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Kultur in luftigen Höhen: Das Berner Münster öffnet den Gewölbesaal des Turms für Kulturveranstaltungen
Rechtsruck in Peru In Peru wird aktuell ein neuer Präsident oder eine neue Präsidentin gewählt. Letzten Sonntag ging man im Andenstaat an die Urne. In der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen hat es scheinbar keine Kandidat*in auch nur über 20 Prozent geschafft. Niemand hat sich durchgesetzt. Kultur in luftigen Höhen Hoch oben, über den Dächern von Bern, befindet sich ein ganz besonderer Raum: der Gewölbesaal des Münsterturms. Ausser für ein paar Konzerte und Apéros wird dieser Raum aber derzeit wenig genutzt. Das soll sich ändern, das Berner Münster will deshalb regelmässig Kulturveranstaltungen im Münsterturm organisieren, und den Raum so für ein breites Publikum öffnen. Wir haben uns den neuen Kulturraum von Sabina Bisaccia zeigen lassen, sie ist Eventmanagerin beim Berner Münster. Auditive Perspektiven in Biel Wie klingt unsere Welt? Und wie wirken diese Klänge auf uns? Was macht es, wenn wir bewusst zuhören? Das interdisziplinäre Feld der akustischen Ökologie untersucht genau diese Beziehung zwischen Mensch und Klanglandschaft. Dieses Wochenende widmet sich ein Festival in Biel ganz diesem Thema. Wir wagen zum Schluss der Sendung einen Ausblick ins Programm.
Organisationen wollen am Dreiländereck gegen EU-Migrationspakt demonstrieren
Bis Sonntag können sich Kunstschaffende mit Flucht- und Migrationsgeschichte für einen Residenzaufenthalt in der Prozess Bar bewerben. Die Prozess Bar, das ist ein Ort für zeitgenössische Kunst, der nicht nur fertige Werke zeigt: Auch der künstlerische Prozess steht im Mittelpunkt. In Residenzen und Try-outs wird geforscht, ausprobiert und entwickelt. «Kultur kann eine wichtige Triebkraft sein für Integration», sagt Rahel Leupin, Geschäftsführerin von Art Link. Der Verein setzt sich für Diversität in der Schweizer Kulturlandschaft ein und ermöglicht den Residenzaufenthalt in der Prozess Bar. Grenzkontrollen werden ab Juni noch sichtbarer in den Schweizer Grenzregionen. Denn dann übernimmt die Schweiz mit einen Grossteil der Neuerungen aus dem Migrations- und Asylpakt hat der EU. Es ist die grösste Reform in der Geschichte des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS). Dagegen regt sich nun Widerstand aus der Zivil-Gesellschaft. Am Wochenende wollen verschieden Kollektive aus der Schweiz, Frankreich und Deutschland am Dreiländereck demonstrieren. Was die Reform des Asylsystems bedeutet, erzählen Dario Tancredi vom Organisationskomittee und Lara Hoeft vom Verein Pikett Asyl. Die «Ursonate» von Kurt Schwitters macht keinen Sinn – und genau das ist ihr Zauber. Warum uns das glücklich macht und warum du sie live hören [https://www.zpk.org/de/event/ursonate-live-performance]solltest, erfährst du bei BKa on Air. Redaktorin Sue Leuenberger hat sich die reine Lautpoesie angehört und will das Kribbeln im Bauch weitergeben.
Krieg im Sudan: «Die internationale Gemeinschaft muss sudanesischen Frauen zuhören»
Es war Ende Oktober, also vor fast einem halben Jahr: In einer Nacht- und Nebel-Aktion hat Kollektiv «Allianza Ambulanza» das Verwaltungsgebäude des ehemaligen Tiefenauspitals besetzt. Seither ist es ruhig geworden um die Besetzung. Was läuft hinter den Kulissen? Und wie steht es um die Verhandlungen mit der Stadt? Diesen Fragen geht RaBe-Info nach. Heute vor drei Jahren brachen die gewaltsamen Auseinadersetzungen zwischen der sudanesischen Armee (SAF) und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) aus. Die Vereinten Nationen und Menschenrechts-Organisationen haben wiederholt erklärt, dass konfliktbezogene sexuelle Gewalt im Sudan systematisch als Kriegsmittel sowie als Instrument des Terrors und der Kontrolle eingesetzt wird. Frauen und Mädchen sind dabei am stärksten betroffen. Gleichzeitigt sind sie es, die eine zentrale Rolle in Zivilgesellschaftlichem Widerstand und Überlebenswichtigen Strukturen einnehmen und Mitbestimmung in Gerechtigkeitsprozessen fordern. Lina Marwan ist Menschenrechtsanwältin und Feministin und aktuell am Tahrir Institue for Middle East Policy (TIMEP). Ausserdem ist sie Mitgründerin von Insaf, einer Transitional Justice Kampagne in Sudan. Im Interview spricht Lina Marwan über die Rolle von Sudanesinnen im Krieg und ihre Bedeutung für Frieden und Gerechtigkeit.
Iraner:innen mit negativem Asylentscheid kritisieren die Schweizer Asylpraxis
Heute sollen in Washington erste Gespräche zwischen Israel und Libanon beginnen für einen möglichen Waffenstillstand. Doch in der letzten Woche hat Israel seine Angriffe auf den nördlichen Nachbarn verstärkt. Und brachte damit die Gesundheitsversorgung Libanons an ihre Grenzen. Was das für die Gesundheitsversorgung des Landes bedeutet, erklärt Shazia Islamsha von Ärzte ohne Grenzen (MSF). Weniger als ein Viertel erhielt Asyl. Etwa ein Sechstel erhielt eine vorläufige Aufnahme. Zu wenig, findet die Gruppe «Empathie und Einheit». In dieser Gruppe organisieren sich Iraner:innen in der Schweiz mit abgewiesenem Asylgesuch. Sie kritisieren die Asylpraxis des SEM und fordern angesichts der Situation im Iran mindestens eine vorläufige Aufnahme.
Die Schweiz verfehlt Ziele in der Entwicklungsfinanzierung
Die Schweiz gibt weniger Geld aus für die Entwicklungsfinanzierung. Damit steht sie nicht alleine da. Viele der OECD-Länder haben ihre Ausgaben in der öffentlichen Entwicklungsfinanzierung (APD) gekürzt. Die Schweiz verfehle so das UNO-Ziel von 0,7% des Bruttonationaleinkommens (BNE), kritisiert Alliance Sud. Das feministische Kollektiv Pussy Riot hat am Samstag in Fribourg gespielt. Ein zurück nach Russland gibt es nicht. Denn Pussy Riot gilt in Russland mittlerweile als extremistische Organisation. Mit RaBe-Info hat die Band über ihre Show «Riot Days» und ihr Leben im Exil gesprochen.