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Mehr mit Milch und Zucker
Wir alle kennen Menschen die uns auf die eine oder andere Art beeindrucken. Menschen die eine Geschichte haben die erzählt werden muss. Manchmal ist sie lustig, manchmal traurig oder tragisch. Oft erkennen wir uns in anderen Geschichten wieder oder können etwas daraus lernen. Meistens aber bringen sie uns zum Nachdenken. Wir wollen Menschen Raum geben, von sich zu erzählen und ihre Geschichte zu teilen. Und alles beginnt bei Kaffee und Kuchen und mit der Frage: Mit Milch und Zucker?
309 Folgen
XiA die Heldin - Alice und Stephan - Abwehr ist die beste Verteidigung
Wie Frauen sich im Alltag schützen können In dieser Folge werden Formen der Gewalt an Frauen und Kindern besprochen Mehr über XiA sowie Kurspläne und Angebote für Firmen und Schulen findet du unter xia-dieheldin.at [https://www.xia-dieheldin.at/] AUF INSTAGRAM FINDEST DU ALICE UND STEPHAN UNTER @XIA_DIEHELDIN [https://www.instagram.com/xia_dieheldin] ALLES WEITERE ERFÄHRST DU UNTER WWW.MITMILCHUNDZUCKER.AT, [http://www.mitmilchundzucker.at] AUF INSTAGRAM @MIT.MILCH.UND.ZUCKER [https://www.instagram.com/mit.milch.und.zucker] ODER FACEBOOK @MITMILCHUZUCKER. [https://www.facebook.com/mitmilchuzucker] (06:06) Wir wollen kein Opfer sein, sondern wir wollen uns tatsächlich stark fühlen und eine Heldin sein. (06:11) Xia kommt aus dem Mandarin und heißt übersetzt „die Heldin“. (07:42) Wie es so ist am Land: Die Nachbarn wissen über alles Bescheid und haben natürlich sofort gewusst, dass ich Polizist bin. Da kann sich der Geheimdienst was abschneiden vom Nachbartatsch. (08:44) Selbstverteidigung fängt schon im Kopf an. (10:49) Wir legen sehr viel Wert auf die Selbstwertarbeit mit Frauen in unseren Kursen. (11:01) Um sich verteidigen zu können, muss man sich das einmal erlauben. (11:06) Man muss sich selbst erlauben, den Stellenwert einzunehmen, und sich das Recht herausnehmen, sich selbst zu schützen. (11:24) Es ist für viele Frauen schon eine große Herausforderung, Nein zu sagen. (12:16) Viele Frauen haben eine riesige Hürde, wenn es darum geht, sich selbst und die eigene Sicherheit an die erste Stelle zu setzen. (15:54) Täter suchen sich keinen Gegner, sie suchen sich ein Opfer. (16:58) Ein vermiedener Kampf ist ein gewonnener Kampf. (17:10) Beim Sport gibt es Regeln, bei der Selbstverteidigung gibt es keine Regeln. (19:45) Alles, was Frauen irgendeine Art von Selbstvertrauen gibt, ist gut. (19:57) Das eigene Selbstvertrauen, die eigene Haltung ist schon die präventivste Art der Selbstverteidigung. (20:05) Das Handy ist ein riesiges Hilfsmittel, weil du gefühlt für den Täter nicht mehr alleine bist. (25:06) Ich versuche, Frauen in den Kursen dazu anzuhalten, nicht nur zu sich selbst netter zu sein, sondern auch zu anderen. (27:05) Die Zivilcourage lässt eher zu wünschen übrig. (27:15) Die Polizei kommt und hilft, dazu brauchen wir aber einen Anruf, diesen Ruf nach Hilfe. (27:45) Als Mann ist es sehr schwer, um Hilfe zu bitten, vor allem in einer körperlichen Situation, weil es vielleicht Schwäche vermittelt. (30:12) Ich zeige Frauen in unseren Kursen Techniken, bei denen ich nicht will, dass ein anderer Mann sie kennt. Ich will nicht, dass Männer wissen, was auf sie vielleicht zukommt. (32:31) Wir reden in den Kursen mit den Frauen darüber: Was sind gefährliche Plätze? Was machst du, wenn du in eine U-Bahn einsteigst? (34:30) Ein Tipp ist es: Wenn ihr ein Lokal, eine Bahn oder einen Bus betretet, nehmt euch kurz die Zeit und checkt die Lage, schaut euch die Leute an und ihr werdet merken, wenn etwas nicht stimmig ist. (35:57) Es ist ein riesiger Unterschied, ob man von der Gefahr davonläuft oder ob man in Sicherheit läuft. (36:48) Es ist wichtig, den Fokus auf Sicherheit zu legen, nicht nur von der Gefahr weg, sondern wohin möchte ich stattdessen. (37:06) Das Schlechteste in der Selbstverteidigung, was man machen kann, ist das Erstarren oder Untätigsein. (39:11) Wenn wir uns wehren müssen, dann wehren wir uns aber richtig. (39:37) Bei uns im Kurs findet man einfache, effiziente Sachen. (41:08) Das Konzept der Kurse ist es, mit Techniken, dem richtigen Mindset, mit Achtsamkeit und Fokus versorgt zu werden, um aus Situationen rauszukommen. (41:23) Die Tipps aus unseren Kursen helfen nicht nur zur Selbstverteidigung, sondern auch im ganz normalen Leben. (41:39) Die meisten Frauen, die in einen Selbstverteidigungskurs kommen, denken an die Gewalt, die von einer fremden Person auf der Straße ausgeübt wird, aber wir wissen alle, dass Gewalt ganz anders anfängt. (41:52) Gewalt fängt weitaus früher an als bei körperlichen Übergriffen. (42:28) Das Präventivste, um sich zu schützen, ist die Arbeit am eigenen Selbstwert. (43:28) Wenn man verunsichert ist, dann stimmt etwas nicht. (43:32) Das Wichtigste ist, sich Hilfe zu suchen, irgendjemanden ins Boot zu holen. (46:46) Wenn Kursteilnehmerinnen Situationen erlebt haben und fragen, wie sie besser hätten reagieren können, nehmen wir das und arbeiten es gemeinsam auf. (49:00) Wir haben bisher wirklich viele Erfahrungen machen dürfen für verschiedene Zielgruppen und daher ist auch unser Repertoire gewachsen. (49:42) Es ist ein absolutes Herzensprojekt und wir wollen mit Xia etwas Gutes tun. (54:00) Es ist schade, dass es Selbstverteidigungskurse überhaupt geben muss.
Mario Dungl - Vergiftete Bodybuilder
Eine ungeschönte Geschichte einer hässlichen Realität In dieser Folge werden die Themen Tod, Depression, Suizid und Doping besprochen Infos zu Mario und seinem Buch "Vergiftete Bodybuilder" findet ihr hier [https://pageonpage.com/aweb/dungl/] Auf Instagram ist er unter @mario_dungl [https://www.instagram.com/mario_dungl/] zu finden. Das Buch selbst findet ihr überall, wo es Bücher gibt, im Buchhandel eures Vertrauens oder online, zum Beispiel hier [https://buchkontor.buchkatalog.at/vergiftete-bodybuilder-9783903579446]. LIVE ZU SEHEN GIBT ES MARIO AM 18.7. IM KRIMINALMUSEUM IN WIEN. ALLES WEITERE ERFÄHRST DU UNTER WWW.MITMILCHUNDZUCKER.AT, [http://www.mitmilchundzucker.at] AUF INSTAGRAM @MIT.MILCH.UND.ZUCKER [https://www.instagram.com/mit.milch.und.zucker] ODER FACEBOOK @MITMILCHUZUCKER. [https://www.facebook.com/mitmilchuzucker] (04:14) Ich war Mitglied eines Motorradklubs und wir waren auf Geschäftsreise, kann man sagen. (05:07) 2016 war der Referenzpunkt dieses Buchs, da fand der Tod eines Freundes statt. (06:24) Ich hab einen auf Mister Marple gemacht. (06:55) Als ich das Buch geschrieben habe, habe ich mir oft gedacht: Das kann ich so nicht schreiben, das glauben mir die Leute nicht. (07:44) Ich habe mich im letzten Moment gegen Doping entschieden, er hat sich nicht dagegen entschieden. (10:55) Ich habe jede Person maskiert und ihr ein Pseudonym gegeben. (11:17) Vieles, was Helmut in der Geschichte macht, und ich getan habe, würde ich heute nicht mehr machen. (12:24) Ich war ein sehr komplexbehafteter Mensch. (13:20) Immer das Maximum. Der Beste sein, der Breiteste, der Schnellste. (14:24) Ich will nicht sagen, ich hatte einen kriminellen Geist, aber ich war dem schon ein bisschen angetan. (15:06) Es heißt immer „Das mit dem Doping, das ist nicht so“, ich hab mich kaum retten können vor Angeboten. (16:55) Ein Neunjähriger ist im Vorjahr am Schulgang zu mir gekommen und wollte wissen, ob ich etwas nehme. Der hat sich über TikTok schlau gemacht. (17:55) Die Limbo-Stange ist schon so tief, man muss nur mehr drübersteigen. (18:18) Zivilcourage funktioniert. (21:04) Ich wusste, dass einige sagen werden: „Der war nie auf der Bühne und spielt sich jetzt groß auf!“ (22:00) Die Abstände wurden immer kürzer. Einer ist ins Spital gekommen, dann der Nächste und der Nächste. (22:36) Wenn ich jetzt nichts sage, ist morgen der Nächste dran. (23:06) Es war schon so ein bisschen wie man es aus Filmen kennt, wo Leute sich eine Pinnwand bauen und die Fäden ziehen. (23:54) Einerseits ist das Mindset vergiftet, aber es handelt sich auch einfach um höchsttoxische Substanzen. (29:07) Das war der Gerechtigkeitssinn. (31:02) Ab einem gewissen Zeitpunkt kannst du mit den Leuten nicht mehr reden. (34:02) So wie die Geschichte gelaufen ist, so ist sie auch ins Buch gekommen. (35:48) Man muss die Menschen darstellen, wie sie sind, nämlich manchmal ziemliche Würsteln. (37:24) Es ist nicht alles dunkel und traurig, sondern absurd und zum Schießen. (39:31) Narzissmus ist lächerlich. (41:41) Mir geht es um die Botschaft, fürs Geld mach ich das nicht. (42:24) Als Mann möchte ich an die Männerwelt appellieren, dass sich Männer trauen, über ihre Gefühle zu sprechen. (46:01) So geht’s nicht, ich schau nicht zu, ich schau nicht weg, ich mach was.
Klaus Wamprechtshammer - Zahnarztangst: Wo sie herkommt und wie man sie überwindet
Wir räumen auf mit Mythen rund um den Zahnarztbesuch Die Praxis von Klaus findest du unter wamprechtshammer-implantat.at [https://www.wamprechtshammer-implantat.at/] Bücher, die Klaus nicht mehr schreiben muss, weil sie schon geschrieben sind, aber euch ans Herz legt: Atem - James Nestor [https://buchkontor.buchkatalog.at/breath-atem-9783492058513] IN ALLER MUNDE - DOMINIK NISCHWITZ [https://buchkontor.buchkatalog.at/in-aller-munde-9783442393435] ALLES WEITERE ERFÄHRST DU UNTER WWW.MITMILCHUNDZUCKER.AT, [http://www.mitmilchundzucker.at] AUF INSTAGRAM @MIT.MILCH.UND.ZUCKER [https://www.instagram.com/mit.milch.und.zucker] ODER FACEBOOK @MITMILCHUZUCKER. [https://www.facebook.com/mitmilchuzucker] (04:10) Das ist der klassische Bulletproof-Kaffee. (05:16) Kaffee ist überhaupt kein Problem, aber Kaffee pur, ohne Milch und Zucker. (06:22) Ich habe die HTL Maschinenbau gemacht und bastle sehr gerne. Ich habe mit meinem Beruf meine Berufung gefunden und darf täglich basteln. (09:16) Die meisten Angstpatienten sind gar keine Angstpatienten. (11:26) Wenn man seinem Zahnarzt mal vertraut, dann ist es für beide Seiten ganz einfach. (11:46) Um dem Kindheitstrauma Zahnarzt entgegenzuwirken, ist es wichtig, einen Zahnarzt zu haben und nicht ständig den Zahnarzt zu wechseln. (12:14) Der Familienzahnarzt ist der Familienhausarzt, das Beste, was dir passieren kann. (12:36) Wenn es ein bisschen mehr zu tun gibt, gibt es eine Anästhesie. Wir leben im Jahr 2026, das ist völlig harmlos. (14:57) Es sollte in der heutigen Medizin das direkte Arzt-Patienten-Verhältnis das Wichtigste sein. (15:58) Heutzutage ist man in der Zahnmedizin minimalinvasiv. (17:40) Vor 30 Jahren, als ich begonnen habe, hat es noch weitaus mehr Karies gegeben. (17:50) Das allgemeine Gesundheitsbewusstsein und Pflegebewusstsein, auch der Zähne, hat sich wahnsinnig verändert. (18:26) Wenn ich regelmäßig zur zahnärztlichen Kontrolle gehe, dann ist nicht zu erwarten, dass große Defekte entstehen, die ich behandeln muss. (18:56) Die Summe der Zahnarztbesuche übers Leben ist immer gleich. Wenn ich fünf Jahre nicht gehe, weiß ich, dass ich im nächsten halben Jahr sechsmal gehe. (19:29) Der wichtigste Punkt im Leben und auch für die Zahnheilkunde ist richtiges Atmen, und zwar Nasenatmen. (21:14) Wenn man etwas von mir lernen kann, dann ist es Nasenatmung. (22:27) Wie trainiert man Nasenatmen? Indem du den Mund zumachst. (22:36) Nasenatmung trainiert man, indem man die Muskulatur um die Lippen und die Kaumuskulatur stärkt. (23:39) Durch die Mundatmung wird das orale Mikrobiom verändert. (25:13) Nasenatmungskinder haben deutlich weniger Karies. (27:28) Smoothies sind für den Zahnarzt das Schlimmste. (28:58) Für uns alle wäre das Optimum, zweimal am Tag zu essen. (31:46) Die Mundschleimhaut ist nur ein Erfolgsorgan der gesamten Haut. Sie ist der Beginn des Darmrohres. (31:55) Wenn du ein Darmproblem hast, ist natürlich dein Zahnfleisch nicht in Ordnung, und umgekehrt. (32:47) Mit der Zahnbürste geht es mir hauptsächlich darum, dass wir den Übergang Zahnfleisch zu Zahn putzen. (33:44) Ich sollte daran denken, Zahn für Zahn zu putzen. (33:56) Wenn ich das alles beachte und dann noch einmal am Tag mit der Handzahnbürste und einmal mit der elektrischen putze, dann habe ich zwei verschiedene Techniken und bin meiner Meinung nach damit am gründlichsten. (34:42) Es geht immer darum, wie gut ich kann, nicht wie gut ich muss. (35:33) Es gibt kaum jemanden, der im Scharade spielen so gut ist wie Zahnärzte. (35:52) Zahnärzte sind gut in Scharade und Pantomime. (37:00) Ein Smoothie ist kein Ersatz für gesunde Ernährung. (37:04) Obst ist eine Belohnung. (37:57) Eine gut gekaute Karotte ist die beste Zahnbürste. (38:37) Das gesündeste Gemüse ist Brokkoli. (39:59) Bei Veneers werden auf gesunde Zähne weiße Keramikplatten draufgesetzt. Die brechen auch oft herunter, und das heißt, ich muss oft zum Zahnarzt, um wieder Keramikplatten draufzukleben. (40:34) Ich als Zahnarzt stehe auf gesunde Zähne, die dürfen ruhig ein bisschen schief sein. (41:13) Gesunde Zähne zu beschleifen und etwas draufzukleben, scheint mir nicht sinnvoll. (43:28) Zähne sind wie Kristalle, Zähne sind wie Diamanten, es gibt lupenreine Diamanten und es gibt milchige Diamanten. (43:50) Die mit den lupenreinen Diamanten haben gelbere Zähne. (45:17) Mir kann man nur schaden, indem man meinen Kindern schadet. (45:48) Verwendet bitte kein Mundwasser. (47:58) Zahnpasta ist überbewertet. Die mechanische Reinigung ist durch nichts zu ersetzen. (49:22) Pfefferminze ist anregend, also am Abend vorm Schlafengehen keine anregend frische Zahnpasta, das hindert beim Einschlafen.
Ava Farajpoory - All Eyes On Iran
Seid die Stimme, die die Menschen im Iran nicht haben Ava und ihre Beiträge siehst du auf Instagram unter @ava_farajpoory [https://www.instagram.com/ava_farajpoory/] IHRE FOLGE „WOMAN, LIFE, FREEDOM – DER KAMPF DER FRAUEN IM IRAN UM IHRE FREIHEIT“ KANNST DU DIR HIER [https://mitmilchundzucker.podigee.io/216-womenlifefreedom]ANHÖREN. ALLES WEITERE ERFÄHRST DU UNTER WWW.MITMILCHUNDZUCKER.AT, [http://www.mitmilchundzucker.at] AUF INSTAGRAM @MIT.MILCH.UND.ZUCKER [https://www.instagram.com/mit.milch.und.zucker] ODER FACEBOOK @MITMILCHUZUCKER. [https://www.facebook.com/mitmilchuzucker] (03:25) Ich trinke keinen Kaffee, war so ein Neujahrsvorsatz von mir. (04:45) Wir wussten von vorherigen Aufständen, dass diese zu Revolutionen geworden sind. (06:10) Wir sehen die Bilder aus dem Iran, und wir sehen Leichen auf den Straßen. (06:19) Die Menschen dürfen nicht mal Blut und Leichen von den Straßen wegräumen, weil sie sich damit strafbar gemacht hätten. (06:36) Die iranische Diaspora hat sich wieder solidarisiert. (06:52) Die Proteste sind größer geworden, weil sich die Diaspora vereint hat. (07:23) Die Menschen sind auf die Straße gegangen, um für Freiheit zu kämpfen. (07:33) Für uns ist es selbstverständlich, demonstrieren zu gehen, wenn Unrecht auf der Welt passiert. (08:33) Wenn das Regime im Iran sieht, dass es Unruhe gibt, die zu einem Sturz führen könnte, drehen sie das Internet ab. (08:43) Die einzige Waffe, die die Menschen im Iran haben, ist das Internet. (09:19) Über 300.000 Menschen wurden gefangen genommen und es finden tagtäglich Hinrichtungen statt. (09:29) Wir wissen nicht, wo die Leichen der getöteten Frauen sind. (11:02) Die Frauen, die in der Frauen-Leben-Freiheit-Revolution auf der Straße waren, sind jetzt wieder auf der Straße, unterstützt von Männern. (11:30) Die Forderungen um die Werte der Freiheit, Demokratie und Menschenrechte sind gleich geblieben. Der Unterschied ist, dass die Menschen stärker geworden sind als je zuvor, weil sie die Unterstützung der Diaspora und der Weltpolitik haben. (12:01) Wir können hier in Europa nicht zusehen, wie Menschen, die für Freiheit auf die Straße gehen, umgebracht werden. (12:31) Was alle IranerInnen machen, bevor sie auf die Straße gehen, ist: alle Familienfotos löschen. (12:48) Die Menschen, die im Ausland demonstrieren gehen, wissen, wie man eine Person zum Schweigen bringen kann, nämlich wenn die eigene Familie die Geisel ist. (13:05) Seit 08.01. weiß man nichts aus dem Iran. Geht die eigene Familie auf die Straße? Haben sie genug Lebensmittel? (13:48) Man genießt jeden Augenblick, in dem das Internet funktioniert. (14:05) Diesen Schmerz, den wir alle in uns tragen, über die Menschen, die wir verloren haben, ist genau auch der Mut und die Motivation, erst recht auf die Straße zu gehen. (15:26) Es ist meine Verpflichtung, rauszugehen und auch die Stimme jener zu sein, die diese Möglichkeit nicht haben. (16:21) Ich habe in den letzten 5 Jahren gelernt: Mach einfach. (16:36) Man muss anfangen, den Aktivismus zu betreiben und für das einzustehen, was einem wichtig ist. (16:41) Man muss auch die Menschen nerven und immer wieder das Thema erzählen. (17:21) Gesehen zu werden, ist das Allerwichtigste. (19:16) Frau, Leben, Freiheit ist nicht nur ein Slogan, sondern es ist der Kampf von uns allen. (21:55) Die Inflation ist so enorm gestiegen. Um 12:00 kostet eine Packung Eier ca. 400.000 Toman, ca. 3 Euro, um 12:30 kostet dieselbe Packung 600.000 Toman. (24:22) Ich sehe klar die Aufgabe bei uns, dass wir stärker und vereinter denn je auf die Straße gehen und das fordern, was die Menschen im Iran fordern, und das ist Freiheit, Demokratie und freie und faire Wahlen. (27:03) Jede Gruppe, die sich momentan im Iran bildet, ist illegal. (29:13) Was mich so emotional macht, ist, dass die Menschen im Iran sagen: „Wir haben keine Zukunft mehr.“ (29:19) Die Menschen im Iran sagen: „Entweder wir sterben, aber die nächste Generation lebt in Freiheit, oder wir sterben und die nächste Generation ist noch immer gefangen in diesem System.“ (29:34) Die Menschen sind die Geiseln dieses Terrorregimes. (31:07) Ich bin der festen Überzeugung, der Iran wird eines Tages frei sein und wir sind von diesem Tag nicht so weit entfernt. (35:06) Wir wissen aus der Vergangenheit: Jeder wirtschaftliche Protest wird zu einem politischen Protest. (35:47) Die iranische Fahne mit Löwe und Sonne repräsentiert die iranische Gesellschaft. Sie sind Löwinnen und Löwen und sie sind die Sonnen in unseren Augen. (36:04) Der Name der Revolution ist: the Lion and Sun Revolution. (37:50) Die Demonstrationen in Europa sind nicht homogen. Manche wünschen sich die Monarchie, manche eine Bundespräsidentin oder einen Bundespräsidenten, aber alle eint der Wunsch nach Demokratie mit freien und fairen Wahlen. (38:26) Das Gemeinsame ist der Kampf gegen das islamische Regime und der Kampf um das, was uns gehört. (41:30) Die Revolution läuft auf Social Media.
Lukas Mari - One More Light
Die Welt sehen und anderen zeigen Lukas Fotos kannst du dir auf Instagram unter @oemorelight.mari [https://www.instagram.com/onemorelight.mari/] oder auf seiner Homepage one-more-light.com ansehen. Kalender und Prints findest du hier [https://www.one-more-light.com/editionsprints]. Wenn du mit Lukas in Kontakt treten möchtest, kannst du das hier [https://www.one-more-light.com/contact]tun. ERWÄHNT HAT LUKAS ZUDEM DIE WERKE VON VIVIAN MAIER, DIE DU HIER [https://www.vivianmaier.com/]SEHEN KANNST. ALLES WEITERE ERFÄHRST DU UNTER WWW.MITMILCHUNDZUCKER.AT, [http://www.mitmilchundzucker.at] AUF INSTAGRAM @MIT.MILCH.UND.ZUCKER [https://www.instagram.com/mit.milch.und.zucker] ODER FACEBOOK @MITMILCHUZUCKER. [https://www.facebook.com/mitmilchuzucker] (05:20) Ich bin mit Kapselmaschinen aufgewachsen. (08:25) Die Zeit muss man sich nehmen. (08:40) Von meinem Onkel habe ich eine Spiegelreflexkamera bekommen. (09:40) Wir sind viel gereist, auch an Orte, die man sich vielleicht normalerweise nicht als Familie anschaut. (10:18) Mit 14 habe ich einen Kalender gemacht, auch eine Präsentation, und habe versucht, das alles aufzubauen. (11:33) Wenn du im Leistungssport zwei-, dreimal am Tag trainieren musst, kannst du keine Kamera mitnehmen. (12:27) Wenn man nicht nur wild herumknipst, sondern sich überlegt: „Was will ich festhalten?“ Da entstehen die guten Fotos. (15:15) Wenn ich der Millionste bin, der die Pyramiden fotografiert, ist das nett und ich hab’s auch gemacht, aber was mich wirklich interessiert, ist das Drumherum Die Menschen, die dort arbeiten oder die gerade auf dem Weg dorthin sind. (16:04) Ich würd das jedem raten, in der U-Bahn das Handy in der Tasche zu lassen und zehn Minuten zu schauen. (16:26) Fotografie bringt mir wieder bei, zu schauen und zu sehen. (17:20) Ich mach schon auch Handyfotos. (19:05) Es ist wichtig, sich selbst ein bisschen zurückzunehmen. (20:11) Das Beschäftigen mit Licht wird in der Fotografie unterschätzt. (20:25) Farben, Komposition, Motiv, ist alles wichtig, aber es ist das Licht, das das Foto ausmacht. (21:18) Man muss nicht alles veröffentlichen. (23:47) Früh aufstehen ist manchmal unerlässlich. (26:57) Oft schau ich auch, dass ich mich nicht zu viel vorbereite. (29:19) Auf dem Leiberl stand „stolzer Opa“ drauf. Das fand ich interessant. (30:20) Ich tendier dazu, schnell in Dinge reinzukippen. (31:04) Ich war 18, 19, 20, da glaubt man halt auch, man ist unaufhaltbar. (33:08) Das war für mich immer die größte Angst im Sport, weil’s auch einfach gefährlich ist. (33:43) Es war schnell klar: Leistungssport spielt's nicht mehr. (35:07) Ich will, dass Bilder etwas erzählen oder zum Nachdenken anregen. (36:16) Bevor der Sport kam und die Fotografie, war da die Musik. (36:49) Was Sport und Fotografie nicht kann, kann Fotografie und Musik. (39:35) In der Analogfotografie kann ich nicht viel ändern, dann ist es halt so. In der Digitalfotografie probier ichs besser zu machen. (40:44) Es ist auch wichtig, die Kamera mal beiseite zu lassen. (42:55) Es muss nicht immer gleich Indien sein. (43:34) Ich möchte einen ganz eigenen Bildstil entwickeln. (44:22) Ich hoffe, dass die Welt wieder ein bisschen mehr zusammenrückt und sich alle ein bisschen mehr liebhaben. (45:19) Ich versuche, das nicht als To-do-Liste zu sehen, sondern es ein bisschen kommen zu lassen. (49:55) Man muss irgendwie mitschwimmen in der Social-Media-Bubble und man muss auch mal lustige Reels schneiden, aber man weiß schon, was gut ankommt und was nicht. (50:21) Ich bin kein Social-Media-Fotograf. (51:49) Kreativität macht die Welt zu einem besseren Ort.