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Lisää Late Night Grimm - Märchen zum Entspannen
Dieser Podcast entführt Dich in eine Welt voller Zauber und Nostalgie, die an die geliebten Märchen Deiner Kindheit erinnert. Jede Episode ist eine sorgfältig ausgewählte Reise in die Vergangenheit, die nicht nur entspannt, sondern auch die Fantasie anregt. Lass Dich von der sanften Stimme des Erzählers in einen Zustand tiefer Entspannung und wohltuender Erinnerungen führen. Warnung: Märchen können Gewalt/Gefahr, sensible Inhalte enthalten. Möchtest Du den Podcast mit 0,99 € im Monat unterstützen? Klick bitte hier: https://creators.spotify.com/pod/show/latenightgrimm/subscribe
#137 Die Herberge zur letzten Wacht
Es gibt Nächte, in denen die Welt da draußen besonders weit weg scheint. In einer solchen Nacht verirrt sich der Bote Jakob im Schneesturm, hoch oben in den Bergen. Er hat sich verrechnet, der Weg ist verschwunden, und seine Füße tragen ihn kaum noch weiter. Dann sieht er ein Licht. Es führt ihn zu einem Haus, das er nicht kennt – obwohl er jeden Gasthof in diesen Bergen kennt. Über der Tür hängt ein Schild: „Herberge zur letzten Wacht". Eine Geschichte über einen Ort, den man nicht finden kann, wenn man ihn sucht. Nur wenn man ihn braucht. Dieses Märchen ist frei von Gewalt und Grausamkeiten. Geschrieben und gelesen von Jens-Henning Gläsker. Mach es dir gemütlich und schlaf gut.
#136 Der Weber der Nacht
Tief in einem Tal, das die Landkarten vergessen haben, lebt ein Mann namens Alarich. Er ist Weber, aber er verarbeitet keine Wolle und keine Seide. Jeden Abend, wenn das blaue Licht kommt, sammelt er die Schatten – und mit ihnen die Unruhe der Menschen, ihre kreisenden Gedanken, ihre ungesagten Worte. Eines Abends klopft ein Junge an seine Tür. Wendelin ist elf Jahre alt und kann seit Wochen nicht schlafen. Eine Geschichte darüber, was die Nacht eigentlich ist. Und warum manche Dunkelheit nicht verschluckt, sondern beschützt. Dieses Märchen ist frei von Gewalt und Grausamkeiten. Gelesen und geschrieben von Jens-Henning Gläsker. Mach es dir gemütlich und schlaf gut.
#135 Die Frau, die der Stille zuhörte
Die Frau, die der Stille zuhörte Mathilde wohnt allein in einem Haus, das früher voller Leben war. Die Kinder sind längst fort, ihr Mann vor drei Jahren gestorben. Jetzt ist es still. Aber die Stille ist nicht leer, das merkt Mathilde, je länger sie hinhört. Sie ist voll von kleinen Geräuschen und von etwas anderem, das sie nicht benennen kann. Bis sie eines Abends beschließt, die Stille einfach zu fragen, was sie ihr sagen will. Eine Geschichte über das Zuhören. Und darüber, dass manche Dinge erst dann zu uns sprechen, wenn wir aufhören, Lärm zu machen. Dieses Märchen ist frei von Gewalt und Grausamkeiten. Gelesen von Jens-Henning Gläsker. Mach es dir gemütlich und schlaf gut.
# 134 Der Mann, der den Januar fegen wollte
Diesmal gibt es eine richtige Einschlaffolge. Ganz ohne Gewalt, Grausamkeiten oder Aufregung. Wie gefällt Dir das Märchen? Der Mann, der den Januar fegen wollte Der alte Tönnes war sein Leben lang Besenbinder. Jetzt, wo seine Hände zu steif für den Markt sind, bindet er trotzdem jeden Tag einen Besen – einfach weil sie es so gewohnt sind. An einem grauen Januarmorgen, als der Winter schwer über dem Land liegt und alles ein bisschen still und müde ist, kommt Tönnes ein seltsamer Gedanke: Vielleicht kann man den Januar wegfegen. Nicht den Schnee, nicht das Laub – den Monat selbst. Eine Geschichte über das Schwere, das manchmal auf allem liegt. Und darüber, dass man es nicht immer loswerden muss, um sich leichter zu fühlen. Gelesen von Jens-Henning Gläsker.
Weihnachtsspecial 2025 - Bergkristall 3/3
Weihnachtsspecial 2025 (3-teilig) Die längste Nacht ist vorbei. Als das erste Licht über das Eis kriecht, hören Konrad und Sanna das Horn. Es hallt zwischen den Eisblöcken, ein langgezogener, tiefer Ton – das Zeichen der Hirten. Die Rettung ist da. Männer aus Gschaid und Millsdorf haben die ganze Nacht gesucht. Mit Fackeln und Seilen sind sie durch Schluchten gestiegen, haben jeden Felsen abgesucht. Als sie die Spuren der Kinder im frischen Schnee finden – ganz weit oben, dort wo die Gletscher schlafen – wissen sie: Es ist ein Wunder, dass sie noch leben. Der Abstieg beginnt. Langsam, vorsichtig, Schritt für Schritt. Die Männer spannen Seile über die Spalten, prüfen jeden Tritt. Einmal bricht der Boden unter einem der Hirten weg – nur das Seil hält ihn, während seine Beine ins Nichts baumeln. Niemand spricht viel. Das Eis hat sie alle eingeschüchtert. Erst als sie die ersten Bäume erreichen, atmeten die Männer auf. Hier ist der Boden sicher. Hier kennen sie sich aus. Als sie Gschaid erreichen, steht das ganze Dorf auf dem Platz vor der Kirche. Die Mutter rennt durch den Schnee, stolpert, reißt die Kinder an sich. Der Vater steht abseits, grau vor Erschöpfung. Als Konrad zu ihm hinübersieht, nickt er nur. Einmal. Kurz. Aber es ist genug. Am Abend kommen die Großeltern. Der Großvater legt Konrad die Hand auf den Kopf – schwer, warm. „Du hast gut gemacht, Junge." Und zur kleinen Sanna sagt er: „Tapfer sein heißt nicht, keine Angst zu haben. Es heißt, trotzdem weiterzugehen." In den folgenden Tagen sprechen die Leute im Dorf über nichts anderes. Manche sagen, es sei ein Wunder gewesen. Andere sagen, es sei das Glück der Unwissenden. Aber Konrad weiß es besser: Es war der Kaffeextrakt der Großmutter. Und Sannas Hand in seiner. Und die Weigerung aufzugeben. Jahre später erzählt man sich die Geschichte noch immer – die Kinder, die im Eis überlebt haben. Aber Konrad erzählt sie selten. Und wenn doch, dann nicht als Heldengeschichte. „Was habt ihr dann gemacht?", fragen die Kinder, die zuhören. „Wir sind weitergegangen", sagt Konrad. „Wir sind einfach weitergegangen." Manchmal ist das alles, was man tun kann. Late Night Grimm präsentiert: Bergkristall von Adalbert Stifter – Episode 3 (Finale) Eine Geschichte über Heimkehr, über das Ende der Angst und darüber, was bleibt. Gelesen von Jens-Henning Gläsker Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Möge euer Weg immer sicher sein, möge das Licht euch leiten – und möget ihr niemals im Schnee die Richtung verlieren. Danke, dass ihr mir in diesem Jahr zugehört habt. Wir hören uns 2026 wieder – mit neuen Geschichten, neuen Märchen und neuen Nächten. Bleibt warm. Bleibt neugierig. Bleibt friedlich. Euer Jens-Henning
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