Die Helden der WM 1994 – mit Adrian Knup, Dominique Herr und Beni Thurnheer
2. Juni 2026
Das Schweizer WM-Märchen von 1994 – WM-Erinnerungen & der Blick nach Amerika
Mit Blick auf die bevorstehende Weltmeisterschaft in den USA und Mexiko schwelgt die Runde des Heimspiels in Erinnerungen an das legendäre Turnier von 1994. Es war das Jahr, in dem die Schweizer Nationalmannschaft nach 28 Jahren Abwesenheit endlich auf die grosse Weltbühne zurückkehrte.
Moderator Stefan Eggli begrüsst eine hochkarätige Runde im Studio, die die damalige Euphorie hautnah miterlebt und geprägt hat.
Die Gäste in dieser Episode
Adrian Knup: Der damalige Stürmer-Star und «Terminator» der Nati, der die Schweiz mit seinen Toren (unter anderem zwei Treffer gegen Rumänien) in die Ekstase schoss.
Dominik Herr: Der gebürtige Basler und Fels in der Brandung. Zusammen mit Alain Geiger sorgte er in der Innenverteidigung für die nötige Stabilität.
Beni Thurnheer («Beni National»): Die legendäre Stimme des Schweizer Fernsehens, der die Nati über Jahrzehnte und durch unzählige Länder begleitete.
Highlights und Themen des Podcasts
Der lange Weg zur Qualifikation & die grosse Euphorie
Nach fast drei Jahrzehnten ohne WM-Teilnahme war die Sehnsucht riesig. Adrian Knup und Dominik Herr blicken zurück auf den Qualifikations-Weg, der verhalten gegen Estland und Schottland begann, aber im emotionalen letzten Heimspiel im Hardturm-Stadion gegen Estland gipfelte. Die Ticket-Nachfrage war so gigantisch, dass selbst die Spieler keine Karten mehr für Freunde besorgen konnten.
Beni Nationals «zweite Geburt»
Für Kommentatoren-Legende Beni Thurnheer war es zwar schon die sechste Weltmeisterschaft auf dem Kommentatorenplatz, aber die allererste mit Schweizer Beteiligung. Ein völlig neues Level an Aufmerksamkeit.
Roy Hodgson und der Teamgeist
Wie populär war der damalige Nationaltrainer? Ein geflügeltes Wort besagte, Hodgson sei «der populärste Schweizer seit General Guisan» gewesen. Dominik Herr spricht über die Hierarchie im Team, angeführt von Führungsfiguren wie Alain Geiger und Georges Bregy, und wie aus verschiedenen Gruppierungen eine echte Einheit geformt wurde.
Das Jahrhundert-Tor
Der berühmte Freistoss von Georges Bregy gegen die USA – live kommentiert von Beni Thurnheer. Beni räumt mit einem 30 Jahre alten Mythos auf: Hat er den berühmten Satz «Es gibt keinen zweiten Georges Bregy» überhaupt jemals so gesagt? Ausserdem: Wie Günther Netzer ihn im Vorfeld provoziert hatte.
Das perfekte Spiel gegen Rumänien
Das 4:1 gegen Rumänien im Pontiac Silverdome (Detroit) gilt bis heute als eines der besten Spiele der Nati-Geschichte. Die Gäste sprechen über den «modernen Fussball», den sie damals spielten, und den klimatischen Vorteil des geschlossenen Stadions, in dem es intensiv nach Popcorn roch.
Kaserniert im Hotel & die exklusive Shopping-Tour
Trainer Roy Hodgson schottete die Mannschaft komplett ab – sehr zum Leidwesen der Journalisten und Spieler. Dominik Herr erzählt skurrile Anekdoten: Wie die Nati-Stars mit Polizeieskorte (wie im Film) zu einem Einkaufszentrum gefahren wurden, das extra für sie eine halbe Stunde früher öffnete, damit sie CDs kaufen konnten.
Die grossen Schlagzeilen abseits des Platzes
Die WM 1994 war auch die WM der Skandale und Medienspektakel. Die Runde erinnert sich an:
* den Doping-Schock um Diego Maradona nach dem Nigeria-Spiel
* die legendäre O.J. Simpson-Verfolgungsjagd, die in den USA sogar die WM-Übertragungen ausbremste
* den dramatischen Fehlschuss von Superstar Roberto Baggio im Finale gegen Brasilien
Die Tragödie um Andrés Escobar
Ein trauriges Kapitel der Fussballgeschichte: Das Eigentor des Kolumbianers Andrés Escobar (der zuvor beim BSC Young Boys in der Schweiz gespielt hatte) gegen die USA und seine spätere Erschiessung in Medellín. Beni Thurnheer teilt seine persönlichen, beängstigenden Erinnerungen an das kolumbianische Team-Motel, das von schwer bewaffneten Bodyguards bewacht wurde.
Wie hat die WM 1994 die Karriere der Spieler verändert? Und was trauen unsere Experten der heutigen Schweizer Nati bei der bevorstehenden Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko zu?
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