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Mehr Mittelweg 36
Hannah Schmidt-Ott und Jens Bisky laden im monatlichen Wechsel Wissenschaftler:innen und Autor:innen zu Gesprächen über Gesellschaft, Kultur und Theorie. Egal ob Romane, wissenschaftliche Studien, Gegenwartsbeobachtungen oder Sozialfiguren diskutiert werden: stets geht es um Menschen, wie sie sich aufeinander beziehen und was sie dabei freiwillig und unfreiwillig produzieren.Hannah Schmidt-Ott ist Redakteurin beim Online-Fachforum SoziopolisJens Bisky ist leitender Redakteur des Mittelweg 36Kontakt: podcast@his-online.de Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Wie fake sind Stablecoins, Aaron Sahr?
Ob von Unternehmen wie Tether, Zahlungsdienstleistern wie PayPal oder Staaten wie Kirgisistan: Stablecoins werden derzeit von diversen Emittenten ausgegeben, sie sind der neueste Hype in der Welt der Digitalwährungen. Was steckt dahinter? Und was bedeuten Begriffe wie Krypto, Blockchain, Token, Bitcoin, Shitcoin? Mit Aaron Sahr spricht Hannah Schmidt-Ott über sein neues Buch „Fake Coins“, die Versprechen und Fallstricke digitaler Währungen und die Relevanz monetärer Freiheit. Aaron Sahr ist Wirtschaftssoziologe und forscht vor allem zu Geldtheorie und Geldgeschichte. Am Hamburger Institut für Sozialforschung leitet er die Forschungsgruppe „Monetäre Souveränität“. Sein Buch „Fake Coins. Digitales Geld und Analoge Freiheit“ erschien 2026 in der Hamburger Edition. ---------------------------------------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy [https://acast.com/privacy] for more information.
Wie polarisiert sind die USA, Nils Kumkar?
Seit Donald Trump vor dreizehn Monaten ins Amt eingeführt wurde, hat er mit seiner „Clown-Show“ (Obama) alle Welt in Atem gehalten. Der Soziologe Nils Kumkar war im Januar 2025 in Los Angeles und ist nun für einige Wochen ans Thomas-Mann-Haus in Pacific Palisades zurückgekehrt. Jens Bisky spricht mit ihm über wesentliche Momente und das andauernde Spektakel dieser Präsidentschaft, über Polarisierung, die Epstein-Files, „wirklich wichtige Themen“ – und schließlich die Frage, was aus all dem für bundesrepublikanische Verhältnisse zu lernen wäre. Nils Kumkar ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am SOCIUM der Universität Bremen. 2025 erschien im Suhrkamp Verlag sein Buch „Polarisierung. Die Ordnung der Politik“. ---------------------------------------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy [https://acast.com/privacy] for more information.
Was interessiert die Literatursoziologie, Christine Magerski?
Das erste Mal begegnete Christine Magerski der Literatursoziologie während ihrer Schulzeit in der DDR. Ihre intellektuellen Interessen führten sie letztlich nach Kroatien, an den Gründungsort der Zagreber Schule, und zum Begriff der Form. Mit Hannah Schmidt-Ott spricht sie am Beispiel von Dorothee Elmigers preisgekrönten Buch „Die Holländerinnen“ über die Form des Gegenwartsromans, die Relevanz von Gesellschaftstheorie für die Literatursoziologie und das Ende gesellschaftlicher Gestaltbarkeit. Christine Magerski ist Professorin für neuere deutsche Literatur- und Kulturgeschichte an der Universität Zagreb. Literatur Andreas Reckwitz: „Das Ende der Illusionen. Politik, Ökonomie und Kultur in der Spätmoderne“, Suhrkamp 2019. Dorothee Elmiger: „Die Holländerinnen“, Hanser 2025. Moritz Baßler: „Populärer Realismus. Vom International Style gegenwärtigen Erzählens, C.H.Beck 2022. ---------------------------------------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy [https://acast.com/privacy] for more information.
Wie patriarchal ist der Rechtsstaat?
Sexuelle Gewalt in der Ehe wurde in Deutschland erst 1997 kriminalisiert. Der Reform des Sexualstrafrechts ging jahrzehntelanger Aktivismus der Neuen Frauenbewegung voraus. Die Kämpfe von Feministinnen, die männliche Gewalt gegen Frauen konsequent anprangerten, analysiert die Historikerin Hannah Catherine Davies in ihrem Buch „Rechtsstaat und Patriarchat“. Mit Hannah Schmidt-Ott spricht sie über die Wahrnehmung sexueller Gewalt in der Bundesrepublik, das Verhältnis der Frauenbewegung zum Staat und Strafe als politisches Mittel. Dr. Hannah Catherine Davies ist wissenschaftliche Oberassistentin am Historischen Seminar der Universität Zürich. Sie forscht zur Geschichte der Gewalt, Geschichte des Kapitalismus, Rechtsgeschichte sowie zu deutscher und amerikanischer Geschichte. „Rechtsstaat und Patriarchat. Eine Geschichte sexueller Gewalt in der Bundesrepublik 1973 bis 1997“ erscheint in der Hamburger Edition. ---------------------------------------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy [https://acast.com/privacy] for more information.
Brauchen wir das Normalarbeitsverhältnis?
Wer von Klassen redet, statt Sozialstrukturanalyse zu betreiben, bekommt eine andere Wirklichkeit in den Blick, meint Nicole Mayer-Ahuja. Dem „Skandal der Klassengesellschaft“ hat sie ihr neues Buch gewidmet. Jens Bisky spricht mit der Arbeitssoziologin über die Lage der arbeitenden Klasse, den Wandel der Arbeitswelt, den schlechten Ruf des Normalarbeitsverhältnisses, Solidarität und Möglichkeiten zur Veränderung. Nicole Mayer-Ahuja ist Professorin für Soziologie in Göttingen. Vor wenigen Wochen erschien im Verlag C.H. Beck ihr Buch „Klassengesellschaft akut – Warum Lohnarbeit spaltet und wie es anders gehen kann“. https://www.hamburger-edition.de/zeitschrift-mittelweg-36/podcast/ ..... ---------------------------------------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy [https://acast.com/privacy] for more information.