Coverbild der Sendung mit Milch und Zucker

mit Milch und Zucker

Podcast von Christiane Hurnaus, Brenda Annerl

Deutsch

Kostenlos bei Podimo

Kostenlos hören bei Podimo

Starte jetzt und verbinde dich mit deinen Lieblingspodcaster*innen

  • Vertraut von über 1 Mio. deutschen Hörer*innen
  • Über 1.000 lokale Podcasts und Shows – nur bei Podimo
  • Keine Zahlung nötig

Mehr mit Milch und Zucker

Wir alle kennen Menschen die uns auf die eine oder andere Art beeindrucken. Menschen die eine Geschichte haben die erzählt werden muss. Manchmal ist sie lustig, manchmal traurig oder tragisch. Oft erkennen wir uns in anderen Geschichten wieder oder können etwas daraus lernen. Meistens aber bringen sie uns zum Nachdenken. Wir wollen Menschen Raum geben, von sich zu erzählen und ihre Geschichte zu teilen. Und alles beginnt bei Kaffee und Kuchen und mit der Frage: Mit Milch und Zucker?

Alle Folgen

310 Folgen

Episode Max Hammel - Goodbye Österreich Cover

Max Hammel - Goodbye Österreich

Auswandern nach Deutschland Wenn du in Köln unterwegs bist, schau doch mal beim Schauspiel Köln vorbei. Die erwähnte Homepage findest du unter schauspiel.koeln [https://www.schauspiel.koeln/] Weitere Folgen mit Max: 2021: Meine Welt durch die Augen einer Videokamera [https://mitmilchundzucker.podigee.io/163-max] 2024: Wie lebt es sich ohne Social Media? [https://mitmilchundzucker.podigee.io/262-max2024] 2024: 6 JAHRE MIT MILCH UND ZUCKER [https://mitmilchundzucker.podigee.io/280-geburtstagsfolge] UNTER @DIEKOERNERINSCHREIBT [https://www.instagram.com/diekoernerinschreibt/] NIMMT CHRISTIANE DICH MIT REGELMÄSSIGEN KURZGESCHICHTEN UND GEDANKENTEXTEN AUF ZWEI REISEN GLEICHZEITIG MIT. EINEN ROADTRIP QUER DURCH DIE USA UND IHREN PERSÖNLICHEN WEG ZUR AUTORIN. FOLGE JETZT @DIEKOERNERINSCHREIBT [https://www.instagram.com/diekoernerinschreibt/] UND LIES MIT. ALLES WEITERE ERFÄHRST DU UNTER WWW.MITMILCHUNDZUCKER.AT [http://www.mitmilchundzucker.at] AUF INSTAGRAM @MIT.MILCH.UND.ZUCKER [https://www.instagram.com/mit.milch.und.zucker] ODER FACEBOOK @MITMILCHUZUCKER [https://www.facebook.com/mitmilchuzucker] (08:19) Es ist verwirrend, vor allem für Österreicher, dass man in Köln 0,2er Bier trinkt. (08:23) Kölsch ist krass charmant und besticht einen, sodass man sich denkt: Ein Kölsch geht immer. (08:38) Man hat das Gefühl, man hat riesige Hände, weil ein Kölschglas so klein ist. (08:55) Für mich ist immer der erste Kaffee, wenn man bei einer Reise ankommt, magic. (11:08) Es ist irgendwie interessant, weil man sich so gefühlt vorneweg denkt: Was kann daran so schwer sein? (11:48) Ich habe schon ein bisschen unterschätzt, wie heftig es trotzdem ist, in ein anderes Land zu ziehen. (11:53) Auch wenn es nur Deutschland ist, wo man das Gefühl hat, es gibt so viele Basics, die man eh kennt, man kennt so halbwegs die Kultur und man kennt so halbwegs die Sprache, aber es war dann doch einfach ein Ritt. (12:46) Man hat so überhaupt keine Habits, die man jetzt irgendwie so automatisiert in der neuen Stadt machen kann. (12:51) Man muss sich irgendwie so am Anfang alles neu erarbeiten. (13:24) Man hat am Anfang das Gefühl, alles ist irgendwie Effort. (13:36) Es ist der krasse Kontrast für mich, von Österreich nach Paris zu gehen, zu von Österreich nach Deutschland zu gehen, weil ich jeden Scheiß ChatGPT gefragt habe. (15:43) Ich habe mir richtig versucht, auf die Finger zu klopfen, dass ich nicht andauernd alles vergleiche. (15:59) Es ist am Anfang alles stellvertretend für das ganze Land und die ganze Kultur und die ganze Gesellschaft. (16:07) Ich habe mir am Anfang richtig vornehmen müssen, beim Vergleich zumindest nur Köln mit Wien und nicht Deutschland mit Österreich zu vergleichen. (16:16) Es war schon am Anfang im Kopf: "Oida, die Deutschen". (16:55) Wenn ich Leuten Köln erkläre, sage ich immer, es ist für mich wirklich so ein bisschen ein Anti-Wien. (17:03) Köln hat eine Infrastruktur, die überhaupt nicht funktioniert, und Köln hat gleichzeitig eine Menschlichkeit, die extrem gut funktioniert. (17:31) Ich habe das Glück gehabt, in Köln kommst du an und alle sind scheißefreundlich und nett zu dir, wirklich die weirdesten Erlebnisse. (18:39) Köln ist wirklich eine superherzliche Stadt, aber umgekehrt, im Vergleich zu Wien, muss man echt drauf klarkommen, dass du dich auf die Infrastruktur nicht verlassen kannst, aber auf die Leute dafür umso mehr. (18:59) Die Stadt ist kaputt, aber irgendwie macht man es sich so schön, wie es geht. (19:47) Ich weiß, dass ich in Köln angekommen bin, weil bei mir so seit einem Monat ab und zu so ein bisschen Heimweh kommt. (19:56) Das Heimweh kommt ein bisschen daher, dass sich Köln normalisiert hat und ich zum ersten Mal wieder ein bisschen über die Heimat nachdenke. (20:18) Dieses Ankommen bewirkt plötzlich, dass ich zum ersten Mal so in solchen Momenten denke: Jetzt kann ich den und den Freund nicht sehen. (20:44) Spazierengehen ist meine Medizin für alles. (21:35) Heimweh macht für mich zumindest so was aus wie Selbstverständnis. (22:11) Mein erstes richtig großes Heimweh war, wie ich Besuch von so einer Partie Wiener gekriegt habe und gemerkt habe, dass der Humor ganz anders funktioniert. (22:40) Es wäre bescheuert, wenn man nie Heimweh hätte. (23:14) Ich glaube auch, wenn ich jemals nach Wien zurückkomme, dass man auch Wien oder Österreich ganz anders schätzt. (23:45) Ich glaube, dass Wien für mich irgendwie immer schon so eine Heimat war. (24:58) Wir haben am Volkstheater weitergedacht mit der Videoabteilung und haben gesagt, wir wollen ein künstlerisches Video-Department, wo die Videokünstler und -künstlerinnen aus dem Theater kommen und alles eine Handschrift trägt. (25:49) Nach fünf Jahren Videodepartment habe ich eine Pause davon gebraucht. (28:26) Dieses Bürojobige hat einfach seine ganz anderen Qualitäten, die super spannend sein können. (28:49) Ich hatte das noch nie in meinem Leben, dass man einfach sagen kann: Das, was ich bis 18, 19 Uhr nicht geschafft habe, arbeite ich am nächsten Tag weiter. (30:37) Ich merke auch jetzt erst, wie viel kreative Energie man daraus schöpfen kann, dass man einfach wirklich eine bewusst gesetzte Pause hat. (32:31) Als angestellter Videokünstler habe ich plötzlich das, was ich eigentlich immer so mit Freude gemacht habe, mit einer Deadline machen müssen, und das hat keinen Spaß mehr gemacht. (33:06) Was man oft unterschätzt, auch selber, finde ich, ist, dass du, wenn du etwas Künstlerisches machst, dass du auf irgendeine Art und Weise in die Realität umsetzt, was du in der Welt siehst. Du realisierst was raus in die Welt, was ein bisschen aus deiner Seele kommt, und wenn das Werk kritisiert wird, tut es sehr weh. (34:12) Es fühlt sich für mich nicht so an, als hätte ich den Job im Volkstheater aufgegeben. Ich habe das Gefühl, es war eine lustige Station im Leben, aber ich habe genug davon. (34:45) In meinem neuen Beruf habe ich viel mehr Verantwortung für andere Leute. (36:06) Du bist im Marketing jemand, der das Geschenkpapier vom Weihnachtsgeschenk macht. (38:07) Ein Ding, das da ganz viel mit mithilft, dass ich mich mit meinem Team so gut verstehe, ist, dass Kölner an sich einfach super aufgeschlossene, offene Menschen sind, die dich erstmal mit einer Umarmung empfangen. (38:25) Kölner sind erstmal interessiert, was du machst, und sie quatschen extrem viel, aber dabei sehr wenig Smalltalk. (39:37) Ich glaube, dass wenn du deine eigene Kunst irgendwie auf die Welt bringen willst, dass man sich keinen Gefallen tut, wenn man sich zu schnell davon abhängig macht, dass es irgendwie funktionieren muss. (40:46) Kreativität ist eher ein Muskel, den man einfach aktivieren kann und die ganze Zeit wieder aktiviert und dem man wie einem Muskel auch Pausen geben muss, damit er keinen Muskelkater kriegt. (41:00) Kreativität an sich ist eher Training, dass man einfach sich diesen kindlichen Geist beibehält und einfach ganz locker wird im Kopf. (42:01) Ich glaube, dass Leute Marketing mit Sales verwechseln. (43:06) Es ist Teil von meinem Job, auch mit zu überlegen: Wie sieht eigentlich das Theater aus, in das man reingeht? (43:20) Die Theaterbühne ist mein Inhalt, mein Produkt, mein Ding, um das es geht. Das muss ich in- und auswendig kennen. (43:32) Ich muss im besten Falle die Texte kennen, die da besprochen werden, und aus dem heraus entwickelt man eine Idee, wie eigentlich die Welt drumherum aussieht, wie das Geschenkpapier um dieses Theaterstück aussieht, das man irgendwie auspackt, bevor man da reingeht. (43:54) Für mich ist das eine totale inhaltliche Arbeit. (45:14) Ich liebe es, mich daran festzubeißen, was Cooles zu erschaffen. (47:07) Die Wiener Seele fehlt mir manchmal, dieser morbide, lustige, todessehnsüchtige Humor. (48:47) Ich finde den Karneval in Köln erstaunlich anders, als ich ihn mir vorgestellt habe, weil bei mir Karneval irgendwo zwischen Ballermann und Oktoberfest abgespeichert war. (49:13) Karneval ist auch etwas mega Politisches, und ich habe mich noch nie irgendwo unter besoffenen Leuten so beschützt und wohlgefühlt wie in Köln am Karneval. (49:30) Kölner Karneval hat extrem viel damit zu tun: Wir halten jetzt zusammen, wir stellen uns gemeinsam auf die Straße, die Straße gehört uns. (49:39) In der Südstadt, da, wo ich wohne in Köln, sind überall so Banner gehangen mit: „Hier ist kein Platz für Rassismus“. (50:47) Ich war noch nie in einer Stadt außerhalb Italiens, in der man so sehr das Gefühl hat, die Leute, denen gehört einfach die Straße. (50:57) Sobald die Sonne scheint, stehen alle irgendwo draußen, trinken ein Bier. (51:55) Es ist wie leben und leben lassen, und die Einstellung ist so: Nervt uns nicht mit Auflagen bei irgendwelchen Feiern, und nerven wir euch nicht damit, dass die Straße kaputt ist. (54:06) Köln hat das richtig im Herzen, diese Kultur, dass Leute kommen und gehen, dass man sich Hallo und Tschüss sagt. (54:16) Wenn du zum Beispiel in Köln abends in eine Bar gehst, ist es da nicht so üblich, dass du an einem Einzeltisch irgendwo am Rand sitzt, sondern man knödelt sich immer zusammen, aber ohne, dass die Leute einander am Nerv gehen. (54:55) Die Stadt begegnet der Kunst auf jeden Fall zuallererst mit Neugier. (56:10) Wenn du was probieren willst, findest du in Köln aufgeschlossene Leute. (58:03) Ich träume manchmal immer noch davon, dass ich irgendwann einmal ein bisschen in Japan leben darf. (58:28) Mir geht es jetzt schon so, dass ich, wenn ich ab und zu zurück bin in Österreich, immer denke: Bist du deppert, so ein halber Liter Bier ist schon viel. (1:00:58) Ich habe gemerkt, wie wenig Facetten ich von der deutschen Kultur kenne.

30. Apr. 2026 - 1 h 3 min
Episode XiA die Heldin - Alice und Stephan - Abwehr ist die beste Verteidigung Cover

XiA die Heldin - Alice und Stephan - Abwehr ist die beste Verteidigung

Wie Frauen sich im Alltag schützen können In dieser Folge werden Formen der Gewalt an Frauen und Kindern besprochen Mehr über XiA sowie Kurspläne und Angebote für Firmen und Schulen findet du unter xia-dieheldin.at [https://www.xia-dieheldin.at/] AUF INSTAGRAM FINDEST DU ALICE UND STEPHAN UNTER @XIA_DIEHELDIN [https://www.instagram.com/xia_dieheldin] ALLES WEITERE ERFÄHRST DU UNTER WWW.MITMILCHUNDZUCKER.AT, [http://www.mitmilchundzucker.at] AUF INSTAGRAM @MIT.MILCH.UND.ZUCKER [https://www.instagram.com/mit.milch.und.zucker] ODER FACEBOOK @MITMILCHUZUCKER. [https://www.facebook.com/mitmilchuzucker] (06:06) Wir wollen kein Opfer sein, sondern wir wollen uns tatsächlich stark fühlen und eine Heldin sein. (06:11) Xia kommt aus dem Mandarin und heißt übersetzt „die Heldin“. (07:42) Wie es so ist am Land: Die Nachbarn wissen über alles Bescheid und haben natürlich sofort gewusst, dass ich Polizist bin. Da kann sich der Geheimdienst was abschneiden vom Nachbartatsch. (08:44) Selbstverteidigung fängt schon im Kopf an. (10:49) Wir legen sehr viel Wert auf die Selbstwertarbeit mit Frauen in unseren Kursen. (11:01) Um sich verteidigen zu können, muss man sich das einmal erlauben. (11:06) Man muss sich selbst erlauben, den Stellenwert einzunehmen, und sich das Recht herausnehmen, sich selbst zu schützen. (11:24) Es ist für viele Frauen schon eine große Herausforderung, Nein zu sagen. (12:16) Viele Frauen haben eine riesige Hürde, wenn es darum geht, sich selbst und die eigene Sicherheit an die erste Stelle zu setzen. (15:54) Täter suchen sich keinen Gegner, sie suchen sich ein Opfer. (16:58) Ein vermiedener Kampf ist ein gewonnener Kampf. (17:10) Beim Sport gibt es Regeln, bei der Selbstverteidigung gibt es keine Regeln. (19:45) Alles, was Frauen irgendeine Art von Selbstvertrauen gibt, ist gut. (19:57) Das eigene Selbstvertrauen, die eigene Haltung ist schon die präventivste Art der Selbstverteidigung. (20:05) Das Handy ist ein riesiges Hilfsmittel, weil du gefühlt für den Täter nicht mehr alleine bist. (25:06) Ich versuche, Frauen in den Kursen dazu anzuhalten, nicht nur zu sich selbst netter zu sein, sondern auch zu anderen. (27:05) Die Zivilcourage lässt eher zu wünschen übrig. (27:15) Die Polizei kommt und hilft, dazu brauchen wir aber einen Anruf, diesen Ruf nach Hilfe. (27:45) Als Mann ist es sehr schwer, um Hilfe zu bitten, vor allem in einer körperlichen Situation, weil es vielleicht Schwäche vermittelt. (30:12) Ich zeige Frauen in unseren Kursen Techniken, bei denen ich nicht will, dass ein anderer Mann sie kennt. Ich will nicht, dass Männer wissen, was auf sie vielleicht zukommt. (32:31) Wir reden in den Kursen mit den Frauen darüber: Was sind gefährliche Plätze? Was machst du, wenn du in eine U-Bahn einsteigst? (34:30) Ein Tipp ist es: Wenn ihr ein Lokal, eine Bahn oder einen Bus betretet, nehmt euch kurz die Zeit und checkt die Lage, schaut euch die Leute an und ihr werdet merken, wenn etwas nicht stimmig ist. (35:57) Es ist ein riesiger Unterschied, ob man von der Gefahr davonläuft oder ob man in Sicherheit läuft. (36:48) Es ist wichtig, den Fokus auf Sicherheit zu legen, nicht nur von der Gefahr weg, sondern wohin möchte ich stattdessen. (37:06) Das Schlechteste in der Selbstverteidigung, was man machen kann, ist das Erstarren oder Untätigsein. (39:11) Wenn wir uns wehren müssen, dann wehren wir uns aber richtig. (39:37) Bei uns im Kurs findet man einfache, effiziente Sachen. (41:08) Das Konzept der Kurse ist es, mit Techniken, dem richtigen Mindset, mit Achtsamkeit und Fokus versorgt zu werden, um aus Situationen rauszukommen. (41:23) Die Tipps aus unseren Kursen helfen nicht nur zur Selbstverteidigung, sondern auch im ganz normalen Leben. (41:39) Die meisten Frauen, die in einen Selbstverteidigungskurs kommen, denken an die Gewalt, die von einer fremden Person auf der Straße ausgeübt wird, aber wir wissen alle, dass Gewalt ganz anders anfängt. (41:52) Gewalt fängt weitaus früher an als bei körperlichen Übergriffen. (42:28) Das Präventivste, um sich zu schützen, ist die Arbeit am eigenen Selbstwert. (43:28) Wenn man verunsichert ist, dann stimmt etwas nicht. (43:32) Das Wichtigste ist, sich Hilfe zu suchen, irgendjemanden ins Boot zu holen. (46:46) Wenn Kursteilnehmerinnen Situationen erlebt haben und fragen, wie sie besser hätten reagieren können, nehmen wir das und arbeiten es gemeinsam auf. (49:00) Wir haben bisher wirklich viele Erfahrungen machen dürfen für verschiedene Zielgruppen und daher ist auch unser Repertoire gewachsen. (49:42) Es ist ein absolutes Herzensprojekt und wir wollen mit Xia etwas Gutes tun. (54:00) Es ist schade, dass es Selbstverteidigungskurse überhaupt geben muss.

16. Apr. 2026 - 56 min
Episode Mario Dungl - Vergiftete Bodybuilder Cover

Mario Dungl - Vergiftete Bodybuilder

Eine ungeschönte Geschichte einer hässlichen Realität In dieser Folge werden die Themen Tod, Depression, Suizid und Doping besprochen Infos zu Mario und seinem Buch "Vergiftete Bodybuilder" findet ihr hier [https://pageonpage.com/aweb/dungl/] Auf Instagram ist er unter @mario_dungl [https://www.instagram.com/mario_dungl/] zu finden. Das Buch selbst findet ihr überall, wo es Bücher gibt, im Buchhandel eures Vertrauens oder online, zum Beispiel hier [https://buchkontor.buchkatalog.at/vergiftete-bodybuilder-9783903579446]. LIVE ZU SEHEN GIBT ES MARIO AM 18.7. IM KRIMINALMUSEUM IN WIEN. ALLES WEITERE ERFÄHRST DU UNTER WWW.MITMILCHUNDZUCKER.AT, [http://www.mitmilchundzucker.at] AUF INSTAGRAM @MIT.MILCH.UND.ZUCKER [https://www.instagram.com/mit.milch.und.zucker] ODER FACEBOOK @MITMILCHUZUCKER. [https://www.facebook.com/mitmilchuzucker] (04:14) Ich war Mitglied eines Motorradklubs und wir waren auf Geschäftsreise, kann man sagen. (05:07) 2016 war der Referenzpunkt dieses Buchs, da fand der Tod eines Freundes statt. (06:24) Ich hab einen auf Mister Marple gemacht. (06:55) Als ich das Buch geschrieben habe, habe ich mir oft gedacht: Das kann ich so nicht schreiben, das glauben mir die Leute nicht. (07:44) Ich habe mich im letzten Moment gegen Doping entschieden, er hat sich nicht dagegen entschieden. (10:55) Ich habe jede Person maskiert und ihr ein Pseudonym gegeben. (11:17) Vieles, was Helmut in der Geschichte macht, und ich getan habe, würde ich heute nicht mehr machen. (12:24) Ich war ein sehr komplexbehafteter Mensch. (13:20) Immer das Maximum. Der Beste sein, der Breiteste, der Schnellste. (14:24) Ich will nicht sagen, ich hatte einen kriminellen Geist, aber ich war dem schon ein bisschen angetan. (15:06) Es heißt immer „Das mit dem Doping, das ist nicht so“, ich hab mich kaum retten können vor Angeboten. (16:55) Ein Neunjähriger ist im Vorjahr am Schulgang zu mir gekommen und wollte wissen, ob ich etwas nehme. Der hat sich über TikTok schlau gemacht. (17:55) Die Limbo-Stange ist schon so tief, man muss nur mehr drübersteigen. (18:18) Zivilcourage funktioniert. (21:04) Ich wusste, dass einige sagen werden: „Der war nie auf der Bühne und spielt sich jetzt groß auf!“ (22:00) Die Abstände wurden immer kürzer. Einer ist ins Spital gekommen, dann der Nächste und der Nächste. (22:36) Wenn ich jetzt nichts sage, ist morgen der Nächste dran. (23:06) Es war schon so ein bisschen wie man es aus Filmen kennt, wo Leute sich eine Pinnwand bauen und die Fäden ziehen. (23:54) Einerseits ist das Mindset vergiftet, aber es handelt sich auch einfach um höchsttoxische Substanzen. (29:07) Das war der Gerechtigkeitssinn. (31:02) Ab einem gewissen Zeitpunkt kannst du mit den Leuten nicht mehr reden. (34:02) So wie die Geschichte gelaufen ist, so ist sie auch ins Buch gekommen. (35:48) Man muss die Menschen darstellen, wie sie sind, nämlich manchmal ziemliche Würsteln. (37:24) Es ist nicht alles dunkel und traurig, sondern absurd und zum Schießen. (39:31) Narzissmus ist lächerlich. (41:41) Mir geht es um die Botschaft, fürs Geld mach ich das nicht. (42:24) Als Mann möchte ich an die Männerwelt appellieren, dass sich Männer trauen, über ihre Gefühle zu sprechen. (46:01) So geht’s nicht, ich schau nicht zu, ich schau nicht weg, ich mach was.

2. Apr. 2026 - 50 min
Episode Klaus Wamprechtshammer - Zahnarztangst: Wo sie herkommt und wie man sie überwindet Cover

Klaus Wamprechtshammer - Zahnarztangst: Wo sie herkommt und wie man sie überwindet

Wir räumen auf mit Mythen rund um den Zahnarztbesuch Die Praxis von Klaus findest du unter wamprechtshammer-implantat.at [https://www.wamprechtshammer-implantat.at/] Bücher, die Klaus nicht mehr schreiben muss, weil sie schon geschrieben sind, aber euch ans Herz legt: Atem - James Nestor [https://buchkontor.buchkatalog.at/breath-atem-9783492058513] IN ALLER MUNDE - DOMINIK NISCHWITZ [https://buchkontor.buchkatalog.at/in-aller-munde-9783442393435] ALLES WEITERE ERFÄHRST DU UNTER WWW.MITMILCHUNDZUCKER.AT, [http://www.mitmilchundzucker.at] AUF INSTAGRAM @MIT.MILCH.UND.ZUCKER [https://www.instagram.com/mit.milch.und.zucker] ODER FACEBOOK @MITMILCHUZUCKER. [https://www.facebook.com/mitmilchuzucker] (04:10) Das ist der klassische Bulletproof-Kaffee. (05:16) Kaffee ist überhaupt kein Problem, aber Kaffee pur, ohne Milch und Zucker. (06:22) Ich habe die HTL Maschinenbau gemacht und bastle sehr gerne. Ich habe mit meinem Beruf meine Berufung gefunden und darf täglich basteln. (09:16) Die meisten Angstpatienten sind gar keine Angstpatienten. (11:26) Wenn man seinem Zahnarzt mal vertraut, dann ist es für beide Seiten ganz einfach. (11:46) Um dem Kindheitstrauma Zahnarzt entgegenzuwirken, ist es wichtig, einen Zahnarzt zu haben und nicht ständig den Zahnarzt zu wechseln. (12:14) Der Familienzahnarzt ist der Familienhausarzt, das Beste, was dir passieren kann. (12:36) Wenn es ein bisschen mehr zu tun gibt, gibt es eine Anästhesie. Wir leben im Jahr 2026, das ist völlig harmlos. (14:57) Es sollte in der heutigen Medizin das direkte Arzt-Patienten-Verhältnis das Wichtigste sein. (15:58) Heutzutage ist man in der Zahnmedizin minimalinvasiv. (17:40) Vor 30 Jahren, als ich begonnen habe, hat es noch weitaus mehr Karies gegeben. (17:50) Das allgemeine Gesundheitsbewusstsein und Pflegebewusstsein, auch der Zähne, hat sich wahnsinnig verändert. (18:26) Wenn ich regelmäßig zur zahnärztlichen Kontrolle gehe, dann ist nicht zu erwarten, dass große Defekte entstehen, die ich behandeln muss. (18:56) Die Summe der Zahnarztbesuche übers Leben ist immer gleich. Wenn ich fünf Jahre nicht gehe, weiß ich, dass ich im nächsten halben Jahr sechsmal gehe. (19:29) Der wichtigste Punkt im Leben und auch für die Zahnheilkunde ist richtiges Atmen, und zwar Nasenatmen. (21:14) Wenn man etwas von mir lernen kann, dann ist es Nasenatmung. (22:27) Wie trainiert man Nasenatmen? Indem du den Mund zumachst. (22:36) Nasenatmung trainiert man, indem man die Muskulatur um die Lippen und die Kaumuskulatur stärkt. (23:39) Durch die Mundatmung wird das orale Mikrobiom verändert. (25:13) Nasenatmungskinder haben deutlich weniger Karies. (27:28) Smoothies sind für den Zahnarzt das Schlimmste. (28:58) Für uns alle wäre das Optimum, zweimal am Tag zu essen. (31:46) Die Mundschleimhaut ist nur ein Erfolgsorgan der gesamten Haut. Sie ist der Beginn des Darmrohres. (31:55) Wenn du ein Darmproblem hast, ist natürlich dein Zahnfleisch nicht in Ordnung, und umgekehrt. (32:47) Mit der Zahnbürste geht es mir hauptsächlich darum, dass wir den Übergang Zahnfleisch zu Zahn putzen. (33:44) Ich sollte daran denken, Zahn für Zahn zu putzen. (33:56) Wenn ich das alles beachte und dann noch einmal am Tag mit der Handzahnbürste und einmal mit der elektrischen putze, dann habe ich zwei verschiedene Techniken und bin meiner Meinung nach damit am gründlichsten. (34:42) Es geht immer darum, wie gut ich kann, nicht wie gut ich muss. (35:33) Es gibt kaum jemanden, der im Scharade spielen so gut ist wie Zahnärzte. (35:52) Zahnärzte sind gut in Scharade und Pantomime. (37:00) Ein Smoothie ist kein Ersatz für gesunde Ernährung. (37:04) Obst ist eine Belohnung. (37:57) Eine gut gekaute Karotte ist die beste Zahnbürste. (38:37) Das gesündeste Gemüse ist Brokkoli. (39:59) Bei Veneers werden auf gesunde Zähne weiße Keramikplatten draufgesetzt. Die brechen auch oft herunter, und das heißt, ich muss oft zum Zahnarzt, um wieder Keramikplatten draufzukleben. (40:34) Ich als Zahnarzt stehe auf gesunde Zähne, die dürfen ruhig ein bisschen schief sein. (41:13) Gesunde Zähne zu beschleifen und etwas draufzukleben, scheint mir nicht sinnvoll. (43:28) Zähne sind wie Kristalle, Zähne sind wie Diamanten, es gibt lupenreine Diamanten und es gibt milchige Diamanten. (43:50) Die mit den lupenreinen Diamanten haben gelbere Zähne. (45:17) Mir kann man nur schaden, indem man meinen Kindern schadet. (45:48) Verwendet bitte kein Mundwasser. (47:58) Zahnpasta ist überbewertet. Die mechanische Reinigung ist durch nichts zu ersetzen. (49:22) Pfefferminze ist anregend, also am Abend vorm Schlafengehen keine anregend frische Zahnpasta, das hindert beim Einschlafen.

19. März 2026 - 51 min
Episode Ava Farajpoory - All Eyes On Iran Cover

Ava Farajpoory - All Eyes On Iran

Seid die Stimme, die die Menschen im Iran nicht haben Ava und ihre Beiträge siehst du auf Instagram unter @ava_farajpoory [https://www.instagram.com/ava_farajpoory/] IHRE FOLGE „WOMAN, LIFE, FREEDOM – DER KAMPF DER FRAUEN IM IRAN UM IHRE FREIHEIT“ KANNST DU DIR HIER [https://mitmilchundzucker.podigee.io/216-womenlifefreedom]ANHÖREN. ALLES WEITERE ERFÄHRST DU UNTER WWW.MITMILCHUNDZUCKER.AT, [http://www.mitmilchundzucker.at] AUF INSTAGRAM @MIT.MILCH.UND.ZUCKER [https://www.instagram.com/mit.milch.und.zucker] ODER FACEBOOK @MITMILCHUZUCKER. [https://www.facebook.com/mitmilchuzucker] (03:25) Ich trinke keinen Kaffee, war so ein Neujahrsvorsatz von mir. (04:45) Wir wussten von vorherigen Aufständen, dass diese zu Revolutionen geworden sind. (06:10) Wir sehen die Bilder aus dem Iran, und wir sehen Leichen auf den Straßen. (06:19) Die Menschen dürfen nicht mal Blut und Leichen von den Straßen wegräumen, weil sie sich damit strafbar gemacht hätten. (06:36) Die iranische Diaspora hat sich wieder solidarisiert. (06:52) Die Proteste sind größer geworden, weil sich die Diaspora vereint hat. (07:23) Die Menschen sind auf die Straße gegangen, um für Freiheit zu kämpfen. (07:33) Für uns ist es selbstverständlich, demonstrieren zu gehen, wenn Unrecht auf der Welt passiert. (08:33) Wenn das Regime im Iran sieht, dass es Unruhe gibt, die zu einem Sturz führen könnte, drehen sie das Internet ab. (08:43) Die einzige Waffe, die die Menschen im Iran haben, ist das Internet. (09:19) Über 300.000 Menschen wurden gefangen genommen und es finden tagtäglich Hinrichtungen statt. (09:29) Wir wissen nicht, wo die Leichen der getöteten Frauen sind. (11:02) Die Frauen, die in der Frauen-Leben-Freiheit-Revolution auf der Straße waren, sind jetzt wieder auf der Straße, unterstützt von Männern. (11:30) Die Forderungen um die Werte der Freiheit, Demokratie und Menschenrechte sind gleich geblieben. Der Unterschied ist, dass die Menschen stärker geworden sind als je zuvor, weil sie die Unterstützung der Diaspora und der Weltpolitik haben. (12:01) Wir können hier in Europa nicht zusehen, wie Menschen, die für Freiheit auf die Straße gehen, umgebracht werden. (12:31) Was alle IranerInnen machen, bevor sie auf die Straße gehen, ist: alle Familienfotos löschen. (12:48) Die Menschen, die im Ausland demonstrieren gehen, wissen, wie man eine Person zum Schweigen bringen kann, nämlich wenn die eigene Familie die Geisel ist. (13:05) Seit 08.01. weiß man nichts aus dem Iran. Geht die eigene Familie auf die Straße? Haben sie genug Lebensmittel? (13:48) Man genießt jeden Augenblick, in dem das Internet funktioniert. (14:05) Diesen Schmerz, den wir alle in uns tragen, über die Menschen, die wir verloren haben, ist genau auch der Mut und die Motivation, erst recht auf die Straße zu gehen. (15:26) Es ist meine Verpflichtung, rauszugehen und auch die Stimme jener zu sein, die diese Möglichkeit nicht haben. (16:21) Ich habe in den letzten 5 Jahren gelernt: Mach einfach. (16:36) Man muss anfangen, den Aktivismus zu betreiben und für das einzustehen, was einem wichtig ist. (16:41) Man muss auch die Menschen nerven und immer wieder das Thema erzählen. (17:21) Gesehen zu werden, ist das Allerwichtigste. (19:16) Frau, Leben, Freiheit ist nicht nur ein Slogan, sondern es ist der Kampf von uns allen. (21:55) Die Inflation ist so enorm gestiegen. Um 12:00 kostet eine Packung Eier ca. 400.000 Toman, ca. 3 Euro, um 12:30 kostet dieselbe Packung 600.000 Toman. (24:22) Ich sehe klar die Aufgabe bei uns, dass wir stärker und vereinter denn je auf die Straße gehen und das fordern, was die Menschen im Iran fordern, und das ist Freiheit, Demokratie und freie und faire Wahlen. (27:03) Jede Gruppe, die sich momentan im Iran bildet, ist illegal. (29:13) Was mich so emotional macht, ist, dass die Menschen im Iran sagen: „Wir haben keine Zukunft mehr.“ (29:19) Die Menschen im Iran sagen: „Entweder wir sterben, aber die nächste Generation lebt in Freiheit, oder wir sterben und die nächste Generation ist noch immer gefangen in diesem System.“ (29:34) Die Menschen sind die Geiseln dieses Terrorregimes. (31:07) Ich bin der festen Überzeugung, der Iran wird eines Tages frei sein und wir sind von diesem Tag nicht so weit entfernt. (35:06) Wir wissen aus der Vergangenheit: Jeder wirtschaftliche Protest wird zu einem politischen Protest. (35:47) Die iranische Fahne mit Löwe und Sonne repräsentiert die iranische Gesellschaft. Sie sind Löwinnen und Löwen und sie sind die Sonnen in unseren Augen. (36:04) Der Name der Revolution ist: the Lion and Sun Revolution. (37:50) Die Demonstrationen in Europa sind nicht homogen. Manche wünschen sich die Monarchie, manche eine Bundespräsidentin oder einen Bundespräsidenten, aber alle eint der Wunsch nach Demokratie mit freien und fairen Wahlen. (38:26) Das Gemeinsame ist der Kampf gegen das islamische Regime und der Kampf um das, was uns gehört. (41:30) Die Revolution läuft auf Social Media.

5. März 2026 - 43 min
Super gut, sehr abwechslungsreich Podimo kann man nur weiterempfehlen
Super gut, sehr abwechslungsreich Podimo kann man nur weiterempfehlen
Ich liebe Podcasts, Hörbücher u. -spiele, Dokus usw. Hier habe ich genügend Auswahl. Macht 👍 weiter so

Nur bei Podimo

Beliebte Hörbücher