mich wieder mal jemand ärgert – und Sie können das auch so tun! Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Thomas Eger ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17369994.gif]
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