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Mehr mit Milch und Zucker
Wir alle kennen Menschen die uns auf die eine oder andere Art beeindrucken. Menschen die eine Geschichte haben die erzählt werden muss. Manchmal ist sie lustig, manchmal traurig oder tragisch. Oft erkennen wir uns in anderen Geschichten wieder oder können etwas daraus lernen. Meistens aber bringen sie uns zum Nachdenken. Wir wollen Menschen Raum geben, von sich zu erzählen und ihre Geschichte zu teilen. Und alles beginnt bei Kaffee und Kuchen und mit der Frage: Mit Milch und Zucker?
Niko Alm - Ein Blick in die Glaskugel
Österreich 2026 Nikos Buch „Ohne Bekenntnis" gibt es unter anderem hier [https://shop.oegbverlag.at/ohne-bekenntnis-9783701734566]zu kaufen. Auf X findest du ihn unter @NikoAlm [https://x.com/NikoAlm?mx=2] und auch auf Instagram ist Niko unter @nikoalm [https://www.instagram.com/nikoalm] zu finden. Noch mehr über Niko gibt es unter alm.net [https://alm.net/]. Die Musik von VÖEST gibt es unter anderem hier [https://open.spotify.com/intl-de/artist/1KDVOs527ZyyPO71L9U67r?si=W_gT1mNoQrmywk0qPHoJeA]. Wer noch keinen Kalender für 2026 (und die ersten drei Monate 2027) hat, wird vielleicht hier [https://calendariumviennense.com/]fündig. Die letzten vier Folgen gibt es hier noch einmal: Jänner 2025: Alles anders oder doch nicht? [https://mitmilchundzucker.podigee.io/285-niko-alm] Oktober 2021: Geschichten aus der letzten Reihe (ft. Sepp Schellhorn) [https://mitmilchundzucker.podigee.io/162-almschellhorn] September 2020: Niko Alm trifft Marco Pogo [https://mitmilchundzucker.podigee.io/106-marcopogo] JÄNNER 2020: ÖSTERREICH - LAND DER SELIGEN [https://mitmilchundzucker.podigee.io/67-niko] Alles zu den Hilfsprojekten von Doro und Spendenmöglichkeiten findest du unter doroblancke.at [https://doroblancke.at/spenden/] AUF INSTAGRAM KANNST DU SIE UNTER @DOROBLANCKE [https://www.instagram.com/doroblancke] BEI IHRER ARBEIT BEGLEITEN. HIER [https://mitmilchundzucker.podigee.io/298-doro2025]KANNST DU IHRE FOLGE VOM JULI 2025 NACHHÖREN. ALLE WEITEREN FOLGEN FINDEST DU DORT IN DEN SHOWNOTES. ALLES WEITERE ERFÄHRST DU UNTER WWW.MITMILCHUNDZUCKER.AT [http://www.mitmilchundzucker.at] AUF INSTAGRAM @MIT.MILCH.UND.ZUCKER [https://www.instagram.com/mit.milch.und.zucker] ODER FACEBOOK @MITMILCHUZUCKER [https://www.facebook.com/mitmilchuzucker] (08:58) Wir haben mittlerweile eine globale Kaffeekultur. (11:25) Im zweiten Durchgang der Koalitionsverhandlungen war es relativ klar, dass das funktionieren muss und funktionieren wird. (11:36) Der Abschluss der Koalitionsverhandlungen war auch eine große Erleichterung für mich persönlich als Bürger. (11:54) Es war ein richtig angenehmes Gefühl, dass ich nicht mit einer blau-schwarzen Regierung leben muss. (13:42) Man muss sich das ja so vorstellen, dass NEOS als kleine Partei, die noch nie in der Regierung war und gar nicht so viele Menschen hat, die dort arbeiten, dann sehr viele Leute in die Ministerien geschickt hat. Die haben dann auch gefehlt. (17:22) Als Abgeordneter einer kleinen Oppositionspartei, die noch dazu sehr neu war, habe ich extreme Freiräume gehabt in der Art und Weise, wie ich meine Inhalte darstelle. (18:00) Als Oppositionspartei kann ein Abgeordneter, eine Abgeordnete natürlich aus allen Rohren schießen und alles Mögliche kritisieren und alle möglichen neuen Ideen auch in den politischen Markt hineinbringen. (18:44) Ein Regierungsprogramm ist eben der Kompromiss oder der Minimalkonsens oder Makrokonsens, den man sich ausgehandelt hat. (19:39) Wir können natürlich jetzt als Regierungspartei neue Ideen in den politischen Markt bringen, aber die müssen halt mit dem, was ausgemacht ist, auch irgendwie kompatibel sein. (20:24) Ich finde es im Übrigen auch sehr interessant, nach neuen Themen am politischen Markt zu suchen, Weltraum zum Beispiel ist auch eines meiner Themen. (20:31) Ich kenne keine erkennbare Weltraumstrategie hier in der österreichischen Politik, schon gar keine, die Menschen aus dem Land Richtung Mond oder Mars bringt. (20:45) Man kann natürlich trotzdem schon Visionen einbringen. (22:57) Es gibt schon sehr viele Möglichkeitsfenster im Land, dass man bei einzelnen Bereichen auch einmal gröbere Änderungen vornimmt. (23:10) Kleine Skandale helfen, Änderungen vorzunehmen, die Wirtschaftskammer zum Beispiel: Da gibt es jetzt im Kammersystem die Möglichkeit, dass man Teile davon zumindest hinterfragt. (23:27) Wenn einem ein Sepp Schellhorn in einem Interview rausrutscht, dass er persönlich lieber drei statt neun Bundesländer hätte, dann gibt es da erstaunlich viel positiven Zuspruch. (23:43) Es geht nicht darum, dass man die Bundesländer abschafft. Die Geografie wird man nicht ändern. (24:54) Die Aurafotografie habe ich auf 2026 verschoben. (25:13) Ich habe tatsächlich etwas mehr Pragmatismus gelernt, als ich bislang in meinem Leben hatte. (25:49) Ich habe dieses Jahr so ein paar Sachen abgeschlossen, die ich schon lange vor mir herschiebe. (26:27) Ich habe dieses Jahr im Sommer noch rechtzeitig vor meinem Geburtstag meine erste Platte fertiggestellt. (26:31) Es gibt eine Vinyl von mir, von meiner Band VÖEST, also VÖEST so wie die Voestalpine. (27:18) Dieses „Ich schließe das jetzt schnell ab und bleib nicht zu lang hängen“, das habe ich dieses Jahr mehr als, glaube ich, zuvor in meinem Leben dazugelernt. (27:33) Meine Zielvorgabe für 2026 wäre es, neben der Aurafotografie meine beiden Buchprojekte substanziell weiterzubringen. Zumindest eines von den beiden. Ich bin eh bescheiden. (28:23) Wenn man alles als besonders wichtig für sich persönlich annimmt und dabei auf sich selbst vergisst, dann vergisst man auf das Wichtigste. (29:01) Man kann das an sich selbst testen, welche Sachen einen noch auf die Palme bringen und wofür man sich engagiert und wofür man Zeit aufwendet, abseits der Dinge, die man tun muss. (30:23) Vielleicht ist die Energie auch fokussierter. (30:36) Ich stelle mir das persönlich sehr unangenehm vor, wenn man allem gegenüber gleichgültig wird und wenn man zu gelassen wird auch. (30:53) Könnte man gut ein Essay darüber schreiben. (31:25) Je älter man wird, desto näher ist man am Tod, oder? (31:33) Der Pragmatismus ist auch ein Ausdruck der Ungeduld. (31:52) Man lernt, die Ungeduld zu kanalisieren in Umsetzungsmotivation, und gleichzeitig lernt man aber vielleicht auch, die Ungeduld abzuschütteln und mit einer gewissen Gelassenheit zur Kenntnis zu nehmen, dass man manchen Sachen geduldiger gegenüber sein muss. (33:21) Katholiken sind jetzt im Land in der Minderheit. (34:14) Wenn es irgendwann einmal nur ein Drittel Katholiken gibt, dann werden einfach viele Rechte so nicht mehr geltend gemacht werden können. (35:48) Ich liefere sozusagen nur Argumente in den Markt ein. (36:48) Die Menschen sind aber trotzdem gern Mitglied der Kirche, weil die Kirche halt ein Traditionsprovider ist, angefangen von Taufe, Erstkommunion, Firmung, Hochzeit, Begräbnis usw. (38:15) Ich bin persönlich der Ansicht, man muss sich die kirchlichen Traditionen einfach aneignen und auch als Ungläubiger fortführen. (39:59) Wir sind ja nicht alle in diese Welt geworfen worden und überlegen uns dann, wie es ist, sondern wir sind alle in irgendwelche Glaubenssysteme hineingeworfen. (41:53) Es setzt sich die Gewissheit durch, dass das vielleicht für ganz jungeMenschen gar keine gute Idee ist, so viel Zeit mit Social Media zu verbringen, für Ältere natürlich auch nicht. (42:55) Vielleicht bin ich zu optimistisch. (43:42) Ältere Menschen mit mehr Tagesfreizeit, die vielleicht in Pension sind, verbringen ja auch unfassbar viel Zeit vor ihrem Telefon und auf Facebook und vielleicht Instagram. Die haben natürlich ihre eigenen sozialen Mechanismen, um sich ihre eigenen Echokammern zu basteln. (44:08) Natürlich ist das genauso gefährlich, die wählen genauso, deren Meinung formt sich genauso irre. (46:04) Im Oktober haben Meta und Google die Möglichkeit, politische Werbung zu schalten, de facto aufgehoben. (46:29) Tatsächlich wird Parteien damit die Möglichkeit genommen, um Publikum außerhalb der eigenen Blase zu werben. (46:48) Wir wollen ja im demokratischen Diskurs, dass Menschen Inhalte sehen, die nicht nur aus ihrer eigenen Blase kommen, sondern sich ihre Meinung bilden. (47:18) Social-Media-Werbung ist ein Hinhauen von Slogans, aber man haut sich immerhin Slogans hin, und man weiß wenigstens, was die großen Linien sind. (47:36) Es beschäftigt uns gerade sehr, wie wir zu den Leuten überhaupt hinkommen. (48:35) Es ist ein Megaproblem, und ich habe keine Lösung dafür. (49:16) Das endet in einer wirklich großen Ratlosigkeit. (49:23) Das Entstehen von automatisiert erzeugten Inhalten – es kann ja immer nur mehr und mehr werden. (50:08) Der Unterhaltungskonsum wird nicht nur im Inhalt, sondern auch in den Formaten vollkommen maßgeschneidert sein. (50:14) Es werden sich selbstverständlich keine Menschen darum kümmern, das zu machen, sondern logischerweise Maschinen. (52:16) Es kommen ja sehr viele neue Angebote und sehr viele neue Medienkonsumentinnen und -konsumenten, die gar nicht mehr mit vertrauten Angeboten aufwachsen. (54:57) Wir unterschätzen vielleicht, wie emotional wir den Quellen gegenüber eingestellt sind. (55:05) Das wäre auch ein tolles Essay. Vielleicht schreibe ich das nächstes Jahr. (55:37) Also jetzt bin ich ganz kitschig: Kein Krieg in Europa, kein Krieg am Rand von Europa.
Helena Jordan - Sommelière des Jahres 2024: Wie man Weihnachten, Wein und Gastgeben meistert
mit Zimt und Zucker - die mit Milch und Zucker Weihnachtsfolge MEHR ZUM CAFÉ CAPRA ERFÄHRST DU AUF DER HOMEPAGE CAPRA.AT [https://capra.at/] UND AUF INSTAGRAM UNTER @CAFECAPRA [https://www.instagram.com/cafecapra/]. WENN DU AN EINEM WEINABO ODER EINER WEINBOX INTERESSIERT BIST, DANN SCHICK HELENA EINFACH EINE EMAIL AN INFO@CAPRA.AT [info@capra.at]. MEHR ZU HELENE FINDEST DU ZUM BEISPIEL AUF DER HOMEPAGE DER FEMALE CHEFS [https://www.female-chefs.com/helena-jordan/]. HELENAS BUCHEMPFEHLUNG "SETTING THE TABLE" VON DANNY MEYER FINDEST DU IN DEINER LOKALEN BUCHHANDLUNG ODER HIER [https://www.thalia.at/shop/home/artikeldetails/A1002580270]. Alles zu den Hilfsprojekten von Doro und Spendenmöglichkeiten findest du unter doroblancke.at [https://doroblancke.at/spenden/] AUF INSTAGRAM KANNST DU SIE UNTER @DOROBLANCKE [https://www.instagram.com/doroblancke] BEI IHRER ARBEIT BEGLEITEN. HIER [https://mitmilchundzucker.podigee.io/298-doro2025]KANNST DU IHRE FOLGE VOM JULI 2025 NACHHÖREN. ALLE WEITEREN FOLGEN FINDEST DU DORT IN DEN SHOWNOTES. ALLES WEITERE ERFÄHRST DU UNTER WWW.MITMILCHUNDZUCKER.AT [http://www.mitmilchundzucker.at] AUF INSTAGRAM @MIT.MILCH.UND.ZUCKER [https://www.instagram.com/mit.milch.und.zucker] ODER FACEBOOK @MITMILCHUZUCKER [https://www.facebook.com/mitmilchuzucker] (05:17) Ich mag die ganze Situation am Weihnachtsmarkt nicht, das hat nicht nur was mit den Getränken zu tun. (06:11) Bei der Kaffeemaschine darf man nicht Geld sparen, hat mir der Röster erklärt, und er hatte Recht. (06:48) Manche Kaffees stinken. (07:06) Verkosten lernen ist wie eine Sprache lernen. (08:36) Ich kann zu dem Moment hinzeigen, an dem ich wusste, dass Gastronomie das Richtige für mich ist. (09:06) Nach der 12-Stunden-Schicht bin ich hinausgegangen und war so entspannt und glücklich wie seit Wochen nicht mehr. (11:00) Österreich ist wirklich ein gesegnetes Land, wenn es ums Weinlernen geht. (11:43) Wein ist meine Passion geworden, aber vor allem wegen der Menschen dahinter. (12:54) 100% Sommelière kann sich niemand mehr leisten. (13:17) Ich will mehr mit Menschen als mit Flaschen zu tun haben, auch wenn das manchmal dasselbe ist. (14:35) Es wurde sehr oft erwähnt, dass Frauen grundsätzlich einen besseren Geschmack haben. (15:54) Das Capra ist immer eine Beta-Version. Wir sind immer im Aufbau und immer in der Veränderung. (17:30) Es war ein massiver financial fail. (18:48) Jetzt ist mein Consulting: Don’t do it. (19:33) Ich würd mich immer eher als Gastgeberin sehen. (20:48) Gute Küche kann einen schlechten Service nicht retten, aber ein guter Service kann eine schlechte Küche retten. (21:17) Guter Service ist eine Kunst, die wir viel zu wenig schätzen. (21:41) Ich merke mir alle Bestellungen, ich hab keinen Stift und kein Papier. (22:52) Ich finde das bei manchen Sommeliers schwierig, wenn sie mit Fachsimpelei herumschmeißen und jeder sich dumm neben ihnen fühlt. (23:15) Niemand meint einen süßen Rotwein, wenn man „süßen Rotwein“ sagt. (31:55) Es ist typisch österreichisch. Totale Freunderlwirtschaft. (33:36) Ich bin andauernd am Weinkarten ausbessern. (34:37) Ich trink lieber schlechtes Bier als schlechten Wein. (35:19) Ab wo schmeckt der Urlaubswein nicht mehr gut? (36:04) Ich brauch keinen Wein geschenkt. (38:31) Österreichs Naturweinszene war DIE gefragteste Naturweinszene in Kopenhagen. (39:34) Das war damals die Generation, die hat ein Haus gebaut und einen Weinkeller angelegt. Unsere Generation hat das Geld nicht mehr. (42:16) Es erleichtert mich enorm, mit den Kindern unterwegs zu sein und Zug zu spielen. (43:38) Eines meiner großen Ziele im Leben ist es, Vorbildrolle zu sein. (44:16) Wir sind ein Beruf, der nicht von KI abgelöst werden kann. (44:55) In einer Zeit, in der Menschen nicht mehr darauf vertrauen können, was real ist und was nicht, suchen sie Nähe und etwas, dem sie vertrauen können. (46:00) Ich will keine Sterne und kein Fine Dining. Ich will ein Ort sein, wo alle kommen dürfen. (46:48) In dem Moment, in dem du denkst, du bist safe, wird der Geschirrspüler kaputt. (48:03) Entweder zusperren oder weitermachen. (50:39) Jeder kennt St. Valentin vom Vorbeifahren, niemand ist je ausgestiegen. Do it!
Karin Stöttinger - Female Chefs
Bühne frei für Frauen in der Kulinarik DU BIST NEUGIERIG GEWORDEN UND MÖCHTEST MEHR ÜBER FEMALE CHEFS ERFAHREN? DANN SCHAU AM BESTEN AUF DER HOMEPAGE FEMALE-CHEFS.COM [https://www.female-chefs.com/] ODER AUF INSTAGRAM UNTER @FEMALE_CHEFS [https://www.instagram.com/female_chefs/#]VORBEI. Alles zu den Hilfsprojekten von Doro und Spendenmöglichkeiten findest du unter doroblancke.at [https://doroblancke.at/spenden/] AUF INSTAGRAM KANNST DU SIE UNTER @DOROBLANCKE [https://www.instagram.com/doroblancke] BEI IHRER ARBEIT BEGLEITEN. HIER [https://mitmilchundzucker.podigee.io/298-doro2025]KANNST DU IHRE FOLGE VOM JULI 2025 NACHHÖREN. ALLE WEITEREN FOLGEN FINDEST DU DORT IN DEN SHOWNOTES. ALLES WEITERE ERFÄHRST DU UNTER WWW.MITMILCHUNDZUCKER.AT [http://www.mitmilchundzucker.at] AUF INSTAGRAM @MIT.MILCH.UND.ZUCKER [https://www.instagram.com/mit.milch.und.zucker] ODER FACEBOOK @MITMILCHUZUCKER [https://www.facebook.com/mitmilchuzucker] (06:16) Es ist eine Freude, dass sich ein junges Team bemüht, einen Kulinarik-Teppich in Wels zu legen. (06:53) Geliebt werden ist für mich, wenn sich jemand hinstellt und kocht. (07:02) Ich gehe gerne essen, um mich umsorgt und geliebt zu fühlen. (07:09) Gutes Essen kann auch eine Eierspeis sein. (10:45) Viele haben mir gesagt: Wenn sich wer selbständig macht, dann du. (11:40) Ich bin seit über 10 Jahren in der Branche und sehe in den Medien und auf den Bühnen unsere erfolgreichen Herren, aber nie die Frauen, die die Branche genauso mitprägen. (14:29) In meinen Porträts ist es mir besonders wichtig, immer zu fragen: Mit welchen Frauen arbeitest du gerne zusammen? (15:10) Wir machen Interviews nur mit Frauen. (18:50) Bei der Porträterstellung bin ich neutral und höre mir die Geschichten der Frauen an, was sie dazu bewegt hat zu gründen oder mitzumachen. (19:09) Die Geschichten der Quereinsteigerinnen sind oft die abenteuerlichsten und machen Mut, dass man im eigenen Leben oft die Richtung wechseln kann und wenn man mit Herz dabei ist, dass es funktionieren wird. (21:26) Ein roter Faden und die gemeinsame Begeisterung in den Geschichten der Frauen ist das Direkte, nämlich jemanden glücklich zu machen. (21:52) Etwas, was oft gespiegelt wird, ist, dass in der Selbständigkeit keine Mutterschaft vorkommt. (22:04) Es ist wie in jedem Job ein Wahnsinn, Frau zu sein, weil sich die Summe der Aufgaben, die an uns gestellt werden, in 100 % nie ausgeht. (25:16) Ich glaube, man muss nicht alles selbst können. (25:42) Ohne Hilfe geht es nicht. (25:45) Es ist ein großes Zeichen von Stärke, wenn man um Hilfe bitten kann und auch loszulassen und Menschen an Bord zu holen, die das wirklich gut können. (26:28) Ich liebe es, privat zum Essen eingeladen zu werden. (28:06) Das Gefühl, das beim gesprochenen Wort rüberkommt, kann man im Text nicht genauso transportieren. (28:23) Ich habe mir von Anfang an vorgenommen, die Frauen aus den Porträts zu vernetzen und Stammtische in allen Bundesländern anzubieten. (28:38) Ich habe mir die Stammtische als Netzwerktreffen überlegt. (28:42) An jedem Stammtisch können 12–16 Frauen teilnehmen; es ist eine Gruppengröße, wo alle an einem Tisch zuhören und miteinander sprechen können. (30:38) Die Geschichten der ProduzentInnen find ich cool, weil ich nach den Gesprächen mehr über mein Einkaufsverhalten nachdenke und auch mehr verstehe, wie Landwirtschaft und unsere Produkte funktionieren. (32:34) Um Frauen in der Gastronomie sichtbarer zu machen, sollte man sie bei einem Restaurantbesuch auch taggen und nicht nur den Koch oder den Wirt. (33:30) Veranstalter wissen mittlerweile, dass sie es nicht mehr bringen können, dass ein Podium nur männlich besetzt ist. (34:27) Das Wichtigste ist, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen, sonst steht man sich im Weg. (34:39) Mein Sohn hat nach dem ersten Kochbuch gesagt: So gut kochst du doch gar nicht, warum wollen es dir andere nachmachen? (35:44) Ich lache sehr laut über meine Kuchenexperimente. (36:50) Ich lasse mich gerne einladen, weil meine Freundinnen alle so gut kochen. (37:22) Essen ist Völkerverständigung. (40:38) Es geht um die Menschen, die etwas bewirken. (42:44) Ich liebe das Essen. (43:00) Das Berührtwerden von Essen, das lässt mein Herz aufgehen.
Matthias Klissenbauer - Wenn zwei sich streiten und eine gemeinsame Lösung finden
Was ist Collaborative Law? IHR STECKT IN EINER KONFLIKTSITUATION FEST UND WOLLT DEN WEG VOR DAS GERICHT VERMEIDEN? MATTHIAS LEGT EUCH DIESE SEITE ANS HERZ: AVM.OR.AT [https://www.avm.or.at/] DORT FINDET IHR EINE AUFLISTUNG ALLER ANWÄLTINNEN IM BEREICH DES COLLABORATIVE LAW. WENN ER NICHT ZWISCHEN PARTEIEN VERMITTELT, SPIELT MATTHIAS IN DER BRATFISCH. IHRE MUSIK FINDET IHR AUF DER HOMEPAGE BRATFISCH.OR.AT [https://www.bratfisch.or.at/] AUF SPOTIFY [https://open.spotify.com/intl-de/artist/57MHoxIDnbBeea7g9V3BM6?si=STenKZRWR6ytErtIzcanlw] ODER AUF DER MUSIKPLATTFORM EURER WAHL. UNSERE PODCAST FOLGE MIT IRINA UND KLAUDIJA ZUM MUSEUM OF SURVIVORS FINDET IHR HIER [https://mitmilchundzucker.podigee.io/289-museum-of-survivors]. ALLES WEITERE ERFÄHRST DU UNTER WWW.MITMILCHUNDZUCKER.AT [http://www.mitmilchundzucker.at] AUF INSTAGRAM @MIT.MILCH.UND.ZUCKER [https://www.instagram.com/mit.milch.und.zucker] ODER FACEBOOK @MITMILCHUZUCKER [https://www.facebook.com/mitmilchuzucker] (05:23) Ich habe mir dieses Jahr den Wunsch erfüllt, nach Finnland zu fahren. (09:18) Nach einer kurzen Recherche über Collaborative Law habe ich mich entschlossen, die Ausbildung zu beginnen und kann sagen, dass das eine der größten Bereicherungen meiner beruflichen Fortbildung war. (09:29) Collaborative Law hat mir nochmal einen ganz anderen Fokus gegeben. (09:34) Collaborative Law hat mir gezeigt, auf wie viele Arten man Rechtsanwalt sein kann und auf wie viele Arten man in Konflikten agieren kann, ohne auf destruktive Muster zu verfallen. (10:37) Die Parteienvertreter haben im Collaborative Law Verfahren eine ganz andere Funktion als bei einer Mediation. (10:50) Der Mediator ist zur strikten Neutralität verpflichtet, darf also keine der beiden Parteien vertreten. (11:04) Der Rechtsanwalt ist eigentlich von der Berufsausbildung her eher darauf trainiert, sozusagen eine der beiden Parteien gegen die jeweils andere zu vertreten. (11:17) Ein Anwaltsmediator darf keine der beiden Parteien gegen die andere beraten. (11:29) Ein Anwaltsmediator darf am Schluss einer Mediation die getroffene Vereinbarung verschriftlichen und zum Beispiel auch einen Scheidungsvergleich für die Verwendung bei Gericht vorbereiten, aber er muss trotzdem neutral bleiben. (11:58) Im Collaborative Law Verfahren ist es so, dass jede Partei ihren eigenen Anwalt hat. (12:20) Der Unterschied allerdings zu einem streitigen Verfahren ist, dass man beim Collaborative Law Verfahren nicht nur die Interessen des jeweils eigenen Mandanten im Auge haben soll, sondern auch die Interessen des Gegners und die Gesamtsituation den Vorrang hat. (13:08) Im Collaborative Law Verfahren sieht man den gegnerischen Anwalt nicht als Gegenspieler, sondern als Teampartner, der gemeinsam dieselben Zielsetzungen hat, nämlich für die Gesamtsituation eine möglichst optimale Lösung zu finden. (13:46) Der Teamaspekt ist besonders wichtig, nämlich dass man mit den Klienten und den Anwälten gemeinsam versucht, jeder mit seinen eigenen Ressourcen zu einer möglichst guten Lösung zu kommen. (14:40) Wenn ich als Anwalt im Collaborative Law Verfahren vertrete, dann darf ich nachher im streitigen Verfahren dieselben Mandanten in dieser Sache nicht vertreten. (15:00) Weder der Klient noch der Gegner muss befürchten, dass Informationen und Gespräche, die in dem sicheren Rahmen geführt werden, später im Verfahren gegen einen verwendet werden, wenn es wider Erwarten doch nicht zu einer Lösung kommt. (15:38) Es hat ja auch durchaus Vorteile, wenn man sich sagt, man unterwirft sich den Regeln des Gesetzgebers und ernennt einen Unabhängigen, der darüber entscheiden soll. (16:09) Es ist schon so, dass man eigentlich in der Ausbildung praktisch gar keine oder nur sehr wenige Tools lernt, wie man in Konflikten überhaupt agiert und wie man mit Emotionen umgeht, wie man mit Kommunikationsthemen umgeht. (16:32) Das Lösen der Rechtsfragen, wie man es auf der Uni lernt, nimmt eigentlich gar nicht so einen großen Teil ein. (16:52) Aber in der Praxis ist es doch so, dass die Kommunikation mit dem Klienten und die Strategie gegenüber dem Gegner auch sehr viele außerrechtliche Fragen berührt, mit denen man in der Ausbildung eigentlich nicht konfrontiert wird. (19:04) Man ist als Rechtsanwalt in jedem Konflikt auch selber Teil des Systems. (19:18) Man muss selbst analysieren, wo man in dem Konflikt steht und wie man mit dieser Rolle umgeht und ob man sich vielleicht mit dem einen oder anderen Problem auch irgendwie identifiziert oder solidarisiert. (19:69) Eine große Challenge ist die, die immer bleibt, weil man natürlich auch als Rechtsanwalt, so wie als Mediator, aber auch als Therapeut oder Psychologe, Mensch bleibt mit seinen eigenen Emotionen und mit manchen Situationen schlichtweg einfach schlecht umgehen kann als mit anderen. (22:35) Das Collaborative Law Verfahren kommt aus dem Familienrecht und wurde primär für Scheidungen erdacht. (22:51) Es gibt vielleicht gemeinsame Interessen, und es gibt vor allem vielleicht Kinder, wo man auch in einer Konfliktsituation dem anderen nicht mehr Schaden zufügen möchte, als unbedingt sein muss. (26:18) Es gibt im Collaborative Law Verfahren auch die Möglichkeit, psychologische Betreuung dazuzunehmen, externe Experten für den psychosozialen Bereich. (26:50) Wenn man sich über Monate oder sogar Jahre damit beschäftigen muss, was der andere falsch gemacht hat, ist es unvermeidlich, dass man sich selber in diesen Emotionen bestärkt. (31:12) Ich muss sagen, dass sich durch die Zusatzausbildung für mich der Zugang zum Streit geändert hat, weil ich es einfach als Variante wahrnehme, die manchmal ihre Vorteile hat. (31:30) Wenn die Parteien schlichtweg nicht bereit sind, in einer Mediation im Collaborative Law Verfahren eine Lösung zu finden, dann ist der Gang zu einem Richter eine durchaus konstruktive Art und Weise, weil ein externes Organ, das dazu geschult wurde, nach gewissen Regeln den Streit beendet. (32:11) Die emotionalen Phasen und dort, wo der Konflikt aufbricht, sind immer ein Fingerzeig dafür, wo eigentlich die Probleme liegen. (32:24) Die schwierigsten Fälle oder die, die auch unbefriedigend zu lösen sind, sind eigentlich die, wo die Parteien die heißen Themen nicht ansprechen können oder wollen. (32:39) Zu einer Lösung kommt man eigentlich oft erst dann, durch und mit dem Streit. (32:48) Ein guter Konflikt ist der, aus dem man etwas mitnimmt und aus dem man etwas lernen kann. (34:17) Wenn man selber Streitpartei ist, dann sind wahrscheinlich die Psychotherapeuten noch die schwierigeren Streitpartner. (34:56) Es gibt meiner Meinung nach kein Rezept, das man über alle Verfahren und alle Situationen drüberlegen kann. (38:34) Worauf man schon aufpassen muss, ist, dass man in einer emotionalen Situation nicht beleidigend wird. (39:05) Man bleibt natürlich trotzdem Rechtsanwalt, ich kann nicht beanspruchen oder mir anmaßen, den Klienten psychologisch zu betreuen. (41:29) Ich glaube, dass es generell eine psychohygienische Herausforderung ist für Anwälte. (44:06) Wenn jemand in der Lage ist, über sich selbst zu scherzen, dann zeigt das eine Form der Reflexion, dass sich jemand selbst nicht zu wichtig nimmt. (46:12) In einer sehr eskalierten Situation sind die Parteien natürlich für Humor wenig zugänglich. (47:24) Die Stresssituation verhindert, dass das Gehirn die Informationen auf eine sachliche Art und Weise verarbeiten kann. (49:41) Das Collaborative Law Verfahren ist eigentlich vor allem überall dort besonders naheliegend, wo es um die Erhaltung, um die Aufrechterhaltung von Beziehungen geht. (49:53) Wo Parteien möglicherweise nach einem Rechtsstreit trotzdem miteinander zu tun haben, wie zum Beispiel im Nachbarschaftsstreit, aber auch im Erbschaftsstreit, dort ist besonders wichtig zu schauen, ob man nicht durch ein Gerichtsverfahren Kollateralschaden anrichtet, der dann schwer wieder gutzumachen ist. (50:16) Was habe ich von einem gewonnenen Gerichtsverfahren gegen einen Nachbarn, mit dem ich dann über Jahre oder Jahrzehnte verfeindet nebeneinander lebe? Dann muss ich mir schon klar werden darüber, dass auch ein Sieg möglicherweise nicht das Ende ist. (54:04) Ich habe durch die Beschäftigung mit diesen Themen extrem viel gelernt, was mein Leben beruflich, aber auch privat sehr bereichert hat, dafür bin ich sehr dankbar. (54:43) In fünf Jahren würde ich mir wünschen, nicht nur auf diesem Weg weiter fortzuschreiten und diesen Austausch noch zu intensivieren, auch über die Grenzen Österreichs hinaus. (55:58) Ich glaube, dass sowohl Mediation als auch das Collaborative Law Verfahren eine friedensstiftende Wirkung hat, im wahrsten Sinne des Wortes. (56:15) Wenn man aus jedem Konflikt, den man auf konstruktive Art und Weise bewältigen lernt, etwas mitnimmt und, wie ich glaube, unbewusst oder bewusst in den nächsten Konflikt auch hineinnimmt und dann sieht, dass es eigentlich emotional viel besser geht. (57:35) Man muss kein Idealist sein und den allgemeinen Frieden wollen, wenn man für den eigenen Konflikt einen konstruktiven Zugang findet. (59:46) Es gibt auf der anderen Seite auch nichts, was von vornherein aussichtslos wäre. (59:52) Es kann zwar manchmal schwierig erscheinen, aber es gibt immer Wege und Mittel und es gibt immer Leute, die einem helfen können.
Patricia Otuka-Karner - The Rain Workers
Wie kann man Wissen über sexuelle Gesundheit und reproduktive Rechte regnen lassen Patricia findest du auf Bluesky unter @otukakarner.bsky.social Linkbeschreibung [https://bsky.app/profile/otukakarner.bsky.social] ALLES ÜBER THE RAIN WORKERS ERFÄHRST DU UNTER THERAINWORKERS.ORG [https://www.therainworkers.org/] WENN DU IHRE ARBEIT UNTERSTÜTZEN MÖCHTEST, SCHAU HIER [https://www.therainworkers.org/spenden]VORBEI. ALLES WEITERE ERFÄHRST DU UNTER WWW.MITMILCHUNDZUCKER.AT [http://www.mitmilchundzucker.at] AUF INSTAGRAM @MIT.MILCH.UND.ZUCKER [https://www.instagram.com/mit.milch.und.zucker] ODER FACEBOOK @MITMILCHUZUCKER [https://www.facebook.com/mitmilchuzucker] (05:55) Die Kaffees in der Pause mit den KollegInnen aus Nairobi waren besonders gut, in einem mehr oder weniger tropischen Garten sitzend. (06:39) Ich kann Kaffee schwarz sehr gut genießen oder mit richtig viel warmer Milch. (07:17) Ich habe auch eine witzige "SPÖ wacht früher auf"-Kaffeetasse, die finde ich auch ganz lustig. (08:30) Wir arbeiten vor allem über lokale Partnerorganisationen. (08:48) Wir haben im letzten Jahr 14 Partnerorganisationen in 7 afrikanischen Ländern gehabt. (08:54) Wir bieten Trainings an für Menschen, die z. Bsp. schon in Gesundheitsberufen sind. (09:04) Wir bilden Rainworkers aus und die geben das Wissen dann in lokalen Sprachen weiter. (09:45) Als Kind wollte ich immer Medizin studieren. (09:59) Bei mir hat sich der Weg immer ein bisschen ergeben. (10:19) Was mir großen Spaß macht, ist, Themen, für die ich brenne und die mir wichtig sind, so zu präsentieren, dass vielleicht andere es aufgreifen und darüber schreiben oder auch Denkanstöße dadurch kriegen. (11:43) Als ich in Uganda gelebt habe, war ich in einer Region, wo es weibliche Genitalverstümmelung gibt, und mit Frauen unterm Mangobaum zum Reden gekommen, und für sie war ihre eigene Beschneidung so extrem verbunden mit dem Frausein. (12:58) Mir wurde durch den Dialog mit den Frauen bewusst, dass es wahnsinnig lange Zeit braucht, bis sich Verhalten ändert, wenn das Muster so tief verwurzelt ist. (13:56) In einer unserer Projektregionen in Kenia sind fast 80 % der Frauen beschnitten. (14:34) Die drei Partnerorganisationen in Kenia machen Aufklärungssessions, immer mit Menschen, die vor Ort entweder gut eingebunden sind oder vielleicht schon ein Standing haben. Die male champions sind da immer ganz wichtig. (14:47) Es ist ganz wichtig, die Männer reinzuholen, weil auch die die Annahme haben, sie heiraten eine Frau, die beschnitten ist. (14:56) Es ist immer wichtig zu schauen, welche Persönlichkeiten in der Gemeinschaft man ins Projekt holen kann, die auch Sprachrohr sind, und wie man das Wissen verbreiten kann. (15:16) In einer Region haben wir erkannt, dass die Boda-Boda-Driver, das sind Mopedtaxis, eine ganz wesentliche Rolle spielen, weil es ganz viele davon gibt und die viel im Gespräch sind, und die bekommen extra Trainings und Aufklärung. (15:43) Es sind maßgeschneiderte Zugänge, wie man schauen kann, Wissen herunterzubrechen auf das, was in den Regionen funktioniert. (16:52) The Rainworkers hat früher Aktion Regen geheißen und eine Gynäkologin war ausschlaggebend, dass da ganz viel passiert ist. (17:04) Damals wurde die Zykluskette bekannt, die wir heute noch verwenden, mit der Frauen sehr niederschwellig anhand von Perlen, über die ein Gummiringerl gezogen wird, ihren Zyklus monitoren. (18:16) Wir haben im letzten Jahr ca. 22.500 Menschen erreicht mit Aufklärungssessions oder "Treetings", wie wir es nennen. Also Meetings unter Bäumen. (19:20) Was The Rainworkers gut geschafft haben, ist, ein echt sehr fundiertes, auch wissenschaftlich fundiertes Trainingsmanual zu entwickeln und anzubieten und über die Partnerorganisationen vor Ort Rainworkers auszubilden. (19:58) Manchmal ist es rein rechtlich nicht erlaubt, bestimmte Dinge anzusprechen. Zum Beispiel darfst du in manchen Ländern in den Schulen nicht über Verhütung sprechen. (20:21) Was ich spannend finde, ist, wie wissbegierig, wie wahnsinnig aufgeschlossen, emanzipiert und feministisch unsere KollegInnen vor Ort sind. (21:03) Manchmal geht’s nicht darum, was man sagen kann von der Haltung her, sondern es fehlen einfach die Worte. In den lokalen Sprachen fehlen manchmal die Worte für Sexualorgane. (22:28) Wir arbeiten mit einer Partnerorganisation in Nairobi, in einem Gebiet, wo die Menschen wenig Perspektiven haben. Es gibt viel sexualisierte Gewalt, die Anzahl der Teenage-Schwangerschaften ist sehr hoch, Mädchen werden dort sehr früh Mütter und sehr viele auch ungewollt. Das Projekt hat einen Fokus auf Teenage Mums und bietet eine Kombination aus psychologischer Betreuung, aber auch eine Berufsausbildung. (24:23) Die Aufklärung ist in diesem Projekt sehr niederschwellig, z. Bsp. zeigen die AusbildnerInnen anhand von Sketches, wie Kinder entstehen. (25:20) Die Rainworkers gehen auch in die Schulen für Aufklärungssessions und decken auch Wissen ab, das die Lehrpersonen nicht haben oder das auch nicht Teil des Curriculums ist. (26:58) Ich habe gerade einen Einführungskurs zur Trauerbegleitung gemacht. (27:22) Ich übe gerade das Zuhören. (28:04) Ich sehe es als wirklich positiv und ein Geschenk, etwas beizutragen, dass es besser ist. (28:43) Für mich ist es total erfüllend, dass ich mir denke, ich habe diese Arbeitszeit, die ich verwenden muss, und dann kann ich vielleicht einen kleinen Beitrag leisten, dass es besser ist. (35:16) Wir achten bei den Rainworker-Ausbildungen darauf, dass wir Männer und Frauen ausbilden. (36:45) Der Ansatz, Frauen zu stärken und dass sie selbstbestimmte, informierte Entscheidungen treffen können, funktioniert nur, wenn man die andere Seite auch reinholt. (37:59) Ich bin grundsätzlich sehr neugierig und offen, auch wenn ich oft behaupte, dass ich auf Menschen gar nicht so gut zugehen kann. (38:16) Es ergeben sich total witzige Situationen, wenn man von total außen wo reinkommt. (38:23) Oft sind es Kleinigkeiten, die man tut, gerade wenn so große kulturelle Unterschiede sind. Ich war zum Beispiel schon sehr lange in Uganda, bis mir jemand gesagt hat, dass es total unhöflich ist zu sagen, dass das Essen gut riecht. (38:47) Ich habe gelernt, dass man in Uganda in die Küche geht und mit einem Löffel kostet und den Geschmack kommentiert, nicht den Geruch. (40:48) Ich als Person bin schon eher Panzer durch Türe. (41:47) Ich versuche, dass andere Arbeiten für andere spannend zu machen, die wiederum damit arbeiten. (41:45) Ich finde, es gibt keine Themen, die man nicht auch beim Kaffee in der Pause diskutieren kann, vorausgesetzt, man retraumatisiert nicht andere damit. (42:05) Bei Tabus sehe ich oft ganz wenig Notwendigkeit, die noch weiter zu tabuisieren. Ganz im Gegenteil, klare Sprache oder das Angebot, über etwas zu sprechen, ist wichtig. (44:41) Ich glaube, dass der Bedarf an sexualpädagogischer Aufklärung größer werden wird. (48:00) Das Schöne an der Arbeit der Rainworkers ist, dass Wissen angeboten wird, aber trotzdem geht’s dann darum, dass die Frauen und Mädchen selbstbestimmt informierte Entscheidungen treffen.